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Vom sozialen (vorübergehend) in die Pflege?

Tarisha

Mitglied
Ich habe vor ein paar Jahren nach einer anderen Berufsausbildung, einigen Jahren Berufstätigkeit und einem abgeschlossenen Studium und einer darauf folgenden Familienzeit im mittleren Alter nochmal eine neue Ausbildung zur Erzieherin abgeschlossen.
Nun habe ich einige Jahre in verschiedenen Kindergärten und zuletzt etwa 1 Jahr in Einrichtungen für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen (Autismus, Intelligenzminderung, psychische Erkrankungen usw.) gearbeitet. Dies fand ich sehr spannend, aber hauptsächlich aufgrund der großen Entfernung zu meinem Wohnort auch recht anstrengend. Mir blieb einfach zuwenig Zeit zur Erholung und für Freunde, Hobbies usw. Zuletzt war ich nocheinmal ein paar Monate in einer Kita in der Nähe hier tätig. Dort hat es mir allerdings nicht mehr so gut gefallen.

Seitdem versuche ich etwas neues möglichst wohnortnahes zu finden. Es ist aber immer dasselbe: Ich schicke Bewerbungen raus, fast immer werde ich zu einem Kennenlern- oder direkt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, dann darf ich dort zum hospitieren kommen und dann wird abgesagt. Das geht nun schon seit einigen Monaten so und langsam verliere ich die Geduld und auch die Lust und eigentlich habe ich hier auch schon die meisten Träger durch.

Hier vor Ort gibt es viele Kliniken, die dringend Personal suchen und es besteht die Möglichkeit in einer ortsansässigen Schule zumindest zunächst einmal eine einjährige Ausbildung zur Pflegehelferin zu absolvieren. Dies würde mir evtl. entweder einen Einstieg in den Pflegeberuf eröffnen oder auch meine Kompetenzen als Erzieherin natürlich erweitern. Auf jeden Fall könnten sich auch neue Möglichkeiten die beiden Kompetenzen dann quasi zu vereinen. Wohin es danach dann wirklich gehen soll könnte ich mir in dem Jahr ja dann noch überlegen so denke ich mir im Moment. Einige Grundkenntnisse in der Pflege habe ich in den Wohnheimen bereits sammeln können.

Im Moment denke ich, dass ich nächste Woche mal in der Schule anrufe und einfach nachfrage ob es da eine Bewerbungsfrist gibt und was man dort erwartet und wie das Jahr so ungefähr abläuft usw. und danach vllt. Nach einer Praktikumsstelle für eine oder zwei Wochen zu suchen, um mal einen Einblick zu bekommen. Meint ihr auch, das dies der richtige Weg ist?
Alternativ könnte ich natürlich auch einfach so als Pflegehelferin ohne Ausbildung einige Zeit arbeiten und hätte dann auch meine Erfahrung, aber ob das so eine kluge Idee ist?
 
Hallo Tarisha,
Ich hab verstanden, dass Du nicht nur zwei Ausbildungen sondern ein Studium, Familie und Berufserfahrung hast.
Wenn Du (artverwandt zu Vorherigem) als Pflegehelferin arbeiten möchtest, würdest Du, bedingst durch die Qualifikationen, nicht nur den Job machen können, sondern vermutlich gleich auch Personal der unteren Hierarchieebene inklusive dem, der Dich eingestellt hat, ersetzen können.
Also vermute ich, dass auffällt, dass Du überqualifiziert bist.
 
Das ich für den Job überqualifiziert bin ist mir natürlich klar, aber ich habe deren Qualifikation nicht weil meine Ausbildungen aus ganz anderen Bereichen kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ist denn hospitieren? Kommst du nicht aus Deutschland? Ich hab davon noch nie gehört.

Ich komme aus Deutschland. Hospitieren heisst, dass man an einem oder zwei Tagen für jeweils ein paar Stunden in die Einrichtung kommt um ein wenig mitzuarbeiten, aber hauptsächlich die KollegInnen und die Kinder kennenzulernen und dabei zu überlegen, ob man sich eine Mitarbeit dort vorstellen kann und die Kolleginnen überlegen sich, ob sie es sich mit einem vorstellen können.

Vielleicht heisst das in anderen Bundesländern anders.
 
Ja, aber es wurde dann so rumgeiert so nach dem Motto "das war einfach Bauchgefühl" oder "Ich hätte ja schon einen sehr positiven Eindruck auf die Einrichtung gemacht, aber jemand anders habe eben noch besser gepasst"
 

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