Despereaux
Neues Mitglied
Ein lieber Mensch sagte vor wenigen Wochen zu mir: Du hilfst auch noch den goldenen Käfig anzumalen, setzt dich freiwillig rein und nun beschwerst du dich....
Eben dieser Mensch spielt eine große Rolle in meinem Leben. Und um meine Geschichte, die mir momentan das Herz und den Kopf zerbricht, zu erzählen muss ich das Rad der Zeit gut 12 Jahre zurückdrehen...
...Neue Stadt, weit weg von zu Hause, neuer Job, Zweifel, Ängste, ein Familienmitglied an Krebs erkrant, ein Familienmitglied gerade an Krebs verloren... was einem so als unsicherer "Spätzünder", der ich nunmal bin das Leben zur Hölle macht (vorausgesetzt man lässt das zu - wie ich). Nun ja, ich lernte einen Mann in meinem Alter kennen... es passte perfekt. Es war vom ersten Moment an, als müsste das so sein. Doch durch die vielen Ängste die ich damals hatte war ich sehr gereizt und leicht aus der Fassung zu bringen. Und da ich mein Herz zu der Zeit nicht gerade auf der Zunge getragen hatte zerbrach die Beziehung an eben diesen "Ausbrüchen" worunter ich sehr viele Jahre litt.
Nun ja, ab und an sind wir uns über die Füße gelaufen und selbst Jahre später war eben diese Anziehung immer noch da - auch wenn ich das ihm gegenüber nie zum Ausdruck gebracht habe. Da waren wieder meine Ängste....
Nun gut, heute vor 7 Jahren kam ich dann mit meinem Partner zusammen. Eigentlich ein wirklich lieber Mensch der wirklich alles in seiner Macht stehende tut damit es uns gut geht, das Haus in dem wir leben gekauft hat, ich meinen Garten zum Werkeln habe, unsere Katzen genug Auslauf haben... Nach außen hin eine bilderbuch-Beziehung. Doch was sich hinter den Kulissen abspielt ist etwas Anderes....
Dieses ewige "das kannst du nicht", dieses "ich weiß alles besser", die verbalen Ausraster wenn ich mich wage zu sagen was mir nicht passt, das lieblose, er erklärt mir wie meine Arbeit die ich nun schon 20 Jahre ausführe funktioniert ohne davon auch nur den leisesten Schimmer zu haben...als ich vor geraumer Zeit in der Firma in der ich arbeite befördert wurde kam noch nichtmal mehr ein "ich freu mich für dich", sondern nur: "na dann hast du ja noch mehr zu arbeiten", die Vorwürfe, wenn ich mein Geld dafür ausgebe um den Garten schön zu gestalten. Sind wir zu Besuch bei seinen Eltern setzt er mich auf den Präsentierteller und spricht in höchsten Tönen von mir, als wäre ich gar nicht anwesend.
Ein Zustand, der sich die letzten Jahre schleichend verschlimmert hat.
Abgeschirmt von Sozialkontakten im echten Leben hier in der Stadt - Und ich war so blöd und habe das zugelassen, bzw. habe diesen Vorgang erst zu spät bemerkt.
Natürlich habe ich das schon angesprochen und versucht zu klären, aber er wehrt das immer ab, lässt sich auf kein Gespräch ein. Diese vielen Kleinigkeiten die sich häufen, diese Ignoranz mir gegenüber. Ich kann bald nicht mehr.
Nachdem ich vor ein paar Tagen gesagt habe, dass ich ausziehe bemüht er sich um mich... Aber die Frage ist, ob das auch so bleibt. Ich wage das zu bezweifeln.
Nun geschah vor wenigen Monaten das, was ich mir im Leben nicht hätte träumen lassen.. eben dieser Mann von damals meldete sich bei mir, wir trafen uns (begelitet vn Protest meines Mannes), redeten unendlich lange, hielten von da an jeden Tag Kontakt bis in die Nachtstunden. Das, was ich damals für ihn empfand war von der ersten Minute an wieder da... und irgendwann sagte er nur zu mir: "Ich bedauere es zu tiefst, dass ich mich damals von dir getrennt habe. Seit 12 Jahren. Ich habe mich nie getraut den ersten Schritt zu machen, aber jetzt ist es Zeit, es muss raus." Wir verbringen viel Zeit miteinander und es geht mir so richtig gut in seiner Nähe. Da ist ein Grundvertrauen da, welches ich so nicht kenne, so viele Gemeinsamkeiten, Kleinigkeiten die das Leben schön machen. Und ja, ich habe mich auf ein "Verhältnis" eingelassen. Nein, eigentlich ist es kein Verhältnis... das ist Liebe. Auf beiden Seiten.
Nun sitze ich hier und frage mich, was tun. Ein wohl behütetes Leben in dem ich mir eigentlich um Nichts Sorgen machen muss, was aber lieblos und ohne Gemeinsamkeiten abläuft aufgeben? Geplagt von Vorwürfen, dass ich meinen Mann mit dem Haus alleine sitzen lasse, er das wahrscheinlich aufgeben muss weil er es alleine nicht finanziert bekommt. Die Fragen wie sene Familie reagiert (die ich wirklich gern habe) und so blöd das klingt: Was die lieben Nachbarn sagen...
Oder mich dieser Liebe hingebe und glücklich lebe. sicher dafür gibt es keine Garantie.... Sicher, auch diese Beziehung wird ihre Schwierigkeiten haben... Seine Worte: "Normalerweise läuten bei mir alle Alarmglocken wenn es darum geht mit jemandem zusammen zu ziehen - Aber bei dir bin ich mir absollut sicher und wünsche mir Nichts mehr."
Was tun? In diesem goldenen Käfig bleiben oder ausbrechen?
Ich bin verwirrt, aufgewühlt....
Eigentlich weiß ich ganz genau was ich will... mir fehlt nur der Mut es auch umzusetzen....
Danke für`s Lesen!!!!
Liebe Grüße,
Despereaux
Eben dieser Mensch spielt eine große Rolle in meinem Leben. Und um meine Geschichte, die mir momentan das Herz und den Kopf zerbricht, zu erzählen muss ich das Rad der Zeit gut 12 Jahre zurückdrehen...
...Neue Stadt, weit weg von zu Hause, neuer Job, Zweifel, Ängste, ein Familienmitglied an Krebs erkrant, ein Familienmitglied gerade an Krebs verloren... was einem so als unsicherer "Spätzünder", der ich nunmal bin das Leben zur Hölle macht (vorausgesetzt man lässt das zu - wie ich). Nun ja, ich lernte einen Mann in meinem Alter kennen... es passte perfekt. Es war vom ersten Moment an, als müsste das so sein. Doch durch die vielen Ängste die ich damals hatte war ich sehr gereizt und leicht aus der Fassung zu bringen. Und da ich mein Herz zu der Zeit nicht gerade auf der Zunge getragen hatte zerbrach die Beziehung an eben diesen "Ausbrüchen" worunter ich sehr viele Jahre litt.
Nun ja, ab und an sind wir uns über die Füße gelaufen und selbst Jahre später war eben diese Anziehung immer noch da - auch wenn ich das ihm gegenüber nie zum Ausdruck gebracht habe. Da waren wieder meine Ängste....
Nun gut, heute vor 7 Jahren kam ich dann mit meinem Partner zusammen. Eigentlich ein wirklich lieber Mensch der wirklich alles in seiner Macht stehende tut damit es uns gut geht, das Haus in dem wir leben gekauft hat, ich meinen Garten zum Werkeln habe, unsere Katzen genug Auslauf haben... Nach außen hin eine bilderbuch-Beziehung. Doch was sich hinter den Kulissen abspielt ist etwas Anderes....
Dieses ewige "das kannst du nicht", dieses "ich weiß alles besser", die verbalen Ausraster wenn ich mich wage zu sagen was mir nicht passt, das lieblose, er erklärt mir wie meine Arbeit die ich nun schon 20 Jahre ausführe funktioniert ohne davon auch nur den leisesten Schimmer zu haben...als ich vor geraumer Zeit in der Firma in der ich arbeite befördert wurde kam noch nichtmal mehr ein "ich freu mich für dich", sondern nur: "na dann hast du ja noch mehr zu arbeiten", die Vorwürfe, wenn ich mein Geld dafür ausgebe um den Garten schön zu gestalten. Sind wir zu Besuch bei seinen Eltern setzt er mich auf den Präsentierteller und spricht in höchsten Tönen von mir, als wäre ich gar nicht anwesend.
Ein Zustand, der sich die letzten Jahre schleichend verschlimmert hat.
Abgeschirmt von Sozialkontakten im echten Leben hier in der Stadt - Und ich war so blöd und habe das zugelassen, bzw. habe diesen Vorgang erst zu spät bemerkt.
Natürlich habe ich das schon angesprochen und versucht zu klären, aber er wehrt das immer ab, lässt sich auf kein Gespräch ein. Diese vielen Kleinigkeiten die sich häufen, diese Ignoranz mir gegenüber. Ich kann bald nicht mehr.
Nachdem ich vor ein paar Tagen gesagt habe, dass ich ausziehe bemüht er sich um mich... Aber die Frage ist, ob das auch so bleibt. Ich wage das zu bezweifeln.
Nun geschah vor wenigen Monaten das, was ich mir im Leben nicht hätte träumen lassen.. eben dieser Mann von damals meldete sich bei mir, wir trafen uns (begelitet vn Protest meines Mannes), redeten unendlich lange, hielten von da an jeden Tag Kontakt bis in die Nachtstunden. Das, was ich damals für ihn empfand war von der ersten Minute an wieder da... und irgendwann sagte er nur zu mir: "Ich bedauere es zu tiefst, dass ich mich damals von dir getrennt habe. Seit 12 Jahren. Ich habe mich nie getraut den ersten Schritt zu machen, aber jetzt ist es Zeit, es muss raus." Wir verbringen viel Zeit miteinander und es geht mir so richtig gut in seiner Nähe. Da ist ein Grundvertrauen da, welches ich so nicht kenne, so viele Gemeinsamkeiten, Kleinigkeiten die das Leben schön machen. Und ja, ich habe mich auf ein "Verhältnis" eingelassen. Nein, eigentlich ist es kein Verhältnis... das ist Liebe. Auf beiden Seiten.
Nun sitze ich hier und frage mich, was tun. Ein wohl behütetes Leben in dem ich mir eigentlich um Nichts Sorgen machen muss, was aber lieblos und ohne Gemeinsamkeiten abläuft aufgeben? Geplagt von Vorwürfen, dass ich meinen Mann mit dem Haus alleine sitzen lasse, er das wahrscheinlich aufgeben muss weil er es alleine nicht finanziert bekommt. Die Fragen wie sene Familie reagiert (die ich wirklich gern habe) und so blöd das klingt: Was die lieben Nachbarn sagen...
Oder mich dieser Liebe hingebe und glücklich lebe. sicher dafür gibt es keine Garantie.... Sicher, auch diese Beziehung wird ihre Schwierigkeiten haben... Seine Worte: "Normalerweise läuten bei mir alle Alarmglocken wenn es darum geht mit jemandem zusammen zu ziehen - Aber bei dir bin ich mir absollut sicher und wünsche mir Nichts mehr."
Was tun? In diesem goldenen Käfig bleiben oder ausbrechen?
Ich bin verwirrt, aufgewühlt....
Eigentlich weiß ich ganz genau was ich will... mir fehlt nur der Mut es auch umzusetzen....
Danke für`s Lesen!!!!
Liebe Grüße,
Despereaux