Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Von Sinn, ein Opfer zu sein

  • Starter*in Starter*in Miss Maple
  • Datum Start Datum Start
M

Miss Maple

Gast
Opfer zu sein, ist nicht schön, egal in welcher Form. Aber meiner Meinung
nach muss es Opfer geben, damit wir lernen, dass Menschen unter uns
leben, die es nicht gut mit uns meinen, also ein gesundes Misstrauen ent-
wickeln.
Von daher ist ein behütetes Zuhause nicht immer von Vorteil, weil man zu naiv auf wächst oder man wird zu sehr unterdrückt, darf sich nicht ent-
falten.
Opfer haben die Aufgabe, ihre Peiniger aufzudecken und nicht zu schweigen.
Wer hat noch was dazu zu sagen?


Miss Maple
 
man ist ja nicht für immer Opfer..wichtig ist es den Schritt zu tun um NICHT mehr ein Opfer zu sein.
Menschen sind ja zum Glück entwicklungsfähig und mein Respekt gilt den Opfern, die entwicklungsbereit sind und auch bereit keine Mühen zu scheuen wegzukommen vom Opferhabitus.

Ich denke nicht, dass es generell einen Sinn für irgendwas gibt...es sei denn man erschafft ihn. Es macht wenig Sinn Opfer zu sein aber durchaus Sinn kein Opfer mehr sein zu wollen und zuzusehen das auch hinzukriegen.

Ich sehe das auch wie du dass es wichtig ist, dass Opfer ihre Peiniger aufdecken sollten und halt nicht schweigen sollten. Schweigsamkeit und Duldsamkeit ist ja Opferverhalten und zwar selbstgefährdendes Opferverhalten. DAmit schützt ja das Opfer eher den Täter als sich selber und Selbstschutz sollte IMMER im Leben an erster STelle stehen.
Das ist das was ich aus meiner eher wenig behüteten, sondern eher harten Kindheit so mitgenommen habe. Ich hab halt gelernt für meine Entfaltung zu kämpfen...daher kann ich sagen: die damals erlebte Gewalt hatte nicht nur negative Effekte. Einen allgemeinen Sinn hatte diese Gewalt aber nie...wohl einen auf den Täter bezogenen Sinn, ne gewisse Funktion mich als weibliches Wesen unterzubuttern und zu ner willigen Sklavin zu machen od.ä. Sobald man diesen auf den Vorteil dese Täters bezogenen Sinn jedoch erkannt hat, wird es Zeit zu handeln....dagegen zu handeln, für sich zu handeln.

Wenn es einen Sinn des Lebens geben sollte, dann in meinen Augen den, dass man lernt für sich selber in die Bresche zu schlagen, sich gegen Unrecht zur Wehr zu setzen. Passivität zieht keine großartige Leistung oder Lebensqualität nach sich. Um im Leben voranzukommen ist es schon wichtig aktiv zu werden, sein eigenes Leben selber und selbstbewusster zu bestimmen, sich nicht einfach so treiben lassen und immer andere über sich bestimmen lassen.

Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
hi,
ich gebe dir teilweise recht! opfer muss es geben! aber dann frage ich mich natürlich auch, warum sind es so oft die schwachen in der gesellschaft die geschützt werden müssen? ich rede von unseren kindern die noch keine stimme haben und sich nicht zur wehr setzen können? ich würde immerwieder opfersein, wenn ich nur einem kind die last und den schmerz einer gewalttat abnehmen könnte! ich weiss wovon ich rede! es ist schlimmer etwas derartiges als kind zu erleben als später im erwachsenenleben! grüsse aus berlin
 
also nee...Opfer sollte es eher nicht geben und als Zielsetzung einer Gesellschaft sollte es eher selbstbewusstere und kampfgeschulte (also allgemein nicht nur Kampfsportmäßig) Frauen geben, die nicht so leicht Opfer werden. Und Kinder als die Schwächsten unserer Gesellschaft auch besser geschützt werden durch wesentlich härtere Strafen für Gewalttäter zum Beispiel.

Liebe Hope deine Haltung und Mitleid in allen Ehren, aber anderen Opfern die Opferlast abnehmen zu wollen ist devot und auch selbstgefährdend!! Sone Art Jesussyndrom der Menschheit die Last von den Schultern nehmen zu wollen. Du bist jedoch nur ein Mensch und es ist nicht dein Job dein Leben für andere aufzuopfern!!
Klar sollte man Mitgefühl haben und auch ggf Hilfe geben..aber nicht derart dass man sich dabei aufopfert...das hilft weder einem Opfer noch einem selber.
Die Menschen sind eh oft stärker als man glaubt...wenn man ihnen also nur Mitleid entgegenbringt bauscht man so manches Unglück oft nur noch mehr auf und stilisiert Leid zu etwas hoch, das ist keine gute Tendenz. Ne gute Hilfe für Menschen ist es oft auch dass man eher kein Mitleid zeigt, was diese nur beschämt, sondern sachliches Mitgefühl, was nicht ausschließt sich auch mal zusammen hinzusetzen, zu erzählen und zusammen zu heulen über das erlebte Leid..aber darüberhinaus sollte da noch was kommen. Man sollte hier nicht bei Mitleid stehenbleiben und in der Denkhaltung...achja...wir leiden so, da kann man nix machen und ändern...so leiden wir halt. Nach der Heulerei sollte die Wut und auch der Mut zu handeln kommen, damit man gezielt gegen neues Leid vorgeht.
Man kann nicht immer alles Leid vermeiden im Leben aber schon ne Menge tun um so einiges an Leid zu verhindern.

In Leid steckt null Sinn....aber es macht Sinn sich aktiv gegen Leid zur Wehr zu setzen und davon wegzukommen. WEnn man erniedrigt und geschlagen wurde halt aufzustehen und sich das nicht bieten zu lassen.

Mir ist es auch als Kind passiert Leid zu erfahren, Opfer zu sein, aber ab der Pubertät war Schluss damit und das war gut so, ein wichtiger Lernschritt in meinem Leben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Miss Maple,

ich bin auch ein Opfer, ein Opfer das Gewalt erfahren hat und man könnte auch sagen, dass ich ein Behördenopfer bin.
Du hast recht, man sollte schon seine Peiniger aufdecken.Meine Erfahrungen sind dabei aber eher negativ, denn dieser Weg ist verdammt hart.Leider hören die meisten nicht zu, man hat das Gefühl sich für jedes und alles, rechtfertigen zu müssen.Solange ich brav das tue, was andere von mir erwarten, ist alles in Ordnung, aber wehe, ich habe eine andere Meinung, besonders bei Ämtern dann ist es sehr, sehr schwierig.
Manchmal, denke ich daran einfach aufzugeben, halt klein beizugeben.
Ich weiß manchmal einfach nicht mehr was richtig und falsch ist.
Mein Elternhaus ist gar nicht behütet gewesen,ich musste schon immer für alles kämpfen, nichts ist mir in den Schoß gefallen.

Mir wäre es lieber gewesen, kein Opfer zu sein.Denn es hat tiefe Narben hinterlassen.Ich denke jedoch nicht daran aufzugeben, das bin ich mir einfach schuldig.
 
mitleid bringt wirklich nix.
die starken seiten in einem muss jeder für sich finden und leben wollen.
und auch versuchen wieder spass zu haben.
und vermeiden was zu sehr aufregt und müde macht.
und menschen finden mit denen man glücklich sein kann und die einen aufmuntern.
und sich auch aufmuntern lassen.
und noch viel mehr.
aber eben jedes opfer für sich das richtige machen.
das ist es was mir grad halt einfiel dazu.
ach ja..nicht jedes opfer braucht den gleichen weg wie andre opfer um glücklich zu werden...is ja nich jeder mensch gleich wie ein anderer.


aaah hab was vergessen
hat letztens mal einer hier i.wo geschrieben:versuchen träume zu verwirklichen 🙂das geht also auch als opfer
 
HI,

auch ich war ein Opfer verschiedener Dinge.

Es fühlt sich eklig an ein Opfer zu sein, schon dieses Wort löst bei mir brechreiz aus.
Bevor ich nochmal dazu werde, schreie ich, ganz laut oder mache sonst was, aber nie wieder.

Vielleicht hat es für mich doch aber ein Sinn opfer gewesen zu sein, ich habe wesentliche dinge gelernt: naivität bringt nichts, jedem blind vertrauen bringt nichts, sich für andere aufgeben und bedingungslos lieben bringt schon gleich ma gar nix.
Ich bin ein Mensch mit Rechten, einer Meinung und einem freien Willen und der das auch durchführen und sagen darf, solange andere daran keinen schaden nehmen.

LG

Feli
 
jo, voll zustimm, genau dasselbe wie Feli habe ich auch gelernt...und Jord hat auch Recht..jeder sollte sich in Momenten in denen man sich schwach fühlt oder nach diesen Momenten auf seine Stärken besinnen oder diese gar erstmal ausbuddeln und entdecken und an denen arbeiten und jedes Opfer muss da den eigenen Weg für sich finden.
Wenn man anfängt aktiv zu werden und seine Träume zu verwirklichen fängt man übrigens an nicht mehr Opfer zu sein, denn man wird ja zum Bestimmer über sein eigenes Leben etc.
 
Hallo Miss Maple!

Opfer zu sein, ist nicht schön, egal in welcher Form. Aber meiner Meinung
nach muss es Opfer geben, damit wir lernen, dass Menschen unter uns
leben, die es nicht gut mit uns meinen, also ein gesundes Misstrauen ent-
wickeln.

Es sollte keine Opfer geben.

Von daher ist ein behütetes Zuhause nicht immer von Vorteil, weil man zu naiv auf wächst oder man wird zu sehr unterdrückt, darf sich nicht entfalten.

Man sollte seine Kinder schon vor den Gefahren des Lebens schützen, man sollte sie allerdings auch über die Gefahren desselben aufklären. Die Anwesenheit des Bösen sollte genannt werden.

Opfer haben die Aufgabe, ihre Peiniger aufzudecken und nicht zu schweigen.

Jeder sollte so gut wie möglich dabei mitwirken, dass es keine Opfer mehr gibt.
 
hallo tyra,
ich leide gewiss nicht unter einem jesussyndrom! ich bin selber mutter einer tochter und würde alles tun um ihr ein solches leid zu "ersparen"! vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt! ein einzelner kann nicht die welt von solchen menschen (tätern) befreien! aber wenn es möglich wehre dann würden es viele tun!
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben