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Völlig planlos...

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Gast

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Hallo,

hab grad mein Studium mit Kath. Theologie und Psychologie/Philosophie auf lehramt begonnen und hab keine Ahnung ob dass das richtige für mich ist. Zuvor habe ich den Zivildienst gemacht, wo ich ziemlich depressiv (mit Selbstmordgedanken, usw.) gestartet bin und als einer der (gefühlten) glücklichsten Menschen herausgegangen bin. Die gesamte Zeit meiner Depression waren ca. 1,5 Jahre. Es gab eine Person in der WG, mir ziemlich dabei geholfen hat. Schlussendlich waren es Gebete zu Gott und Engel die mir dabei halfen rauszukommen. Näher möchte ich jedoch darauf nicht eingehen. Komischerweise wurde meine Arbeitsleistung am Ende des Zivildienstes betitelt mit "Am Anfang hast du dich zusammengerissen, und plötzlich wurdest du faul" und solche Dinge. Egal...

Zuerst wollte ich Geschichte und PP machen, doch jetzt will ich mich mit den wirklich wichtigen Dingen im Leben beschäftigen.. Also Kath. Theologie? Oder?

Was noch hinzukommt ist, dass ich ziemlich musikalisch (Gitarre und Klavier) bin, somit Musikwissenschaft, aber auch politisch interessiert bin, also Politikwissenschaft hinzukommt.

Oft stellt sich mir auch die Frage ob ich überhaupt studieren soll? Hab jetzt ca. 5 online-Studienberatungen gemacht und herauskommt:
- Katholische Theologie
- Musikwissenschaft
- Soziologie
- Psychologie

Und jedes mal wenn ich gefragt werde was ich denn studiere antworte ich einmal so und einmal so ("Katholische Religion und PP" oder "Geschichte und PP",...)--> ziemlich feig ich weiß. liegt wahrscheinlich an dem, dass ich schon ein paar mal dafür ausgelacht wurde theologie zu studieren. Noch dazu kommt, dass mein Vater, der schon seit Jahren davon träumt mich als Pfarrer zu sehen, jetzt vor Begeisterung meiner Person fast umkommt und ich nach jahrelanger Enttäuschung von meiner Seite (hab sein Auto kaputt gefahren, bin ihm an die Gurgel gegangen,...) endlich etwas zurückgeben kann. Ein weiteres Problem ist, dass ich irgendwie glaube Religion sei gar nicht meine "Heimat", da ich sie irgendwie nicht verdient habe (eben dadurch, dass ich oft lüge, mir gerne Pornos ansehe, Frauen verletze,...).

Doch jedesmal wenn ich dann am SO in der Kirche bin überkommt mich ein unglaubliches Gefühl der Geborgenheit und jedesmal denke ich mir "Ich muss meinen Mitmenschen Gott näherbringen"...

War auch mal gut dass überhaupt geschrieben zu haben... Danke!
 
Hallo Gast,

es ist keine Schande kath. Religion zu studieren.
Sicher wird man dafür oft ausgelacht (ich habe evgl. Religion studiert), aber wen interessierts? Du musst mit dir selbst im Reinen sein, die Gewissheit haben, dass das richtig ist.

Ich finde es schwer, mit so einem festen Glauben dann Lehramt zu machen. Du sollst die Kinder später ja nicht indoktrinieren.
Kenne da genug Beispiele aus meiner Studienzeit, die so sehr geglaubt haben, dass sie pampig wurden, wenn jemand etwas dagegen sagte.

Trotzdem finde ich es gut, dass du zu deinem Glauben gefunden hast und daran festhälst. Schäme dich dafür nicht.
Die Menschen, die dich auslachen, können damit einfach nichts anfangen und haben diese Wärme und Geborgenheit, die du beschreibst, nie kennengelernt.
 

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