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Vorstellungsgespräch, weiß nicht wie ich vorgehen soll

Vögelin

Aktives Mitglied
Hallo, einige kennen meine Geschichte. Wegen starker Überarbeitung krank geworden, dann während dieser Zeit gekündigt worden. Danach noch krank und so langsam möchte ich wieder was tun, denn ich denke, dass "rumhängen" ist nicht förderlich. Jetzt Bewerbungen geschrieben und ein Gespräch morgen (spontan). Ich bin zum 30.06. weg aus dem alten Unternehmen, gekündigt wegen Krankheit (im Zeugnis steht betriebsbedingt). Im Lebenslauf habe ich das aber nicht erwähnt sondern da stand bis heute wäre ich da noch beschäftigt. Zeugnis des letzten Arbeitgebers habe ich auch nicht angehangen. Ich könnte argumentieren, dass ich, als ich die Bewerbung schrieb noch im Unternehmen war, seit dem 01.12. nicht mehr.

Das Problem, mein Ex-Kollege arbeitet dort, der noch guten Kontakt zum Ex-Chef hat und zu meiner Ex-Kollegin (die mich teilweise gemobbt hat. Es könnte durchaus sein, dass rauskommt, dass ich schon seit Juli nicht mehr im Unternehmen bin. Zumal auf der Homepage steht, dass zum 01.06. meine Nachfolgerin angefangen hat. Da steht zwar nicht, dass ich Sie meine Nachfolgerin ist, aber dass sie sich vergrößert haben bzw. erstmals wieder mit xy festangestellten arbeiten.
Ich fürchte der falsche Lebenslauf wird das Aus bedeuten. Und, was gebe ich als Grund an, weswegen ich da weg bin? Krankheit ist wohl doof, habe ich gestern ehrlich gesagt was Sache war (Burnout war dann mein K.O.). Betriebsbedingt (verkleinern ist auch kein Argument, denn auf der Homepage steht es eben anders). Ich kann mich eh nicht verkaufen, versemmel jedes Vorstellungsgespräch und nun stimmte nicht mal der Lebenslauf. Kann ich dahingehend argumentieren, dass man mit einer Lücke im Lebenslauf kaum eine Chance hat auf dem Arbeitsmarkt und aufgrund meines Alter es mehr als schwer ist was zu finden und direkt auf den Stapel "nicht geeignet komme"? Oder einfach sagen, dass war die falsche Version im Anhang? Am Telefon wurde ich gefragt, ob ich sprechen kann. Ja, war meine Antwort. Nachher hieß es, ich stünde ja noch in Lohn und Brot, daher die Frage und ich sagte ja. Ich denke, dass ist gelaufen oder kann ich noch was retten und wenn wie? Ich brauche den Job und möchte auch arbeiten.

Ich brauche den Job dringend, was soll ich als Grund angeben?
 
Ohne dich und deine Story zu kennen ist eine Lüge im Lebenslauf eine Redflag und setzt deine Glaubwürdigkeit auf 0.
Den Lebenslauf dringend aktualisieren und ehrlich sein, das kommt eh raus.
Auf eine klare Aussage zum Grund verzichten, ehrlich sein, oder aber durch die Blume sagen es habe nicht gepasst. Ich kenne das Unternehmen und dich nicht, aber es gibt immer passende Formulierungen die alle Male besser sind als eine Lüge.
 
Ohne dich und deine Story zu kennen ist eine Lüge im Lebenslauf eine Redflag und setzt deine Glaubwürdigkeit auf 0.
Den Lebenslauf dringend aktualisieren und ehrlich sein, das kommt eh raus.
Auf eine klare Aussage zum Grund verzichten, ehrlich sein, oder aber durch die Blume sagen es habe nicht gepasst. Ich kenne das Unternehmen und dich nicht, aber es gibt immer passende Formulierungen die alle Male besser sind als eine Lüge.
Wie soll ich denn jetzt den Lebenslauf noch aktualisieren? Da steht zum Glück kein Datum drunter, einfach mitteilen, dass ich die falsche Vorlage genommen habe oder morgen ehrlich sagen, dass ich die Befürchtung hatte, direkt auf den Stapel nicht geeignet komme?
 
Du könntest mit den Worten Betriebsbedingt argumentieren.
Z. B. ein Großkunde ist abgesprungen.
Es wird in s Ausland verlagert.

Eine Lüge im Lebenslauf kann auch nach Jahren zu einer (fristlosen) Kündigung führen.

Meine Zeitarbeitsfirma hat mich nach 11,5 Jahren entlassen. Ich habe keine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben. Wenn ich im Gespräch gefragt werde: es wird umorganisiert. Es wird umorganisiert. Es geht von Personalvermittlung in den Bereich Projektmanagement. Und heute bleibt man nicht mehr sein Leben lang in einem Betrieb.

Bleib ehrlich, dann kannst du beruhigt das weitere Vorgehen abwartet und du hast keine Sorgen dass deine Lüge auffliegt.
 
@Vögelin Alles ist besser als lügen. Du kannst die Wahrheit ja auch eleganter formulieren wie "es habe einfach nicht mehr gepasst." Trotzdem hätte ich persönlich ein seeehr ungutes Bauchgefühl eine Stelle anzutreten, wo der Chef gute Connections zu ehemaligen unliebsamen Arbeitskollegen hat... Besonders in deiner Situation, wo es um Kündigung und Mobbing ging :/
 
Wie soll ich denn jetzt den Lebenslauf noch aktualisieren? Da steht zum Glück kein Datum drunter, einfach mitteilen, dass ich die falsche Vorlage genommen habe oder morgen ehrlich sagen, dass ich die Befürchtung hatte, direkt auf den Stapel nicht geeignet komme?
Ds wäre zumindest ein Versuch da noch halbwegs elegant rauszukommen.

Ich würde das Vorstellungsgespräch allerdings absagen, da so wie Nezuko schon schrieb, es sehr schnell nach hinten losgehen kann. Das Ganze wird sich auch nicht negativ auf zukünftige Bewerbungen ausüben, aber da dann bitte auch ehrlich sein, zumindest was den Austritt der Firma angeht. Sowas kommt immer raus.
 
Du könntest mit den Worten Betriebsbedingt argumentieren.
Z. B. ein Großkunde ist abgesprungen.
Es wird in s Ausland verlagert.

Eine Lüge im Lebenslauf kann auch nach Jahren zu einer (fristlosen) Kündigung führen.

Meine Zeitarbeitsfirma hat mich nach 11,5 Jahren entlassen. Ich habe keine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben. Wenn ich im Gespräch gefragt werde: es wird umorganisiert. Es wird umorganisiert. Es geht von Personalvermittlung in den Bereich Projektmanagement. Und heute bleibt man nicht mehr sein Leben lang in einem Betrieb.

Bleib ehrlich, dann kannst du beruhigt das weitere Vorgehen abwartet und du hast keine Sorgen dass deine Lüge auffliegt.
Betriebsbedingt steht in der Kündigung. Aber, es wurde ja eine Neue (meine Nachfolgerin eingestellt) und zwar zum 01.06. und ich bin am 30.06. weg (da war ich noch im Krankenstand). Die Nachfolgerin wird ja auf der Homepage erwähnt zum 01.06. Ich wurde Mitte Mai gekündigt zum Quartalsende. Betriebsbedingt, dafür brauche ich eine Erklärung, denn ich weg, neue kommt, wie soll man das erklären?
 
@Vögelin Alles ist besser als lügen. Du kannst die Wahrheit ja auch eleganter formulieren wie "es habe einfach nicht mehr gepasst." Trotzdem hätte ich persönlich ein seeehr ungutes Bauchgefühl eine Stelle anzutreten, wo der Chef gute Connections zu ehemaligen unliebsamen Arbeitskollegen hat... Besonders in deiner Situation, wo es um Kündigung und Mobbing ging :/
Ich habe auch Bauschmerzen, aber mit fast 60 ist es so gut wie aussichtslos was zu finden. Ich weiß ehrlich nicht was ich sagen soll. Krankheit ist ja auch direkt ein K.O.-Kriterium.
 
Hallo, einige kennen meine Geschichte. Wegen starker Überarbeitung krank geworden, dann während dieser Zeit gekündigt worden. Danach noch krank und so langsam möchte ich wieder was tun, denn ich denke, dass "rumhängen" ist nicht förderlich. Jetzt Bewerbungen geschrieben und ein Gespräch morgen (spontan). Ich bin zum 30.06. weg aus dem alten Unternehmen, gekündigt wegen Krankheit (im Zeugnis steht betriebsbedingt). Im Lebenslauf habe ich das aber nicht erwähnt sondern da stand bis heute wäre ich da noch beschäftigt. Zeugnis des letzten Arbeitgebers habe ich auch nicht angehangen. Ich könnte argumentieren, dass ich, als ich die Bewerbung schrieb noch im Unternehmen war, seit dem 01.12. nicht mehr.

Das Problem, mein Ex-Kollege arbeitet dort, der noch guten Kontakt zum Ex-Chef hat und zu meiner Ex-Kollegin (die mich teilweise gemobbt hat. Es könnte durchaus sein, dass rauskommt, dass ich schon seit Juli nicht mehr im Unternehmen bin. Zumal auf der Homepage steht, dass zum 01.06. meine Nachfolgerin angefangen hat. Da steht zwar nicht, dass ich Sie meine Nachfolgerin ist, aber dass sie sich vergrößert haben bzw. erstmals wieder mit xy festangestellten arbeiten.
Ich fürchte der falsche Lebenslauf wird das Aus bedeuten. Und, was gebe ich als Grund an, weswegen ich da weg bin? Krankheit ist wohl doof, habe ich gestern ehrlich gesagt was Sache war (Burnout war dann mein K.O.). Betriebsbedingt (verkleinern ist auch kein Argument, denn auf der Homepage steht es eben anders). Ich kann mich eh nicht verkaufen, versemmel jedes Vorstellungsgespräch und nun stimmte nicht mal der Lebenslauf. Kann ich dahingehend argumentieren, dass man mit einer Lücke im Lebenslauf kaum eine Chance hat auf dem Arbeitsmarkt und aufgrund meines Alter es mehr als schwer ist was zu finden und direkt auf den Stapel "nicht geeignet komme"? Oder einfach sagen, dass war die falsche Version im Anhang? Am Telefon wurde ich gefragt, ob ich sprechen kann. Ja, war meine Antwort. Nachher hieß es, ich stünde ja noch in Lohn und Brot, daher die Frage und ich sagte ja. Ich denke, dass ist gelaufen oder kann ich noch was retten und wenn wie? Ich brauche den Job und möchte auch arbeiten.

Ich brauche den Job dringend, was soll ich als Grund angeben?
Ganz ehrlich? Spontan fällt mir nichts ein, um diese Scharte auszuwetzen. Würdest du mir als AG sagen, du hättest deinen Lebenslauf geschönt, wärst du für mich raus. Die Mär von der falschen Version klingt genauso unglaubwürdig, zumal du das auch beim gestrigen Telefonat nicht richtig gestellt hast. Die Lügen aufrecht zu erhalten wäre viel zu riskant, unter diesem Damoklesschwert würde ich gar nicht erst arbeiten wollen. Die Chancen, dass es rauskommt, sind ja sogar durch Ex-Mitarbeiter und Homepage erhöht.

Im Grunde hast du nichts zu verlieren. Jede Erklärung ist schlecht, aber manchmal hat man ja einfach Glück und man nimmt dir die falsche Version z.B. doch ab.

Ab sofort nur noch Stationen und Daten in den Lebenslauf, die korrekt sind. Sonst bringst du dich doch immer wieder in Erklärungsnöte und bringst dich damit schon höchstselbst um die rar gesäten Chancen.

Als Grund, dass du vom letzten AG weg bist, würde ich sagen, dass du gerne bereit bist, Überstunden zu machen und bestimmt auch nicht kleinlich jede Mehr-Minute bezahlt bekommen wolltest. Auf Dauer fändest du es aber schon fair, wenn Mehrarbeit auch bezahlt oder in Freizeit abgegolten werden könnte. Da hätte die Ex-Firma leider ein anderes Verständnis gehabt. In diesem Fall wäre mir auch der Grundsatz egal, nicht schlecht über ehemalige AG zu sprechen, zumal - wenn ich das richtig erinnere - das ja auch gar nicht so an den Haaren herbei gezogen ist, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe auch Bauschmerzen, aber mit fast 60 ist es so gut wie aussichtslos was zu finden. Ich weiß ehrlich nicht was ich sagen soll. Krankheit ist ja auch direkt ein K.O.-Kriterium.
Ich halte es sowieso eher für unwahrscheinlich, dass du diese Stelle bekommst...Weil ich davon ausgehe, dass sich der Arbeitgeber bestimmt bei deinen ehemaligen Arbeitskollegen nach dir erkundigt.
 

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