Hallo Ihr Lieben,
ich kann euren Schmerz verdammt gut verstehen. Ich habe vor 16 Jahren eines meiner Kinder verloren und 2 Jahre danach meine mama,im Alter von 51 Jahren. Es ist schon so lange her und dennoch,die lücken werden sich niemals schliessen.
Wenn ich mich heute nach dem "Sinn" ihres Todes frage,dann muss ich Euch sagen,dass nur jeder von Euch selbst dem Tode eines geliebten Menschen Sinn verleihen kann.
Mir hat es wohl dazu verholfen mein Leben von steilen Stürmen in ruhigere,tiefere Gewässer zu leiten.
Heute bin ich bestärkt in dem Gefühl,dass nur wirkliche Liebe und Nächstenliebe die wahren Werte in unserem Leben sind und sein können.
Nicht das Materielle,wonach soviele Menschen hinterherrennen und wo man doch immer wieder dazu neigt, die Wertigkeit eines Menschen nach dem "Haben" zu beurteilen. Heute -viele Jahre später- bin ich dankbar dafür,dass ich meine geliebten beiden "Schnuckies" eine zeitlang bei mir haben durfte. Heute weiss ich aber auch,dass meine Trauer auch viel mit meinem eigenen Egoismus zu tun hatte.
Erst nachdem ich,bis vor kurzem, endlich mal begriffen habe, dass ich die beiden auch "loslassen" muss, erst danach ging es mir deutlich besser.
Für mich hatte "Loslassen" all die Jahre immer den Beigeschmack von
"vergessen". Und wer möchte geliebte Menschen schon vergessen?
Heute weiss ich einfach,dass sie in meinem Herzen und in meinem Gehirn "eingebrannt" sind. Heute habe ich auch keinerlei Schuldgefühle mehr dabei,wenn ich "weiterlebe" ohne sie. Zwar ist die Sehnsucht nach Ihnen immer wieder da, besonders an besonderen Tagen wie Weihnachten, Geburtstagen und Todestagen und es tut immer wieder weh-aber ich habe gelernt mit diesem Schmerz zu leben und ihn einfach stehenzulassen,auf dem Platz,wo er hingehört.
Unsere Wege haben sich -vorläufig- getrennt, sie sind in der Hand "unseres Schöpfers"-ich bin hier auf der Erde, um meine´Aufgaben halbwegs ordentlich zu erledigen und irgendwann-davon bin ich felsenfest überzeugt- werden wir uns wiedertreffen.
Wie das alles aussehen mag, das weiss ich natürlich auch nicht, aber ich glaube fest daran, dass mit dem physischen Tod nicht alles zu Ende ist.
Und selbst,wenn ich mich täuschen sollte, es kann sicherlich nicht schädlich sein, hier ein halbwegs "menschenverträgliches" Leben zu führen.....
Ich drück euch alle mal ganz vorsichtig und lieb und wünsch euch ganz viel Kraft und "lebbare" Tage auf eurem schweren und weiten Weg der Trauer.
Herzlichst
Mondin