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Vorwurf des Täters an den Aufdecker

Sigi

Sehr aktives Mitglied
Hab grad "das weiße Band" gesehen, aber darüber wollte ich nicht schreiben. Nur eine Szene hat mich gerade mitgenommen.

Da war der aufrechte Lehrer, jener hat letztlich auch als erster geahnt, wer die Verbrechen im Ort begangen hat und hat dies naiv und wahrheitshungrig dem Pastor erzählt. Die Verbrechen wurden von den Kindern begangen, auch denen des Pastors. Gründe lagen in der rigiden Erziehung, die Kinder suchten ein Ventil und fanden es in Schwächeren.

Nun, was sagte der Pastor bei der Aufdeckung, die lange Zeit alle im Dorf emsig wollten, auch der Pastor, zu dem jungen einfachen Lehrer, nachdem diese Aufdeckung ihn in Gefahr brachte?

Er drohte ihm, dass er das nirgends erzählen dürfe. Dann machte er ihn fertig, mit einer Allmacht und Kraft seines Amtes, bezeichnete er den Lehrer als jemand, der wohl ein KRANKES Gehirn hätte und außerdem sei so jemand wie dieser Lehrer gemeingefährlich und man müsse etwas tun, damit er aus dem Amt kommt, um nicht weiteren Schaden anzurichten. Dieser Pastor sagte das dem Lehrer mit solcher Eindringlichkeit, dass ein Zuhörer meinen musste, dass hier wirklich der Lehrer ein krankes Gehirn hatte, dabei war es geradewegs umgekehrt.

Das hat mich grad so mitgenommen, weil man ersieht, wie Menschen werden können.
Trotzdem ist es ein Lichtblick, weil man die Welt wieder besser versteht.

Sigi

Binsenweisheit? Na ja, aber wenn man es im Film sieht, wird es lebendig.

Ich habe dies nicht geschrieben in der Erwartung darüber diskutieren zu wollen, habe auch keine Fragen, aber wer weiß, . . .
 
Zuletzt bearbeitet:
habe den film auch gesehen. muß zugeben dass es bei mir kurz gedauert hat bis ich ihn begriffen habe...

das traurige ist dass der lehrer mit seiner gutmütigen ehrlichkeit und aufrichtigkeit an dieser stelle nicht weiterkommt. das was eigl bewunderung verdient wird mit einer beleidigung und einer hinterfotzigen verdrehung der tatsachen quittiert.

wie du sagtest: eigl ist der pastor der kranke. aber in seinem wahnsinn merkt er es nicht (oder will es nicht merken). Stattdessen schiebt er dem lehrer den schwarzen peter zu. das problem ist dass der lehrer ein zu rechtschaffener mensch ist. er kann sich dagegen nicht wirklich wehren. so habe ich zumindest den film empfunden.

für mich hat in der story sozusagen der wahnsinn gesiegt und das ist in der tat erschreckend. aber so ist es leider häufiger.

manchmal hat man wirklich das gefühl man kommt mit fairness, aufrichtigkeit und zivilcourage nicht weiter. die hinterhältigen, kranken tatsachenverdreher gewinnen öfter als sie sollten.
 
Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
Da töten wir doch lieber den Überbringer der schlechten Nachricht.
Ist weder neu noch unüblich, in allen Lebensbereichen.
Zur Zeit wunderbar zu beobachten in der Politik, beim Streit um den sog. " Rettungsschirm ".
 
Was lerne ich aus dieser Szene? Ich sage mir dem Sinne nach:

Traue keinem, der noch so überzeugt einen anderen für irgendwas erklärt.

Forsche nach, geh den Dingen auf den Grund, geh an den Anfang zurück usw. falls du urteilen willst, was du von z. B. zwei Kontrahenten mitbekommst, denn die Täuschungsmanöver sind so perfekt, dass man nicht erkennt, wer recht hat, wenn einer seinen Kopf retten will, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Sigi im Selbstgespräch 😉
 

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