ShutUpTalk
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Hallo zusammen,
aus gegebenen Anlass stellt sich für mich gerade die Frage, warum sich in unserer Gesellschaft so viel darum dreht, ja keine Zeit zu verschwenden.
Kurz zu meiner Situation:
Ich bin 18 Jahre alt, männlich und habe vor kurzem meine letzte Prüfung des Fachabis geschrieben. Da ich dieses Schuljahr leider so richtig faul war, sieht mein Notenschnitt nicht so gut aus: 3,3. Zusätzlich bin ich dieses Jahr durch unsre neue Lehrerin das erste mal in meiner Schullaufbahn in Englisch auf einer 3 (9 Punkte) statt wie bisher auf einer 1 bzw. 2 (15-10 Punkte). Letztlich kommt noch dazu, dass ich mir noch nicht 100%'ig sicher bin bzw. sicher war, was ich nach der Schule machen will und hab deswegen soziemlich alles verpasst. Aus diesen Gründen steht für mich die Entscheidung fest, dass ich dieses Schuljahr freiwillig wiederhole obwohl ich das Jahr eigentlich bestanden hätte. Dieses Jahr will ich mich richtig anstrengen (wie die Jahre zuvor) und einen guten NC bekommen um eine Chance bei einigen interessanten Studiengängen zu haben.
Meiner Mutter hab ich davon noch nichts erzählt (die war ja schon empört als ich ihr erzählt hatte, dass ich das Fachabi machen will), doch als ich meinen Freunden davon berichtete kam von einigen die Frage: "Warum verschwendest du 1 Jahr?", und genau aus diesem Grund eröffne ich das Thema hier.
Warum beschäftigt sich unsre Gesellschaft ständig damit, dass man ja keine Zeit verschwenden soll .. und welche Zeit verschwendet man eigentlich? Natürlich, die Leute wollen einem sagen, dass man 1 Jahr weniger Geld verdienen wird, aber ist das wirlich so schlimm? Wär es wirklich besser mich jetzt für irgend einen Notfallstudiengang einzutragen nur um statt 38 ganze 39 Jahre arbeiten zu dürfen? Ich glaube nicht. Zusätzlich gibts doch sowas wie "Zeit verlieren" garnicht. Selbst nichts tun (Meditation) ist eine gute Zeitinvestition. Und warum sollte man was an seiner Lebenszeit verlieren? Ich kann dieses Jahr genauso meine Hobbys ausüben, nebenher Geld verdienen, Spaß haben, usw., da kann mir keiner sagen das ich dieses Jahr verloren hätte.
Wenn jemand wirklich sagen will: "Du verlierst nur deine Zeit", dann sollte man das doch eher an Leute richten die sich jedes Wochenende die Kante geben oder schnellstmöglich durch jedes Lebenskapitel rasen wollen.
An sich wär die Frage ja nicht so wichtig, aber mich hat sie lange beschäftigt .. denn die Idee, dieses Jahr wiederholen zu wollen, hab ich schon seit ein paar Wochen und jedes mal, wenn ich dran denken muss, fühl ich mich irgendwie schlecht. Immerhin erzählt einem ja jeder, wie "umsonst" dieses bzw. letztes Jahr ist/war. Aber auf der anderen Seite denk ich mir dann wieder, dass ich dieses Jahr doch eigentlich ganz sinnvoll nutze indem ich die Qualität meiner Zukunft damit verbessere. Oder lieg ich da falsch? Dieses Jahr hatten wir auch einen in der Klasse, der freiwillige Wiederholt hatte und es kein bisschen bereut.
Warum ist unsere Gesellschaft so sehr drauf aus, jedes Jahr mit irgendwas "Wichtigem" (was ja wie ersichtlich Ansichtssache ist) zu füllen? Man siehts ja auch an der berüchtigten "Lücke im Lebenslauf". Diese Zeit, die im Lebenslauf eben fehlt und alteingesessene Kapitali.. Bosse zur Annahme verleiten lässt, dass der Bewerber nichts taugt und wahrscheinlich sogar noch Drogen verkauft (natürlich etwas übertrieben dargestellt). Warum ist das so? Warum will sich jeder so schnell in den Arbeitsalltag begeben und warum ist in unsrer Gesellschaft eine "Auszeit" bzw. eine ungewöhnliche Zeitnutzung (wie in meinem Fall) so verpöhnt? Kann es sein, dass uns das von den ganzen Konzernen und dem Staat eingetrichtert wird, damit wir ja viele Steuern zahlen können? Ich denke nämlich schon und ich finde es schade, dass man sich schlecht fühlen muss, wenn man ein Jahr eben auf eine andere, nicht übliche Weiße nutzt.
P.S.: Bitte entschuldigt Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler. Ich hab den Text nur so hingeklatscht, weil mir die Frage grade so im Kopf stand, und ich will lieber noch das schöne Wetter genießen, als meine Zeit mit Rechtschreibprüfung zu investieren.
aus gegebenen Anlass stellt sich für mich gerade die Frage, warum sich in unserer Gesellschaft so viel darum dreht, ja keine Zeit zu verschwenden.
Kurz zu meiner Situation:
Ich bin 18 Jahre alt, männlich und habe vor kurzem meine letzte Prüfung des Fachabis geschrieben. Da ich dieses Schuljahr leider so richtig faul war, sieht mein Notenschnitt nicht so gut aus: 3,3. Zusätzlich bin ich dieses Jahr durch unsre neue Lehrerin das erste mal in meiner Schullaufbahn in Englisch auf einer 3 (9 Punkte) statt wie bisher auf einer 1 bzw. 2 (15-10 Punkte). Letztlich kommt noch dazu, dass ich mir noch nicht 100%'ig sicher bin bzw. sicher war, was ich nach der Schule machen will und hab deswegen soziemlich alles verpasst. Aus diesen Gründen steht für mich die Entscheidung fest, dass ich dieses Schuljahr freiwillig wiederhole obwohl ich das Jahr eigentlich bestanden hätte. Dieses Jahr will ich mich richtig anstrengen (wie die Jahre zuvor) und einen guten NC bekommen um eine Chance bei einigen interessanten Studiengängen zu haben.
Meiner Mutter hab ich davon noch nichts erzählt (die war ja schon empört als ich ihr erzählt hatte, dass ich das Fachabi machen will), doch als ich meinen Freunden davon berichtete kam von einigen die Frage: "Warum verschwendest du 1 Jahr?", und genau aus diesem Grund eröffne ich das Thema hier.
Warum beschäftigt sich unsre Gesellschaft ständig damit, dass man ja keine Zeit verschwenden soll .. und welche Zeit verschwendet man eigentlich? Natürlich, die Leute wollen einem sagen, dass man 1 Jahr weniger Geld verdienen wird, aber ist das wirlich so schlimm? Wär es wirklich besser mich jetzt für irgend einen Notfallstudiengang einzutragen nur um statt 38 ganze 39 Jahre arbeiten zu dürfen? Ich glaube nicht. Zusätzlich gibts doch sowas wie "Zeit verlieren" garnicht. Selbst nichts tun (Meditation) ist eine gute Zeitinvestition. Und warum sollte man was an seiner Lebenszeit verlieren? Ich kann dieses Jahr genauso meine Hobbys ausüben, nebenher Geld verdienen, Spaß haben, usw., da kann mir keiner sagen das ich dieses Jahr verloren hätte.
Wenn jemand wirklich sagen will: "Du verlierst nur deine Zeit", dann sollte man das doch eher an Leute richten die sich jedes Wochenende die Kante geben oder schnellstmöglich durch jedes Lebenskapitel rasen wollen.
An sich wär die Frage ja nicht so wichtig, aber mich hat sie lange beschäftigt .. denn die Idee, dieses Jahr wiederholen zu wollen, hab ich schon seit ein paar Wochen und jedes mal, wenn ich dran denken muss, fühl ich mich irgendwie schlecht. Immerhin erzählt einem ja jeder, wie "umsonst" dieses bzw. letztes Jahr ist/war. Aber auf der anderen Seite denk ich mir dann wieder, dass ich dieses Jahr doch eigentlich ganz sinnvoll nutze indem ich die Qualität meiner Zukunft damit verbessere. Oder lieg ich da falsch? Dieses Jahr hatten wir auch einen in der Klasse, der freiwillige Wiederholt hatte und es kein bisschen bereut.
Warum ist unsere Gesellschaft so sehr drauf aus, jedes Jahr mit irgendwas "Wichtigem" (was ja wie ersichtlich Ansichtssache ist) zu füllen? Man siehts ja auch an der berüchtigten "Lücke im Lebenslauf". Diese Zeit, die im Lebenslauf eben fehlt und alteingesessene Kapitali.. Bosse zur Annahme verleiten lässt, dass der Bewerber nichts taugt und wahrscheinlich sogar noch Drogen verkauft (natürlich etwas übertrieben dargestellt). Warum ist das so? Warum will sich jeder so schnell in den Arbeitsalltag begeben und warum ist in unsrer Gesellschaft eine "Auszeit" bzw. eine ungewöhnliche Zeitnutzung (wie in meinem Fall) so verpöhnt? Kann es sein, dass uns das von den ganzen Konzernen und dem Staat eingetrichtert wird, damit wir ja viele Steuern zahlen können? Ich denke nämlich schon und ich finde es schade, dass man sich schlecht fühlen muss, wenn man ein Jahr eben auf eine andere, nicht übliche Weiße nutzt.
P.S.: Bitte entschuldigt Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler. Ich hab den Text nur so hingeklatscht, weil mir die Frage grade so im Kopf stand, und ich will lieber noch das schöne Wetter genießen, als meine Zeit mit Rechtschreibprüfung zu investieren.