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Vertreibung aus dem Paradies

  • Starter*in Starter*in tizio44
  • Datum Start Datum Start
T

tizio44

Gast
Hallo,

Ich wohne nun schon viele Jahre in meiner Wohnung und liebe sie sehr, nicht zuletzt deshalb, weil ich einen herrlichen Balkon habe und so viele schöne Erinnerungen - und auch die traurigen möchte ich nicht missen - vorhanden sind. Außerdem liegt sie in einer herrlichen bevorzugten Wohngegend und ist zudem noch sehr preisgünstig. Nun habe ich aber seit geraumer Zeit eine Hausbewohnerin, die (weil sie selbst frustriert ist, der Mann trinkt und geht fremd) permanent versucht mich zu schikanieren. Ich erspare mir Details, ich sage nur: sie ist putz- u. Besen-süchtig!!!!. Außerdem mobbt sie durch fiese und unverschämte Redereien. Ich hab alles versucht: anständige Kommunikation, auch mal eine herbe Antwort....nichts. Mittlerweile hat sie die anderen 2 Mieter gegen mich aufgewiegelt, sie fotografieren meinen Hausmüll (!!!), ich bin eine D*******, etc. etc. Verliert ein Vogel seine Feder ... ich bin schuld und es ist “mein Dreck“!!!
Nun ist es so, dass ich langsam aber sicher fertig bin und überlege, ob ich die Wohnung wechseln sollte. Jedoch wäre das mit erheblichen Kosten für mich verbunden, die ich mir vom Munde/meiner kleinen Rente absparen müsste und es ginge auf Kosten der Lebensqualität wie z.B. soziale Kontakte, Kino, Theater Hobbies etc.
Ich bin so traurig. Soll ich aufgeben und mich vertreiben lassen?
Der Hauswirt hält sich heraus und tut nichts.

Vielen Dank für ein offenes Ohr.
 
Hallo,
wir hatten auch ein Problem in unserem Haus: Unsere Nachbarin meinte, da Musizieren ja ein Grundrecht sei, könne sie in die Tasten greifen, wann immer sie wolle und so laut, wie sie es für richtig hält. Dass die Nachbarn sich dadurch gestört fühlten, interessierte sie nicht, es half kein reden, ein Gespräch war nicht möglich, wir haben ab und an die Polizei geholt und Strafanzeige gestellt. Dann war einige Tage Ruhe, bis ihr wieder die Finger juckten. Wir haben uns dann an einen Schiedsmann gewandt, der ein Schiedsverfahren durchführte. So ein Schiedsverfahren ist eine gute Sache, die Parteien werden an einen Tisch geholt, jeder kann seinen Standpunkt vortragen, ann wird verhandelt und anschließend gibt es eine Vereinbarung, die von den Parteien unterschrieben wird. Hält sich eine Partei nicht daran, dann ist der Weg zur Klage frei. Das Ganze kostete eine geringe Gebühr, und hat sich für uns gelohnt. Die Nachbarin ist zwar stinksauer, was sie umsonst hat, aber darf nur noch zu festgelegten zeiten spielen und eine gewisse Lärmgrenze nicht überschreiten. Vielleicht wäre so ein Schiedsverfahren auch etwas für dich. Die Anschriften der Schiedsmänner erhälst du bei deinem Bürgeramt.
 

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