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Verzweiflung während der DA

alrovid

Neues Mitglied
Hallo,

ich weiß grad gar nicht was mit mir los ist. Ich stehe kurz vor dem Ende meines Studiums ich mache meine Diplomarbeit und wollte bis Weihnachten fertig sein, aber ich bin wie blockiert. Ich habe noch nicht mal meine Einleitung geschrieben, geschweige denn sonst was, ich mache sie in einer Firma und komme im Moment auf ca 45 Stunden in der Woche und ansonsten kann ich auch an nichts anderes mehr denken, aber ich trete nur auf der Stelle.

Das klingt wahrscheinlich alles sehr banal, aber ich denke nur, ich mache alles Falsch, meine Ergebnisse, die ich zum Teil schon habe würden keiner anständigen Überprüfung stand halten und daher komm ich mir so vor als dass es eh keinen Sinn gibt etwas drum herum zu schreiben. Meine Gedanken drehen sich nur noch, warum habe ich dieses Thema genommen, warum hab ich nicht vom ersten Tag an meine Aufzeichnungen vervollständigt. Im Moment ist es soweit, dass ich am liebsten aufs Dach steigen möchte und mich fallen lassen möchte. Ich verliere immer mehr die Lust am Leben, ich lache nicht mehr und vermeide den Kontakt zu anderen Menschen. Aber das ist keine Lösung, dass könnte ich meiner Familie nicht antuen.

Das hängt aber nicht alles nur mit der DA zusammen, ich nehme mir kaum Freizeit, ich übe keine Hobbys aus und bin sehr introvertiert. Ich will niemanden belästigen und spreche nicht über meine Gefühle. Auf der Arbeit fragen sich meine Betreuer auch schon so langsam, was mit mir los ist, und dass ich meine Arbeit auf die Reihe kriegen muss, aber ich nehme mir immer soviel vor und schaffe dann gar nichts.
Dann sag ich mir, dann mach doch morgen erst mal die Einleitung und danach das erste Kapitel. Aber ich raffs nicht.

Jetzt hör ich aber mal auf, sry für den langen Text.
 
Hallo Alrovid,

was Deine DA angeht, kann ich Dir nur sagen: Es geht fast jedem so. Ich kenn kaum einen, der nicht frustriert an seiner Arbeit sitzt und denkt, dass wird alles nix.
Bei den meisten platzt dann irgendwann der Knoten und man bekommt es doch noch gut hin. Bis Weihnachten ist ja auch noch ein bisschen Zeit 😉

Vielleicht versuchst Du mal an ner anderen Stelle anzufangen. Die Einleitung schreibt man meistens eh zum Schluss. Such Dir den Teil aus, den Du am besten kannst und fang damit an. Dann hast Du schon mal ein kleines Erfolgserlebnis.

Du schaffst das bestimmt!!

Sori
 
Ich stimme Sori da vollkommen zu.

du solltest nicht mit der Einleitung anfangen, das wird nichts. Die kannst du erst am Ende schreiben, wenn der Rest steht.

Du hast doch sicherlich schon eine Gliederung? Dann fang mit dem ersten Kapitel an und arbeite dich vor. Es wird dann eigentlich immer leichter, je mehr man im Thema drin ist.

Außerdem würde ich an deiner Stelle mal mit deinem Betreuer in der Firma sprechen, denn es kann nicht sein, dass du 45 Stunden-Wochen schiebst und nebenbei noch deine DA schreiben sollst. Versuche ihm ruhig und sachlich klar zu machen, dass deine DA ja auch für die Firma von Nutzen ssein soll, dass du aber nur eine gute Arbeit schreiben kannst, wenn du genug Zeit hast.
Sonst kannst du auch mal mit deinem betreuenden Prof sprechen. Das hat eine Kommilitonin von mir auch gemacht, nachdem der Stress in ihrer Firma zu groß wurde. Der hat sich dann mit der Firma kurzgeschlossen und danch wurde es besser.

Aber wie schon gesagt, ein gewisser Grad an Verzeiflung während der DA ist normal, lass dich nicht unterkriegen! Viele Erfolg! 🙂
 
🙁 Die DA steht bei mir auch gerade an aber eine Gliederung usw. habe ich noch nicht. Was ist dein Thema und wie lang soll sie werden?

Versuche deinen Kopf frei zu bekommen - und bis Weihnachten fertig sein - ist das nicht ziemlich viel verlangt von dir?😕

Zwinge dich was für dich zu tun und mal deine Seele baumeln zu lassen.
 
und bis Weihnachten fertig sein - ist das nicht ziemlich viel verlangt von dir?😕

Naja, das kann man sich ja im Normalfall nicht aussuchen, man hat ja normalerweise nenAbgabetermin einzuhalten.
Wäre jetzt halt die Frage, ob alrovid sich selbst diese Frist gesetzt hat und eigentlich noch mehr Zeit hätte oder ob vielleicht Anfang Januar Abgabetermin ist. Denn im letzteren Fall wäre es schon sinnvoll, noch vor Weihnachten fertig zu werden.

Außerdem wissen wir ja nicht, seit Wann er eigentlich schon dran arbeitet.

Ich hatte 3 Monate Zeit, dann war Schluss, es ist also alles zu schaffen, ist nur ne Sache der richtigen Planung.
 
Hallo!

Ich habe genau das gleiche Problem wie du! Sitze seit geraumer Zeit an meiner Magisterarbeit und komme kaum voran. Wollte ebenfalls bis Weihnachten ferrig sein und bin mindestens genauso verzweifelt wie du. Bin mittlerweile in ärztlicher Behandlung, das hilft schon mal. Und morgen werde ich alles tun, was in meiner Macht steht um irgendwie weiter zu kommen. Erstmal mit dem Betreuer reden usw. irgendwie muss ich einfach die 80 Seiten voll kriegen. Und wenn es ne 4 wird - ist doch egal!

Kopf hoch - du bist nicht allein!!!
 
Du wahrlich nicht allein. Mach Dir in dieser Hinsicht auf alle Fälle keine Vorwürfe. Wie viele Leute verlängern, machen am Ende chaotische Nachtschichten, geben halbe Arbeiten ab ... usw. Es ist auch wirklich schwierig so ein "Werk" zu erstellen. Bei dir kommt ja noch diese riesige Arbeitsbelastung hinzu.
Ich denke auch, dass du unbedingt deinen betreuenden Prof und die Leute in der Firma ansprechen solltest, dass du mehr Zeit für deine Arbeit brauchst.
Ist eventuell auch eine Verlängerung möglich?

Am Ende nur ein kleiner Tipp, falls das für dich zutreffen sollte: Das Ding muss hauptsächlich eine Form bekommen, die sich halbswegs abgeben lässt. Das ist natürlich das unterste Ziel. aber dennoch: bloss nicht denken, dass es das Meisterwerk schlechthin werden muss.

Alles Gute!
 
Hallo alle zusammen,

zuerst wollte ich mich für alle Zuschriften bedanken, ich habe immer wieder ins Forum gekuckt, ob es was neues gibt, wußte aber meist nichts darauf zum antworten.

Mittlerweile habe ich die schlimmste Phase überstanden, es steht zum großen Teil etwas auf dem Papier. Ich habe auch heute das letzte Kapitel meinem Betreuer ausgehändigt, ist zwar nur halb fertig, aber der macht dann natürlich (würde ich an seiner stelle auch machen) 2 Wochen Ferien über Weihnachten und so korrigiert er das meiste bis zum Freitag.
Dann fehlt mir nur noch die Zusammenfassung, alles nochmal durchgehen, mein Anhang (etliche Diagramme und Bilder). Ich komm mir vor, als ob ich einen Bildband verfasse. Ich denke ich werde bis zum letzten Tag (Anfang Januar) noch daran rumdoktern doch mittlerweile ist ein Ende in Sicht.

Im Moment muss ich sagen, ich hatte die schwerste Phase überhaupt etwas auf Papier zu bekommen, ich bin mit dem (meinem) Stil eigentlich nicht zufrieden, aber daran werde ich nie etwas ändern können. Mein Fehler ist auch, ich finde die Arbeit selbst schlecht und möchte sie niemandem zeigen/zumuten. Schon allein die Grammatik und Interpunktion ist grotten Schlecht, ich frag mich, warum ich die Komma Regeln nie begriffen habe.

Inhaltlich war es auch nicht einfach. Gerade bei den schweren Grundlagen, habe ich mich gefragt, wie soll ich das als halb Laie in eigene Worte fassen. Aber durch die Korrektur meines Betreuers sind die inhaltlichen Schnitzer zumindest beseitigt.

Könnte ich nochmal anfangen, würde meine Arbeit auch mit Sicherheit ein anderes Endergebnis bekommen als es jetzt da steht, aber daran kann ich auch nichts mehr ändern. Nur ein großer Wurf ist mir damit nicht gelungen. Aber ich mache 3 Kreuze wenn ichs hinter mir habe.

Never Ever, aber eins habe ich gelernt, irgendwie gehts immer weiter. Nur ob ich mich daran in der nächsten Krise erinnern kann ist fraglich.

Beste Grüße
 

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