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Verzweifelt und Zukunftsangst

Sheena

Mitglied
Hallo ihr Lieben!

Ich habe Anfang Februar Abschlussprüfung meiner Ausbildung zur Vermessungstechnikerin, da ich vorgezogen habe.
Ich bin mir auch sicher, dass ich diese bestehen werde.
Nur: Was kommt danach?? Übernommen werde ich nicht und die nächste freie Stelle in meinem Beruf wäre 200km von meinem jetzigen Wohnort entfernt! Ich hab mich auch schon hier in der Umgebung beworben, doch es kamen nur Absagen mit den Begründungen "Wirtschaftskrise" oder "Team ist schon komplett".
Wegziehen will ich nicht – denn mein Freund hat hier eine sichere Arbeitsstelle und wir wohnen zusammen.
Alternativ beworben habe ich auch schon probiert, aber in der Vermessung gibt’s so gut wie keine Alternativen. Habe mich als Bauzeichnerin, Technische Zeichnerin etc. beworben. Zurück kamen nur Absagen mit der Begründung, ich sei nicht qualifiziert genug für diese Arbeiten.
Ich bin echt verzweifelt und hab enorme Angst vor der Zukunft…
Wie geht’s weiter? Ich will auf jeden Fall Geld verdienen und nicht erst mit 25 damit anfangen. Habe auch schon in betracht gezogen, eine zweite Ausbildung anzufangen. Aber ich weiß nicht, welchen Beruf.

Ich könnte echt in Tränen ausbrechen, bis vor einem halben Jahr hieß es noch, ich sei so gut, dass ich übernommen werde…Die doofe Wirtschaftskrise, die bei uns im Betrieb immer vorgeschoben wird, obwohl es gut läuft, hat mir ein Strich durch die Rechnung gemacht…

Ich will unbedingt arbeiten!!!!

Ich hoffe ihr habt ein paar Tipps und auch ein wenig Motivation für mich.

Liebe Grüße

Sheena
 
Hallo Sheena,

eigentlich hast du keine Wahl, wenn es bei dir in der Nähe keine Arbeitsstelle gibt, musst du dahin gehen, wo die Arbeit ist. Gerade am Karriereanfang macht sich ein Lücke im Lebenslauf nicht gut.
Außerdem kann man sich besser aus einem festen Job heraus bewerben. Also, in die Ferne, aber nur auf Zeit!
 
Hallo Bronofenbrenner!

erstmal danke für deine schnelle Antwort.

Das sich diese Lücke nicht gut macht weiß ich - aber ich kann hier nicht einfach alles stehen und liegen lassen und in eine 200km entfernte statt ziehen. Ich brauch meine Familie und meine Freunde in der Nähe. Und außerdem will ich auch nicht, dass mein Freund seine Arbeitstelle für mich aufgibt - denn alleine ziehe ich nicht weg. Außerdem ist es mir in dieser Branche zu unsicher....
 
Hallo Sheena,

So eine Arbeit weiter weg muss ja nichts für immer sein. Vielleicht reicht es auch, sich über die Woche dort ein Zimmer zu mieten. Die Wochenende könntest Du mit Freund/Familie verbringen. Klar, Wochenendbeziehungen haben viele Nachteile - andererseits gibt es eben nicht so viele Möglichkeiten, wenn in deinem Umfeld derzeit absolut keine Stelle zu finden ist. Für eine begrenzte Zeit ist so ein Kompromiss vielleicht aushaltbar und wenn man dir jetzt schon eine Stelle in Aussicht gestellt hatte, wäre es ja denkbar, dass man nach dem Krisenjahr wieder auf dich zukommt...
 
Für einen guten Job bin ich auch sofort 150 km weiter weg gezogen. Sucht euch schönes Zuhause in der Mitte der Strecke. Für eine schöne Zukunft zu zweit müssen oft beide mal Abstriche machen 🙂 Wäre es nicht furchtbar du pfeiffst einen Job und mekrst zwei jahre später, dass der jetzige Partner doch nicht so gut zu dir passt ?!! Zurück kann man immer!
 
konzentrier dich erstmal auf die Abschlußprüfung im Februar. Die ist wichtiger.
Wenn du die in der Tasche hast kannst du dir über alles weitere den Kopf zerbrechen.

Vielleicht ist das auch ein Mitgrund für Absagen bei Bewerbungen. Du hast die Prüfung ja noch gar nicht.
Meine Frau hatte das gleiche Problem in einer anderen Berufssparte.
Bewarb sich bei mehreren Firmen und wurde abgelehnt.
Bis einer so nebenbei sagte: "reden wir weiter wenn sie ihre Aufschulung abgeschlossen haben".
Nach der Prüfung schickte sie wieder Bewerbungsschreiben aus und plötzlich war bei einigen Firmen ein Platz frei, wo sie zuvor eine Absage erhielt.

Ich will damit ausdrücken, Personalchefs reden ungern über ungelegte Eier. Also Prüfung erfolgreich bestehen und dann weitersehen.
 

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