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verpfuschter lebenslauf - was noch damit anfangen?

G

Gast

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hallo,

ich habe gerade mit 25 meine erste ausbildung fertig. hatte in meiner jugend immer wieder "ausfall"-phasen wegen mobbing / depressionen und der dadurch resultierenden stationären behandlung. auch danach gab es immer wieder phasen, wo ich einfach nicht konnte und dann einfach mal ein halbes jahr zuhause auf der couch hing und mich zu nichts aufraffen, keinerlei lebenswillen mehr hatte.

gut, die ausbildung habe ich nun gepackt, es war aber von anfang an klar, dass die azubis dort nicht übernommen werden. ich habe schon unzählige bewerbungen geschickt, bisher aber leider ohne erfolg, trotz guter noten in der abschlussprüfung. ich nehme an, es liegt an meinem lebenslauf, in dem immer wieder mehrmonatige lücken bis zu einem jahr klaffen. dazwischen ein duales studium und eine ausbildung, die ich wegen extremen mobbings beide abgebrochen habe, auch auf anraten meines behandelnden therapeuten.

mit anderen worten, mein lebenslauf ist ziemlich verpfuscht. ich habe angst, dass man mich nur darauf reduzieren wird, was ich nicht gemacht oder geschafft habe und ich nie eine stelle finden werde. kann ich diese lücken irgendwie sinnvoll auffüllen, statt immer nur "arbeitsuchend" reinzuschreiben?
 
duales studium und eine ausbildung, die ich wegen extremen mobbings beide abgebrochen habe, auch auf anraten meines behandelnden therapeuten.
Ich meine extremes Mobbing ist zwar auch schlimmer als schlimmeres, aber immerhin hat das extreme den Vorteil, dass es leichter offensichtlich ist und damit es mehr MÖglichkeiten gibt, sich Unterstützung zu holen, weil es eben offensichtlich ist.

WEnn es denn sogar zwei mal war, dann könnte ein Muster dahintestecken.
 
Hallo,

ich bin auch 25 und habe heuer meine Ausbildung beendet, bin seit dem arbeitssuchend, weil mein Ausbildungsbetrieb nur Lehrlinge als billige Arbeitskräfte einstellt und folglich nicht übernimmt, und bislang kamen (wenn überhaupt) nur Absagen auf meine Bewerbungen bzw. auf meine Vorstellungsgespräche.

Auch mir wurde im Leben übel mitgespielt; da muss ich jetzt ja nicht weiter vertiefen, weil es hier nicht hingehört.

Jedenfalls: ich war auch depressiv und eine Zeit lang vom Psychiater die Diagnose "erhebliche Einschränkungen im Leistungs- und Sozialbereich". Will heißen: Weiterhin auf die gymnasiale Oberstufe zu gehen kam für mich in jener Zeit nicht in Frage.

Als ich mich wenigstens wieder an die Öffentlichkeit traute, nahm ich an einem sogenannten Berufsvorbereitungslehrgang teil. So weit so gut. Dann machte ich eine schulische Ausbildung (mit der ich letztendlich eh nix anfangen kann - egal, tut nix zur Sache) dann holte ich das Fachabitur nach.

Danach allerdings wollte ich dann eine "richtige" Ausbildung machen... fand aber nix. Musste dann wieder so einen nutzlosen Lehrgang machen.

Fand dann meine Lehrstelle, absolvierte sie.

Nun wollte ich mich auch nicht bewerben mit einem Lebenslauf in dem steht, dass ich gleich ZWEI MAL an diesem Berufsvorbereitungslehrgang teilnehmen musste. Den ersten unterschlug ich deshalb sozusagen. Ich schrieb in meinen Lebenslauf, dass ich zwei Jahre lang auf dem Oberstufengymnasium gewesen sei, bevor ich abbrach. In Wahrheit hatte ich nur die 11. Klasse angefangen und war den Rest des Schuljahres beurlaubt gewesen und dann eben auf diesem Lehrgang.

Ich muss ja keine Bescheinigung zu meinen Unterlagen legen, dass ich überhaupt jemals auf dem Gymnasium war...

Kommt so eine Art des "Schummeln" bei dir vielleicht auch in Betracht?
Wobei ich noch sagen will, dass das ja keine Lüge ist, mit der du dich "bereichern" würdest... also du behauptest ja nicht eine Sprache zu sprechen die du nicht kannst, oder ein fiktives Praktikum gemacht zu haben oder einen Doktor zu haben ;-) !

Oder kannst du eine der unliebsamen "Lücken im Lebenslauf" nicht einfach so füllen, in dem du hinschreibst auf Kur gewesen zu sein? Klingt vielleicht auch besser als ein zweites "Arbeitssuchend"... Du musst schließlich auch kein ärztliches Attest von der Kurklinik vorlegen...
 
Es ist leider in der heutigen Überflussgesellschaft eben so, dass alles, was nicht superperfekt ist in der Regel unten durch fällt.

Als hoffnungslos würde ich es trotzdem nicht sehen. Man braucht halt eine gehörige Portion Glück um an jemanden zu geraten, der solchen Menschen eben auch eine Chance gibt. ( Habe am Wochenende einen Cousin getroffen, der hat obwohl er vorbestraft ist, sogar wieder - auch eben nach langer Suche - einen Job bekommen ). Also weiterversuchen und Daumen drücken.
 

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