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Vorschnell verurteilen?

lise

Sehr aktives Mitglied
Ich lese hier oft Beiträgen von Kindern und Jugendlichen worin sie sich "beschweren" das es Zuhause nicht mehr auszuhalten ist und ich finde,das allzuschnell mit erhobenen Finger auf die "bösen" Elternteile gezeigt wird.
In der Tat gibts es "Fälle" bei denen sofortige Hilfe von Ausserhalb notwendig ist,aber über die rede ich hier nicht.
Ich spreche von Auseinandersetzungen mit den Eltern,Geschwistern..NICHT von Handgreiflichkeiten oder NOCH schlimmeren.

Ich weiss das es schwer abzuwägen ist was tatsächlich in diesen Familien passiert aber einem Jugendlichen der Streit mit seinen Eltern hat sofort das Jungendamt und einen Auszugans Herz zu legen geht meines Erachtens zu weit.
Es gibt zum Glück User hier die das so sehen wie ich und auch mal bei den Jugendlichen hinterfragen in wiefern sie denn an dieser unglücklichen Situation selbst beteiligt sind.
Klartext: es ist verdammt gefährlich einem Jugendlichen der in der Pubertät ,schnell angepisst,und aufs Kriegspfad gegen Alles und Jedem (besonders die Eltern) ist,bedingungslos Recht zu geben und ihnen auch noch die Kriegsaxt in der Hand zu drücken indem man bestätigt wie böse doch die Eltern sind und das sie schleunigst da raus müssen,ohne das man vorher den Dingen etwas genauer auf den Grund gegangen ist.
Das wird man hier eh nie richtig tun können,also ich für meinen Teil versuche da immer abzuwägen..mich auch in der Lage der Eltern reinzuversetzen..und das ist es was mir hier fehlt.
Ich habe selbst 4 pubertierende Kinder "grossgezogen"..der 5.steckt noch mittendrin,ist also noch auf auf dem "mama ich hasse dich und ich zieh eh bald hier aus" und dem " hab dich sooooo lieb" Trip..das ändert sich ja nach Wetterlage:rolleyes,also kann ich ein wenig mitreden.

Und damit man mich nicht missversteht nochmal:

Ich rede hier nicht von Gewalt/Missbrauch,sondern von Alltagsproblemen bei Jugendlichen,die meiner Meinung nach oft missdeutet werden und dafür sorgen das noch mehr Pfeffer im Hintern geblasen wird.



Ich hoff das das nu nicht verkehrt ankommt:rolleyes:



Lise
 

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polgara

Aktives Mitglied
Die Frage ist halt für mich, ob ich an den Jugendlichen heran komme, wenn ich mich auf die Seite der Eltern stelle. Und das glaube ich eher nicht.

Deshalb halte ich es richtig (natürlich der Situation angemessen) den Jugendlichen ernst zu nehmen, denn er fühlt in diesem Moment genau so wie er es schreibt. Und Ratschläge werden eigentlich dann angenommen, wenn sich das Gegenüber ernst genommen fühlt.

Ich bin selbst Mutter und weiß was du meinst Lise, aber hier im Forum ist der große Vorteil, dass ich nicht selbst als Mutter in der Situation stecke und die Jugendlichen, oder den Rat-/ Hilfesuchenden als "Klient" sehen kann und so auf seiner Seite stehe.

Ist es nicht so, dass wenn sein Kind heim kommt und auf die Lehrer schimpft und die Klassenkameraden, dass ich zuerst mal meinem Kind recht gebe, bis es sich den Frust von der Seele geredet hat und wenn es wieder klar denken dann, versuche beide Seiten zu beleuchten und oft die Einsicht eintritt, dass vielleicht beide Teile etwas zu einer misslungenen Situation beigetragen haben?
 

lise

Sehr aktives Mitglied
Die Frage ist halt für mich, ob ich an den Jugendlichen heran komme, wenn ich mich auf die Seite der Eltern stelle. Und das glaube ich eher nicht.
Nein das meinte ich damit auch nicht,absolut nicht.
Man sollte sich auf KEINE Seite stellen zu Anfang.
Aber das ist was hier oft genug passiert.


Deshalb halte ich es richtig (natürlich der Situation angemessen) den Jugendlichen ernst zu nehmen, denn er fühlt in diesem Moment genau so wie er es schreibt. Und Ratschläge werden eigentlich dann angenommen, wenn sich das Gegenüber ernst genommen fühlt.
Das steht ausser Frage das man ihn ernst nimmt.
Nur wenn man "Schlachtpläne" hervorkramt,anstatt erst mal nach einer "gütlichen" Lösung zu suchen stiftet man damit mehr Unruhe als nötig ist.

Ich bin selbst Mutter und weiß was du meinst Lise, aber hier im Forum ist der große Vorteil, dass ich nicht selbst als Mutter in der Situation stecke und die Jugendlichen, oder den Rat-/ Hilfesuchenden als "Klient" sehen kann und so auf seiner Seite stehe.
Klar sieht man als Aussenstehender vieles anders.
Aber eben nicht immer unbedingt besser oder deutlicher,und dann kanns brenzlig werden.
Wir müssen drauf vertrauen das das,was hier geschrieben wird der Wahrheit entspricht,und bei allem Verständnis für die Jugendlichen,sollte man doch vorsichtig sein und nicht allzuschnell was überbewerten.


Ist es nicht so, dass wenn sein Kind heim kommt und auf die Lehrer schimpft und die Klassenkameraden, dass ich zuerst mal meinem Kind recht gebe, bis es sich den Frust von der Seele geredet hat und wenn es wieder klar denken dann, versuche beide Seiten zu beleuchten und oft die Einsicht eintritt, dass vielleicht beide Teile etwas zu einer misslungenen Situation beigetragen haben?

Zuhören auf jeden Fall.
Aber nicht automatisch Recht geben.
Und das ist es was mich hier im Forum stört.
Partei ergreifen und nicht hinterfragen geschieht hier öfters.
Dadurch werden Situationen noch höher geschaukelt.
Dieses Hinterfragen fehlt hier.
Das ist es was ich meine.


Lise
 

zollstock

Mitglied
hallo,

eine familiäre Problematik hier richtig zu erörtern klappt wohl in den wenigstens Fällen. Wichtig wäre hier an die richtigen Stellen zu verweisen die Interesse daran haben das Familien bestehen bleiben. Vielleicht sollte man da eher hingehen und mal eine bundesweite Liste zusammenstellen an die man die Kinder/Eltern verweisen kann welche die Schwierigkeiten dann richtig ausklamüsern können und dann eben eine viel bessere Hilfe darstellen.
 
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