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Warum benehmen sich Deutsche in Spanien sio daneben?

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Wahrscheinlich feiert der Deutsche einfach zu gerne.Sie haben mehr frei,als andere in der EU und sind phlegmatisch veranlagt.So sehen wir Spanier das 🙂
 
Hallo,
wie der Titel schon sagt, würde ich gerne von euch wissen, warum sich deutsche Bürger auf Mallorca (Ballerman) so daneben verhalten und den Spaniern das Leben schwer machen aber hier wiederum wollen die Deutschen, das sich Ausländer anpassen,passt irgendwie nicht zusammen,woanders die Sau rauslassen und hier einen auf Moralapostel machen.

Du kannst doch nicht Urlauber die maximal 3 Wochen bleiben mit Ausländern vergleichen die sich nicht anpassen wollen.
Das sind 2 unterschiedliche Themen.
 
das was du beschreibst passiert doch nur am ballermann!
also sprich an der playa de palma und elarenal!

wenn du mal ins hinterland fährst oder an die ost- oder nordküste, dann wirst du "solche" menschen dort kaum finden!

viele haben ein völlig falsches bild von mallorca, aufgrund dieses einzigen strandes!

ich stimme auf jeden fall dennoch zu, dass da wahrscheinlich mitunter das meißte geld hinfliest!

und man muß der fairnesshalber sagen dass die deutschen sich im ausland noch relativ gut benehmen!

habe mal gelesen dass wir die anpassungsfähigsten sein sollen...mit ausnahme der weißen socken in den sandalen natürlich😉

lg, kena
 
Hallo,
wie der Titel schon sagt, würde ich gerne von euch wissen, warum sich deutsche Bürger auf Mallorca (Ballerman) so daneben verhalten und den Spaniern das Leben schwer machen aber hier wiederum wollen die Deutschen, das sich Ausländer anpassen,passt irgendwie nicht zusammen,woanders die Sau rauslassen und hier einen auf Moralapostel machen.

Das kommt auf den Maßstab an. An deutschen Unis geht es manchmal schlimmer zu als in Mallorca.

In der Orientierungswoche an den Universitäten ist das Benehmen der Studenten unter aller Sau. Das ist schlimmer als alles, was du jemals in Mallorca schonmal gesehen hast. Die Fachschaften laufen mit Wodkaflaschen durch die Unis und füllen die Studienanfänger ab. (bereits morgens!) Es gibt dummen Kennenlernenspiele und Ringelpiez mit Anfassen in der Uni. Dann zieht die besoffende Bande durch die Städte mit lauten Tierufen. Es gibt eine Art Stadtsauftour. An jeder Station gibt es dumme Spiele und reichlich Alkohol. An jeder Station müssen sich die Studenten zum Affen machen (Sie spielen Ringelpietz mit Anfassen. Dann gibt es dumme Kleiderspiele und Trinkspiele. Die ganze Zeit machen die Gruppen irgendwelche Affenlaute und andere Tierlauter. Die Gruppe, die sich am meisten zum Affen macht, bekommt am meisten Alkohol. Die besoffene Bande machen dann auch Kotzspiele und die Stadtreinigung darf die Scheiße dann wegmachen. Auch Leute, die das Wasser bzw. den Alkohol nicht mehr halten konnten, sieht man in den Gruppen. Es gibt immer einige Leute, die das nicht abkönnen und in der Notaufnahme des Krankenhauses landen. Normale Menschen sind froh, wenn sie sowas nicht selbst erleben müssen. Warum Leute, die den Anspruch haben, für ein Studium qualifiziert zu sein, so ein Mist machen, ist mir ein Rätsel. Habt ihr ein Erklärung für so ein Verhalten?)
Wenn du diese Gruppe als Vergleichsgruppe nimmst, dann sind die Studienanfänger in der Evolution irgendwo zwischen Affen und Neandertalern stehen geblieben und die Urlauber in Mallarco sind hoch intelligente, zivilsierte Menschen, die geschwollen daherreden.
 
Fahrt mal in gewisse Skigebiete in Österreich und schaut Euch an, wie sich die neureichen Russen dort benehmen!
Das kann unter Umständen auch mal lebensgefährlich werden - ab dem Mittag, wenn sie in den Hütten ordentlich "getankt" haben und dann wie die gesengten Säue über die Pisten pöbeln. 🙁

Einer der Gründe, warum ich bestimmte Skigebiete inzwischen meide (Gasteiner Tal, Zell am See...).
 
Ich denke, man sollte die Kritik nicht nur auf Deutsche beschränken. Massentouristen treten oft unangenehm in Erscheinung, das können auch Bewohner anderer Nationen sein. Gelten nicht auch die Briten als relativ trinkfest und auffällig im Urlaub?

Und sollte man nicht auch die andere Seite sehen: die Touristen (deutsche und andere), die sich ernsthaft für ihr Reiseziel interessieren, die Sprache zu erlernen versuchen und mit Land und Leuten in Kontakt treten wollen?

Man sollte wohl auch bedenken, dass beispielsweise die Kanarischen Inseln vor der Erfindung des Tourismus ziemlich arm waren, weswegen in der Vergangenheit viele Kanarios nach Südamerika ausgewandert waren.
 
In diesem Thread geht es aber gezielt um Deutsche. Problem sind auch gar nicht die Touristen, sondern die Leute die z.B. auf Mallorca ( und spanische Küste ) oder auch in den Grenzgebieten zu Deutschland die Preise für Grund und Häuser so in die Höhe treiben, daß sich Einheimische nichts mehr kaufen können. Das sorgt in einigen Gegenden für Unmut.
 
Fahrt mal in gewisse Skigebiete in Österreich und schaut Euch an, wie sich die neureichen Russen dort benehmen!

Ja ja, der österreichische Fremdenverkehr im Wandel der Zeit.
Früher waren es die Deutschen über die wir uns rasend echauffiert haben, heute die Russen... und mit Wehmut blicken wir auf die Piefke-Saga zurück....Deutschen begegnen wir nun mehr zünftig in Tracht gekleidet als Bedienung auf Berghütten...

Die Russen können sich ja nichtmal in der Staatsoper benehmen. Letztens, man gab Eugen Onegin - Tschaikowsky, neben mir (Parkett, 7. Reihe) ein Russenpärchen, beladen mit Plastiksackerln aus diversen Souveniergeschäften (die Verhandlungen mit dem Pagen ob oder ob nicht Einlass mit Sackerl waren schon nervig genug).

Die Overture hat schon begonnen, neben mir nestelt sich der männliche Part des Russenduos lautstark und keuchend aus seiner knallroten mit weißen Applikationen, geschmacklosen Lederjacke, knüllt sie zusammen und stopft sie keuchend unter seinen Sitz während sein A**** meinem Gesicht gefährlich nahekommt.
Seine Begleitung, ähnlich adäquat gekleidet, sucht in den Sackerln (raschel - raschel) verzweifelt nach dem Programmbücherl.

Noch bin ich ruhig, Atemübungen, tiiiiiiiief einatmen....auuuuuuusatmen.

Der Vorhang geht auf, ein transparenter Vorhang mit einem überdimensionalen Portrait von Alexander Sergejewitsch Puschkin wird sichtbar. Meine Sitznachbarn freuen sich wie die Schneekönige und lassen uns an ihrer Freude teilhaben.

"Алекcа́ндр Серге́евич Пу́шкин !!!!!!!"


Erste Unmutsäußerungen in der Reihe hinter mir werden hörbar - noch bin ich ruhig.

Auf der Bühne (der transparente Vorhang ist nun auch verschwunden) findet ein russisches Gartenfest der gehoben Gesellschaft statt und Tatjana wirft Onegin erste schmachtende Blicke zu. Das scheint zu animieren, der Russe nimmt ein Plastiksackerl (raschel - raschel) und zieht eine Flasche unbekannten Inhalts hervor, öffnet diese, setzt sie an die Lippen, trinkt, rülpst dezent und gibt sie an seine Partnerin weiter.

Ich bin nicht mehr ruhig, JA WO SAMMA DENN ? Das ist die Staatsoper und nicht der Musikantenstadl!
Ich wende mich den zwei Geschwüren zu und flüstere:
"Would you please be quiet so we can enjoy the show"
Ich ernte zwei etwas dümmliche Blicke, so zische ich ein "just SHUT UP" hinterdrein.

Eine Weile war Frieden, Tatjana schreibt einen Liebesbrief an Onegin und übergibt in ihrer Amme da höre ich neben mir das Knistern von Celophanpapier. Der Herr neben mir öffnet eine Schachtel Mozartkugeln, nimmt 2 heraus, Schachtel retour ins Sackerl (raschel - raschel), reicht eine Kugel seiner gelbblonden Begleitung und beginnt konzentriert die Alufolie welche die Praline fest umhüllt herunterzukletzeln. FUTZERLWEISE. Kleine goldene Alustückerl fallen zuerst auf seine Hose und werden dann akribisch immer wieder abgeputzt um auf den Boden des ehrwürdigen Hauses zu fallen.

Ich bin bei einem Ruhepuls von 180 angelangt.

Russe 1 lutscht und zuzelt genussvoll an seiner Mozartkugel, Russin 2 scheint die Praline nicht zu schmecken, sie verzieht das Gesicht, spuckt die angekaute Praline in ein Taschentuch und will es dezent unter ihrem Sitz verschwinden lassen doch der Schlußakkord des ersten Aktes und das angehende Licht im Saal vereitelt ihren Plan. Ich bin erleichert.

-Pause-

Im Gustav Mahler Saal, beim Buffet, sehe ich die beiden mit voll beladenen Tellern (Kanapees & Petit Fours) und einer Flasche Sekt (Gläser überflüssig, es wird aus der Flasche getrunken)
Ein melodischer Gong verkündet das Ende der Pause. Das Publikum begibt sich zurück in den Saal.

Ich sitze schon auf meinen Platz und blättere im neuen Spielplan da hör ich eine laute Diskussion. Ich hätte nicht mal aufschauen müssen, ich habs ja geahnt....meine Sitznachbarn wollten mit der halbvollen Flasche Sekt in den Saal. Der Page fand diese Idee nicht so gut und teilte das dem illustren Pärchen auch mit was aber, no na, auf wenig Gegenliebe stieß. Erst der anwesende Polizist konnte die beiden überzeugen.

- 2. Akt -

Am Anfang ist Ruhe, wir geniessen die Musik...die Handlung wird dramatischer, Lenski wirft Onegin den Fehdehandschuh hin, Onegin nimmt ihn auf, ein Duell ist unabwendbar.

Blondie ist fad, ihr scheint die Handlung nicht zuzusagen. Sie handiert mit einem dieser Feuerzeuge welche eine kleine Lampe eingebaut haben und kramt in ihrer übergrossen Fake-D&G- Tasche.
Man glaubt es nicht wie hell so ein kleines Feuerzeuglamperl sein kann. Sie zieht ein Schminktascherl in der Größe eines mittelgroßen Kulturbeutels heraus und beginnt ihr Make up aufzufrischen.

Die Dame auf der anderen Seite der russischen Belagerungsmacht wird ungehalten und beschwert sich lautstark.

Ein Page kommt und bittet um Ruhe was aber nicht so einfach ist da sich die Leute rundherum immer mehr aufregen ob der laufenden Störungen durch die zwei. Blondie keppelt unverständliches vor sich hin während er aus seiner Gangstalederjacke einen Hunderter hervornestelt und diesen dem Pagen in die Brusttasche stecken will.

Lenski stirbt duch Onegins Hand im Duell..noch sterbend wandert sein Blick aber in Richtung Reihe 7 Links...das wirkliche Theater findet heute auf der anderen Seite der Bühne statt.

Der Page weigert sich den Hunderter anzunehmen, die Stimmen werden lauter, der diensthabende Polizist kommt hinzu.
Es ist so unsagbar peinlich.
Der Pausenapplaus und das Licht retten erneut die Situation.

Nun mische ich mich ein, in mir brodelts ja schon seit dem ersten Akt und jetzt muß alles raus. Ich erstatte dem Polizisten einen vollständigen Bericht (gespickt mit bösen Seitenhieben) alteriere mich natürlich auch darüber daß Opernkarten sehr teuer sind und daß ein solches Verhalten für die anderen Gäste nicht zumutbar ist (ok, ich geh auf Regiekarte rein, aber das wissen die ja nicht).

Mittlerweile sind ganz schön viele Leute um uns und der Polizist, um Deeskalation bemüht, bittet uns nach draußen.
Bis die Russen ihr Marschgepäck zusammen hatten..das dauerte wieder ...

Um eine lange Geschichte etwas kürzer zu machen..den 3. Akt haben die Russen nicht mehr gesehen 😀, sie verpassten Onegins werben um die nun mit Fürst Gremin verheiratete Tatjana und deren eiskalte Rache .*seufz*

Man könnte jetzt meinen - ok das ist ein Einzelfall - ist aber nicht so. Ich hab mich danach noch mit dem Pagen unterhalten, er hat mir erzählt daß es leider immer wieder Zwischenfälle gleicher oder ähhnlicher Bauart gebe..und immer wieder mit Russen. Inzwischen seien die Billeteure schon angewiesen Russen nur Karten für Balkon und Galerie zu verkaufen..quasi wie ein Opernghetto...was ja nicht immer klappt weil Kartenagenturen diese Politik ablehnen.
 
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