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Vor zwei Jahren ist meine Mutter gestorben...

Hallo,

die Mutter ist der rote Faden im Leben eines Menschen.Ich denke,dass Du (im Unbewussten)um Deine Mutter trauerst.Sonst wäre das,was Du geschrieben hast nicht so wichtig für Dich!

Ich verlor vor einigen Monaten meine mütterliche Freundin an den Krebs.Wir waren über 34 Jahre zusammen.Sie war meine Mutter:ich hatte bisher keine wirkliche Mutter.

Es ist nicht leicht Schuldgefühle zu identifizieren,glaube ich.Du hattest immer diese "Mauer"zwischen Euch und ich vermute,dass
Du um Deine Mutter angemessen trauerst.Trauer kann sehr tief in der Seele schmerzen,besonders wenn man nicht oft darüber vertrauensvoll mit jemandem sprechen kann oder mag.

Da wäre es hilfreich,wenn man die Trauer verarbeiten könnte.Ich denke,dass Du in der Trauerphase angekommen bist.Das Loslassen kann erst erfolgen,wenn Du innerlich bereit bist.Das braucht seine Zeit und viel Geduld.Langfristig ist das vermutlich das beste.

Auf alle Fälle wünsche ich Dir alles Gute und alles Liebe,Vindobona🙂
 
Ich kann dich vollkommen verstehen. Die Beziehung zwischen dir und deiner Mutter ist genauso wie bei mir. Meine Mutter lebt noch und solange ich zurück denken kann, hat sie auch immer alles versucht es allen recht zu machen.

Bei mir ist es so, dass mein Vater heute vor 9 jahren starb. Ich akzeptiere, dass er tot und jtzt seine Ruhe hat. Aber, was mich wahnsinnig macht ist, dass ich nicht auf seiner Beerdigung war und auch keinen Kontakt zu ihm hatte, weil ich es mir damals von meiner Mutter verboten lassen habe. Ja, ich war leider so naiv.
Nach der Scheidung musste ich mich entscheiden, entweder Mama oder Papa. Meine Mutter konnte es nicht ertragen, dass ich weiter Kontakt mit ihm hatte. Mutter-Kind-Beziehung war natürlich stärker als die Beziehung zu meinem Dad. Er war in der Woche immer auf Montage und kam nur am Wochenende heim.

Es war eine scheiss Zeit, und was ich mit erlebt habe, wünsche ich keinem Kind. Mein Vater war Alkoholiker, und klar, meine Mutter hat sich drüber aufgeregt, dass er immer so viel trank... sie stritten nur. Dass das einen Knacks mit sich bringt, brauche ich keinem erzählen.
jedenfalls lernte mein Dad nach meiner Konfirmation eine neue kennen. Er war inzwischen trocken. Ich hatte mich ehrlich gesagt gefreut. Endlich sind diese Streits zu ende. Aber puste Kuchen. Meine Mutter rannte ihm sinnlos hinterher, aber nicht aus Liebe. Ich denke, dass sie es nicht ertragen wollte oder konnte, dass er jemand anderes hat.

Die schlimme Zeit hörte einfach nicht auf. Mein Vater versuchte mit mir Kontakt aufzunehmen, nachdem sie uns "entschieden lassen hat". Ich hatte dann heimlich Kontakt zu ihm. Mein damaliger Freund hatte mir geraten diesen Kontakt auch anzunehmen bzw. zu führen. Dafür bin ich ihm auch dankbar! nur war es eben nicht so schön, weil es heimlich sein musste...

hin und her... mal kontakt, mal nicht, weil ich ihn dann wegen meiner Mutter abbrach. Dann wurde er krank und er bekam Krebs.
Zum Anfang seiner Krankheit hatten wir nur Kontakt. Ab dann leider nicht mehr. Ich habe mich da so unter Druck setzen lassen von meiner Mutter... wenn ich drüber nachdenke, könnt ich kotzen - sorry 😉

Er kam ins Krankenhaus. Ich kann mich noch so andie Situation erinnern, als meine Mutter mich anrief (ich war bereits bin fast 18j ausgezogen) da war ich 20.. ich saß mit meinem damaligen Freund auf seinem Bett und haben Fernseh geschaut oder ähnliches... und sie übermittelte mir die Nachricht - woher sie diese hatte, weiß ich bis heute nicht - dass mein Vater gestorben sei..
Ich habe es überhaupt nicht realisieren können.. und vor angst vor meinen anderen verwandten, sie könnten mich schief angucken, weil ich mir den kontakt zu meinem vater verbot lassen habe, bin ich nicht mal zu seiner beerdigung gegangen!!!!!! wahnsinn.... nur wegen den anderen verwandten??? wenn ich jetzt drüber nachdenke, könnt ich heulen, und würde es so gerne rückgangig machen, denn jetzt hätte ich mich anders entschieden..
aber obwohl ich eigentlich keine guten Draht zu meinem Vater hatte, fehlt er mir so sehr.. und ich kann es gar nicht beschreiben.. es fühlt sic so an, als würde mein herz kalt sein, ich fühle mich so alleine.. ich trauere heute noch nach 9 jahren um ihn, ich weine manchmal egal wo ich bin, wenn ich traurig bin und an ihn denke..
Ich kann nicht los lassen, jabe noch so viele fragen, zb. ob er glücklich war in seiner 2. ehe, wie schlimm war es, als er im krankenhaus war .....
und wird er mir jemals verzeihen, dass ich nicht abschied genommen habe. diese gedanken quälen mich. ich habe einen riesen großen fehler gemacht, und kann ihn niemals mehr rückgängig machen.. und jetzt gerade in dieser winterzeit reißt mich das besonders runter.
als er starb und ich die nachricht erhalten habe, habe ich sehr lange meinen schmerz weggefeiert. jedes wochenende... habe drogen genommen, und mir war irgendwie alles egal...

ich will los lassen und abschied nehmen, weiß aber nicht wie ...

aber eins habe ich mir vorgenommen. nächstes jahr werde ich am 11.12.2011 eine große anzeige in die zeitung setzten.. nur den inhalt muss ich noch verfassen..
 
Ich kann dich vollkommen verstehen. Die Beziehung zwischen dir und deiner Mutter ist genauso wie bei mir. Meine Mutter lebt noch und solange ich zurück denken kann, hat sie auch immer alles versucht es allen recht zu machen.

Bei mir ist es so, dass mein Vater heute vor 9 jahren starb. Ich akzeptiere, dass er tot und jtzt seine Ruhe hat. Aber, was mich wahnsinnig macht ist, dass ich nicht auf seiner Beerdigung war und auch keinen Kontakt zu ihm hatte, weil ich es mir damals von meiner Mutter verboten lassen habe. Ja, ich war leider so naiv.
Nach der Scheidung musste ich mich entscheiden, entweder Mama oder Papa. Meine Mutter konnte es nicht ertragen, dass ich weiter Kontakt mit ihm hatte. Mutter-Kind-Beziehung war natürlich stärker als die Beziehung zu meinem Dad. Er war in der Woche immer auf Montage und kam nur am Wochenende heim.

Es war eine scheiss Zeit, und was ich mit erlebt habe, wünsche ich keinem Kind. Mein Vater war Alkoholiker, und klar, meine Mutter hat sich drüber aufgeregt, dass er immer so viel trank... sie stritten nur. Dass das einen Knacks mit sich bringt, brauche ich keinem erzählen.
jedenfalls lernte mein Dad nach meiner Konfirmation eine neue kennen. Er war inzwischen trocken. Ich hatte mich ehrlich gesagt gefreut. Endlich sind diese Streits zu ende. Aber puste Kuchen. Meine Mutter rannte ihm sinnlos hinterher, aber nicht aus Liebe. Ich denke, dass sie es nicht ertragen wollte oder konnte, dass er jemand anderes hat.

Die schlimme Zeit hörte einfach nicht auf. Mein Vater versuchte mit mir Kontakt aufzunehmen, nachdem sie uns "entschieden lassen hat". Ich hatte dann heimlich Kontakt zu ihm. Mein damaliger Freund hatte mir geraten diesen Kontakt auch anzunehmen bzw. zu führen. Dafür bin ich ihm auch dankbar! nur war es eben nicht so schön, weil es heimlich sein musste...

hin und her... mal kontakt, mal nicht, weil ich ihn dann wegen meiner Mutter abbrach. Dann wurde er krank und er bekam Krebs.
Zum Anfang seiner Krankheit hatten wir nur Kontakt. Ab dann leider nicht mehr. Ich habe mich da so unter Druck setzen lassen von meiner Mutter... wenn ich drüber nachdenke, könnt ich kotzen - sorry 😉

Er kam ins Krankenhaus. Ich kann mich noch so andie Situation erinnern, als meine Mutter mich anrief (ich war bereits bin fast 18j ausgezogen) da war ich 20.. ich saß mit meinem damaligen Freund auf seinem Bett und haben Fernseh geschaut oder ähnliches... und sie übermittelte mir die Nachricht - woher sie diese hatte, weiß ich bis heute nicht - dass mein Vater gestorben sei..
Ich habe es überhaupt nicht realisieren können.. und vor angst vor meinen anderen verwandten, sie könnten mich schief angucken, weil ich mir den kontakt zu meinem vater verbot lassen habe, bin ich nicht mal zu seiner beerdigung gegangen!!!!!! wahnsinn.... nur wegen den anderen verwandten??? wenn ich jetzt drüber nachdenke, könnt ich heulen, und würde es so gerne rückgangig machen, denn jetzt hätte ich mich anders entschieden..
aber obwohl ich eigentlich keine guten Draht zu meinem Vater hatte, fehlt er mir so sehr.. und ich kann es gar nicht beschreiben.. es fühlt sic so an, als würde mein herz kalt sein, ich fühle mich so alleine.. ich trauere heute noch nach 9 jahren um ihn, ich weine manchmal egal wo ich bin, wenn ich traurig bin und an ihn denke..
Ich kann nicht los lassen, jabe noch so viele fragen, zb. ob er glücklich war in seiner 2. ehe, wie schlimm war es, als er im krankenhaus war .....
und wird er mir jemals verzeihen, dass ich nicht abschied genommen habe. diese gedanken quälen mich. ich habe einen riesen großen fehler gemacht, und kann ihn niemals mehr rückgängig machen.. und jetzt gerade in dieser winterzeit reißt mich das besonders runter.
als er starb und ich die nachricht erhalten habe, habe ich sehr lange meinen schmerz weggefeiert. jedes wochenende... habe drogen genommen, und mir war irgendwie alles egal...

ich will los lassen und abschied nehmen, weiß aber nicht wie ...

aber eins habe ich mir vorgenommen. nächstes jahr werde ich am 11.12.2011 eine große anzeige in die zeitung setzten.. nur den inhalt muss ich noch verfassen..
Könntest Du Dir vorstellen, Kontakt zu seiner zweiten Frau aufzunehmen ?
Ich denke Sie könnte Dir vieles über Deinen vater erzählen ! und mit Ihr könntest Du gemeinsam Trauern . Ohne Schuldgefühle, die solltest Du sowieso nicht haben finde ich. Jeder macht Fehler ! Dein Vater hat Die verziehen, denn er kannte Deine Mutter. Dich trifft keinerlei Schuld !!!!!
 
@purzelchen: Ich bin dir nicht böse, trotzdem treffen mich deine Worte. Denn ich frage mich das gleiche ja auch. Und fühle mich schuldig, weil ich nicht trauriger bin oder war. Und mit dem, was du sagst, stößt du genau in die Wunde...was weh tut, aber vielleicht auch nötig ist, damit ich mich selbst mal damit beschäftige, welches Verhältnis ich überhaupt zu meiner Mutter hatte.
Das Verhältnis zu meinem Vater ist auf jeden Fall anders. Auch nicht eng in dem Sinn, dass ich ihm meine Probleme anvertrauern würde, aber doch so, dass ich weiß, ich würde ganz anders um ihn trauern, wenn er sterben würde. Das Verhältnis zu ihm ist aber auch einfach nicht so problembelastet, so seltsam distanziert, wie das zu meiner Mutter war.
In meiner Familie war und ist auf jeden Fall Wärme, aber ich glaube schon, dass ich diese Wärme eher im Umgang mit meinen Geschwistern (vor allem mit meiner Schwester) als mit meinen Eltern spüre und gespürt habe. Und in der Beziehung mit meinem Vater ist denke ich auch mehr Wärme als in der mit meiner Mutter.

Ja, es ist kein einfaches Verhältnis, das ich zu meiner Mutter hatte, und ich verstehe es ja selbst nicht. Ich sage ja auch gar nicht, dass sie nicht wichtig war. Aber es war kompliziert zwischen uns, und ich glaube, das macht die Trauer ebenso kompliziert. :-(

Ich weiß nicht, ob es irgendwie klarer ist für dich? Ich weiß ja selbst nicht, wie ich es erklären soll, weil ich es selbst nicht verstehe. Es gibt Menschen in meinem Leben, bei denen weiß ich einfach, wenn ihnen was zustößt, dann werde ich sie vermissen, weil ich sie liebe..bei meiner Mutter ist das scheinbar was anderes. :-(

Vermisse ich sie? Das ist für mich sehr schwierig zu beantworten. Mein Leben war auf jeden Fall besser, als sie noch gelebt hat. Aber es hat sich soviel anderes geändert, das mit ihrem Tod nichts zu tun hat, und ich weiß manchmal gar nicht, warum es mir nun schlechter geht, ob das wegen ihr ist oder andere Gründe hat.

Mit meinen Geschwistern kann ich nicht gut über diese Sachen reden, weil ich das Gefühl habe, dass sie anders trauern (zumindest mein Bruder, bei meiner Schwester bin ich mir nicht sicher), und ich ihnen meine "seltsame" Art zu trauern (oder nicht zu trauern) nicht so gerne zeigen möchte.
Es tut mir sehr leid für Dich, dass Du zu Deiner Mutter nie den richtigen Draht gefunden hast.
Es ist einfach schade !
Deine Art zu trauern ist auch nicht " seltsam" sondern eben Deine Art zu trauern. Und ich denke, das ist schon in Ordnung.
Ich hoffe Du hast jemanden an den Du Dich wirklich anlehnen und auch mal fallen lassen kannst.
Vielleicht trauert Deine Schwester ja genauso wie Du !? Ich weiß, dass es heißt " Schweigen ist Gold " aber manchmal ist es besser zu reden ! Klar kann es auch nach Hinten los gehn, aber meiner Erfahrung nach, fühlt man sich danach besser ! Man sollte auch über "unangenehme Sachen " sprechen, denn wenn sie unausgesprochen bleiben, kann das sehr belasten!
Ich wünsche Dir viel Kraft !
 
Hey Purzelchen,
ja, ich denke dass du recht damit hast, dass man unangenehme Dinge auch aussprechen muss. Hier im Forum so viel darüber zu schreiben, ist auf jeden Fall ein erster Schritt. Und es gibt auch Menschen, denen ich mich anvertrauern kann, und ich kann mir grundsätzlich auch vorstellen, mit meiner Schwester darüber zu reden, nur bin ich glaube ich jetzt noch nicht so weit. Aber vielleicht werde ich es irgendwann sein, jedenfalls hoffe ich das sehr, denn es könnte vielleicht wirklich befreiend sein.
 
Hey Purzelchen,
ja, ich denke dass du recht damit hast, dass man unangenehme Dinge auch aussprechen muss. Hier im Forum so viel darüber zu schreiben, ist auf jeden Fall ein erster Schritt. Und es gibt auch Menschen, denen ich mich anvertrauern kann, und ich kann mir grundsätzlich auch vorstellen, mit meiner Schwester darüber zu reden, nur bin ich glaube ich jetzt noch nicht so weit. Aber vielleicht werde ich es irgendwann sein, jedenfalls hoffe ich das sehr, denn es könnte vielleicht wirklich befreiend sein.
Ich bin froh, dass es Menschen in Deiner Umgebung gibt, bei denen Du Dich wohlfühlst. Lass Dir Zeit mit Deiner Trauer und irgendwann, so sagte man mir, wird es leichter, wann auch immer das sein mag. Ich wünsche Dir sehr viel Kraft für das Gespräch mit Deiner Schwester aber natürlich erst, wenn Du dazu bereit bist.
 
Könntest Du Dir vorstellen, Kontakt zu seiner zweiten Frau aufzunehmen ?
Ich denke Sie könnte Dir vieles über Deinen vater erzählen ! und mit Ihr könntest Du gemeinsam Trauern . Ohne Schuldgefühle, die solltest Du sowieso nicht haben finde ich. Jeder macht Fehler ! Dein Vater hat Die verziehen, denn er kannte Deine Mutter. Dich trifft keinerlei Schuld !!!!!


Darüber habe ich auch schon mal nachgedacht.. Ich bin aber irgendwie noch nicht dazu gekommen, sie mal zu besuchen. 2006 bin ich einmal da gewesen, so ganz unverhofft. aber sie war nicht da.
ich weiß es nicht .... 🙁
 

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