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Verzweifelte Nachbarin - Sohn möchte keinen Kontakt mehr

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Wenn du etwas aufmerksamer gelesen hättest, wäre es dir vielleicht nicht entgangen, dass wir die Sicht des Sohnes nicht kennen und dass meine Nachbarin seit Wochen damit beschäftigt ist, die Schuld bei sich zu suchen.

Vielleicht ist sie auch gar nicht so schlimm, wenn sie immer noch sucht, aber beim besten Willen nichts finden kann bisher. Wer weiß?
 
Im Endeffekt kann man die Verzweiflung der Mutter verstehen und kann einfach nur für sie da sein, wenn sie reden will.
Ja, das wäre auch aus meiner Sicht der beste Umgang damit. Die Frage ist höchstens, was man sagt, wenn sie über das "Warum?" reden möchte.

Weshalb sich der Sohn so verhält weiß keiner, egal wie oft und wie lange man darüber spekuliert.
Es nützt ja auch nichts.
Das stimmt, es weiß keiner und es nützt nichts. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass es die Nachbarin sehr beschäftigt und es dadurch dann doch immer wieder Thema wird. Versucht man dann Verständnis für den Sohn aufzubringen bzw. zu wecken? Oder schiebt man ihm den "Schwarzen Peter" zu?
 
Nichts von beidem. Man kann auch neutral bleiben.
Ja, genau. Das wollte ich - etwas ungeschickt formuliert - damit ausdrücken, dass Verständnis für beide Seiten sicher nicht schadet. Soweit man selber als gute Freundin dabei halt neutral bleiben kann. Dazu gehört dann auch sich nicht übermäßig an Spekulationen über die Gründe des Sohnes zu beteiligen, wenn die immer wieder darin münden zu bewerten ob sein Verhalten gerechtfertigt ist oder nicht.
 
Versucht man dann Verständnis für den Sohn aufzubringen bzw. zu wecken? Oder schiebt man ihm den "Schwarzen Peter" zu?

Niemand schiebt dem Sohn den "schwarzen Peter" zu.

Ja, genau. Das wollte ich - etwas ungeschickt formuliert - damit ausdrücken, dass Verständnis für beide Seiten sicher nicht schadet. Soweit man selber als gute Freundin dabei halt neutral bleiben kann. Dazu gehört dann auch sich nicht übermäßig an Spekulationen über die Gründe des Sohnes zu beteiligen, wenn die immer wieder darin münden zu bewerten ob sein Verhalten gerechtfertigt ist oder nicht.

Meine Nachbarin sucht die Schuld unentwegt bei sich.
Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als dass das Verhältnis zu ihrem Sohn wieder gut wird und würde alles dafür tun.
Zur Zeit ist sie so niedergeschlagen, dass sie sich an eine psychologische Beratungsstelle gewandt hat.
Am liebsten würde sie ihren Sohn um Gnade anbetteln und sich pauschal für alles entschuldigen , was sie nach Meinung des Sohnes jemals falsch gemacht haben könnte.
Aber davon wurde ihr dringend abgeraten.
 
Der Sohn ist erwachsen.
Erwachsene Menschen erklären wenigstens, warum sie zu anderen Menschen den Kontakt abbrechen. Sie sollten in der Lage sein, sich auseinanderzusetzen, zumindest Gründe zu nennen, warum sie keinen Kontakt mehr wollen.

Es ist unfair, sich zu entfernen, ohne dass der andere weiß, warum.

Es ist nicht verantwortungsvoll, den anderen im. Regen stehen zu lassen.

Das heißt nicht, dass ich dem Sohn den schwarzen Peter zuschieben möchte, aber ich sehe zumindest seine Verantwortung in dieser Geschichte.

Ich kenne viele junge Menschen. Die haben auch manchmal Probleme mit ihren Eltern, aber die setzen sich mit den Eltern auseinander.
Dafür müssen Eltern allerdings auch bereit sein. D. h. sie dürfen auch nicht erwarten, dass immer die totale Harmonie herrscht.

Sie dürfen auch ihren eigenen Standpunkt vertreten, sie müssen auch in der Lage sein, sich auseinanderzusetzen.

Zuhören, versuchen zu verstehen, aber auch den eigenen Standpunkt vertreten.

Also jahrelang bis ins Erwachsenenleben immer nur immer ein total gutes harmonisches Verhältnis zum Kind zu haben ohne Auseinandersetzungen ist ja auch nicht wirklich normal.

Das sind so meine Gedanken dazu.
 
Es gibt Eltern, welche ausflippen würden, wenn ihr Kind sie kritisieren würde.

Sich bei dem Sohn zu entschuldigen und ihn bitten in einem Brief seine Kritik an die Eltern zu schreiben und die Gründe für den Kontaktabbruch zu nennen
wäre bestimmt eine gute Idee.

Eine gute psychologische Beratungsstelle kann hilfreich sein.
Ich vermute, dass der Sohn zurück kommt, wenn Konflikte geklärt werden können.
In der Regel lieben Kinder ihre Eltern.
 
Es ist unfair, sich zu entfernen, ohne dass der andere weiß, warum.

Es ist nicht verantwortungsvoll, den anderen im. Regen stehen zu lassen.

Ja, das sehe ich ganz genauso.

Ich kenne viele junge Menschen. Die haben auch manchmal Probleme mit ihren Eltern, aber die setzen sich mit den Eltern auseinander.

So kenne ich das eigentlich auch von meinen eigenen Töchtern.

Dafür müssen Eltern allerdings auch bereit sein. D. h. sie dürfen auch nicht erwarten, dass immer die totale Harmonie herrscht.

Sie dürfen auch ihren eigenen Standpunkt vertreten, sie müssen auch in der Lage sein, sich auseinanderzusetzen.

Ich habe zur Zeit das Gefühl, dass meine Nachbarin sich gar nicht mehr trauen würde, ihren Standpunkt zu vertreten. Sie will unbedingt, dass "alles wieder gut wird"
Dafür würde die sogar ihre Würde verkaufen und sich schuldig bekennen, obwohl sie sich gar keiner Schuld bewusst ist.

Also jahrelang bis ins Erwachsenenleben immer nur immer ein total gutes harmonisches Verhältnis zum Kind zu haben ohne Auseinandersetzungen ist ja auch nicht wirklich normal.

Es gab da wohl schon die eine oder andere Auseinandersetzung, aber das lief eher unter harmloser Meinungsverschiedenheit. Jedenfalls glaube ich nicht, dass es immer um Harmonie um jeden Preis ging.
 
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