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Von vorher nettem "Kollegen" betatscht und bedrängt

VitaC

Mitglied
Ich war heute mit einem Kollegen aus und er hat mich gegen meinen Willen befummelt. Nun fühle ich mich total schmutzig und ekle mich vor dem Duft seines Parfums, was noch an meiner Kleidung hängt.

Seit 6 Monaten habe ich einen neuen Job, die Firma sitzt in einem Industriepark mit vielen anderen Firmen und für diesen Industriepark ist ein Elektriker zuständig, den man anruft, wenn was kaputt ist. Er arbeitet also nicht für meine Firma, sondern für den Besitzer des ganzen Geländes. Mit diesem Elektriker hatte ich mich angefreundet, wir haben häufiger mal miteinander gesprochen und waren auch in den Pausen zusammen essen. Ich fand den nett und lustig, für mich war er wie so eine Art väterlicher Freund, denn er ist eine ganze Ecke älter als ich und er hat sich aber immer bemüht, freundlich zu sei. Ich habe zwar gemerkt, dass er auch manchmal mit mir geflirtet hat, aber ich hätte nicht gedacht, dass er was anderes als Freundschaft von mir will und dachte, das Flirten ist nur Spaß.

Weil er dann für zwei Wochen auf irgendeiner Dienstreise ist, meinte er, er will mich einladen zum Essen in ein Cafe. Da wollten wir heute hinfahren, das hatte aber zu, trotz Corona-Lockerungen. Deswegen sind wir mit dem Auto zu einem Aussichtsplatz gefahren und dort saß er neben mir und es wirkte so, als wollte er mich umarmen, das habe ich zugelassen, aber dann hat er mich plötzlich geküsst. Ich habe ihm dann den Mund zugehalten, damit er mich nicht küssen kann und hielt das noch für einen Scherz. Sobald ich die Hände aber wieder von seinem Mund genommen hatte, hat er es wieder probiert und bettelte dann „Bitte bitte küss mich mal“. Ich war so blöd und habe dann wirklich kurz mitgemacht. Ich wollte ihm nur einen kleinen Schmatzer geben, aber er hat mir dann die Zunge total tief in den Mund gesteckt, was ich richtig eklig fand und hat mir dann immer zwischen die Beine gefasst oder an die Brust. Es wäre wohl besser gewesen, wenn ich wirklich aufgesprungen und weggegangen wäre. Allerdings war ich ja ohne Auto da und ich war darauf angewiesen, dass er mich wieder zurückbringt und irgendwie habe ich auch noch gehofft, dass er checkt, dass er da was Falsches macht, denn ich hatte ihn doch vorher als so netten Menschen kennengelernt. Daher habe ich dann seine Hände festgehalten, was er als Händchenhalten missverstanden hat. Sobald ich seine Hände aber losgelassen habe, hat er mich wieder betatscht und dann auch so fest umklammert, dass ich richtig mit Gewalt seinen Arm wegdrücken musste. Das hat er dann wohl kapiert, hörte auf und hat mich zur nächsten Bushaltestelle gefahren.

Ich ärgere mich über mich selbst, dass ich mich auf dieses Treffen eingelassen habe. Ich dachte, er hat freundschaftliches Interesse an mir und hatte mir in tollen Farben vorher ausgemalt, wie schön es wäre, so einen netten väterlichen Freund zu haben, weil ich mich nämlich mit meinem Vater gar nicht verstehe. Aber wenn er schon vorher mit mir geflirtet hat, hätte ich mir denken müssen, dass er nicht nur mit mir reden will. Und ich bin so enttäuscht von ihm, was er da gemacht hat, ich hab mehrfach nein gesagt und habe ihn weggedrückt und der hat es trotzdem weiter versucht und mich immer wieder angetatscht. Nachdem ich wieder zu Hause war bekam ich folgende WhatsApp-Nachricht: „Ich fand den Abend mit dir sehr schön. Du bist eine sehr süße Frau. Es tut mir leid, dass ich dich nicht respektiert habe. Wenn ich wieder da bin reden wir darüber“. Darauf habe ich nicht reagiert. Es kam dann eine Stunde später noch ein Bild mit einer Rose, darauf habe ich auch nicht reagiert.

Ich bin echt froh, dass ich den nun erstmal wegen seiner Dienstreise zwei Wochen nicht sehe. Ich weiß gar nicht, wie ich danach reagieren soll. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass dieser vorher so liebe und nette Mensch sich mir so gegen meinen Willen aufdrängt.
 
Also erstmal nimm es mir wirklich nicht Böse, aber das liest sich alles sehr naiv.
Wenn er dich schon angeflirtet hat, dann ist es doch klar dass er nicht wirklich den Ersatzvater für dich spielt denn du dir irgendwie ausgemalt hast.

Das ist ein Missverständnis zwischen Frau und Mann, eins von so vielen. In deiner Welt sollte er der Vater/Freund für dich sein, flirtrst mit ihm aber mit wenn er anfängt, wenn eine Frau auf einen Flirt Versuch eingeht ist es für uns Männer ein klares Zeichen. Manche Frauen aber, so wie du, spielen einfach aus Nettigkeit mit, auch wenn sie es gar nicht so meinen.

Die Sache ist eindeutig, du wolltest etwas, was du ihm wahrscheinlich gar nicht gesagt hast, er hat die Zeichen deinerseits völlig verkehrt aufgefasst, er ist natürlich dann in die Offensive gegangen, wahrscheinlich dazu auch noch schwer von Begriff weil MANN merkt schon wenn eine Frau Spaß hat oder nicht, aber du meintest ja das du sogar noch mitgemacht hast.

Auch sehr geil, du steigst nicht aus dem Auto, weil du darauf "angewiesen" warst das er dich wieder zurück bringt, also hast du es ja praktisch auch dafür sogar weiter alles über dich ergehen lassen. Es gibt Taxi's, Freunde, Bushaltestellen usw. aber du bleibst einfach sitzen obwohl die Situation für dich völlig unangenehm war...
Wärst du einfach ausgestiegen und gegangen vielleicht hätte er erst dann wirklich gemerkt was verkehrt läuft du hast aber praktisch genau das Gegenteil getan in der Hoffnung daß er merkt das es falsch ist?

PS: wer f*cken will, muss freundlich sein, deswegen war er auch nett und freundlich zu dir, und hat mir dir geflirtet. Von Anfang an wurde von euch beiden falsche Signale gesendet und gedeutet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen,

ich muss meinem Vorredner da leider voll und ganz zustimmen. Ihm allein die Schuld für die Situation zu geben, ist der völlig falsche Ansatz. Ihr habt beide fleißig zu dem Missverständnis dazu beigetragen.

Gib ihm die Chance nach der Dienstreise das Missverständnis zu beseitigen und beendet eure "Freundschaft", Dienstebene ist manchmal doch besser. Dafür musst du nicht gleich wieder mit ihm ins Cafe. Klärt es in der Mittagspause oder nach der Arbeit.

Und zukünftig BITTE BITTE dreimal über Signalwirkung nachdenken und nicht das Naivchen spielen! Nicht böse gemeint, aber das ist echt das typische Frauenbild!
 
Nachdem ich wieder zu Hause war bekam ich folgende WhatsApp-Nachricht: „Ich fand den Abend mit dir sehr schön. Du bist eine sehr süße Frau. Es tut mir leid, dass ich dich nicht respektiert habe. Wenn ich wieder da bin reden wir darüber“.

Schreib ihm, dass der Abend für dich schrecklich war und du Angst hattest und dass du keinen privaten Kontakt mehr mit ihm möchtest und dass er das bitte respektieren soll.
 
Ich stimme meinen Vorrednern zu:

"Wer f*cken will, man das freundlich sein, deswegen war er auch Bett und freundlich zu dir, und hat mir dir geflirtet. Von Anfang an wurde von euch beiden falsche Signale gesendet und gedeutet. "

Wenn ein deutlich älterer Mann sehr feundlich zu einer jüngeren Frau ist, dann hat er mit einem gewissen Prozenzsatz immer etwas Sexuelles im Kopf. Das ist ok, solange er gewisse Grenzen nicht überschreitet und die Signale der Frau beachtet.

Mir ist sowas x-Mal passiert, irgendwann habe ich gelernt, mich so zu artikulieren, dass Mißverständnisse unmöglich waren.
 
Erstmal, liebe TE, muss ich feststellen, dass Du in solch einer eher aufregenden Situation ziemlich klar die Lage darstellen kannst. Ich verstehe auch, dass Du Dich total schmutzig fühlst und Dich vor seinem Parfum ekelst, ruft es doch diese unangenehme Erinnerung wieder hoch. Ich nehme an, dass Du noch sehr jung bist und auch wenig Erfahrung im Umgang mit dem anderen Geschlecht hast. Und der wesentliche Punkt war ja auch nicht gerade belanglos, nämlich dass Du überhaupt nicht verliebt in ihn warst und den Kontakt als eher freundschaftlich-kollegenhaft empfunden hattest.

er ist eine ganze Ecke älter als ich und er hat sich aber immer bemüht, freundlich zu sei.
Da steckt man als junges Ding wie in einem Autoritätsverhältnis und ist naturgemäss aufgrund des hohen Alterunterschiedes irgendwie wie eingeschüchtert. Das hat mit Naïvität überhaupt nichts zu tun, weil die unerfahrenere Weiblichkeit sich nicht vorstellen kann, für ältere Männer im väterlich-Freund-Sein ein Jagdobjekt zu sein. Mal so mit einem auszugehen, kann doch ganz nett und abwechslungsreich sein, ist ja nichts dabei. Und er ist ja schliesslich auch nur ein Kollege, mit dem man sich zur Mahlzeit an einen Tisch setzt. Mehr nicht.

Es wäre wohl besser gewesen, wenn ich wirklich aufgesprungen und weggegangen wäre. Allerdings war ich ja ohne Auto da und ich war darauf angewiesen, dass er mich wieder zurückbringt und irgendwie habe ich auch noch gehofft, dass er checkt, dass er da was Falsches macht, denn ich hatte ihn doch vorher als so netten Menschen kennengelernt.
Da warst Du in die Enge getrieben. Denn wie erkannt, unsympathisch war er Dir nicht, Du hättest lügen müssen, wenn Du ihn so schroff und erbost abgewiesen hättest. So oder so, warst Du da in einem emotionalen Konflikt, aus dem es nicht klar war, wie Du da wieder herauskommen konntest. Für beide Seiten doch ziemlich peinlich!

Das hat er dann wohl kapiert, hörte auf und hat mich zur nächsten Bushaltestelle gefahren.
Mit dieser Reaktion hat er Dir eigentlich gezeigt, wie wertlos Du ihm in Wirklichkeit bist, er hat Dich abgestellt, wie in unbrauchbares Objekt. Natürlich wollte er es dann mit seinen Whats-App Nachrichten wieder gutmachen, aber eigentlich sich selber aus der eigenen empfundenen Peinlichkeit befreien.

Ich bin echt froh, dass ich den nun erstmal wegen seiner Dienstreise zwei Wochen nicht sehe. Ich weiß gar nicht, wie ich danach reagieren soll.
Mach deutlich Schluss mit ihm. Wenn er wieder da ist, setze Dich mit einem anderen Kollegen an einen Tisch und zeig' ihm die kalte Schulter. Man kann Liebesgefühle eben nicht erzwingen.
 
Ohweia. Das wäre beinahe ins Auge gegangen.
Ich finde das ganze auch reichlich naiv.

Davon abgesehen, wenn man mit einem Mann ausgeht zu ihm ins Auto steigt und zu einem einsamen Aussichtspunkt fährt (der sicher auch entsprechend verschrien ist) kann man sich an 5 Fingern abzählen was passieren wird, oder wie es ausgeht.

Er war wohl so in Fahrt das er nicht mehr aufhören konnte, du hast ihn ermutigt und dann auch wieder nicht, offenbar dachte er ja wohl das du es auch willst?!

Leider hast du ihm vorher und währenddessen falsche (widersprüchlichen) Signale gesendet, daher dachte er es ist ok.

Hast du irgendwann im Verlauf mal laut und deutlich "NEIN" gesagt? Vielleicht wäre er dann zu sich gekommen!

Ich denke auch, das du ihm deutlich die Grenzen aufzeigen solltest nach seiner Dienstreise.
Denn zusätzlich hast du auch noch das Problem das du dem Typen auf der Arbeit über den Weg läufst und man weiß auch nicht wie er die Geschichte dreht und was er draus macht.
 
Ich habe mich zur Bushaltestelle fahren lassen, weil ich nicht wusste, wie ich da wegkomme. Dass er wieder damit anfängt hatte ich nicht erwartet, weil er da irgendwie schon gemerkt hatte, dass er zu weit gegangen war, deswegen hielt ich das nicht für gefährlich.

Es stimmt, dass ich den vorher sympathisch fand und möchte, aber halt nicht so. Und ich hatte ein paar Mal nein gesagt oder dass ich das nicht will, das hatte er aber zunächst überhört oder nicht ernst genommen.
 
Du hast dich gewehrt und Nein gesagt. Mehr braucht es nicht. Da ist auch nichts falsch zu verstehen.
Ich verstehe, wenn dort ganz andere Ängste in dir aufgestiegen sind, die du jetzt vielleicht noch mit : Angst nicht dort weg zu kommen beschreibst.
Bitte hol dir jetzt direkt Hilfe bei einer Beratungsstelle- vielleicht bekommst du auch kurzfristige und schnelle therapeutische Unterstützung.
Vielleicht war einiges dort naive, natürlich wärst du nach hause gekommen - Taxi, Freunde, Polizei .
Und natürlich hat er es nicht missverstanden, dass er weggedrückt wurde, du seinen Mund zuhieltest und seine Hände von dir fern hieltest.
Die Hoffnung, dass es nach einem kleinen Kuss dann wieder alles normal ist und vorbei kann ich verstehen, wenn dies aber für kaum jemanden nachvollziehbar ist, der selbst noch nicht in solch einer Situation war.
Ein einsamer Ort kann einem ganz schön Angst machen in solch einer Situation. Dies hat er ausgenutzt. Übergriffe gab es nämlich nicht vorher.
 
Schreib ihm
"Ich möchte diesen Abend am Liebsten vergessen und bedaure, dass wir Arbeitskollegen sind und ich mich weiter mit Ihnen abgeben muss. Sie haben sich absolut grauenhaft, unakzeptabel und unverzeihlich benommen und ich denke über eine Anzeige nach. Ich wünsche keinen weiteren Kontakt mit Ihnen, der über das absolut Allernotwendigste in beruflicher Hinsicht hinausgeht. Respektieren Sie wenigstens DAS!“

Keine Grußformeln, kein Du
 

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