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Waldorfschule

G

Gast

Gast
Hallo,
Mich würde interessieren ob jemand von Euch erfahrungen mit der Waldorfschule hat.
Mein Sohn wird nämlich nächstes Jahr eineschult und wir sind gerade am überlegen ob die Waldorfschule wohl eine gute alternative zum staatlichen Schuldruck wäre.
Hat Jemand von Euch vielleicht auch wissen darüber wie sich ehemalige Waldorfschüler im Leben so zurecht gefunden haben?
Vielen Dank im Voraus!
 
Huhu,

ich bin Lehrerin an einem Gymnasium und die Kinder, die von der Waldorfgrundschule kommen, haben oft Schwierigkeiten in einer normalen staatlichen Schule. Kennst du den Witz?
Hauptschule:

Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 EUR. Die Erzeugerkosten betragen 40 EUR. Berechne den Gewinn!


Realschule:

Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 EUR. Die Erzeugerkosten betragen vier Fünftel des Erlöses. Wie hoch ist der Gewinn des Bauern? Taschenrechner ist nicht erlaubt.


Gymnasium:

Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterraner Solanum tuberasum für eine Menge Geld (= G). G hat die Mächtigkeit 50. Für die Elemente aus G = g gilt g = Die Menge der Herstellungskosten (= H) ist um zehn Elemente weniger mächtig als die Menge G. Zeichnen Sie ein Bild der Menge H als Teilmenge G und geben Sie die Lösungsmenge X für folgende Frage an : Wie mächtig ist die Gewinnmenge?


Freie Waldorf-Schule:

Male einen Sack Kartoffeln und singe ein Lied dazu
 
naja, das, was zitronengelb da schreibt, ist natürlich sehr einseitig und vorverurteilend.

Also, zum einen muss man sagen, dass Waldorfschule nicht gleich Waldorfschule ist - da gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen. Also in jedem Falle die spezielle anschauen und am besten mit Schülern und Eltern reden, um ein Meinungsbild zu bekommen.

Ansonsten gibt es Vor-und Nachteile.
Die Nachteile sind sicher die, die Zitro angedeutet hat. Die Lernform an dieser Schule ist anders (darum schickt man ja sein Kind dort hin) und ein Wechsel später nicht unbedingt einfach. Die Schwerpunkte liegen dort an anderer Stelle. Ich kenne einige Waldörfer, die tolle Menschen sind, aber es nur schwer zu einer leserlichen Rechtschreibung gebracht haben - da wird nicht so viel Wert drauf gelegt.
Auch die Philosophie, die hinter Waldorf und Steiner steht, halte ich persönliche für hinterfragenswert. Und auch nicht jedes Fach (teilweise russisch ab klasse 1) und jede Art von Unterricht ist unbedingt die pädagogisch wertvollste dort.
Schulgeld ist natürlich auch eine Frage.

Vorteil ist sicher der wesentlich geringere Leistungsdruck. Und sicherlich kann man auch sagen, dass einige Fächer durchaus mehr Sinn machen als das, was an Regelschulen gelehrt wird. Auch die Art des Lernens ist für bestimmte Lerntypen vermutlich geeigneter. Nicht zu vergessen ist das Klientel, das in einigen Schulen einfach "sozialer" ist als in den anliegenden Regelschulen.

Schlußendlich ist es wichtig, sich die Schule anzuschauen und zu überlegen, was für sein Kind das beste sein könnte. Sich genau mit der Philosophie von Waldorfschulen auseinanderzusetzen und zu klären, ob man dahinter steht. Und dann entscheiden, ob diese Schule in diesem Fall die richtige ist.


Wie gesagt, ich kenne mehrere Waldörfler und es gibt kein eindeutiges Bild (sofern man grundsätzlich eine Offenheit gegenüber diesen Schulen hat).
Da gibt es die Kinder, die sich ab 5./6./7. Klasse mit Händen und Füßen dagegen gewehrt haben und dann teilweise mühsam ihren Weg an der Regelschule beendet haben.
Da gibt es jene, die an der Waldorfschule ihr Abitur gemacht haben und es absolut positiv und genial bewerten.
Ich kenne einen Jungen, der auf der Regelschule total unterging und nach einem Jahr Waldorf vollkommen aufgeblüht und selbstbewusst ist.
Ich kenne aber auch ein Mädel, das auf Grund ihrer Träumerei und Verspieltheit dort völlig untergeht...

Es kommt wirklich auf Kind UND die jeweilige Schule an....

Ich wünsche Euch viel Erfolg bei der Entscheidung!
 
Ich finde was sori schrieb sagt eigentlich schon alles. es mus für das jeweilige kind passen. ich war auch nahe dran eine waldorfschule für meinen sohn zu wählen. was mich abschrecken lies war eben dies in eine ecke gedrängt zu werden. es wurden sachen gefordert,wie " kein fernsehkonsum" was ich auch eigentlich okay finde,aber ich lasse mir soetwas ungern vorschreiben...

ein wechsel ine ine andere schulart oder ausbildung kann schwierig werden,denn die anpasungs ans leistungsgefüge wird schwer.

ein junge meiner freundin, erzählte auch das lehrer sich benehmen so wies ihnen gerade geht und einer eben rumpupst wenns sein muss....
meiner meinung nach wird sehr viel wert auf menschlichkeit gelegt was wieder theoretisch sehr schön ist,aber im praktischen sinne,bei arbeitssuche etwas hinderlich cheint.
muss eben immer zum menschen passen udn ich würde auch über die bestimmte schule alles mögliche an infos sammeln,gibt da echt unterschiede.
das prob ist glaube ich das maneben immer aussenseiter bleibt ausser man hat sowieso schon den kreis vo leuten die anhänger der theorien von steiner sind. lebt man eh schon selbst so,ist alles eben einfacher...

sonnenlicht
 
Hallo,
Mich würde interessieren ob jemand von Euch erfahrungen mit der Waldorfschule hat.
Mein Sohn wird nämlich nächstes Jahr eineschult und wir sind gerade am überlegen ob die Waldorfschule wohl eine gute alternative zum staatlichen Schuldruck wäre.
Hat Jemand von Euch vielleicht auch wissen darüber wie sich ehemalige Waldorfschüler im Leben so zurecht gefunden haben?
Vielen Dank im Voraus!

Den Personalern ist ein staatliches Abschluss zu wenig, da braucht man heutzutage schon fast ein Studium oder Berufserfahrung für normale Jobs. Da man Waldorfschülern ein geringeres Lernniveau nachsagt und sie deutlich hinterhinken sollen gegenüber staatlichen Schulen, sollten sie es später bei Bewerbungen schwerer haben.
Aber mache dir um den "staatlichen Schuldruck" man keinen Gedanken.
Der existiert in der Praxis nicht. Das Abitur wird verschenkt in Relation zu jeden beliebigen Studium und sollte somit für jeden machbar sein.
Ein Waldorfschule ist auch teuer.
Dann soll es angeblich auch eine Rassenlehre geben, die auf dem Programm steht. Vielleicht müssen die Waldorfschüler bald Sarrazin lesen ;-)
 
hallo gast , ich kann jedem empfehlen eine waldorfschule zu besuchen . allerdings ist es sinnvoll diese vom ersten schuljahr bis zum abi durchzuhalten , wenn nicht ,denn ab 5-ten schulfahr eine gymnasium aufsuchen . die umstellung ist allerdings schwierig ,da das lehrsystem vom staatlichen schulen gewaltig unterschiedlich ist .
in den ersten klasse wird alles spielerisch erarbeitet ,auch die sprachen englisch + französisch .
waldorfschüler werden nur nicht erst genommen ,weil sie viel mehr allgemeinwissen haben + leider weniger spezialisiert sind .
ich war ein waldorfschüler ,+ das hatte mein leben gerettet .
 
Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass Waldorfschule nicht einfach eine "nette, sanfte, ruhige Schulform" ist, sondern dass dahinter eine ausgeprägte Ideologie steht, die sehr weitreichende Folgen auf den gesamten Alltag des Kindes UND seiner Familie hat.

Die Lehre Steiners, die dahinter steht, gründet sich auf eine obskure Mischung aus den verschiedensten Religionen - das, was daraus am Bekanntesten sein dürfte, ist die Wiedergeburtstheorie, die nicht nur der christlichen Lehre völlig widerspricht, sondern auch, folgt man diesem Gedanken, durch ständiges Wiederkommen auf diese Erde zu einem immer besseren Menschen werden zu müssen, durchaus Angst machend sein kann.

Ich würde meine Kinder niemals auf eine solche Schule geben, so gut sicherliche einige Aspekte aus dem Schulalltag auch sein mögen.
Hast du schon einmal überlegt, dein Kind auf eine Montessori - Schule zu schicken? Sicherlich in manchen Punkten auch fragwürdig, aber längst nicht so krass und eher rein pädagogisch ausgrichtet als die Waldorfbewegung.


http://de.wikipedia.org/wiki/Anthroposophie
 
ich glaube an die wiedergeburt + habe keine angst vor dem tod ,nur vor dem weg dahin .
ich war katholisch getauft ,+ hatte erlebt wie die nonnen im namen gottes mich gefoltert haben .
die steiner leute haben mir aus meinem trauma herrausgeholfen . ich bin universalgenie (wie in meinem profil geschrieben ),dank der waldorfschule ,bei denen habe ich auch sprechen + laufen gelernt ,durch heileurythmie . leider erst in der 5.klasse dazu gekommen .
keine Staatsschule hätte mich so aufgefangen + gefördert . in der Staatsschule flog ich raus ,weil ich störenfried ,hampelmann war.
 

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