Deinem Beitrag nach geurteilt, verorte ich dich bei Personen, die gerne Montags auf Spaziergänge gehen.
Also, ich überhaupt nicht.
Simples Beispiel, gleich mit Smartphone:
Hin und wieder sehe ich Eltern (also ein Elternteil, Vater oder Mutter) mit ihrem Kind spazierengehen. Sagen wir mal, das Kind ist sechs bis zehn Jahre alt.
Was tut Mama/Papa? Glotzt aufs Smartphone und tippt mit einer Hand darauf herum und zieht das Kind mit der anderen Hand hinter sich her.
Ich denke dann immer: "Wie muss das Kind sich fühlen, wenn es merkt, dass dieses dämliche Kästchen wichtiger für Mama oder Papa ist als es selbst? Was macht das mit dem Kind?"
Ich denke, wir sind uns alle einig: Das ist falsch. Und, um den TE zu zitieren, wir wissen, dass wir mit dieser Einschätzung richtig liegen. Und dass Leute dumm, bequem, ignorant, rücksichtslos usw. sind, die so etwas tun.
Anderes Beispiel: Überall werfen die Leute ihren Müll in die Gegend.
Noch ein Beispiel: Viele bekommen es nicht auf die Reihe, ihre Dosen und Flaschen in den richtigen Pfandautomaten (Einweg oder Mehrweg) zu werfen. Und Flaschen, auf denen gar kein Pfand ist, im Altglas zu entsorgen. Das wird dann einfach neben dem Pfandautomaten im Supermarkt stehen gelassen, sehr zum Ärger der Supermarkt-Angestellten.
Diese täglichen tausend Kleinigkeiten sind es, die mich annehmen lassen, dass bei den meisten Leuten der Kopf nur noch dazu dient, dass es nicht in den Hals regnet.
Und ich WEISS, das ich richtig liege mit meiner Meinung, dass es SO nicht sein sollte.
Das alles hat mit Besserwisserei, mit Intoleranz, mit dem Leben in einer Bubble oder mit fehlendem Selbstzweifel nichts zu tun.