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Vertrauensgespräch auf der Arbeit!

G

Gast

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Hallo meine Lieben.

Es geht um folgendes:
Eine Kollegin von mir ist sehr oft krank und auch über längerem Zeitraum. Das ist ja alles in Ordnung aber wie es immer dazukommt und vor allem zu welchen Zeitpunkten, ist halt sehr belastend für die gesamte Abteilung und es wird inzwischen auch sehr gelästert und Wetten darauf abgeschlossen wann sie wieder warum krank ist.
Hier mal ein Beispiel:
Sie war 2 Wochen krankgeschrieben, weil ihr eine Fernbedienung auf den Fuü gefallen ist.
Sie war krankgeschrieben, weil sie wine Sehnenscheidenentzündung hatte, hat aber darnach erzählt, dass sie ihre Wohnung renoviert hat.
Dieses Mal war es wirklich krass: Sie war letzt Woche auf Arbeit, hat beiläufig erwähnt, dass sie etwas Bauchschmerzen hat und ist dann früher nach Hause. Dann war sie Montag bis Mittwoch krankgeschrieben wegen Verdacht auf Gallensteine (eigene Aussage), kam aber Donnerstag und Freitag ganz normal.
Jetzt war sie diese Woche wieder komplett krank geschrieben und auch nächste Woche noch komplett.
Weil sie sich ihr Handgelenk verstacht hat.

Auf Arbeit ist die Hölle los, weil Oktober/November die meiste Arbeit rein kommt und alle wirklich Überstunden machen müssen um das zu bewältigen. Jetzt fällt sie wieder aus und wir müssen gucken, wie wir ihren Platz mit machen. Zu dem wird sie gerade an einem neuen Arbeitsplatz eingelernt (seit einem Jahr, obwohl man nur 2 Monate braucht, diesen Platz zu lernen) und die anderen müsseb warten, bis sie fertig ist.

Wir haben schon mit der Abteilungsleiterin gesprochen, doch sie macht einfach nichts.

Jetzt hat sich die Abteilung dazu entschlossen, dass einer von uns mal mit ihr reden soll und alle meinen ich hätte den besten Draht zu ihr, weswegen ich das machen soll.

Ich bin erst 2 Jahre da und hatte halt während der Probezeit viel mit ihr zu tun, weil sie meine “Patin“ ist.

Zu mir: Ich bin 21 und das ist meine erste Arbeitsstelle nach der Ausbildung...
Ich bin ziemlich direkt, möchte ihr aber nicht das Gefühl geben, dass sie nicht gemocht wird oder gar gemobbt wird.
Ich denk halt, ihr verhalten kann viele Gründe haben.
Vielleicht hat sie eine schlimme Krankheit.
Oder Depressionen.
Oder wird geschlagen.
Oder vielleicht hat sie einfach keinen Bock aufs arbeiten...

Wie fange ich so ein Gespräch am besten an?
 
Ich würde sie auch einfach mal sagen, dass du dir sorgen machst um sie und ob es ihr nicht gut geht und ob du ihr helfen kannst.

Dass die anderen möchten dass du es machst, vielleicht nur weil du ganz neu bist und sie nicht die doofen sein möchten...

Mach ihr keine Vorwürfe und gebe ihr das Gefühl dass sie dir vertrauen kann. D.H. Renne bitte nicht zu den Kollegen und erzähle alles brühwarm. Da würde ich mich bedeckt halten.
 
Oh Mann, dass kann doch nicht deine Aufgabe sein, möchtest du das überhaupt?!
Wenn alle ein Problem damit haben (und das ist sehr gut nachvollziehbar!), dann kann die Verantwortung nicht auf einen abgeschoben werden.
Das im Team anzusprechen ist natürlich unschön für die Kollegin.
Ich finde, der Druck auf die Abteilungsleiterin sollte durch das Team erhöht werden, denn es ist ihre Aufgabe, den Laden am Laufen zu Halten, soll die mal ihren Job machen.

Denn was ist, wenn du Recht hast, dass sie depressiv ist, geschlagen wird oder einfach keinen Bock hat? Dann weißt du das und stehst unter Druck, zwischen der Kollegin und dem Team zu vermitteln.
 
Ich möchte dir sagen, dass ich die Sache zweigeteilt sehe.

Auf der einen Seite verstehe ich dich und deine Kollegin, weil ihr massiv überlastet seid.

Auf der anderen Seite, habe ich Verständnis für die kranke Kollegin, da es ihr schlecht zu gehen scheint und Krankheit nicht planbar ist. Ich habe selbst eine Bekannte, die jetzt seit mehr als 8 Wochen krank geschrieben ist, wegen einer nicht lebensbedrohlichen, aber ernsten Geschichte.
Wenn man das mit ihr miterlebt hat und dann sieht, wie sich die Kollegen verhalten und dann noch dumme Fragen kommen frei nach: Das kann doch nicht so lange dauern, dann hört mein Verständnis irgendwo auf.

Eine Krankschreibung wird a.) vom Arzt entschieden und b.) geht der Grund unter gewissen Umständen nicht die Kollegen an.

Unter diesen Gesichtspunkten würde ich das sehen. Wenn sie eine Krankschreibung hat, wird es auch nötig sein und damit würde ich nicht weiter nachfragen.

Im Prinzip ist sich jeder selbst der Nächste. In der heutigen Arbeitswelt noch mehr als früher, aber das ist vom Kapitalismus auch so gewollt. Ich finde das sehr schlimm. Das bemerkt man aber nur, wenn man jemanden kennt, der selbst ausfällt und dann mit erlebt, wie sich die lieben Kollegen wandeln.

Wenn du einmal länger ausfällst wirst du wissen, was ich meine. Da sind die lieben Kollegen plötzlich nicht mehr so nett, weil sie deine Arbeit mitmachen müssen.

Vom Verhalten deiner Kollegin alles brühwarm zu erzählen halte ich übrigens gar nichts.

Reden ist silber und Schweigen gold ist da eher meine Devise.😉

Ich würde dich in Hinsicht auf euer Betriebsklima bitten nicht zu den Leuten zu gehören, die jetzt zum Chef oder den Kollegen rennen und alles brühwarm erzählen. Stell dir vor, du fällst aus. Wie wäre das für dich?
 
Es ist sicher in Ordnung mal vorsichtig nach zu fragen ob alles "ok" ist, allerdings rutscht man sehr schnell in die Anklage-Position nach dem Motto "warum bist du denn dauernd krank?" Als junge Kollegin, die noch nicht so lange im Betrieb ist und der vielleicht auch noch Lebenserfahrung fehlt, ist das eine schwere Aufgabe.

Auf der anderen Seite schürt es auf beiden Seiten langfristig Unzufriedenheit wenn das Thema immer nur hinter dem Rücken der Erkrankten besprochen wird. Entweder es ist für euch ein Problem, dann muss man es ansprechen ODER ihr ertragt die Situation und lästert dann aber auch nicht.

Ich finde, dass ein guter Vorgesetzter dieses Gespräch längst hätte führen sollen. In einem solchen Gespräch muss es ja nicht darum gehen, dass gelästert wird oder die Krankheiten angezweifelt werden. Vielmehr geht es um die Schaffung einer vertrauensvollen Atmosphäre und um Arbeitszufriedenheit. Wer immer wieder krank ist, ist meistens auch unzufrieden mit sich selbst und/oder der Arbeit. Vielleicht hat sie auch eine ihr peinliche Krankheit, leidet unter Burn-Out oder dergleichen.
 
Oha, es gibt nur eine richtige Art das Gespräch anzufangen: auf gar keinen Fall!

Dafür gibt es Vorgesetzte. Sofern Du nicht die allerbeste Freundin deiner Kollegin bist, legst Du dir nur selber ein Ei.
Gerade als junge neuen Kraft wird sowas bei einigen evtl. gar nicht gut ankommen.
Das kannst Du dir kurz vor der Rente, wenn dir eh keiner mehr was kann erlauben ;-)

Bleibt natürlich das Problem der liegengebliebenen Arbeit. Aber auch hier: das ist nicht dein/euer Problem. Wiederum gibt es hier den Gruppen-/Abteilungsleiter.
Nur macht nicht den Fehler alles permanent aufzuarbeiten. Ihr könnt nicht alles verweigern, nur muss eben auch einiges aus Kapazitätsgründen liegen bleiben, sonst hat dein Chef ja gar keine Veranlassung das auch für ihn unangenehme Gespräch mit eurer Kollegin zu suchen...
 
Die Ausreden sind ja wohl mehr als dumm. Meiner Meinung nach will sie ihre Kündigung herbeiführen. Sie selbst will nicht kündigen, weil sie ja dann von der Arge den Bezug gesperrt kriegen würde. Ich finde es befremdlich, dass euer Chef da nicht durchgreift. Es ist Sache eures Chefs oder der Personalabteilung, die Dame anzusprechen, denn EUCH als Belegschaft gehen die Gründe in keinster Weise etwas an. Es wirkt übergriffig und belehrend. Und wenn das dazu eine 21-jährige macht... nichts für ungut, aber schau lieber, dass du dich nicht ausnutzen lässt und deine Arbeit zufriedenstellend erledigst.
 

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