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Verzweifelt, ratlos, am Ende

F

Fragnichtdanach

Gast
Hallo,

erstmal allen einen schönen Abend und ich möchte oder brauche mal Euren Rat..

Ich bin 31. und habe auch Kinder! Meinen Lebenspartner kenne ich seit 17 Jahren und am Anfang war auch alles einigermaßen okay zumal mein Lebenspartner aus einem anderen Land kommt, gibt es einige Dinge die ich im Kauf genommen habe, respektiere.

Vor knapp 4 Jahren verstarb sein Vater und ist seitdem auch total unglücklich und hat auch irgendwie keine Geduld mehr bei allem.
Wie soll ich das beschreiben?! Er war früher ein ganz lieber Mensch der jeden respektierte, und freundlich gegenüber allen.
Heute dagegen werde ich nur noch verletzt, über die Jahre steigerte es sich..
Ich möchte nicht sagen das ich unschuldig bei allem bin. Aber ich bin nun mal ein offenherziger Mensch, wenns mir was nicht passt, sage ich es meinen Lebenspartner. Und das passt ihm widerrum nicht. Und umgekehrt teilt er ebenso genauso gerne aus, aber dazu mich irgendwie äussern darf ich mich bloss nicht, denn dann artet es wieder aus.

Vielleicht sollte ich ein paar Dinge niederschreiben, was all die Jahre so vorgefallen ist. Ehrlich gesagt, fällt mir das shcon ziemlich schwer.

Damals fing es harmlos würde ich mal sagen, als er mich als Schl...., Hu.... titulierte.
Dann drohte er mir eine Bratpfanne auf den Kopf zu hauen, aber bin schnell abgezischt.
Desöfteren kamen diese Psychische Gewalt.. zuerst " Ich bin dumm, dann Schweingesicht, ich stinke usw..

Ich stehe morgens um 6h auf, versorge meine Kinder, ich esse zuerst gegen 11h mittag, vorher habe ich keine Zeit, und bekomme ich eh nichts in den Bauch, gegen 13h fange ich für die Kids an zu kochen, esse auch nen happen, aber nicht viel.. und natürlich ist für meinen Lebenspartner wenn er von der arbeit kommt, dann auch alles fertig und steht alles auf dem Tisch.
Meistens nach der Arbeit will er seine Ruhe. Legt sich hin, oder surft mit seinem Handy.
Ich bin also in ganzen Tag mit den Kindern auf mich allein gestellt. Ich erledige noch zusätzlich den behördenkram, das finanzielle,wie überweisungen oder sonstiges.
Das muss ich machen, sonst bleibt alles auf der strecke.. weil er das nicht kann.

Heute haben wir uns wieder gestritten. Es ging mir ums prinzip nicht ums Geld. Mein Sohn bekommt immer wenn er etwas für uns z.B. eingekauft hat, vom Papa Geld geschenkt. Ich dagegen finde, man sollte wirklich nicht bei jedem Tun was das Kind macht, dafür belohnen?! Denn ich merke jetzt schon, das mein Sohn immer erst dann was macht, wenn er was haben möchte. Und das ist nicht der Sinn der Sache, und daraufhin sagte mein Lebenspartner das ich Geldgeil wäre "waren 3€ :) " und ich würde abends mir das maul vollstopfen.
Damit meint er, das ich abends auch mal etwas für meine seele tue, indem ich vielleicht mal nen riegel schoko zu mir nehme, und den alltagsstress abbauen kann.

Wie fühle ich mich seit langer langer zeit?! Ich bin ein Putzlumpen, eine XXX Puppe für ihn und obendrein der Fussabtreter.
Ich bin an einem Punkt gekommen, wo ich meinen Lebenspartner schon so sauer machte, das mir mein Leben langsam schnurz ist.
Ich habe schon keine gute Kindheit gehabt, meine Mutter nahm sich das leben als ich noch kindergartenkind war,und dann sowas.. ich bin ein sehr sensibler Mensch..

Ich wollte mich mehrmals schon trennen, aber dann pochte er mir schon 100mal ein, das ich untergehen würde ohne ihn, meine kinder würde es schlecht gehen danach und es gab auch schonmal den satz "Er würde dafür sorgen, mir die Kinder wegzunehmen".

Ich war bereits über silvester bei meinen eltern und wollte einen schlussstrich ziehen,. Aber ich habe mich wiedermal überreden lassen, weil er mir hoch und heilig sprach, das er an seiner wortwahl, den umgang mit mir ändern will.. das hat 2 Wochen gehalten.. eine woche davon war er verreist in sein Heimatsland.

Wenn ich gehe, dann gehen mir immer diese Gedanken durch.. tu ich das richtige, hat er vielleicht recht? das ich untergehen werde? Er pocht schon ständig ein das ich verrückt wäre.. das ich nicht normal bin, als er mir das sagte, bin ich schon zu einer Beratungsstelle gegangen, und sie sagte, ich wäre ganz normal..

Es ist echt traurig das ich schon zu fremden gehen muss, ob ich "normal" bin..

Wenn ich jetzt ins Frauenhaus gehen würde, habe ich trotzdem angst das er vielleicht meine Kids auflauern könnte. Ich möchte aber auch das Leben meiner Kinder nicht komplett umstellen, neue Schule, Kindergarten.
Ich möchte meinen namen nicht wechseln, ich möchte auch nicht unbedingt umziehen... sowieso würden wir auch kaum ne wohnung bekommen, denke das Frauenhaus wird uns ja nicht so lange aufnehmen oder..
 

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fusselbürste

Mitglied
Liebe Fragnichtdanach,

sehr gut kann ich nachfühlen, wie es Dir im Moment geht. Ich war vor einigen Jahren in einer ähnlichen Situation.

Aber als erstes etwas anderes...Du scheinst mir schon eine starke und auch clevere Frau zu sein. Du weißt, daß Dir dieses Zusammenleben nicht gut tut. Ich weiß wie schwer es ist den Absprung zu finden und sich und den Kindern etwas neues und schönes aufzubauen. Bitte, lass Dir nicht einreden, daß Du es nicht schaffen könntest. Ich weiß, wenn einem das immer wieder gesagt wird, dann fängt man irgendwann selber an zu zweifeln...aber überlege doch einmal was sich überhaupt ändern würde... Du bist doch diejenige, die sich im Endeffekt um alles kümmert, oder? Warum solltest Du das nicht schaffen, wenn Du Dich um eine Person weniger kümmern musst?

Du willst Dich trennen, aber weißt nicht so richtig wie und die Angst um die Kinder steht auch immer im Raum.

Habe ich das richtig verstanden, daß ihr nicht miteinander verheiratet seid? Wie alt sind denn Deine Kinder? Habt ihr das gemeinsame Sorgerecht?

Vielleicht weißt Du einfach nicht wo Du anfangen sollst Dich zu trennen. Es gibt einige Beratungsstellen, die Dir hier Schritt für Schritt weiterhelfen. Ich war damals bei der Caritas. Dort habe ich mit einer Mitarbeiterin über alles gesprochen, woran ich denken sollte. Wohnung, Banken bzw. Konten, Möbel und natürlich Umgang, Lebensunterhalt, usw. Wir haben damals eine Liste erstellt und die habe ich Stück für Stück "abgearbeitet". Ich konnte mich dort jederzeit melden, wenn ich noch Probleme oder Fragen hatte. Vielleicht wäre so ein Gespräch auch das richtige für Dich?

Weiß eigentlich Deine Familie oder Freundeskreis wie es so zu Haus bei euch "abgeht"? Falls nicht, wäre es nicht besser auch hier mit einer Person Deines Vertrauens zu sprechen? Ich denke auch von hier wirst Du Unterstützung erfahren.

Ich hoffe Dir ein wenig helfen zu können!

Ich wünsche Dir viel Kraft!
 
G

Gast

Gast
Liebe Fragnichtdanach,

auch ich habe Ähnliches wie du erlebt.
Deine ganze Denkweise hat mich teilweise sehr an meine damalige Situation erinnert - und das Verhalten deines Partners gleicht demjenigen meines psychopathischen Ex-Freundes.
Schlimm finde ich, dass du schreibst: Es fing harmlos an, indem er mich als "Hure" und "Schlampe" titulierte.
Das ist NICHT harmlos, das ist bereits massive, verbale Gewalt und es ist ein absolutes Armutszeugnis für ihn, dass er dich mit solchen Methoden klein machen muss...
Der erste, wichtige Schritt ist jener, dass du dir tatsächlich darüber klar wirst, in was für einer Beziehungs- und Lebenssituation du dich befindest und du wirklich zur inneren Überzeugung gelangen kannst: Es ist nicht in Ordnung, wie er sich verhält.
Das mag für Aussenstehende einfach klingen und jeder rational denkende Mensch wird glauben, dass man doch automatisch zu dieser Einsicht gelangen muss - aber so ist es eben nicht.
Irgendwann graben sich all diese Beleidigungen, Demütigungen und Erniedrigungen derart tief ins Gedächtnis ein, dass man selber daran glaubt...
Ich war, während ich in dieser destruktiven Beziehung gefangen war, letzten Endes vollkommen davon überzeugt, dass alles MEINE Schuld ist - denn dies war es, was er mir ununterbrochen suggerierte.
Es war MEINE Schuld, dass er immer wieder ausrastete, MEINE Schuld, dass er mich schlug, MEINE Schuld, weil ich es ja "immer wieder auf die Spitze treiben, ihn derart provozieren musste".
Einige Jahre später bin ich dann auf einer Website mal auf einen Brief gestossen, wo es mir beim Lesen wie Schuppen vor die Augen fiel: Das war GENAU das Verhalten meines Ex-Freundes gewesen!
All diese Sätze, das ganze Verhalten...
Es passte Eins zu Eins.
Ich möchte diesen Brief aus gegebenem Anlass hier wieder einmal posten, mir hat das Lesen damals nochmals sehr geholfen.
Lies ihn dir in Ruhe durch.

>
> Außenstehende erleben den Gefühlstäter meist als anständigen, erfolgreichen, sensiblen, ruhigen und bestenfalls
unauffälligen Menschen. Gegenüber seiner Partnerin ist er jedoch häufig kontrollierend, egozentrisch, hyperkritisch, zwanghaft, kindisch und bösartig. Die Wahrheit ist: Gefühlstäter sind oft beides. Es ist dieser ewige Gegensatz zwischen dem Menschen, den sie liebt und dem Menschen, der ihr schadet, der die Partnerin zutiefst verwirrt.
>
>
> Je mehr Zeit eine Frau in einer Beziehung mit einem Gefühlstäter verbringt, desto mehr wird sie anfangen, an sich selbst, ihren Handlungen und ihrem Glauben zu zweifeln. Es ist das Ziel eines emotionalen Täters, sie glauben zu machen, dass sie seine Grausamkeiten verdient und dass sie eine Veränderung im Beziehungsgeschehen nur durch eine Änderung ihres Verhaltens bewirken kann. Es ist seine Absicht, ihr das Gefühl zu vermitteln, dass sie der Grund für beinahe alle Beziehungsprobleme ist, dass SEIN missbräuchliches Verhalten lediglich eine Reaktion auf IHRE (fehlerhafte) Person sei und somit akzeptabel ist.
>
>
> Seine emotionalen Gewaltakte sind sogar häufig selbst durchsetzt mit Beteuerungen seiner Liebe, dass sie „das Beste ist, was ihm jemals passiert sei“, und dass er endlich anfangen will, sie entsprechend zu behandeln. Dies führt zu weiterer Verwirrung. Sie hofft und hofft, dass, wenn sie genug „tut“, wenn sie ihm genug gibt, er aufhören wird, sie zu verletzen, und dass seine liebevolle, umsorgende Seite wieder auftaucht. Leider ist dies ein Trugschluss der einzig und allein dazu führt, dass die Partnerin viel zu lange in der Beziehung ausharrt.
>
>
>Oftmals ist es so, dass der Gefühlstäter die Darstellung der Ereignisse und Vergangenheit insofern „modifiziert“, dass die Partnerin die vermeintliche Verantwortung für jegliche Beziehungsprobleme trägt. Dies stiftet erhebliche Verwirrung bei der Partnerin, - und es ist sein Ziel die Dinge so darzustellen, als sei sie verwirrt und/oder verrückt. Sollte sie es „wagen“, sich gegen sein Verhalten zu wehren oder es gar als missbräuchlich zu bezeichnen, wird er diese Wahrheit abwehren, indem er sie als überreagierend und/oder hypersensibel darstellt. Dies trägt zu der empfundenen Verwirrung und dem Schmerz der Partnerin bei.
>
>
> Ein Gefühlstäter kann DICH dazu bringen, auszurasten, um zu beweisen, wie gesund ER ist, und er kann Dir implizit (Augenrollen ist hier sehr effektiv) oder explizit eine Nachricht wie die folgende vermitteln: „Siehst Du, Du rastest schon wieder aus, heulst und schreist. Ich brauche keine professionelle Hilfe, Du brauchst sie."
>
>
> In der Regel sind es genau diese Interaktionen, die öffentlich stattfinden. Er ist geschickt: Außenstehende sehen, wenn sie überhaupt etwas mitbekommen, nur Deine Reaktion, und nicht die Misshandlung, durch die sie ausgelöst wurde.
>
>
> Häufig fühlt es sich für die Betroffene so an, als wären ihr alle Rettungsleinen entzogen worden, als würde sie langsam verrückt, weil keiner Ihr glaubt, dass dieser charmante, „nette“, hilfsbereite, erfolgreiche Mann so unglaublich psychologisch grausam und absichtlich verletzend ist.
>
>
> Nähe und Distanz.
> Eine sehr beliebte Strategie dieses Typus ist das „komm her, geh weg“ Spielchen. Er droht subtil damit, Dir seine Zuneigung zu entziehen, und lässt Sätze fallen, deren Zweck es ist, Dich aus dem Gleichgewicht zu bringen. Damit erzielt er den Effekt, dass Du als seine Partnerin Dich in der Beziehung verunsichert fühlst. Dies wiederum spielt ihm insofern direkt in die Hände, als dass er Dich nun als „zu bedürftig“ (klammerig) bezeichnen kann.
>
>
> Sollte er sich, wider Erwarten tatsächlich bereit erklären, sie zu unterstützen, wird er es ihr fingerdick aufs Brot schmieren, wird immer wieder erzählen, wie sehr es ihn überanstrengt und dass er es nur für sie tut. Diese Mitleidsmasche wird er bis zum Erbrechen durchexerzieren, um ihr Schuldgefühle dafür zu vermitteln, dass sie eine derart schwere Last auf seine Schultern gelegt hat
>
>
> Das Problem daran ist, dass egal was Du tust oder sagst, es wird nie genug sein und es wird ihn nie zufrieden stellen.
>
>
> Solltest Du tatsächlich so weit gehen und ihn damit konfrontieren, dass sein Verhalten hochgradig irrational ist, wird er Dir schnell weiszumachen versuchen, dass DEINE vermeintlichen Kommunikationsfehler der Grund für sein Verhalten sind. Es ist immer Deine Schuld, wenn Du nicht erraten konntest, was er brauchte oder wollte.
>
>
> Er wird sein Verhalten auf Dich projizieren und darauf bestehen, dass es ihm schlichtweg unmöglich war, mit Dir über das zu sprechen was ihn letztendlich störte, schließlich warst DU zu heftig, zu kritisch, zu wütend, zu urteilend oder zu bedürftig.
>
>
> Schuld und Sühne, Teil I
> Gefühlstäter erwarten, dass man ihnen ihre „Fehler“ (= missbräuchliches Verhalten, Manipulation, usw.) vergibt. Selbstverständlich sind diese seine „Fehler“ nicht seine Schuld, schließlich weiß sie doch, wo seine „Knöpfe“ liegen, und hat sie „absichtlich“ gedrückt, oder sie hat IRGENDETWAS getan, das ihn dazu gebracht hat, sie zu verletzen.
>
>
> Gleichzeitig sind sie aber nicht in der Lage, ihren Partnerinnen deren Fehler zu vergeben. Jeder Mensch macht Fehler, ihre jedoch sind unverzeihlich und werden noch Monate später hervorgezogen um sein Verhalten zu legitimieren.
>
>
> Veränderung?
> Gefühlstäter erwarten, dass sich ihre Partnerinnen für sie ändern. Allerdings ist es völlig egal, wie sehr sie sich ändern (verbiegen), es wird nie genug sein und er wird ihr immer mehr abverlangen
>
>
> Provokation.
> Abwertung und Herablassendes Verhalten sind i.d.R. sehr beliebte und effektive Taktiken um seine Partnerin zu manipulieren und zu verletzen. Letztendlich ist sie sowohl Ventil als auch Ziel seiner Wut. Liefert sie ihm von sich aus keine „Angriffsfläche“, kommt es häufig vor, dass er sich unhöflich, bewusst unsensibel, herablassend und/oder bevormundend verhält, oder sie schlichtweg ignoriert. Wenn die Partnerin auf dieses Verhalten verletzt reagiert und es zu einer Diskussion kommt, hat er den gesuchten Grund: ER kann jetzt wütend auf SIE sein, weil SIE die Diskussion und somit den Streit angefangen hat.
>
>
> Es ist ein Teil dieses Machtspielchens, dass er Dich so lange triezt und auf Deinen Schwachpunkten herumhackt, bis er Dich so weit "hat", dass Du die Selbstkontrolle verlierst, in Tränen ausbrichst, wütend wirst und/oder ihn anschreist. Sobald Du Deine Stimme erhebst, wird er darauf bestehen, dass DU die Täterin bist.
>
>
> Eine weitere beliebte und vor allem ultimativ destruktive Strategie ist es, die Gefühle der Partnerin entweder zu ignorieren, abzuweisen oder desinteressiert zu registrieren – insbesondere dann, wenn diese Gefühle mit einer (absichtlichen?) Versetzung durch den Partner „zusammenhängen“. In diesem Fall wird er wahrscheinlich versuchen die Tatsachen insofern zu verdrehen, als dass seine Tat entweder ein „Versehen“ war oder eigentlich dazu dienen sollte, der Partnerin zu „helfen“.
>
>
> Wahrscheinlich versucht er zusätzlich, ihr zu vermitteln dass es überhaupt GAR NICHT in Ordnung ist, dass sie sich wütend, verletzt oder anderweitig getroffen fühlt; sollte sie es TROTZDEM wagen, derartige Gefühle zu haben, sind es eben „ihre Gefühle“ – und nicht sein Problem. Es liegt nicht in seiner Verantwortung auch nur den geringsten emotionalen Schaden bei ihr zu reparieren.
>
>
> Zu dieser Taktik kann auch gehören, dass er Lippenbekenntnisse von vermeintlicher Verantwortung ablegt, letztendlich aber NICHTS tut, um ihren Schmerz zu lindern und sogar deutlich sagt, dass er nichts tun kann oder wird um „Wiedergutmachung“ anzustreben. (Vermutlich ist er sowieso meistens damit beschäftigt, sie für all ihre „Vergehen“ zu „bestrafen“.) Sollte sie darauf bestehen, dass er Verantwortung übernimmt und Wiedergutmachung anstrebt, wird er ihr aller Wahrscheinlichkeit nach vorwerfen, alles in ihrer Macht stehende zu tun, damit er sich schuldig fühlt. Aus seinem Mund kommend klingt es dann, als sei „Schuld“ gleichbedeutend mit Schande. Implikation: SIE ist der Täter. Nicht er. *gähn*
>
>
> Ein „normaler“ Partner würde, wenn er die Gefühle seiner Gefährtin zufällig verletzt, sich nicht weigern, sie zu trösten. Er würde ihr helfen, den emotionalen Schaden zu reparieren; und vor allem würde er den gleichen Fehler NICHT regelmäßig wiederholen.
>
>
> Die Gegenseite der Medaille ist außerdem, dass Gefühlstäter permanent gelobt werden wollen, wenn sie zur Abwechslung einmal „gute“ Dinge für ihre Partnerin tun. Ein deutliches Zeichen, dass positives, partnerschaftliches Verhalten für diese Menschen alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist.
>
>
> Jemandem mitzuteilen, ihre Gefühle wären “ihr Problem“ hinkt in diesem Fall ganz gewaltig. Vertrauen innerhalb einer Beziehung bedeutet auch, Deinem Partner insofern zu vertrauen, dass er Dich respektiert und Deine Gefühle achtet. Wenn jemand Dein Vertrauen missbraucht und Dich emotional misshandelt, dann ist das NICHT DEIN PROBLEM. Es war auch nicht „Dein Fehler“, Deinem Gegenüber ursprünglich vertraut zu haben. ER ist schuld daran, Dein Vertrauen missbraucht zu haben, - und Deine Gefühle nachträglich gegen Dich einzusetzen.
>
>
> Du bist Schuld an seiner Gewalt.
> In seinem Streben nach Kontrolle und Überhand wird Dein „Partner“ wahrscheinlich versuchen, Dir implizit oder explizit zu vermitteln, dass Du ihm schließlich „erlaubst“ sich missbräuchlich zu verhalten, oder sein missbräuchliches Verhalten zumindest auslöst. Leider verfallen viele „Opfer“ dem Irrglauben, dass dieser Müll der objektiven Realität entspricht.
>
>
> Alles kann ein „Auslöser“ für ihn sein, inklusive der Weigerung der Partnerin kleinbeizugeben. Zeigst Du auch nur das kleinste Anzeichen von Schuldgefühlen, wird er Dich genau an dieser Stelle packen und sie bis aufs Mark ausmerzen.
>
>
> Vergiss nicht: Er tut nichts ohne Grund und Selbstzweck. Für jeden „Gefallen“ erwartet er eine Gegenleistung. Natürlich kann man auch nicht von ihm erwarten, offen zu sagen, WAS er sich als Gegenleistung wünscht. Solltest Du ihm allerdings nicht genau die Gegenleistung liefern, DIE er sich gewünscht hat, hat er wieder einen Grund für weiteres missbräuchliches Verhalten, schließlich bist doch so undankbar und geizig. Sollte es irgendwann zur Trennung kommen (Glückwunsch!) wird er Menschen in Eurem Umfeld bevorzugt erzählen, dass er ja SO viel für Dich getan hat und wie unendlich UNDANKBAR Du Dich doch ständig gezeigt hast. Selbstverständlich wird er derartiges auch lange vor einer Trennung verbreiten.
>
>
> Wie beinahe alle Gewalttäter (und Psychopathen, aber dies nur am Rande) kann er der Gefühlstäter unendlich charmant sein. Genau das macht es seinen Opfern so schwer, sich aus dem Netz zu lösen. Außenstehende kennen vermutlich nur seine Schokoladenseiten, und nicht seine Unhöflichkeit, Grausamkeit, Gemeinheit, Abwertung, Herablassung und Brutalität, die sich i.d.R. nur hinter geschlossenen Türen – und nur gegenüber seiner Partnerin abspielt.
>
>
> Nicht seine Schuld.
> Da er seine Probleme i.d.R. auf seine Partnerin projiziert ist es für ihn auch nicht nötig einzusehen, dass ER irgendwelche Probleme hat. Stattdessen beschuldigt er seine Partnerin des Missbrauchs, insbesondere dann, wenn sie sein missbräuchliches Verhalten als solches identifiziert hat. Zusätzlich wird er so vielen „gemeinsamen“ Freunden wie nur möglich erzählen, wie gestört und überreagierend SIE doch sei. Sein Ziel: Sie rechtzeitig von potentieller Unterstützung abzuschneiden.
>
>
> ER ist das unschuldige Opfer
>
 
F

Fragnichtdanach

Gast
Hallo fusselbürste,

heute war wieder alles eskaliert.. Mein Lebenspartner kam von der Arbeit, er weiss genau das ich einkaufen gehen wollte . Meine Kinder kamen in dem Moment auch von der Schule , gekocht habe ich nichts, empfand es auch nicht schlimm, schließlich gibt es noch Brot, was man essen kann und kochen hätte ich nach dem einkauf getan.

Ich verlasse das Haus kaum, viell. in der Woche einmal oder keinmal.. da kam dann von meinem Lebenspartner wieder, weil er ja gestresst ist wegen der arbeit und er sagte " Aber nicht so lang" Das wichtigste sind eben viel Getränke und das andere kann er holen..! ja klar damit ich wieder schnell zuhause bin, und er sich hinlegen kann..

es artete eben wieder aus, und habe meine meinung gesagt, das ich das hole was wir auch brauchen, somit auch getränke und er solle doch nicht schon wieder anfangen. Aufeinmal hat er mir richtig ins gesicht gebrüllt.

ich weiss durchaus das es so nicht weiter gehen kann, zumal wegen den kindern. aber meine grössten ängste sind nunmal das was mich danach erwartet. lauert er meinen kindern auf, oder was wird er gegen mich unternehmen? ich wollte schon so oft den versuch starten, dann hat mich meine kraft, mein wille verlassen.

Ich habe 2 Kinder die 5.und 6. klasse besuchen, einen der in die erste klasse geht, und 2 kindergartenkinder und einen kleinkind. also ich habe 6 kinder.

das schlimme ist, das alte erinnerungen, seine liebe art vor 4 jahren immer wieder zum vorschein kommen, und denk dann immer wieder, vielleicht kommt das wieder???!!!!

Ja ein eigenes bankkonto habe ich nicht.. aber was soll das werden wenn ich hier weggehe? wer bezahlt die miete?? ich habe auch 3 katzen, wohin kann ich sie hintun?
Sorgerecht haben wir beide, und im mietsvertrag stehen auch wir beide drin..


Freundeskreis? habe ich keine mehr... dafür hat er gesorgt das ich keine freunde mehr habe..
Familie, ja meine eltern wissen bescheid, aber sie können ja auch nichts machen, denn den grossen schritt kann ich nur machen..
 
F

Fragnichtdanach

Gast
Liebe Fragnichtdanach,

auch ich habe Ähnliches wie du erlebt.
Deine ganze Denkweise hat mich teilweise sehr an meine damalige Situation erinnert - und das Verhalten deines Partners gleicht demjenigen meines psychopathischen Ex-Freundes.
Schlimm finde ich, dass du schreibst: Es fing harmlos an, indem er mich als "Hure" und "Schlampe" titulierte.
Das ist NICHT harmlos, das ist bereits massive, verbale Gewalt und es ist ein absolutes Armutszeugnis für ihn, dass er dich mit solchen Methoden klein machen muss...
Der erste, wichtige Schritt ist jener, dass du dir tatsächlich darüber klar wirst, in was für einer Beziehungs- und Lebenssituation du dich befindest und du wirklich zur inneren Überzeugung gelangen kannst: Es ist nicht in Ordnung, wie er sich verhält.
Das mag für Aussenstehende einfach klingen und jeder rational denkende Mensch wird glauben, dass man doch automatisch zu dieser Einsicht gelangen muss - aber so ist es eben nicht.
Irgendwann graben sich all diese Beleidigungen, Demütigungen und Erniedrigungen derart tief ins Gedächtnis ein, dass man selber daran glaubt...
Ich war, während ich in dieser destruktiven Beziehung gefangen war, letzten Endes vollkommen davon überzeugt, dass alles MEINE Schuld ist - denn dies war es, was er mir ununterbrochen suggerierte.
Es war MEINE Schuld, dass er immer wieder ausrastete, MEINE Schuld, dass er mich schlug, MEINE Schuld, weil ich es ja "immer wieder auf die Spitze treiben, ihn derart provozieren musste".
Einige Jahre später bin ich dann auf einer Website mal auf einen Brief gestossen, wo es mir beim Lesen wie Schuppen vor die Augen fiel: Das war GENAU das Verhalten meines Ex-Freundes gewesen!
All diese Sätze, das ganze Verhalten...
Es passte Eins zu Eins.
Ich möchte diesen Brief aus gegebenem Anlass hier wieder einmal posten, mir hat das Lesen damals nochmals sehr geholfen.
Lies ihn dir in Ruhe durch.

>
> Außenstehende erleben den Gefühlstäter meist als anständigen, erfolgreichen, sensiblen, ruhigen und bestenfalls
unauffälligen Menschen. Gegenüber seiner Partnerin ist er jedoch häufig kontrollierend, egozentrisch, hyperkritisch, zwanghaft, kindisch und bösartig. Die Wahrheit ist: Gefühlstäter sind oft beides. Es ist dieser ewige Gegensatz zwischen dem Menschen, den sie liebt und dem Menschen, der ihr schadet, der die Partnerin zutiefst verwirrt.
>
>
> Je mehr Zeit eine Frau in einer Beziehung mit einem Gefühlstäter verbringt, desto mehr wird sie anfangen, an sich selbst, ihren Handlungen und ihrem Glauben zu zweifeln. Es ist das Ziel eines emotionalen Täters, sie glauben zu machen, dass sie seine Grausamkeiten verdient und dass sie eine Veränderung im Beziehungsgeschehen nur durch eine Änderung ihres Verhaltens bewirken kann. Es ist seine Absicht, ihr das Gefühl zu vermitteln, dass sie der Grund für beinahe alle Beziehungsprobleme ist, dass SEIN missbräuchliches Verhalten lediglich eine Reaktion auf IHRE (fehlerhafte) Person sei und somit akzeptabel ist.
>
>
> Seine emotionalen Gewaltakte sind sogar häufig selbst durchsetzt mit Beteuerungen seiner Liebe, dass sie „das Beste ist, was ihm jemals passiert sei“, und dass er endlich anfangen will, sie entsprechend zu behandeln. Dies führt zu weiterer Verwirrung. Sie hofft und hofft, dass, wenn sie genug „tut“, wenn sie ihm genug gibt, er aufhören wird, sie zu verletzen, und dass seine liebevolle, umsorgende Seite wieder auftaucht. Leider ist dies ein Trugschluss der einzig und allein dazu führt, dass die Partnerin viel zu lange in der Beziehung ausharrt.
>
>
>Oftmals ist es so, dass der Gefühlstäter die Darstellung der Ereignisse und Vergangenheit insofern „modifiziert“, dass die Partnerin die vermeintliche Verantwortung für jegliche Beziehungsprobleme trägt. Dies stiftet erhebliche Verwirrung bei der Partnerin, - und es ist sein Ziel die Dinge so darzustellen, als sei sie verwirrt und/oder verrückt. Sollte sie es „wagen“, sich gegen sein Verhalten zu wehren oder es gar als missbräuchlich zu bezeichnen, wird er diese Wahrheit abwehren, indem er sie als überreagierend und/oder hypersensibel darstellt. Dies trägt zu der empfundenen Verwirrung und dem Schmerz der Partnerin bei.
>
>
> Ein Gefühlstäter kann DICH dazu bringen, auszurasten, um zu beweisen, wie gesund ER ist, und er kann Dir implizit (Augenrollen ist hier sehr effektiv) oder explizit eine Nachricht wie die folgende vermitteln: „Siehst Du, Du rastest schon wieder aus, heulst und schreist. Ich brauche keine professionelle Hilfe, Du brauchst sie."
>
>
> In der Regel sind es genau diese Interaktionen, die öffentlich stattfinden. Er ist geschickt: Außenstehende sehen, wenn sie überhaupt etwas mitbekommen, nur Deine Reaktion, und nicht die Misshandlung, durch die sie ausgelöst wurde.
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>
> Häufig fühlt es sich für die Betroffene so an, als wären ihr alle Rettungsleinen entzogen worden, als würde sie langsam verrückt, weil keiner Ihr glaubt, dass dieser charmante, „nette“, hilfsbereite, erfolgreiche Mann so unglaublich psychologisch grausam und absichtlich verletzend ist.
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>
> Nähe und Distanz.
> Eine sehr beliebte Strategie dieses Typus ist das „komm her, geh weg“ Spielchen. Er droht subtil damit, Dir seine Zuneigung zu entziehen, und lässt Sätze fallen, deren Zweck es ist, Dich aus dem Gleichgewicht zu bringen. Damit erzielt er den Effekt, dass Du als seine Partnerin Dich in der Beziehung verunsichert fühlst. Dies wiederum spielt ihm insofern direkt in die Hände, als dass er Dich nun als „zu bedürftig“ (klammerig) bezeichnen kann.
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>
> Sollte er sich, wider Erwarten tatsächlich bereit erklären, sie zu unterstützen, wird er es ihr fingerdick aufs Brot schmieren, wird immer wieder erzählen, wie sehr es ihn überanstrengt und dass er es nur für sie tut. Diese Mitleidsmasche wird er bis zum Erbrechen durchexerzieren, um ihr Schuldgefühle dafür zu vermitteln, dass sie eine derart schwere Last auf seine Schultern gelegt hat
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>
> Das Problem daran ist, dass egal was Du tust oder sagst, es wird nie genug sein und es wird ihn nie zufrieden stellen.
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>
> Solltest Du tatsächlich so weit gehen und ihn damit konfrontieren, dass sein Verhalten hochgradig irrational ist, wird er Dir schnell weiszumachen versuchen, dass DEINE vermeintlichen Kommunikationsfehler der Grund für sein Verhalten sind. Es ist immer Deine Schuld, wenn Du nicht erraten konntest, was er brauchte oder wollte.
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>
> Er wird sein Verhalten auf Dich projizieren und darauf bestehen, dass es ihm schlichtweg unmöglich war, mit Dir über das zu sprechen was ihn letztendlich störte, schließlich warst DU zu heftig, zu kritisch, zu wütend, zu urteilend oder zu bedürftig.
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>
> Schuld und Sühne, Teil I
> Gefühlstäter erwarten, dass man ihnen ihre „Fehler“ (= missbräuchliches Verhalten, Manipulation, usw.) vergibt. Selbstverständlich sind diese seine „Fehler“ nicht seine Schuld, schließlich weiß sie doch, wo seine „Knöpfe“ liegen, und hat sie „absichtlich“ gedrückt, oder sie hat IRGENDETWAS getan, das ihn dazu gebracht hat, sie zu verletzen.
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>
> Gleichzeitig sind sie aber nicht in der Lage, ihren Partnerinnen deren Fehler zu vergeben. Jeder Mensch macht Fehler, ihre jedoch sind unverzeihlich und werden noch Monate später hervorgezogen um sein Verhalten zu legitimieren.
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>
> Veränderung?
> Gefühlstäter erwarten, dass sich ihre Partnerinnen für sie ändern. Allerdings ist es völlig egal, wie sehr sie sich ändern (verbiegen), es wird nie genug sein und er wird ihr immer mehr abverlangen
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>
> Provokation.
> Abwertung und Herablassendes Verhalten sind i.d.R. sehr beliebte und effektive Taktiken um seine Partnerin zu manipulieren und zu verletzen. Letztendlich ist sie sowohl Ventil als auch Ziel seiner Wut. Liefert sie ihm von sich aus keine „Angriffsfläche“, kommt es häufig vor, dass er sich unhöflich, bewusst unsensibel, herablassend und/oder bevormundend verhält, oder sie schlichtweg ignoriert. Wenn die Partnerin auf dieses Verhalten verletzt reagiert und es zu einer Diskussion kommt, hat er den gesuchten Grund: ER kann jetzt wütend auf SIE sein, weil SIE die Diskussion und somit den Streit angefangen hat.
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>
> Es ist ein Teil dieses Machtspielchens, dass er Dich so lange triezt und auf Deinen Schwachpunkten herumhackt, bis er Dich so weit "hat", dass Du die Selbstkontrolle verlierst, in Tränen ausbrichst, wütend wirst und/oder ihn anschreist. Sobald Du Deine Stimme erhebst, wird er darauf bestehen, dass DU die Täterin bist.
>
>
> Eine weitere beliebte und vor allem ultimativ destruktive Strategie ist es, die Gefühle der Partnerin entweder zu ignorieren, abzuweisen oder desinteressiert zu registrieren – insbesondere dann, wenn diese Gefühle mit einer (absichtlichen?) Versetzung durch den Partner „zusammenhängen“. In diesem Fall wird er wahrscheinlich versuchen die Tatsachen insofern zu verdrehen, als dass seine Tat entweder ein „Versehen“ war oder eigentlich dazu dienen sollte, der Partnerin zu „helfen“.
>
>
> Wahrscheinlich versucht er zusätzlich, ihr zu vermitteln dass es überhaupt GAR NICHT in Ordnung ist, dass sie sich wütend, verletzt oder anderweitig getroffen fühlt; sollte sie es TROTZDEM wagen, derartige Gefühle zu haben, sind es eben „ihre Gefühle“ – und nicht sein Problem. Es liegt nicht in seiner Verantwortung auch nur den geringsten emotionalen Schaden bei ihr zu reparieren.
>
>
> Zu dieser Taktik kann auch gehören, dass er Lippenbekenntnisse von vermeintlicher Verantwortung ablegt, letztendlich aber NICHTS tut, um ihren Schmerz zu lindern und sogar deutlich sagt, dass er nichts tun kann oder wird um „Wiedergutmachung“ anzustreben. (Vermutlich ist er sowieso meistens damit beschäftigt, sie für all ihre „Vergehen“ zu „bestrafen“.) Sollte sie darauf bestehen, dass er Verantwortung übernimmt und Wiedergutmachung anstrebt, wird er ihr aller Wahrscheinlichkeit nach vorwerfen, alles in ihrer Macht stehende zu tun, damit er sich schuldig fühlt. Aus seinem Mund kommend klingt es dann, als sei „Schuld“ gleichbedeutend mit Schande. Implikation: SIE ist der Täter. Nicht er. *gähn*
>
>
> Ein „normaler“ Partner würde, wenn er die Gefühle seiner Gefährtin zufällig verletzt, sich nicht weigern, sie zu trösten. Er würde ihr helfen, den emotionalen Schaden zu reparieren; und vor allem würde er den gleichen Fehler NICHT regelmäßig wiederholen.
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>
> Die Gegenseite der Medaille ist außerdem, dass Gefühlstäter permanent gelobt werden wollen, wenn sie zur Abwechslung einmal „gute“ Dinge für ihre Partnerin tun. Ein deutliches Zeichen, dass positives, partnerschaftliches Verhalten für diese Menschen alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist.
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>
> Jemandem mitzuteilen, ihre Gefühle wären “ihr Problem“ hinkt in diesem Fall ganz gewaltig. Vertrauen innerhalb einer Beziehung bedeutet auch, Deinem Partner insofern zu vertrauen, dass er Dich respektiert und Deine Gefühle achtet. Wenn jemand Dein Vertrauen missbraucht und Dich emotional misshandelt, dann ist das NICHT DEIN PROBLEM. Es war auch nicht „Dein Fehler“, Deinem Gegenüber ursprünglich vertraut zu haben. ER ist schuld daran, Dein Vertrauen missbraucht zu haben, - und Deine Gefühle nachträglich gegen Dich einzusetzen.
>
>
> Du bist Schuld an seiner Gewalt.
> In seinem Streben nach Kontrolle und Überhand wird Dein „Partner“ wahrscheinlich versuchen, Dir implizit oder explizit zu vermitteln, dass Du ihm schließlich „erlaubst“ sich missbräuchlich zu verhalten, oder sein missbräuchliches Verhalten zumindest auslöst. Leider verfallen viele „Opfer“ dem Irrglauben, dass dieser Müll der objektiven Realität entspricht.
>
>
> Alles kann ein „Auslöser“ für ihn sein, inklusive der Weigerung der Partnerin kleinbeizugeben. Zeigst Du auch nur das kleinste Anzeichen von Schuldgefühlen, wird er Dich genau an dieser Stelle packen und sie bis aufs Mark ausmerzen.
>
>
> Vergiss nicht: Er tut nichts ohne Grund und Selbstzweck. Für jeden „Gefallen“ erwartet er eine Gegenleistung. Natürlich kann man auch nicht von ihm erwarten, offen zu sagen, WAS er sich als Gegenleistung wünscht. Solltest Du ihm allerdings nicht genau die Gegenleistung liefern, DIE er sich gewünscht hat, hat er wieder einen Grund für weiteres missbräuchliches Verhalten, schließlich bist doch so undankbar und geizig. Sollte es irgendwann zur Trennung kommen (Glückwunsch!) wird er Menschen in Eurem Umfeld bevorzugt erzählen, dass er ja SO viel für Dich getan hat und wie unendlich UNDANKBAR Du Dich doch ständig gezeigt hast. Selbstverständlich wird er derartiges auch lange vor einer Trennung verbreiten.
>
>
> Wie beinahe alle Gewalttäter (und Psychopathen, aber dies nur am Rande) kann er der Gefühlstäter unendlich charmant sein. Genau das macht es seinen Opfern so schwer, sich aus dem Netz zu lösen. Außenstehende kennen vermutlich nur seine Schokoladenseiten, und nicht seine Unhöflichkeit, Grausamkeit, Gemeinheit, Abwertung, Herablassung und Brutalität, die sich i.d.R. nur hinter geschlossenen Türen – und nur gegenüber seiner Partnerin abspielt.
>
>
> Nicht seine Schuld.
> Da er seine Probleme i.d.R. auf seine Partnerin projiziert ist es für ihn auch nicht nötig einzusehen, dass ER irgendwelche Probleme hat. Stattdessen beschuldigt er seine Partnerin des Missbrauchs, insbesondere dann, wenn sie sein missbräuchliches Verhalten als solches identifiziert hat. Zusätzlich wird er so vielen „gemeinsamen“ Freunden wie nur möglich erzählen, wie gestört und überreagierend SIE doch sei. Sein Ziel: Sie rechtzeitig von potentieller Unterstützung abzuschneiden.
>
>
> ER ist das unschuldige Opfer
>

Ja so ist das ... wir laufen immer wieder am Kreise herum. Wir haben uns am Silvester versprochen uns beide zu ändern.. aber nichts geschah, alles beim Alten..

Ich kann über meine Gefühle nicht reden.. er versteht mich einfach nicht, und wenn dann tröstet er mich nicht, er gibt mir die Schuld oder legt ein paar Tonnen auf meine Schulter.
Dann ist der Streit vorprogrammiert, weil ich immer noch dagegen kämpfe, gegen falsche unterstellungen, gegen blöde aussagen.

Wenn ich etwas vergessen habe, an irgendwelche Behörde etwas zu klären oder etwas zu faxen, kommt wieder die grosse Belehrungen.
Und selbst ich bekomme immer die Schuld, wenn etwas nicht schief läuft, dann kommt " Ja vielleicht hast Du dies und jenes nicht gemacht, und haben deswegen so entschieden".

Ich könnte seiten für seiten schreiben. Aber ich kann meine Gefühle nicht mehr ausdrücken.. Heute habe ich mal wieder aus meiner seele ihn angeschrieen.. und ich weiss auch, das ich immer wieder mein Leben aufs Spiel setze..

ich verspüre nur noch tieefsten Hass, der sich laufe des eines Jahres um so mehr aufbaute.. ich habe vorher alles in mich reingefressen, bis ich nach der Geburt meines Kindes sagte, ich bin auch wer.. aber hoffnung war auch immer wieder da..

Ich denke ich werde die Sache ruhen lassen, einen grossen Bogen um ihn machen.. und eine Beratungsstelle aufsuchen.
Ich kann einfach nicht mehr..
 
F

Fragnichtdanach

Gast
Oft gibt es auch Streit wegen finanziellem!
Ich gebe mein letztes Hemd was ich habe. Bezahle vom Kindergeld und vom Sozialgeld 1000€ Miete ab. Davon bleiben dann 900€ ca. übrig, womit ich Telefon bezahlen muss, Schuldinge für die Kinder, Bekleidung für die Kinder und vom ganzen Monat leben soll. Da mein Lebenspartner berufstätig ist, wird vom Amt nicht die volle Miete bezahlt, und die 1000Eur. Miete die ich allein bezahle, habe ich bereits 200eur. vom Kindergeld abgezwackt.
Er gibt zur Miete, Heizkosten 300€ dazu, und da mein Restgeld aber schon mitte des Monats verbraucht ist, da ich je woche zwischen 200 bis 300€ einkaufen gehen muss. da wir ein 8personen haushalt sind und bekomme dann noch solche Sprüche wie das ich mit Geld nicht umgehen könnte.
Das Wichtigste muss ich kaufen. Als er seinen Urlaub machte, nahm er 1500eur. mit, das sparte er sich an!
Ich dagegen hatte über den Winter nur einen Pullover und besitze auch nur 2 Hosen, da ich eh die Wohnung nicht verlassen darf, weil er Angst hat, das unsere Nachbarn hier einbrechen könnte, da wir uns nicht gerade gut verstehen. Das Verhältnis hat er übrigens selber mit verursacht, das wir im nachbarschaftsstreit leben.

Er hat 10 Tage urlaub gemacht, und er brauchte keine Unterkunft oder Nahrkosten zu bezahlen, da er bei seine Mama im Haus lebte. Also er hat das Geld jedem seiner Geschwister geschenkt, und sonst wen noch, während ich vom allem abzwacken muss, und er sich das Geld hortet. Und wenn er einkaufen geht, muss ich immer sein gejammer hören, wieviel noch das Geld wert ist, obwohl ich das selber weiss. Aber wenn ich dazu sage, heute war ich 300eur. einkaufen, dann kommt von seiner Seite nichts rüber.
Und wenn er etwas für uns was kauft, muss man es mit sanfthandschuhen anfassen, was purer schrott vom billigladen kam, und ich, was ich mühe und not gespart habe, aber teuer war, wird wie dreh behandelt oder nicht gerade gut behandelt das es lange hält.

Ich kriege jeden Tag zu hören, das ich überfordert sei. Ich weiss noch, als er arbeitslos war, einen ein Euro job machen sollte, wie mich mich benutze. Da hatten wir nur 3 Kinder. Und er sagte zu der Sachbearbeiterin. Wie soll meine Frau das denn mit 3 Kindern schaffen?! Ich habe mich soooo geschämt , wisst ihr das?
Zwecks meiner KInder bin ich nicht überfordert, manchmal an der Hausarbeit, das nicht alles astrein ist wie in sein Heimatsland ist, ist ja auch wohl klar, denn dort wohnen alle Brüder mit ihren Frauen in einem Haus, und haben auch grad bis 2 Kinder.. und selbst wenn, im Ausland ist Kindererziehung auch noch ziemlich anders als hier.

Ich habe auf solche Unterstellungen, das ich überfordert bin, so eine grosse Angst.. ich bestehe nur noch aus ängsten, wenn ich manchmal das haus verlasse, habe ich sogar schon manchmal angst einfach vor menschen..
 

fusselbürste

Mitglied
Liebe Fragnichtdanach,

weißt Du was? Ich habe großen Respekt vor Dir. Du stemmst da allein ganz schön viel. Du regelst alles für Deine Familie obwohl Du so einen Tyrannen an Deiner Seite hast.

Ich finde es großartig, daß Du Deine Kraft und Deinen Stolz nicht ganz vergraben hast und Dich nun beraten lassen möchtest. :daumen:

Du wirst Hilfe finden, wenn Du danach fragst, da bin ich mir ganz sicher.
 
F

Fragnichtdanach

Gast
Wenn ich mich untergehen lassen würden, hätte ich alles verloren! Meine Kinder geben mir noch einen Sinn zum Leben.. hätte ich sie nicht mehr, wäre ich die grosse Plage nicht mehr da.

Ich lebe nur noch für die Kinder das ist mein Sinn und Zwecks sie gross wachsen zu sehen, sie gut zu erziehen, vorallem das meine Mädels ganz selbstbewusste werden..
 

fusselbürste

Mitglied
Wenn ich mich untergehen lassen würden, hätte ich alles verloren! Meine Kinder geben mir noch einen Sinn zum Leben.. hätte ich sie nicht mehr, wäre ich die grosse Plage nicht mehr da.

Ich lebe nur noch für die Kinder das ist mein Sinn und Zwecks sie gross wachsen zu sehen, sie gut zu erziehen, vorallem das meine Mädels ganz selbstbewusste werden..

Ich verstehe Dich. Genau diese Gedanken hatte ich damals auch und im Laufe der Zeit habe ich auch wieder die Freude an meinem Leben wieder gefunden. Es war eine Befreiung. Ich wünsche Dir, daß es Dir auch bald wieder besser geht.
 

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