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Vorstellungsgespräch öffentliche Verwaltung / gehobener Dienst

G

Gast

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Hallöchen,

ich habe nächste Woche ein Vorstellungsgespräch in einem Landratsamt für eine Stelle als Beamtenanwärterin im gehobenen Dienst.
Habe schon einmal einige Foren durchstöbert, aber auf meine speziellen Fragen leider keine Antwort bekommen.
Ich fang einfach mal an:

- Wenn mir die Frage "Warum wollen sie ausgerechnet in DIESEM Landratsamt anfangen?" gestellt wird, reicht dann als Antwort, dass es sich um "die Heimat" handelt. Ich wüsste sonst nicht, was ich darauf antworten soll. Die Landratsämter handeln doch eigentlich überall gleich, oder kann jemand andere Gründe oder Unterschiede anführen?

- Auf die Frage nach Stärken und Schwächen wollte ich als Schwäche mein englisch angeben. Ich war zwar in der Schule immer sehr gut, aber mit dem "wahren Leben" kann man das ja schlecht vergleichen. Also auf englisch kommunizieren fällt mir eher schwer. Eigentlich dachte ich, dass man in einem Landratsamt auch eher wenig Fremdsprachen braucht, aber nun habe ich gelesen, dass es dort doch wichtig wäre. Hat jemand Erfahrungen damit?

- Sollte man zum Gespräch noch einmal seine komplette Bewerbungsmappe mitnehmen? Habe das jetzt überall gelesen, aber finde eher, dass die diese doch bereits vorliegen haben müssten? Weiß da jemand bescheid?

Das war erst einmal grob das, was mich beschäftigt.
Danke euch winking smiley

Viele Grüße!
 

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Magermilch0511

Mitglied
hallo gast,

also da ich gerade einen vorstellungsgespräche marathon hinter mir habe und auch bei einigen eine zusage bekommen habe, glaube ich, das meine antworten nicht so verkehrt gewesen sien konnten.

- Wenn mir die Frage "Warum wollen sie ausgerechnet in DIESEM Landratsamt anfangen?"
deine antwort würde ich als unpassend empfinden. jeder potenzielle AG will doch, dass man ihm honig um den mund schmiert. hast du mal auf der internetseite geschaut?
vielleicht ist ja da irgendetwas, was besonders attraktiv erscheint.
gute aufstiegschancen, positives firmenimage oder etwas was an der stelle besonders interessant ist weil abwechslungsreich oder weil es dir spaß macht, zu organisieren oder sachverhalte zu prüfen...keine ahnung was da verlangt wird...
weiß ja nicht was du schon für erfahrungen hast und was in der stellenausschreibung steht.

- Auf die Frage nach Stärken und Schwächen wollte ich als Schwäche mein englisch angeben.
das kannst du durchaus sagen, ich würde aber immer sagen, das du gerade dabei bist, privat englisch zu lernen.
manchmal muss man eben ein bisschen lügen um das zu bekommen was man will. blöd wäre es nur, wenn du ständig englisch sprechen musst. dann würde ich da doch lieber die wahrheit sagen.
besser noch wäre eine schwäche, die für den arbeitgeber gar keine schwäche ist.
oder auf edv kenntnisse eingehen. z.b. hab ich gesagt, dass ich mit dem programm SAP nur grundkenntnisse besitze. wurde aber ohnehin gar nicht verlangt :D
aber ich habe etwas gesagt und bin nicht ins stottern gekommen. darum geht es ja auch oftmals. dein gegenüber will ja häufig auch nur testen, wie du mit solchen fragen umgehst.

- Sollte man zum Gespräch noch einmal seine komplette Bewerbungsmappe mitnehmen? Habe das jetzt überall gelesen, aber finde eher, dass die diese doch bereits vorliegen haben müssten? Weiß da jemand bescheid?
also bei dem letzten unternehmen, bei dem ich nun anfangen werde, hatten die nicht meine gesamte mappe vorliegen. :D
war im gespräch ganz schön peinlich.
von daher würde ich die immer mitbringen, damit du nicht ins stottern kommst, wenn du nach deinen bewerbungsunterlagen gefragt wirst. ich hatte da glück im unglück.


zuletzt kann ich dir diese seite noch empfehlen:

Liste von 100 häufigen Fragen im Vorstellungsgespräch | Bildung-News.com - Das Vorstellungsgespräch & Ausbildung Blog

die hat mir super geholfen.

viel glück wünsch ich dir.
 
G

Gast

Gast
Danke für die schnelle Antwort! :)

Wo hattest du die Vorstellungsgespräche? In der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Dienst?

Ja, die Internetseite habe ich mir schon angeschaut. Aber wie gesagt, die Verwaltung funktioniert ja fast in jedem Landkreis gleich und die Stellenausschreibung ist im Grunde genommen auch überall die selbe. Deswegen weiß ich nicht so direkt, was ich da anbringen könnte.

Ok, da werde ich die Bewerbungsmappe wohl mitnehmen. Nimmt man da auch das Anschreiben noch mal mit? Oder bloß Lebenslauf und Zeugnisse? Weiß ohnehin noch nicht genau was ich mitnehme. Handtasche sieht irgendwo doof aus, vielleicht lieber so eine Aktenmappe??

Viele Grüße!
 
G

Gast

Gast
Kann mir vielleicht noch jemand sagen, wie es mit den Englisch-Kenntnissen im öffentlichen Dienst aussieht?? Nicht das ich mir dadurch noch das Vorstellungsgespräch versaue...
 

Acromantula74

Sehr aktives Mitglied
Ich hab mich 1994 als Anwärterin im gD beworben, allerdings damals bei einem Regierungspräsidium.

Da wir mehr als 600 Bewerber waren, wurden allerdings nicht mit jedem einzelnen Gespräche geführt, die Auswahl erfolgte durch einen Einstellungstest.

Kann mir vielleicht noch jemand sagen, wie es mit den Englisch-Kenntnissen im öffentlichen Dienst aussieht?? Nicht das ich mir dadurch noch das Vorstellungsgespräch versaue...
Ich denke, anführen kannst Du sie auf jeden Fall. Ich wüsste nicht, was Dir an Englischkenntnissen das Vorstellungsgespräch versauen könnte.

Gast meinte:
- Wenn mir die Frage "Warum wollen sie ausgerechnet in DIESEM Landratsamt anfangen?" gestellt wird, reicht dann als Antwort, dass es sich um "die Heimat" handelt. Ich wüsste sonst nicht, was ich darauf antworten soll. Die Landratsämter handeln doch eigentlich überall gleich, oder kann jemand andere Gründe oder Unterschiede anführen?
Ich glaub nicht mal, dass diese Frage kommt... dass Du Dich wohnortnah bewerben willst, sollte auf der Hand liegen. Und da definitiv alle LRÄ gleich handeln, wäre die Frage m.E. sinnlos.
Was sie Dich eher fragen könnten, wäre, warum Du Dich im öD bewirbst.

Gast meinte:
Ok, da werde ich die Bewerbungsmappe wohl mitnehmen. Nimmt man da auch das Anschreiben noch mal mit? Oder bloß Lebenslauf und Zeugnisse? Weiß ohnehin noch nicht genau was ich mitnehme. Handtasche sieht irgendwo doof aus, vielleicht lieber so eine Aktenmappe??
Das Anschreiben würd ich auf jeden Fall mitnehmen. Nimmt ja nicht viel Platz weg. ;)
Und eine schicke Aktenmappe wirkt auf jeden Fall professioneller.

Ich drück Dir die Daumen! :daumen:
 

Magermilch0511

Mitglied
hallo Gast,

Wo hattest du die Vorstellungsgespräche? In der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Dienst?
also mein letztes gespräch hatte ich in der privatwirtschaft. aber ich habe schon mal in der personalabteilung der kirchenverwaltung gearbeitet, was natürlich was anderes ist, aber da bekommt man ja auch viel mit.

Ja, die Internetseite habe ich mir schon angeschaut. Aber wie gesagt, die Verwaltung funktioniert ja fast in jedem Landkreis gleich und die Stellenausschreibung ist im Grunde genommen auch überall die selbe. Deswegen weiß ich nicht so direkt, was ich da anbringen könnte.
glaub es ist wirklich nur wichtig, dass dir dazu was einfällt auch wenns da nicht viele unterschiede gibt. kann mir aber auch nicht vorstellen, dass die so eine frage stellen.
das wär schon wirklich sehr mies.

Ok, da werde ich die Bewerbungsmappe wohl mitnehmen. Nimmt man da auch das Anschreiben noch mal mit? Oder bloß Lebenslauf und Zeugnisse? Weiß ohnehin noch nicht genau was ich mitnehme. Handtasche sieht irgendwo doof aus, vielleicht lieber so eine Aktenmappe??
das anschreiben würde ich auf jeden fall mitnehmen und eine handtasche ist auch völlig in ordnung. eine aktenmappe würde ich nicht mitnehmen, aber wenn du dich damit wohler fühlst, ist auch das in ordnung.

kannst ja dann mal berichten wie es gelaufen ist.
 
G

Gast

Gast
Hallo zusammen!

Erst einmal danke für die tollen Antworten...mein Vorstellungsgespräch war heute früh um 8 und jetzt will ich euch mal kurz darüber berichten.

Hatte mich dann doch für eine Aktenmappe entschieden, weil Handtasche irgendwie blöd aussah :D

Ja...das Vorstellungsgespräch an sich war etwas seltsam bzw. anders als die, die ich bisher so hatte.
Die Personalchefin hat mich in den Raum hineingeholt und dort saßen dann weitere 4 Personalleute - und zwar nicht mir gegenüber, sondern um mich herum. Ich musste ständig meinen Kopf verdrehen um alle anzuschauen. Das war eine sehr komische Atmosphäre...

Und der Verlauf war auch eher untypisch. Erst wurde ich gefragt, wie ich mir die Ausbildung bzw. den Beruf vorstelle und dann noch einiges zur Hochschule. Danach erst musste ich mich kurz selbst vorstellen und etwas über meine Stärken sagen. Schwächen wurden nicht gefragt. Es wurde auch nicht danach gefragt, warum sie ausgerechnet mich einstellen sollten oder warum ich mich für den Beruf geeignet fühle - absolut nichts. Die Fragen hielten sich eher kurz und dann wurde ich gefragt, ob ich noch Fragen hätte. Diese wurden mir dann beantwortet. Anschließend fing dann die eine Personalerin an zu sprechen und erzielte mir, wie schwer das Studium doch sei und wie viele da schon durchgeflogen sind und das Gespräch war zu Ende. Was das nun sollte, weiß ich auch nicht...wollten die mir das etwa ausreden?? Antwort bekomme ich in spätestens sechs Wochen...

Kann nun gar nicht einschätzen, was ich für einen Eindruck hinterlassen habe. Mir kam es so vor, als bestünde gar kein richtiges Interesse (weil so wenig gefragt wurde). Ich habe bei meinen Antworten auch immer versucht, "nett" zu schauen und immer mal zu lächeln. Aber so richtig kam da nichts zurück. Auch die Personaler untereinander haben sich kaum angeschaut. War sehr seltsam...
Was ich davon halten soll? Keine Ahnung...ich lasse mich überraschen...

Viele Grüße!
 
G

Gast

Gast
der ö.D. hat so seine Eigenheiten. Ich persönlich konnte die Erfahrung machen, dass es dort zugeht wie auf einem Friedhof. Die gängigen Vorurteile sehe ich mittlerweile als bestätigt an. 1. Denken viele immer noch sie machen dort ehrenwerte Arbeit 2. Denken viele immer noch sie seien unter-bezahlt 3. modern ist dort gar nichts. Wenn Du nichts mehr von deinem Leben erwartest dann nur zu...
 

Yukmaus

Aktives Mitglied
Ich hatte so ein Gespräch auch vor kurzem. Das war aber schon die dritte Auswahlrunde, denn zuerst wurde nach Zeugnisnoten aussortiert, dann kam ein hammerharter Test und schließlich das Gespräch.

Ich saß dort auch vor 7 (!) Personalern - wie vor Gericht. Entsprechend verunsichert war ich dann auch. Die Fragen waren ganz ok, die andern Bewerber hatten unterdessen in einem anderen Raum gewartet und hinterher hatten wir uns unterhalten. Ich dachte ich werde als "untypischer Bewerber" besonders böse gegrillt, aber letztens bekamen die andern die weitaus fieseren Fragen (die teils schon in der Verwaltung gearbeitet haben und nun aufsteigen wollten).
Neben den typischen Stärken/Schwächen Fragen wurde auch abgeklopft, wie gut man sich vorbereitet hatte, was Berufsanforderungen und -profil betraf, also was man dort eigentlich machen wird.
Dumm war, daß ich am Anfang auf die allererste Frage ("Erzählen Sie was über sich") von meiner schwierigen Herkunft erzählt habe. Es handelte sich um einen "sozialen" Beruf, so daß ich dachte es bringe Vorteile wenn man mit dem Arbeitsfeld schon "von der anderen Seite" Kontakt hatte und es käme gut, wenn sich ein Mensch aus miesen Verhältnissen ganz allein hocharbeitet. Aber ich hatte das Gefühl ich hätte das nicht sagen sollen und die Sache war ab dem Moment gelaufen.
Ich kann nicht einschätzen ob deren Meinung mehr in Richtung "ih was ein Assikind" oder "Donnerwetter, die hat was geleistet" ging. Derzeit warte ich auf das Schreiben wie es ausgegangen ist, das jeden Tag kommen könnte.
Es handelt sich um eine Anwärterausbildung im gehobenen Dienst der Allgemeinen Verwaltung, Fachrichtung Sozialhilfe, Jugendhilfe, Behindertenhilfe etc.
 

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