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Versuchte vergewaltigung

G

Gast-lena

Gast
Hallo

ich (14 Jahre, Mädchen)bin froh dass ich dieses Forum gefunden habe. Sonst kann ich mit niemandem wirklich offen darüber reden.
Ich wurde von so einem Typen überfallen, er hatte ein messer und wollte mich vergewaltigen, hat er gesagt. Aber ich fang am besten von vorne an.

Vor ein paar wochen war ich mit meinem Sportverein, ich mache Judo, im trainingslager. Eines Abends, es war schon dunkel und wir waren kurz vor der Herberge, da mussten wir durch so einen wald. weil die ersten schon da waren und die letzten lange hinter ir, war ich also in der mitte und relativ alleine. Zumindest die nächsten 50 od. 100m (so genau weiß ich das nicht mehr) hinter bzw. vor mir.
ich hörte ein Rascheln dicht neben mir, dachte mir aber nichts dabei. Plötzlich war er da, wie aus dem nichts. Er kam von hinten und hielt mir ein messer an den hals, kein scherz, und sagte, dass er mir etwas antun würde wenn ich schreien würde. Also hielt ich erstmal meine klappe. ich wehrte mich ein wenig, hatte aber angst vor dem messer. er zog mich noch ein stückchen weiter in den wald und fragte, ob ich schon mal gefikt hätte (so hat er es ausgedrückt). Da gingen die sicherungen bei mir durch. ich hatte nur noch angst. als er, ich weiß nicht warum, kurz abgelengt war, hatte ich die gelegenheit, judo anzuwenden. Das ging nicht vorher, denn es ist ja nur eine verteidigungssportart, wenn man von vorne angegriffen wird. Zurück zum thema.
ich machte eine technik, die mir wegen seiner Körpermasse (er war sehr groß und muskulös) etwas misslang. währenddessen schrie ich nach meinen trainern, die ja nicht weit weg sein konnten, sie waren die letzten gewesen.
Und ich schrie nochmal. ER hatte sich aber schon wieder aufgerappelt und packte meinen arm. bei der genzen Aktion verlor er sein messer, doch er hielt mich am Handgelenk weiter fest. so kämpfte ich so gut ich konnte. judo half da nicht viel. Ich kämpfte, doch er schien wieder die oberhand zu gewinnen. ich kann da mit meinen 14 jahren auch nicht viel ausrichten...
Meine Trainer, die ja zum glück auch polizisten sind, kamen dann angelaufen und zu zweit schafften sie es den mann zu überwältigen. von dort an bekam ich nicht mehr viel mit. es zog irgendwie an mir vorüber. die polizei kam, der rettungswagen auch. im krankenhaus stellte man eine quetschung oder so ähnlich am handgelenk fest, da wo er mich festgehalten hatte, verstauchung mehrerer rippen und viele blaue flecken überall am körper, auch im gesicht. ich versichterte allen immer wieder, dass es mir gut ginge, den ärzten, polizisten und meinen trainern. als wir in der herberge waren, es war schon sehr spät, viel ich sofoprt ins bett, den rest den trainingslagers machte ich dann kein training mehr.

den rest brauche ich ja nicht mehr zu erzählen, nur, dass alle glauebn dass es mir seelisch gut geht, aber es ist das gegenteil. manchmal wache ich nachts schweißgebadet von den albträumen auf, ich habe angst vor dunkelheit und wäldern, um nur einige dinge zu nennen.
In Therapie oder so will ich nicht, reden kann ich mit keinem. kann mir hier vielleicht jemand helfen???

danke, dass ihr mir zugehört habt,

Lena
 
Hallo gast-lena,
erst mal möchte ich Dir sagen das Du Dich super verhalten hast.
Jetzt benötigst Du Hilfe. Es wäre gut wenn Du den anderen sagen könntest das Du immer noch an den Vorfall denkst, dass Dich die Erinnerungen nicht los lassen. Wenn die Trainer Polizisten sind, können sie Dir Stellen nennen die Dir helfen können.
Beate
 
Hallo,

du hast ein Gewalttrauma erlitten, dass du meiner Anscht nach unbedingt psychologisch betreuen lassen solltest. Ansonsten kann es passieren, dass dich der postraumatische Stress früher oder später aus den Latschen haut..oft sind psychische Erkrankungen oder auch körperliche ERkrankungen die Folge...man versucht zwar zu verdrängen, aber der Körper vergisst NIEMALS.
Dein Schritt hier ins Forum zeigt dass deine innere Stimme der Vernunft danach schreit das Trauma mitzuteilen. Solche Denkansätze wie: ich kann mit niemandem drüber reden sind oft Sargnägel..isolieren dich..machen dich weiterhin zum Sklavenpüppi eines Täters der sich ganz gezielt Opfer herausgreift von denen er annimmt dass sie schweigen. Schweigen ist sein Schutz und dein Verderben...treibt dich in die Isolation und ins Abseits. Mein RAt: lass das nicht zu, kämpfen gegen diese Tendenz ganz bewusst an. Ein Trauma kriegt man nur klein, indem man lernt offen drüber zu reden. Muss nicht heute sein, muss nicht morgen sein..aber zu lang sollte man das auch nicht hinausschieben..ansonsten kann sich da das Trauma in deiner Seele manifestieren und das ist schlecht für dich.

Internetforen sind ein guter Anfang, ersetzen aber niemals konkrete psychologische Hilfe, die auf jeden Fall notwendig wäre.

Kampfsport ist ne gute SAche, aber auch keine Garantie dafür nicht mal zu unterliegen. Aber mit der Zeit wird das schon..du bist ja auch erst 14 und noch nicht ausgewachsen..kannst aber mit innerer guter Grundhaltung einiges erreichen..grad jetzt wäre Kampfsport auch gut für dich um wieder mehr Selbstvertrauen zu gewinnen und auch um innere Ängste zu überwinden.

Wichtig für dich ist es Abstand zu nehmen von ggf. auftretenden Scham- oder Schuldgefühlen..oft sind Gewaltopfer immer so drauf sich selber die Schuld des Täters aufzubürden...du solltest dir glasklar vor Augen führen, dass allein dein Aggressor verantwortlich ist für sein Handeln und auch er allein schuldig ist im Sinne der Anklage...und BASTA.

Ich schliesse mich den Vormeinungen an: du hast dich prima verhalten und nun solltest du weitermachen indem du dir nun möglichst zeitnah Hilfe suchst um das Trauma so bald wie möglich kleinzuhäckseln..der postraumatische Stress sollte dich nicht zu lange belästigen ..das Leben ist zu kurz und zu wertvoll um zu lange und zu sehr an so was herumzuleiden.

Viel Glück!
Tyra
 
danke für eure antworten. ich werde mal darüber nachdenken. ich melde mich wenn ich eine lösung mit euren tipps eingefallen ist. oder wenn ich keine finde, dann auch. danke,

lena
 
hallo liebe lena,

ich bin auch mal vergewaltigt worden und mache eine therapie ich kann es nachvollziehen wie du dich fühlst aber du must auf jeden fall mit jemanden reden es ist super wichtig nicht alleine damit zu leben du musst es los werden sonst wird diese last dich immer runterziehen glaube mir es ist zwar schwer aber es hilft sehr. Ich bin soweit das ich sagen kann mein leben geht weiter ich komme damit klar aber nur weil ich eine therapie mache rede mit einer freundin oder einen guten freund darüber. Liebe Lena ich kann dir nur sagen das du etwas ändern musst bevor es zu spät ist ich wünsche dir alles alles liebe .

das mädchen
 
@ Das Mädchen
Es ist für Dich sicher richtig das Du eine Therapie gemacht hast, finde ich super. Für Gast Lena wäre es auch sinnvoll. Der Zeitpunkt wann sie eine Therapie machen möchte liegt in ihrer Entscheidung. Sie ist noch sehr jung und da gibt es spezielle Therapeuten und Institutionen. Ein Therapeut für Erwachsene ist nicht für Lena geeignet. Lena zu sagen "du musst" ist quälend, ihr zu sagen versuche doch einmal, oder "es gibt die Möglichkeit" ist bei weitem nicht so hart. Die Gewalterfahrung war krass genug, jetzt braucht sie Geborgenheit - und die ohne Zwang.
Beate
 
Hi Beate,

Ich denke mit dem "muss" wollte dasMädchen nur die aus eigener Erfahrung gewonnene Notwendigkeit einer Therapie ausdrücken....sie wird hier nicht an Zwang gedacht haben.
Ich finde es geht ein bissel zu weit von dir selber auf andere (=Lena) zu schliessen..Du persönlich hast immer sehr stark alles als Zwang empfunden..damals das Verfahren gegen den Mißbrauchstäter, die Therapien, etc...(--> vgl. Post 163 aus dem thread "Frauen provozieren körperl. Gewalt: "wir haben Therapie hinter uns gebracht und den ganzen Schotter) schade! An sich sind das alles wichtige Schritte, gute Chancen Altlasten abzubauen und auch Notwendigkeiten, denen man eher neutral ggü stehen sollte...tun, was zu tun ist und fertig...das Leben und gewisse Lebensumstände zwingen uns halt manchmal dazu auch Dinge zu tun, die unangenehm und nicht leicht sind. Aber: nur durch Herausforderungen können wir wachsen. Und wachsen sollten wir schon und nicht im Kleinkindstadium sitzen bleiben, indem wir stets total abhängig von anderen sind etc..

Nach einer Gewalterfahrung ist Geborgenheit sehr wichtig, ganz ohne Frage..aber die alleine reicht oft nicht um mit einem Gewalttrauma klarzukommen..glasklare Analyse und Auseinandersetzung ist schon zur Ergänzung sehr wichtig, damit nicht krumme Abhängigkeitsverhältnisse entstehen in denen sich Opfer ängstlich aneinanderklammern und einhudeln und abisolieren von der Welt, sondern stark und auch selbstständig werden und sich befreien können aus alten Ängsten. Die Tendenz sich in die embryonale Geborgenheit zurückziehen und alles vergessen zu wollen ist oft stark bei Gewaltopfern ausgeprägt...aber eine solche Haltung gefährdet oft mehr als das sie nutzt. Ich denke man muss nen guten Mittelweg finden, Menschen haben an die man sich anlehnen kann, bei denen man geborgen ist, aber auch den Weg nach vorne machen und sich den Dingen stellen..auchmal kühl analytisch...denn an sich ist nur so wirkliche Abgrenzung möglich...man sieht die Dinge dann klarer...auch wenn man manche Dinge gar net sehen will...wer jedoch im Löwenkäfig die Augen verschließt ist in doppelter Gefahr. So ähnlich ist es im Leben...man muss die wahre Natur des Menschen schon ein bissel kennen um mit Gefahren angemessen umgehen zu können. Ich denke nach einer Gewalterfahrung ist eh ne Entzauberung der Welt gelaufen...hier herrscht nun Konfusion im Denken, die erstmal nicht nur emotional, sondern auch intellektuell geklärt sein will.

Ich wünsche auch dir weiterhin alles Gute und hoffe du findest deinen Weg und auch eines Tages wieder ein neues Glück.

Gruß
Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Tyra,
Deine Beurteilung über meine Persönlichkeit entbehrt jeder Grundlage. Du bist auch nicht dazu in der Lage via Internet über den Hintergrund meiner Therapie zu urteilen. Du magst ja vielleicht einiges studiert haben, aber Du warst nicht eine Sekunde bei den Geschehnissen dabei. Kümmer Dich nicht um mich. OK?
Über meinen Intellekt wirst Du Dir ebenfalls kein Bild machen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt schon erstaunliche Menschen.

Die Phase nach der Vergewaltigung, vor der Anzeige ist extrem hart. Bei minderjährigen bedarf es sehr viel Fingerspitzengefühl von speziell geschulten Kräften.
 
ich habe das nicht so gemeint mit den sie muss wie du denkst,
aber sein wir mal ehrlich ohne eine Verarbeitung des erlebten wird sie nie wirklich ein etwas normales leben führen können. Es ist viel leichter jemanden zu haben der einen beibringt damit leben zu können als selber versuchen damit zu leben . Ich kann ihr nur raten es zu machen klar ist s S**** schwer aber du musst es so sehen wer das überlebt der überlebt auch andere sachen.

Ich wurde 8 stunden vergewaltigt, ich habe auch erst geschwiegen damals war ich 16 heute bin ich 22 und habe auch lange gewartet weil ich mich nicht getraut habe aber heute weiss ich das das ein fehler war. Je eher man das verarbeitet desto eher kann man wieder leben und ich habe gewartet und was habe ich davon noch mehr depris und herzprobleme. Glaube mir das ist dieses A******* nicht wert.

durch die therapie geht es mir schon etwas besser ich habe einen zuhörer gefunden ich habe mehr selbstbewustsein bekommen und ich kann auch sage ich fange wieder an zu leben und das ist das was am wichtigsten ist.
Das du das nichts machst für andere nicht um uns hier was zu beweisen das du schon so weit bist sondern nur für dich weil du verdienst hast zu leben und glücklich zu sein .

das mädchen
 
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