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Warum haben Leute die studieren, soviele Vorteile

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Ja. das Leben kann verdammt ungerecht sein! Das sehe ich selbst jeden Tag aufs Neue!
Hätte gerne auch mehr aus meinem Leben gemacht, studiert, etc. Habs trotzdem nur zu einen einfachen Brotkutscher gebracht. Nicht weil ich zu faul oder zu blöd gewesen wäre, sondern weil ich nie eine reelle Chance bekam!
Möchte behaupten, das ich da kein Einzelfall bin!
 
Schon wieder eine Studium vs. kein Studium - Diskussion. Der andere Thread ist nach hinten gerutscht und schon kommt ein Neuer 🙂

Klischees bedienen ist nicht gut. Die Zeiten sind vorbei, wo der Arbeiter im Bergwerk malocht hat für paar Mark fuffzig, während der studierte Chef sich die Taschen vollgestopft hat.
Ein Arbeiter hat i.d.R. den körperlich anstrengenderen Job, aber deswegen ist er ja kein Versager. Im Gegenteil, viele bevorzugen körperlich anspruchsvollere Tätigkeiten. Und die Bezahlung und Jobaussichten sind auch gut. Wenn ich mich nicht irre, wird das teilweise auch belohnt. Der TV der IG-Chemie sieht doch für technische Berufe höhere Gehälter vor als für kaufmännische Bereiche?

Mal ein paar andere Beispiele aus meinem Umkreis:

Biologie-Laborantin (Pharmaunternehmen): Einstiegsgehalt mit 22 nach der Ausbildung -> 35.000
Versicherungskaufmann: dasselbe, nach 1 Jahr die erste Gehaltserhöhung
Elektriker: 33.000

Ja natürlich, dass ist nur ein Ausschnitt und nicht repräsentativ, aber für mich sind das a) ehrenwerte Jobs und b) kann man mit den Gehältern gut auskommen.
Es gibt natürlich auch Negativ-Beispiele. Aber die gibt es bei den Akademikern auch. Nicht jeder BWLer steigt bei einem der Big-4 ein und kassiert 40.000 im ersten Jahr. Es wird auch nicht jeder Dipl.-Ing. Produktionsleiter im Auto-, Luftfahrt- oder Konsumgüterkonzern. Von den Luft-und-Liebe-Studiengängen mal ganz zu schweigen. Dort gibt es jede Menge Absolventen, die froh wären, wenn Sie die 30.000er-Marke knacken.

Schaut euch doch mal um. Die älteren Polizisten bzw. die, die aus Bundesländern mit mittlerem Dienst kommen, haben auch "nur" eine Ausbildung. Ebenso der Zollbeamte am Flughafen. Oder die nette Dame in der Pass- und Führerscheinstelle im Bürgeramt. Oder der Bäcker, der euch sonntags frische Brötchen beschert. Sind das für euch auch alles Versager und Menschen, die es im Leben zu nichts gebracht haben?

(Und die Sache mit Mathematik und Abi. Das Bildungssystem ist doch nicht daran Schuld, wenn jemand die Matheprüfung nicht packt und deswegen nicht studieren gehen kann.)
 
(Und die Sache mit Mathematik und Abi. Das Bildungssystem ist doch nicht daran Schuld, wenn jemand die Matheprüfung nicht packt und deswegen nicht studieren gehen kann.)

...Zumal es heute zig andere Möglichkeiten außer dem Abitur gibt! 😉 Berufserfahrung, Meister, Zugangsprüfung und und und..
 
Elektriker: 33.000

weglach ne habe letzes jahr 27k gehabt und bekomme schon über tarif wo hast du diese zahlen her???

natürlich ist es viel einfacher ein studium zu machen wenn die eltern bissel mehr geld haben ist doch klar....
ich habe als kind nie nachhilfe bekommen z.B.

ich kenne einen der studiert Technische Informatik in Pforzheim und hat so ein locker leben....aber gut die eltern bei dem zahlen auch wohung und alles....


Glaube der eindruck das es leute an der uni besser haben ist einfach der damit diese teilwesie wohlhabende eltern haben und deshalb ein besseres leben führen können als ein Arbeiter.
 
...Zumal es heute zig andere Möglichkeiten außer dem Abitur gibt! 😉 Berufserfahrung, Meister, Zugangsprüfung und und und..


Richtig! Zumal ein Meister heutzutage einem Hochschulabschluss gleichgesetzt ist. Ein Meister ist weder ne Null, noch arm. Hab mich mal unterhalten mit nem Pharmameister. Das sind die Typen in der Tablettenproduktion. Der war nicht allzu alt, aber hatte Familie, Haus, neueres Auto. Der hat mehr verdient als so mancher Dipl.-Ing. im Unternehmen.
 
Richtig! Zumal ein Meister heutzutage einem Hochschulabschluss gleichgesetzt ist. Ein Meister ist weder ne Null, noch arm. Hab mich mal unterhalten mit nem Pharmameister. Das sind die Typen in der Tablettenproduktion. Der war nicht allzu alt, aber hatte Familie, Haus, neueres Auto. Der hat mehr verdient als so mancher Dipl.-Ing. im Unternehmen.

Ja eben. Es kommt immer drauf an, was man selbst draus macht. Zugegeben: Ein bisschen Vitamin B oder einfach Glück spielt manchmal auch noch eine Rolle. Aber sich hinzusetzen und sagen "Alle anderen haben's ja so viel besser." bringt einen definitiv nicht weiter 😉

Ich persönlich habe nach der Realschule noch das Gymnasium besucht...und musste aus privaten Gründen abbrechen. Ich habe eine Ausbildung gemacht und gearbeitet, danach den Betriebswirt draufgepackt und studiere nun auch. Einen Auslandsaufenthalt werde ich mir trotzdem nicht leisten können, und? Natürlich ist es schade und wenn ich auf frühere Klassenkameraden zurückblicke, da könnte ich schon neidisch werden. Bilderbuchlebenslauf mit Auslandsaufenthalten, Regelstudienzeit und und und. Will ich das? Nein! Denn all das war sponsored by Mum and Dad. Ja, mein Weg war holpriger und ja ich werde nicht ins Ausland können und ja, ich werde nicht in Regelstudienzeit abschließen können. Aber: ICH habe das geschafft! Und nicht das Konto der Eltern!

Von daher: Studenten und Vorteile? Nur auf den ersten Blick! 🙂
 
Ja. das Leben kann verdammt ungerecht sein! Das sehe ich selbst jeden Tag aufs Neue!
Hätte gerne auch mehr aus meinem Leben gemacht, studiert, etc. Habs trotzdem nur zu einen einfachen Brotkutscher gebracht. Nicht weil ich zu faul oder zu blöd gewesen wäre, sondern weil ich nie eine reelle Chance bekam!
Möchte behaupten, das ich da kein Einzelfall bin!

Welche Chance hat dir denn gefehlt?
 
Nicht immer nur Einzelfälle betrachten, sondern versuchen objektiv zu bleiben. Studis haben es auch nicht immer leicht. Während der Azubi Kohle bekommt für seine Ausbildung, muss der Student Geld bezahlen für seine Ausbildung. Außerdem haben viele Azubis die Chance auf Übernahme. Der Student nicht, es sei denn er vergammelt in irgendeinem Praktikum und wird übernommen. Der Zeitfaktor ist selbstverständlich ne tolle Sache bei einigen Studenten. Wenn die Klausuren geschrieben sind, dann kann erstmal gefaulenzt werden.

Aber...oftmals spielen ganz andere Faktoren eine Rolle. Das liebe Geld bzw. die lieben Eltern. In meinem Studiengang hat fast niemand Bafög bekommen. Fast alle hatten zu gut verdienende Eltern. Das freut mich zwar für die Kinder und Eltern, aber es braucht sich kein Student/Azubi was darauf einbilden, wenn Mom und Dad jeden Monat den Scheck überreichen.
Natürlich gibt es auch Studenten, die überhaupt nicht zu beneiden sind. Einige studieren in Trimestern und müssen in der freien Zeit Pflichtpraktika abreißen. D.h. lernen, Prüfungen schreiben, arbeiten. Im regelmäßigen Wechsel und und das jahrelang. Wieder andere bekommen überhaupt keine finanzielle Unterstützung. Die müssen ihr normales Studenten-Pensum ableisten und dann noch kräftig arbeiten gehen für den Lebensunterhalt. Da ist es mit einem 400 € - Job nicht getan. Da gehen mal 20-30 Std. pro Woche für Arbeit drauf in der Uni sollte man sich auch ab und zu blicken lassen.
 

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