Hier noch ein Ausschnitt aus unserer Konversation- ich finde ich habe versucht ihm Dinge zu sagen die er doch hätte ausdrücken können. Also nicht das hier gedacht wird, dass ich grundlos wütend geschrieben habe:
Er :
,,Es tut mir wirklich leid, dass du dich so fühlst. Die letzten Tage waren für mich auch nicht leicht. Wie ich schon erwähnt habe, hatte ich das Gefühl, dass der sarkastische Ton am Morgen dich sehr verletzt hat, und dass du dich deshalb zurückgezogen hast, um Zeit für dich zu nehmen. Mir ist auch aufgefallen, dass du deine Nachricht am 23. mit „Frohe Weihnachten“ beendet hast, und deshalb habe ich die Weihnachtsfeiertage selbst nicht wirklich genießen können. Ich war damit auch nicht gleichgültig – auch wenn du das vielleicht so siehst.
Es war mir wichtig, dir Raum zu geben und rücksichtsvoll zu sein. Ich habe meine eigenen Bedürfnisse, wie dich zu sehen und Weihnachten zusammen zu verbringen, hintenangestellt.
Emotional war das für mich auch nicht einfach, aber ich wollte dir die Zeit geben, die du brauchst. Deshalb habe ich mich am 29. gemeldet (weil ich nicht länger warten wollte), um nachzufragen, wie es dir geht und wie die Dinge aus deiner Sicht stehen.
Ich weiß, dass die Situation viel größer geworden ist, als sie eigentlich gedacht war, und ich habe sie nie auf die leichte Schulter genommen, auch wenn es für dich vielleicht so gewirkt hat. Es tut mir aufrichtig leid.
Ich wünsche dir wirklich ein frohes neues Jahr.''
Meine Antwort darauf:
,,
Du hast ganz offensichtlich nichts von dem gelesen, was ich geschrieben habe … es ist komplett am Thema vorbei und daher respektlos.
Du steckst 100 % deiner Energie in „warum ich nicht konnte“, „meine Absichten“, statt in „wie kann ich …“.
Wenn das Arbeit oder Uni wäre: Würdest du auch 100 % deiner Zeit damit verbringen, dem Professor oder Chef ständig E-Mails zu schreiben, um zu erklären, warum du das Buch nicht gelesen oder die Aufgabe nicht erfüllt hast? Das ist völliger Unsinn. Du würdest sofort rausgeworfen werden.
Ein normaler Mann würde sich fragen, warum er seine Freundin an diesem Samstagmorgen so schlecht behandelt hat oder warum er sie vernachlässigt — und wie er das reparieren kann — statt darüber zu jammern, wie „hart“ seine Woche war.
Du versuchst nur, die Erzählung so umzuschreiben, dass sie in die „edle“ Version in deinem Kopf passt, aber diese Fantasie ändert nichts an der Realität: Realität ist das, was du sagst und tust — das, was umgesetzt wird, nicht das, was in deiner Vorstellung existiert.
Es ist wie bei einem Kind, das eine Vase zerbricht und sagt:
„Aber ich wollte, dass sie fliegt!“''
Er:
,,Du hast recht mit dem, was du gesagt hast. Ich hätte mehr Initiative zeigen können, aber gleichzeitig war ich unsicher und bin davon ausgegangen, dass du ein paar Tage für dich brauchst. Zumindest klang deine Nachricht vom 23. Dezember so, weshalb ich keine Grenzen überschreiten wollte.''
Wenn du dich nicht wegen der Geschenke treffen willst oder sie nicht mehr haben möchtest, verstehe ich das aus deiner Perspektive vollkommen.
Bitte sag mir einfach ehrlich und direkt Bescheid, damit ich darüber Klarheit habe.''
Ich:
''Du klingst ein bisschen wie ein Lieferbote, dessen einziges Problem es ist, die Pakete loszuwerden. Es ist sehr enttäuschend, dass selbst jetzt deine Nachrichten nur aus Logistik und Selbstverteidigung bestehen, statt aus Wärme oder einem menschlichen Ton mir gegenüber.
Es liegt immer an mir — sogar jetzt delegierst du Entscheidungen an mich, statt einfach entsprechend deiner eigenen Absichten zu handeln und auszudrücken, was du fühlst. Es wirkt, als wäre es dir völlig egal …''
Er:
,,Ich habe in mehreren Nachrichten versucht zu zeigen, dass du mir wichtig bist.
Mir ist jetzt klar geworden, dass meine Versuche, „rücksichtsvoll“ zu sein, nicht besonders effektiv waren und dass ich mehr Initiative hätte zeigen können. Ich sehe auch, dass mein Sarkasmus und meine Versuche, humorvoll zu sein, ein Fehler waren.
Deshalb wollte ich vorgestern gerne Zeit mit dir verbringen und vielleicht auch gestern zu Silvester — auch wenn ich, wie du zu Recht gesagt hast, keine Details genannt habe.
Weil es mir wirklich wichtig ist, dich zu sehen, habe ich auch gefragt, ob ich dir die Geschenke geben kann.''
Ich:
,,Wie gesagt, du klingst wie ein Kurier oder Logistikmitarbeiter, wenn du mir schreibst. Exakt dieselbe Nachricht könntest du auch einem Nachbarn, deinem Cousin oder einem Kollegen schicken — sie trägt keinerlei Zärtlichkeit oder Beziehungssprache in sich … ganz zu schweigen davon, dass ein spöttischer, gemeiner und sarkastischer Ton dir sehr leicht fällt, wenn du mit mir sprichst …
Und sicher: Nachdem ich gesagt habe, dass ich es leid bin, alles zu managen, sind kalte Nachrichten ohne Details nur enttäuschend …''
Er:
Ich verstehe, dass du keine Wärme mehr von mir spürst, und ich werde nicht gegen deine Gefühle argumentieren.
Ich möchte nur, dass du weißt, dass das, was ich ausgedrückt habe, ehrlich gemeint war — auch wenn es dich nicht so erreicht hat, wie ich gehofft habe.
Ich:
Warum verteidig
st du dich schon wieder, statt dein Verhalten zu ändern? Das wirkt extrem abstoßend.
Du hast heute nichts ausgedrückt außer der Tatsache, dass du die Geschenke loswerden wolltest.
Er:
In erster Linie wollte ich dich sehr gerne sehen und zudem eben auch die Geschenke überreichen, die ich mit viel Emotion vorbereitet hatte.
Ich:
So kann diese Kommunikation nicht funktionieren: Ich stelle eine Frage, und du schreibst wieder generische Dinge über vergangene Absichten, um dich „rein zu waschen“, obwohl ich dir schon vor Minuten erklärt habe, dass echte Wärme nichts Rückblickendes ist, sondern eine Handlung im Hier und Jetzt.
Außerdem zählen Absichten nicht, wenn sie nicht umgesetzt werden (auch das habe ich bereits erklärt). Wenn Geschenke mit vielen Emotionen vorbereitet wurden, dann sollte auch die Übergabe so sein.
Das Faire wäre, die Frage zu beantworten, warum du dich verteidigst, statt dich erneut zu verteidigen. Ich habe gesagt, es ist abstoßend. Jetzt ist es abstoßend × 2.
Ich:
… diesen Samstag fahre ich von Wien weg bis Ende nächster Woche in den Urlaub.
Ob du zu echter Kommunikation und „männlicher“ Initiative fähig bist, musst du selbst herausfinden. Ich habe dir viele Hinweise und eine exakte Landkarte geliefert, und ich habe bereits viel zu viele Gespräche moderiert.
Er:
Ich wollte mich nie verteidigen — sondern dich einfach sehen, weil mir die Gesamtsituation sehr leid getan hat und mir das alles auch schwer gefallen ist …
Er:
Danke, dass du mir sagst, wie deine nächsten Tage aussehen.
Ich nehme wahr, dass du sehr erschöpft und enttäuscht bist, und ich respektiere deinen Wunsch nach Abstand.
Was du über Kommunikation und Initiative sagst, nehme ich ernst — aber ich habe eben auch das Gefühl, mit kaum etwas durchzukommen. 😔
Ich wünsche dir auf jeden Fall eine gute Reise und hoffe, dass die Zeit für dich klärend und wohltuend wird.
Vielleicht kann so leichter erkannt werden was ich gemeint habe..
Mehr aus den Konversationen kann ich jetzt nicht widergeben- aber hier sieht man doch auch, dass er permanent an meinen Bedürfnissen vorbeigeredet hat.