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Warum bin ich bloß so

Hallöchen zusammen,
Ich habe dieses Thema lange für mich behalten da, ich niemanden belasten wollte aber momentan stehe ich ab einem Punkt in dem ich nicht mehr kann-,
Ich bin grade mit meinem Abitur fertig geworden und werde jetzt am 17.06. 18jahre soweit so gut ich habe eine soziale Phobie und angststörung und komme momentan aus dem Loch nicht mehr raus. Alles fing mit meinem Abi beginn an ich war ständig unruhig habe nie mehr als 20min. Die Nacht schlafen können habe mir selbst ständig wahnsinnig Druck gemacht.
Und oft das Gefühl gehabt beobachtet zu werden Abwahl ich alleine war (Ständig ;Hatte ich irgendwelche Albträume wenn ich mal schlafen konnte) In drei an halb Wochen nahm ich 18kg ab. Mittlerweile in den Wochen ohne Schule geht's mir immer noch nicht besser ich bin ständig damit beschäftigt an mir rumzumeckern was ich falsch gemacht habe, wie ich Aussehe und wie "Dick" ich geworden bin. Mittlerweile dreht sich meine Welt nur noch um Sport, Kalorien und selbstzweifel und die Angst vor meiner WS versteifung . In der Zeit habe ich auch wieder zwischenzeitlich mit SSV begonnen, da dieser Druck zu stark war um überhaupt es zu überstehen.
Ich habe es nie jemanden erzählt oder irgendwas erwähnt da ich niemanden belasten wollte aber, ich kann nicht mehr ;Ich bin einfach so nicht mehr glücklich...
Was ist denn falsch mit mir?
Vllt. Versteht ja hier jemand was ich meine zuhause würde mir eh niemand zuhören.
Vielen Dank,
Rebecca
 

juka

Aktives Mitglied
Was ist denn falsch mit mir?
Mit dir ist überhaupt nichts falsch. Was hier passiert ist, dass Körper und Geist mit der andauernden Stressbelastung überfordert sind. Sprich du hast deutlich mehr Druck und Sorgen als du verarbeiten kannst. Das führt zu Symptomen wie ständige Anspannung, Unruhe, Depression sowie dem Gefühl der Hilf- und Perspektivlosigkeit.

Schauen wir doch mal auf die Belastungsseite. Da wären die Sozialphobie und Angststörung, Versagensängste in Schule und Studium, Angst vor der OP und den möglichen Komplikationen. Unwohlsein im eigenen Körper, Selbstvorwürfe und (zumindest habe ich das so verstanden) fehlende soziale Unterstützung. Doch was steht auf der Entlastungsseite? Ist da überhaupt was? Ganz ehrlich Rebecca: Bei diesem Setting würde auf Dauer kaum jemand gesund bleiben.

Ein paar Tipps:
- Such dir professionelle Unterstützung, damit du dich selber besser verstehst, nicht weiter absackst, sondern aus dem Loch rauskommst.
- Spanne unbedingt andere Leute mit ein und schieb dein schlechtes Gewissen in den Hintergrund. Es ist völlig normal und in Ordnung, dass man Sorgen hat und diese mitteilt. Verstanden zu werden und sich geborgen zu fühlen sind unglaublich wichtig für die geistige Gesundheit und die Widerstandsfähigkeit.
- Lern dich selbst besser kennen. Nimm dir Zeit um dir selber etwas Gutes zu tun. Fokussiere dich auf deine Stärken, gehe sanft und wohlwollend mit dir um. In jedem von uns steckt etwas Verletzbares. Finde heraus was es bei dir ist und kümmere dich liebevoll darum, so als würdest du ein Haustier betüddeln.
 

wolkenreigen

Aktives Mitglied
Hallo Rebecca

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, hast Du Dein Abi geschafft. Das ist bei allen Deinen Sorgen eine gewaltige Leistung auf die Du sehr stolz sein kannst.
Hast Du eine Freundin, mit der Du in die Natur gehen könntest. Du brauchts ja Deine Probleme nicht gleich erwähnen, nur wenn Du sehr viel Vertrauen hättest.
Eine andere Sache ist der Beginn einer Therapie, wenn Dir die/der Therapeut zusagt also sympathisch ist, könntest Du über Deine Schwierigkeiten sprechen und eine wirkungsvolle Hilfe erwarten.
Du belastest damit niemanden und ein Therapeut findet die Ursachen. Du wirst erleben, wie es Dir nach einigen Sitzungen langsam besser geht, weil Du nicht mehr allein mit Deinen Gedanken und Alpträumen bist.
Ich wünsche Dir, dass Du diesen Schritt wagst.
 
Hallo Rebecca

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, hast Du Dein Abi geschafft. Das ist bei allen Deinen Sorgen eine gewaltige Leistung auf die Du sehr stolz sein kannst.
Hast Du eine Freundin, mit der Du in die Natur gehen könntest. Du brauchts ja Deine Probleme nicht gleich erwähnen, nur wenn Du sehr viel Vertrauen hättest.
Eine andere Sache ist der Beginn einer Therapie, wenn Dir die/der Therapeut zusagt also sympathisch ist, könntest Du über Deine Schwierigkeiten sprechen und eine wirkungsvolle Hilfe erwarten.
Du belastest damit niemanden und ein Therapeut findet die Ursachen. Du wirst erleben, wie es Dir nach einigen Sitzungen langsam besser geht, weil Du nicht mehr allein mit Deinen Gedanken und Alpträumen bist.
Ich wünsche Dir, dass Du diesen Schritt wagst.
Dankeschön ich versuche es mal :))
 

wolkenreigen

Aktives Mitglied
Hallo Rebecca

Es gibt die Kassenärztliche Bundesvereinigung dort gibt es eine Unabhängige Patientenberatung unter der Rufnummer 0800 0117722, die ist von Montags bis Freitag von 8:00 - 22:00 Uhr besetzt. Dort könntest Du anrufen und Dein Anliegen schildern. Möglicherweise brauchst Du etwas Ausdauer um durchzukommen. Das wäre ein Einstieg, denn Du brauchst kompetente Hilfe.
Hier im Forum wirst Du Menschen finden, die Deine Sorgen erst nehmen und ansprechbar sind, wenn Du das Bedürfnis hast Dich mitzuteilen. Nimm allen Mut zusammen und tu etwas für Dich.
 

wieimmer

Mitglied
Hallo...

hast du die 18kg nun zu- oder abgenommen? Du schreibst abgenommen, aber dass du dich danach "dick" fühlst, das hört sich bisschen wiedersprüchlich an...

Das mit der Fixierung auf den Körper bzw. das Aussehen ist nur ein Verdrängungsmuster für andere Themen, mit denen man nie gelernt hat, umzugehen. Aber irgendwann muss man sich halt auch diesen Themen stellen, denn mit Scheinlösungen lässt man sein Leben aus dem Unterbewusstsein heraus durch (teils irrationale) Kompensationsmuster bestimmen, die oft auch nach hinten losgehen können...

Auch deine Skoliose/Wirbelsäule hängt in gewisser Weise damit zusammen: Die Muskelspannungen, die zu der Skoliose usw. führen, sind unausgelebte Fluchtreflexe des Körpers, die in der Vergangenheit nicht richtig ausgelebt werden konnten. Ein typisches Beispiel hierfür sind Situationen, wo man sich z.B. von den Eltern bedroht gefühlt hatte, aber nicht weglaufen und sich dadurch "schützen" gedurft hatte. Oder in der Schule... (In einem anderen Faden schreibst du auch von der geplanten OP - falls du vorher noch etwas anderes ausprobieren möchtest, kannst du dich gerne mal per Privatnachricht melden, ich kenne eine bei solchen Themen sehr effektive Behandlungsmethode, die von manchen Heilpraktikern und Physiotherapeuten praktiziert wird. Zu einer WS-Versteifung kann ich auch bisschen was sagen, aber ungern im öffentlichen Bereich, da es meine nähere Verwandtschaft betrifft und kein abstraktes Beispiel ist...)

Insgesamt scheint es dir auf jeden Fall schwer zu fallen, dich von Menschen emotional zu distanzieren, die dir nicht gut tun. Und ihnen Grenzen zu setzen. Stattdessen richtest du die negativen Emotionen, die dadurch entstehen, gegen dich selbst... was aber im realen Leben keine Lösung ist. Das ist das Kompensationsmuster eines kleinen Kindes, das die emotionalen Angriffe und Verletzungen von seinen Eltern tapfer erträg, um dadurch die maximal mögliche Nähe zu seinen Eltern zu bekommen. Und diese Nähe ist für ein kleines Kind ein Überlebensinstinkt (vor wenigen Generationen hatte kaum ein Kind, das von seinen Eltern vergessen oder ignoriert wurde, eine Überlebenschance, dieses intuitive hat sich tief in unseren Genen festgesetzt). Jetzt bist du aber ein erwachsener Mensch und dieses Gefühls- und Verhaltensmuster funktioniert nicht mehr, sondern blockiert dich in deiner weiteren Entwicklung. Damit in Verbindung steht möglicherweise auch deine Angst vor dem Verlust von Nähe oder vor Ablehnung, was die Ängste aus deiner frühen Kindheit triggern könnnte... wie gesagt, bei solchen Themen hängt vieles mit einander zusammen. Und oberflächliche Ansätze (so wie die Fixierung aufs Aussehen und Kalorien, vermutlich auch die Skoliose-OP) lösen nicht das zugrundeliegende Problem und helfen dir dabei, dich im Leben besser zurechtzufinden. In der Regel suchen sich verdrängte Themen dann andere Ventile... so könntest du dich z.B. mal fragen, ob deine Skoliose schlimmer geworden bist, seit du stärker auf dein Aussehen/Gewicht fixiert bist. Vielleicht nicht, aber es gibt zumindest einige Menschen bei denen das der Fall ist.

Ein Tipp zum Abschluss noch: Meide jegliche Form von hormoneller Verhütung (insbesondere die Pille). Auch wenn du sie für "andere Zwecke" einsetzt. Diese Medikamente wirken auch auf das Gehirn und auf die Psyche, besonders bei psychisch vorbelasteten Personen. Sie können im Extremfall bis zum Suizid führen, SVV begünstigen, auf jeden Fall aber stören sie duch die Verändeurng des Hormonhaushalts mentale/seelische Aufarbeitungsprozesse.

Viele Grüße und alles Gute!
 

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