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Verstört nach SM-Lektüre

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L'image heißt das Orignal. So etwas wie die Story of O, nur nicht so bekannt. Auch verfilmt ;-)
Jau, ich kenne das alles.

Übrigens habe ich das jetzt erst gemerkt mit den Brustamputationen im nächsten Roman von diesem Thalmann. Wie hier im Forum beschrieben oben. Musste verdammt nochmal gleich reingucken, auch wenn es nicht gut für mich war. Er schreibt es so, dass es ein Verrückter ist, der die Verstümmelungen macht und schildert dann eine Liebesbeziehung zu der Frau mit einem mehr-oder-minder Normalo, die mich schon gefesselt hat. Aber trotzdem ist das alles verstörend.
Gut, im TV laufen Zombies rum etc. Es strömt viel Gewalt auf uns ein, aber trotzdem ließ mich die Lektüre wieder in einem Zustand zwischen Erregung und Verstörtheit zurück.

Ich habe immer nur Soft-SM praktiziert und seit die Kinder da sind gar nichts mehr. Vielleicht nimmt mich das deshalb so mit. Ein bisschen bin ich wie ein Junkie, der weiß, dass das Zeug schlecht für ihn ist, aber dann doch wieder die nächste Dröhnung braucht. So drehe ich mich im Kreis.
 
Hallo Susanne,

Du spielst mit dem Feuer und verbrennst Dich damit von Zeit zu Zeit. Also lernst Du entweder mit dem Feuer besser umzugehen, oder Du verzichtest auf die "Wärme", die es Dir gibt (oder steigst auf einen Heizlüfter um). Verzicht führt aber eventuell zu erhöhtem Suchtdruck. Wir Menschen sind Meister im Sublimieren (Wobei fraglich ist, ob das dann immer auf einer "höheren Ebene" stattfindet). Können wir manche Wünsche nicht erfüllen, werden sie durch andere ersetzt. Wäre es vielleicht sinnvoller für Dich herauszufinden, warum Du diesen Hang zu diesen Phantasien hast? Was fasziniert und erregt Dich daran? Könnte es Alternativen geben?

Ein wichtiger Aspekt an solchen Themen scheint mir, ab wann man sich selbst für solche "Neigungen" verdammt. Wann fängt man an, sich selbst zu bestrafen und abzulehnen, weil mein "so" ja nicht ist oder sein möchte? Ab wann beginnt aus einer Neigung ein Kampf gegen sich selbst? Was ist für Dich noch ok? Wenn Du diesen Punkt nicht für Dich heraus findest, besteht die nicht geringe Gefahr, dass sich aus dem inneren Zwiespalt und der offenbar schon ansatzweise vorhandenen Sucht ein neurotisches Verhalten entwickelt? Warum liest Du etwas, dass Dir offenbar nicht gut tut?
 
Jau, ich bin's mal wieder. Nach langer Zeit nix geändert, war aber gut, dass wir damals drüber geredet haben. Ich verdamme mich irgendwo immer noch für meine SM-Neigung, die ich mit Kindern immer weniger ausleben kann. Und lese heimlich Zeug, das immer wirrer wird. Jetzt habe ich diesen "Sklavin Null"-Zyklus weitergelesen. Mir wird unheimlich, wenn ich mich mit der Protagonistin identifiziere, die ja einerseits vom irren Täter verstümmelt wurde (Brust weg etc), andererseits aber auch (von einem Ermittler) umsorgt und umhegt wird. Meist jedenfalls. Alles ein Wechselbad der Gefühle, etwa wenn der fürsorgliche Ermittler dann doch mit seinem Schützling grob wird.
Irgendwie denke ich will der Autor die Abgründe der Seele ausleuchten und fragt scheinbar manchmal: Was würdest Du in der Situation machen?
Ich denke, vielleicht ist es so keine schlechte Lösung das Zeug weiterzulesen und damit die Neigung abzuhaken...
 
Wie gesagt, das hat alles nichts mit BDSM zu tun. Solche Texte sind nichts weiter als nachlässig runtergerotzte Gewalt-Pornos, die man getrost in den Müll schmeißen kann.

Hahahaha. Kennst du die Ursprünge des BDSM's? Dann würdest du vielleicht anders denken.

Ich habe den Roman des TE zwar nicht gelesen, aber es gibt sowieso wenig, das an die ursprünglichen Darstellungen des guten Marquis de Sade heranreicht - und davon habe ich ein Buch gelesen. Ja, sehr verstörend. Kann ich keinem empfehlen.

Ich würde dem TE raten, Abstand davon zu nehmen und keine Sexlektüre mehr anzufassen. Das tut ja keinem gut. Habe früher auch viel solchen Kram geschrieben und gelesen, aber es geht mir besser seit ich es nicht mehr tue. Da gehst du doch lieber in einen SM-Club? Davon gibt es ja genügend.
 
BDSM bezeichnet eine einvernehmliche Sexualpraktik. Das, was de Sade geschrieben hat, ist hingegen einfach nur Körperverletzung, Folter, Vergewaltigung, Mord.
Ich würde diese beiden Bereiche nur ungern in einen Topf werfen.


Nun ja. Mittlerweile hat sich das so etabliert und es ist ja auch völlig richtig, das Ganze einvernehmlich auszuleben, wenn man denn vorhat, es auszuleben.

Das ist dann aber nur der gesunde Umgang mit dieser Neigung. Die Gedanken währenddessen beinhalten nicht unbedingt die Tatsache, dass das Ganze gerade freiwillig abläuft. Das ist nur für die Rahmenbedingungen im Vorfeld relevant.

Der Inhalt bleibt dann letztlich doch derselbe.
 
Das sehe ich anders. Bei BDSM verpflichtet man sich selbst dazu, die Grenzen des Partners im Hinterkopf zu behalten und sie zu wahren – bei Folter und Vergewaltigung ist das nicht der Fall. Dadurch sind natürlich auch die Gedanken, die man dabei hat, von unterschiedlicher Natur.
Wenn sie das nicht sind, sollte man vielleicht lieber kein BDSM betreiben.

?! Verstehe deine Argumentation nicht.
 
Lektüre technisch gibt es ja viel auf dem Markt, aber was Leute mit Leuten machen können, ist so ein Ding , was bei Kain und Abel schon losging , der eine erschlägt den anderen. Punkt.

Zu mehr, hat es die Mitglieder der Gattung Mensch, die sich zum Ziel gesetzt haben, irgendwelche Grenzen austesten zu müssen und dann so, wie "haltlos" sind, weil eben die Gier und folgender Mechanismus zum Tragen kommen noch nicht wirklich geführt, in keiner Epoche der Menschheitsgeschichte.

Nein nicht alle sind so oder haben Bock drauf so zu sein, mache sind auch echt korrekte Menschen im Leben, tun nicht wirklich irgendwem irgendwas an, was der nicht will, die betreiben dann BDSM , nein nicht alle , die sind die Minderheit, in der Medienwelt allerdings viele, so vorbildertechnisch, weil die Gesellschaft freier und tabuloser entwickelt zu der Entwicklung passt übrigens auch die Lektüre na aber im Grunde geht das mehr oder weniger bekannter Weise ja schon mehrere tausend Jahre so , was in Rom die Lustknaben waren oder man mit dem Eigentum Sklave so machte, Caligula war so ne Nummer, also morden aus Lust, ist heutje ja vielerorts verboten, per Gesetz, früher wars aber völlig normal, noch vor ein paar Jahrhunderten hat man Menschen regelmässig zur Belustigung des Volkes auf Scheiterhaufen verbrannt oder geviertelt etc.

Die Lektüre beschäftigt sich geistig, aber sie will auch ausbrechen, zeigen wo die Grenzen sind ...na und was man bildlich verbotenerweise filmtechnisch nicht zeigen kann und darf, darf man da schon eher mit Gewalt des Wortes schreiben, die Grenze ist halt allen klar, wenigen , nicht und wenn dann dieser oben gemeinte Mechanismus greift, daß Ausleben darin besteht, anderen zu schaden, tun manche das und lebens es als Politik auch.

Von daher bleibt die Menge der Mörder eher gering, aber die Menge der InternetGangster, wächst dafür umso mehr.

Während der fünfzehnjährige vor 30 Jahren vor Glück Purzelbäume schlagen konnte, wenn er in nem dortriniert tabuisierenden Haushalt war und einen Playboy oder ein Penthouse in die Finger bekam, würde das doch heute keinen elfjährigen mehr hinter dem Sofa vorlocken, die haben alle schon Handys und meist unbegrenzten Pornozugang und wenn sie den selbst nicht haben, einer aus der Klasse hat ihn und copy / taste oder wie hieß das?

Da entwickelt sich halt eben jeder so, wie er sich zu entwickeln vermag, wenn er die Entwicklung nicht einschränkt oder stoppt.

Na und die Neigungen, die man als Mensch dann so ausbildet oder hat, sind in Grenzenlosigkeit eher in der Lektüre zu finden, die schreiben, was man in 20 Jahren oder so, als freigegeben ab sechs in jeder Grundschule verteilt.

Die arbeiten ja oft mit so einfachen Mitteln, den Leser in die Sache mitzuverwickeln, die dadurch aber nicht unwirksam sind, sondern eben ganz profane Rhetorik.

Na und jetzt hat einer so ne Neigung und liest XYZ was ist jetzt besser,

fremdschämen und sich Luft machen , schauen obs anderen ähnlich geht und für sich selbst die Bequemstrategie entwickeln ?
oder in sich gehen und die Neigung näher zu beleuchten, ich halte beleuchten für die bessere Wahl, man erfährt unter Umständen was ganz interessantes über sich selbst.

Ausleben darf man derartiges nur im Rahmen des Gesetzes, aber lesen darf man Kettensprengende Grenzenlosigkeit in allen Variationen.

Von daher , sie flacht ja ab, die sexuelle Energie, wenn man sie nicht belebt.

Da liegt es nahe, das der Abflachende Auslebungsmodus eine Hinwendung zur grenzenloseren Lektüre nach sich zieht.

Nur so ein Gedanke
 
Wenn du tatsächlich auf diese Art Betätigung stehst, bliebe ja nur der Weg, dir einen Partner zu suchen, der das an dir umsetzt.
Ihr beide würdet euch einem großen Risiko aussetzen. Er in strafrechtlicher Hinsicht, du hingegen in Gefahr für Leib und Leben.
Es scheint ja um nicht freiwillige Agitation zu gehen.


Hast du denn Selbstvernichtungs- oder -verstümmelungsfantasien?

Erregt dich der Gedanke, dich hinrichten zu lassen?


Darkside

Quatschikowski. Ich stehe nicht auf Hinrichtung oder Verstümmelung. Bei den Sklavin-Null - Romanen würde ich sagen, ist die Hilflosigkeit des Opfers (der Null aus dem Titel) eher eine Metapher für mich für das völlige Fallenlassen.
Ich denke es ist ein bisschen ähnlich wie das mit den Zombie-Romanen und Filmen. Wer solches konsumiert will nicht von anderen gefressen werden oder seine Mitmenschen aufessen, sondern arbeitet wahrscheinlich das Grauen ab, dass die 911-Terrorwelle und ihre Bilder ausgelöst haben. Denke ich jedenfalls. Marke Angst vor dem Zusammenbruch der Zivilisation. Oder sie oder er hat Spaß daran auszuloten, wie Menschen in einer feindlichen Umgebung ohne Zivilisation leben könnten. So wie ich wohl Spaß/Erregung dabei empfinde zu gucken, wie weit eine Master-Slave-Beziehung theoretisch gehen könnte.

Njet, man sollte nicht wörtlich am Text kleben und meine Faszination mit "Sklavin Null" zu verstehen. Besser finde ich offen gesagt auch das Vorgängerding mit dem wilden Titel "Fundsache Sexsklavin" oder ...Lustsklavin oder wie auch immer. Die Fortsetzung Sklavin Null ist mit den Verstümmelungen (die in der Heftserie ein Irrer ausführt!!!) nur deutlich plakativer und deshalb bestimmt die auch die Diskussion hier bis hin zu übertriebenen Mutmaßungen in meine Richtung ;-)
Die Fundsache hingegen handelt von einem Frauenmörder (Serientäter) und ist daher gut in unserer Lebenswirklichkeit unterzubringen. Gut, der Roman lebt von der Beschreibung von Dominanzszenen mit der ergebenen Sklavin und nicht selten dem Ausleben des "Mind-F*cks", der auch so eine SM-Spielart ist.

SPOILER-ALERT:
Wer bis zum Schluss liest erlebt, dass sich der eigentliche Täter sozusagen im Fegefeuer befindet und deshalb alles noch einmal etwas variiert durchlebt. Eigentlich ein nettes Konstrukt. Aber jetzt verteidige ich hier doch lieber nicht die literarischen Qualitäten des Romans ;-)

Bei "Sklavin Null" stört mit auch oft das Ausmaß der Verstümmelungen. Bei "Fundsache Sexsklavin" fasziniert mich das "Mind-F*ck"-Interplay zwischen dem männlichen und weiblichen Protagonisten. Das sich übrigens am Schluss umkehrt.

"Sklavin Null" erinnert mich irgendwie an den Film "Boxing Helena", nur plus die "gory details", die der Film ausspart. Aber Null geht mir auch zu weit und ist ein Overkill für mich, das gebe ich gerne zu. Vermutlich will der Autor durch Tabubruch noch mehr Leser haben - denke ich.
 
Das klingt wie torture porn. Darf man fragen, warum du dir so Zeugs reinziehst? Ich finde so einen Kram definitiv nur krank und es befriedigt dann auch die niedrigsten Gelüste. Vom literarischen Niveau brauchen wir sicher nicht reden.
Ich kann nachvollziehen, dass man ein Buch aus Neugier anfängt, aber ich für meinen Teil will so was doch gar nicht lesen.
 
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