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verzweifel an meinem Sohn

  • Starter*in Starter*in inga nf
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    sohn
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I

inga nf

Gast
Habe schon einige ähnliche Beiträge dazu gelesen. Aber es beruhigt mich nicht, dass ich damit nicht alleine bin.
Ich bin ziemlich fertig. Mein Sohn tut alles um mich zu provozieren und mich fertig zu machen - und es gelingt ihm!
Er ist 16 und hat Macht über mich.
Ich bin alleinerziehend und berufstätig.
Er tut nichts - absolut nichts. Macht mir Vorhaltungen, wenn ich nicht einkaufe, wasche, bügle,...
Schreit mich an, hört nicht zu, wenn ich mit ihm reden will, geht einfach aus dem Haus.
Und er sagt auch, dass er mich hasst.
Sein Zimmer vermüllt, das ignoriere ich ja mittlerweile. Aber er überträgt das Chaos auch auf unsere Wohnung.
Ich lade schon niemanden ein, oder mache die Tür auf, wenn es mal klingelt, da ich mich schäme, wenn jemand das Chaos sieht.
Habe das Jugendamt um Hilfe gebeten. Sie sagen aber, dass er sich an sie wenden muss.
Er wird Hotel Mama (übrigens er nennt mich nur "Erziehungsberechtigte") nicht aufgeben. Das Angenehme will er schon behalten - nur mich will er nicht.
Familienberatung konnte mir nicht helfen, Pro Familia sagte, sie sind nur für Schwangerenberatung zuständig.
Wer hilft denn den Müttern?
 
inga nf meinte:
Mein Sohn tut alles um mich zu provozieren und mich fertig zu machen - und es gelingt ihm!
Er ist 16 und hat Macht über mich.

Seit wann ist das denn so?
inga nf meinte:
Ich bin alleinerziehend und berufstätig.
Er tut nichts - absolut nichts. Macht mir Vorhaltungen, wenn ich nicht einkaufe, wasche, bügle,...
Erklär ihm, wie die Waschmaschine funktioniert und zeig ihm, wie man bügelt. Ein 16-Jähriger sollte in der Lage sein, diese Dinge zu lernen. Du weigerst dich einfach, diese Dinge weiterhin für ihn zu erledigen. Solange er Macht über dich hat und du ihm keinen Widerstand entgegenbringst, wird er dich weiter tyrannisieren.

Was ist mit dem Vater? Hast du noch Kontakt zu ihm und hat dein Sohn Kontakt zum Vater? Wenn ja, nimm seine Hilfe in Anspruch.

Hast du sonst Unterstützung von deinen Eltern? Oder gibt es sonst jemanden, der Einfluss auf deinen Sohn hat?

Geht er noch zur Schule oder macht er eine Ausbildung?

Ich weiss, es sind viele Fragen...
 
Hallo Inga,

betrachte es so: Du hast ihm diese Macht gegeben - also kannst nur Du ihm diese Macht auch wieder nehmen.

Wichtig, so schwer es fällt, da Du ohnehin schon mit den Nerven fertig bist, zeige Stärke, weine nicht vor ihm - das stärkt ihn. Kochen, bügeln, einkaufen... alles einstellen. Was will er tun? Soll er sich die Seele aus dem Leib schreien. Hast Du Angst, dass es weiter als schreien geht, ruf die Polizei.

Ansonsten würde ich an Deiner Stelle nochmals und wenn es sein muss immer wieder das Jugendamt aufsuchen - da liegt vieles am Sachbearbeiter (wie so oft). Bestehe auf einen anderen. Im Zweifelsfall auch da eine Instanz höher gehen. Es nennt sich schließlich offiziell nicht "Jugendamt", sondern "Amt für Kinder, Jugendliche und Familien" in letzterem Begriff bist Du eindutig mit gemeint!

Gel06
 
Vater!!!
Lebe seit ca. 5 Jahren mit meinem Sohn allein.
Der V. will sich nicht um ihn kümmern.
Aber für meinen Sohn ist er der Held.
Sohn gibt mir die Schuld an Trennung.
Die Wahrheit will er von mir nicht hören (ich glaube er weiß, wie sein Vater Ist, will es aber nicht wahrhaben).
Sohn beginnt jetzt eine Ausbildung.
Sagte mir jetzt schon, dass wenn er arbeitet, er die dann anstehende Freizeit zu seiner Erholung braucht.
Toll - ich darf trotzdem weiter alles machen.
Wenn er nach Hause kommt, telefoniert er mit seiner Freundin oder geht sowieso gleich wieder weg.
Habe heute die Bügelwäsche mal stehen lassen.
Mal sehen was er sagt oder wie lange ich durchhalte.
Er will um 21 Uhr zurück sein.
Abendessen muss er sich dann auch selbst machen.
Ob ich das alles durchhalte???
Als ich von der Arbeit nach Hause kam, sah die Küche wieder furchtbar aus.
Übrigens: seine Socken trocknete er heute morgen im Backofen!
Sachbearbeiter vom Jugendamt sagte mir heute, dass er nur reagieren kann, wenn Sohn sich bei ihm meldet.
Doch wohl kein Amt für Famile!
 
inga nf meinte:
Sohn beginnt jetzt eine Ausbildung.
Sagte mir jetzt schon, dass wenn er arbeitet, er die dann anstehende Freizeit zu seiner Erholung braucht.

Dein Gegenargument muss lauten: Ich arbeite schon wesentlich länger als du und bin erheblich älter. Ich brauche meine Erholung viel nötiger als du.

Hast du dich schon mit ihm darüber unterhalten, was er abgeben muss zuhause? Du ernährst ihn schliéßlich. Und wenn er eine Ausbildung anfängt, verdient er Geld.
 
Ehrlich gesagt, würde ich das Chaos lieber selber entfernen, bevor mir die Vereinsamung droht.
Und was sein Zimmer betrifft: womit müllt er es denn zu?

Ich frag das, weil ich selbst eine 16jährige Tochter habe, die ebenfalls massiv rumschlampt . . . aaaber: das was in ihrem Zimmer rumliegt ist meistens: Leergut - welches sowieso irgendwann zum Getränkemarkt muss; Wäsche - die irgendwann gewaschen werden muss und ansonsten eigentlich nur Schulkram, CDs, ausgedruckte Liedtexte ect.
Wenn da viel echter Müll rumliegt, würde ich mich fragen, wo der herkommt? und woher der Bewohner des Zimmers das Geld hat, um ihn für Müll (und das was vorher Mal drin war) aus zu geben!

Ansonsten gibt es bei uns ein paar Grundregeln: kein 'Kinderkram' im Esszimmer - Bett machen vor Verlassen des Hauses (wenn das nicht funzt, wird halt seeehr früh geweckt) - und
Wäsche, die nicht allein den Weg zum Dreckwäschebehälter findet, wird nicht gewaschen, basta (Ausnahmen bestätigen die Regel).
Was die letzte Regel betrifft, weiß ich nicht, ob das bei Jungs hinhaut . . . . laut meiner Tochter ziehen die ihre Klamotten auch Mal eine (zwei?) Woche👎 täglich an.

Einkaufen und kochen würde ich an deiner Stelle nur noch für mich alleine - und da kannst du dir dann auch Mal ein Filetsteak leisten - auch ,oder grad wenn, der Sprößling beim Essen zusieht.

Ob du seine Klamotten mitwäschst, hängt davon ab, ob sich die Wascherei nur für dich lohnt - bügeln lass Mal hübsch bleiben. Besorg lieber einen eigenen Wäschekorb für ihn und leg ihm seine ungebügelten Klamotten da hineín - fertig.

Sehr wirkungsvoll sind auch das Abmelden von Privatfernsehen und das Sperren seines Internetzugangs - da hast du die Macht!

Ein großes Problem ist wohl, dass gerade alleinerziehende Eltern immer das Gefühl haben, sie müssten alles für ihr Kind geben, um den fehlenden Elternteil zu ersetzen. Da wird man leicht ausgenutzt.

Du hast deinem Sohn nicht das Leben geschenkt, damit er dich fertig macht! Ehrlich gesagt musst du ihn nicht Mal mögen.
Er ist ihn einem Alter, wo man ihm erklären könnte, dass euer Zusammenleben ungefähr dem in einer WG entspricht - und da muss jeder seinen Part erfüllen. "soll ich jetzt basta sagen?"

LG
Brigitte
 
Danke erst mal an alle, die mir "zuhören".
Deine Gegenargumente, Viktoria, hab ich auch schon gebracht.
Interessiert ihn nicht.
Er und Geld abgeben - nie!
Da ich ja auch Unterhalt für ihn von meinem Ex bekomme, fühle ich mich auch ein bischen in der Verantwortung.
Hatte auch schon im Kühlschrank ein Fach für ihn. Dort sollte er seine (selbstgekauften) Lebensmittel deponieren.
Er ignoriert das.
Geht eben irgendwann an "meine" Lebensmittel.
Will jetzt durchhalten und ihm mal nicht die Wäsche bügeln.
Ob ich das schaffe?
Denke meistens ich kämpfe an so vielen Ecken mit ihm - fast zu viele?
Aber ich will doch eigentlich nicht kämpfen.
Ich möchte so gerne harmonisch mit ihm noch so lange seine Ausbildung dauert zusammenleben.
Aber ich habe nicht mehr die Kraft dazu.
Mal geht es für ein paar Stunden richtig gut mit ihm, wenn er mal so lange hier ist.
Dann hängt er sich an einer Sache so auf, dass er sich dermaßen reinsteigert.
Ich erkenne ihn dann nicht wieder.
 
Hi inga nf,
stimme den Vorbeiträgen zu, es hilft nur ne konsequente Haltung und effektive Erziehungsarbeit.
Ich habe vor einigen Jahren ne sonderpädagogische Betreuung bei einer frisch geschiedenen Pädagogin mit pubertierendem und ebenfalls etwas übermächtigem Sohn gemacht. Die Mutter hatte nen chronisch schlechtes Gewissen wegen der Scheidung etc.und hat auch mit Seitenblick auf den EX, der ja auch nix machen wollte, ihre pädagogische Verantwortung und Arbeit am eigenen Kind verweigert. Effekt: Sohnemann konnte machen wat er wollte...was bös geendet hätte, denn es ging bereits in Richtung Schuleschwänzen, kleine Diebstahldelikte etc.
Mamas Pädagogik bestand nur in Meckern, Schreien und Schlagen, was natürlich ineffektiv war und letztlich dazu führte das der Sohn dem Vorbild seiner Mutter gemäß zurückbrüllte und zurückschlug.
Bei mir war der an sich sehr nette und nur durch die fehlende Struktur unter- und überforderte Sohn nach 2-3 Wochen "handzahm" d.h. supernett, umgänglich und auch kooperativ.
Autoritativ (=bestimmend aber erklärend) Regeln setzen, Grenzen aufzeigen und diese konsequent durchsetzen...dat reicht schon.
Es gibt übrigens ganz hilfreiche Elternkurse etc. die einem vermitteln können wie es geht und die echt gute Erziehungstipps bieten....Du müßtest dich da mal in eurer Stadt, beim Jugendamt, Pro Familia oder Sozialberatung des Diakonischen Werks erkundigen.

Viel Glück dabei!
Tyra
 
Hallo Ihr Lieben,
überraschenderweise kam Sohn eben schon zurück.
Wollte im Wohnzimmer fernsehen.
Sagte ihm: gute Idee, wenn Du dabei bügelst, kannst Du ein (1) Wäschestück von mir mitbügeln!
Seine Antwort: Haha! Ich telefoniere jetzt (mit Freundin).
Ich will es durchhalten!
Würde mich ja dann schon freuen, wenn das mal gelingen würde.
Dabei will ich doch eigentlich seine Liebe und Anerkennung.
Und wir streiten über das Bügeln!!!!!
 
Muß nochmal was anfügen und einige meiner vorigen Ausführungen etwas "entschärfen".
Ich weiss schon wie schwer es ist als Alleinerziehende die gesamte Verantwortung zu tragen und auch Erziehungsarbeit zu leisten. Wenn man dann allein mit einem 16-jährigen = voll in der schwierigen Pubertät stehendem Teenager und dann noch von der männlichen Sorte...dasteht, hat man es bestimmt überhaupt net leicht.
Da braucht es dann schon ein paar Sonderqualitäten um nicht das Oberwasser zu verlieren. Diese kann aber jeder erlernen...wichtig sind auch ne selbstsichere Grundhaltung und eine ruhige und bestimmte Art seine Interessen durchzusetzen.
Zu viel Macht des Sohne generiert sich vielleicht auch aus dem Umstand dass er vielleicht unterbewußt zu sehr Mittelpunkt deines Lebens ist. Demonstriere ruhig mal ein bißken Unabhängigkeit und das du ein eigenes Leben hast und wenn dein Sohn weiter dazu gehören will, sollte er sich an gewisse Grundregeln halten (z.B. Achtung dir ggü = Mithilfe im Haushalt, vernünftiges Sozialverhalten etc.). Ansonsten bleibt ja noch die Möglichkeit, dass dein Sohn vorzeitig auszieht....also Sense mit "Mama Hotel" und er kann mal sehn wie er allein zurecht kommt.
Lass dir nix gefallen, sieh zu dass du möglichst gleichgestellte Machtverhätnisse etablierst.....(-->>Elternkurse, Bücher etc.) Oder Selbstverteidigungskurs...(nicht um Söhnken vermöbeln zu können, sondern Selbstvertrauen zu erlernen!!)

Nochmals Grüsse
Tyra
 
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