Also so wie ich das lese, lebst Du doch friedlich mit menschen anderer religionen/nationen seite an seite und fühlst Dich im Grunde wohl, oder?
Also das was Du im Alltag erlebst korrigiert doch das was man so in den medien hört ,oder?
ich denke, das ist doch schon der beste Weg, vorurteilsfrei zu sein: Mach Dir klar: Du siehst es doch jeden tag: Die Probleme und auch die guten Seiten: Du bist damit quasi "Experte" in einer Sache, über die andere halt ihre Hassparolen schwingen, wiel sie keine Ahnung haben.
ich denke: Wissen und Ahnung sind doch die besten rezepte gegen Vorurteile.
Nur weil andere Dir sagen, Du müsstest Angst haben oder Deutschland wäre so schlimm, dass man auswandern müsse, so musst Du es doch noch lange nicht so fühlen, wenn das was vor deiner Haustür passiert so einigermaßen passt.
Ein weiterer Punkt, der wichtig ist, denke ich ist: Sieh menschen nicht als gesichtslose Masse. Man muss Probleme nicht kleinreden oder aufblasen, sondern man kann sich ganz klars positionieren: Ja, ich verurteile Menschen, die zB die gesetze brechen und diese Menschen gibt es- natürlich auch unter Migranten. Und Nein: Das heißt nicht, dass ich jeden Migranten deswegen verurteilen muss. Mach Dir klar, dass Du differenzieren kannst und musst. dann brauchst Du keine Vorurteile. Das braucht man nur, wenn man nicht damit klar kommt, dass die Welt halt nicht schwarz-weiß ist.
Natürlich ist zB der Gedanke, Opfer eines Verbrechens zu werden, ein Gedanke, der Angst macht und das zurecht. Aber die reale gefahr oder auch die Angst werden weder größer noch kleiner durch Vorurteile.
Gehe wachsam und mit offenen Augen durch die Welt: Es ist eine Welt mit sehr vielen Dingen, die einem unfassbar Angst machen können, aber eben auch mit Dingen, die unfassbar schön sind.
Es gibt unglaublich gute Menschen, genauso wie schlechte.
Diese Ambivalenz ist IMMER da und gehört zum Mensch-sein. Wenn man das zulassen kann, braucht man kein schwarz-weiß-denken und folglich braucht man keine Vorurteile.