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Vernichtende Mitarbeiterbewertung erhalten

Aber wenn ich das richtig sehe, belastet dich doch dieser Zustand.
Hast du die Kraft das auszusitzen oder durchzustehen?

Was wird sich ändern an deiner Bewertung?
Kannst du das ertragen?
Es ist ja nicht die Frage was war, sondern was sein wird.

Nach meiner Erfahrung lassen sich Führungskräfte nicht gehen, denn das wird bekannt, vielmehr sie gehen und verkaufen dies als Erfolg!


Ich wünsche dir auf alle Fälle eine glückliche Hand... wobei es in Wirklichkeit nur zielstrebende Handlungen sind, die wir zur richtigen Zeit vollziehen müssen.
 
Ich musste schmunzeln bei Deinem Beitrag. Aber nicht, weil Du was Blödes geschrieben hast, sondern weil mir das alles so bekannt vorkommt.

Und weiter finde ich es sehr erhellend, dass selbst in der Technik/ Industrie, von der ich erwartet hatte, strukturierter, planvoller, ergebnsiorientierter zu arbeiten, solche Zustände herrschen. Ich selbst bin im freien Bildungswesen in ähnlicher Position und habe ganz ähnliche Probleme: Positionen, die geschaffen, aber nicht beschrieben werden, Kollegen, die sorgsam ihren Kompetenzbereich hüten, Projekte, die eigentlich ein paar Nummern zu groß und nicht sorgfältig genug geplant sind, dazu kommen noch nebulöse Ziele.

Was kannst Du noch machen? Eine einfache Lösung wird es nicht geben. Hast Du einen Projektvertrag oder bist Du ordentlich angestellt? Könntest Du zum Beispiel selbst eine Stellenbeschreibung ausarbeiten (das habe ich gemacht)? Wie wirkt sich die Bewertung auf Deine Karriereplanung aus?
 
@weidenbirke: Habe gehört, dass es in anderen Abteilungen "besser" in dieser Hinsicht zugehen soll. Dafür soll es in anderen Sachen wieder mehr hapern. Habe so Geschichten gehört, dass Personen die es gewagt haben schon um 16 Uhr nach hause zu gehen, gefragt worden sind, ob sie sich einen Tag freinehmen wollen.

Das Unternehmen arbeitet nach der "Matrix Organisation". Ein Versagen im Projekt hat im ersten Moment mal keinen direkten Einfluss auf meine Karriere. Die Bezahlung bleibt unmittelbar erstmal die gleiche egal ob ich als Fensterputzer oder als Projektmanager eingesetzt werde. Es ist so, dass Chefs bei uns "Gründe" für eine Gehaltserhöhung brauchen. Die haben sie natürlich eher, wenn man höhere Positionen bekleidet. Das Projekt ist im Endeffekt solange egal, wie der Chef hinter einem steht. Und wenn der Chef nicht hinter einem steht, dann ist das Projekt eigentlich auch wieder egal (so wie es in meinem Fall den Anschein hat).

Allerdings muss man sich natürlich fragen, wo die Reise hingeht. Wenn positives Feedback aus dem Projekt und vor allem vom Chef kommt, dann denke ich wird eher was Richtung karriere passieren, als wenn man beim Mitarbeitergespräch wie der letzte Trottel dargestellt wird, daher bin ich mir der "echten" Auswirkungen auf meine Karriere nicht ganz sicher.

@all:

Ich habe nun ein klärendes Gespräch mit meinem Chef gesucht. Ich denke mein Chef hat entweder das krasseste Pokerface was es auf der Welt gibt, oder er weiß wirklich nicht, was er da eigentlich sagt. Letztenendes war er verwundert, was es da noch zu klären gibt. Im Prinzip hat er alles ein bisschen relativiert. Richtig befriedigt bin ich aber auch nicht. Das liegt vor allem daran, dass er sich im selben Atemzug schafft sich drei mal selbst zu widersprechen. Leider bin ich in solchen Momenten nicht so schlagfertig, letztenendes bin ich aber auch der Meinung, dass man durch schlagfertigkeit nicht allzuviel gewinnt.

Letztenendes hat mein Chef gesagt, dass das Feedback keinen Einfluss auf meine Karriere hat und die Sachen, die mich weiter bringen sollen, nach wie vor weiterhin ein Thema sind, allerdings.. und das macht es wieder ein wenig unglaubwürdig.. nicht sofort, denn ich sei ja aktuell mit anderen Sachen genug beschäftigt.

Na ja, ich denke mir, demnächst ist erstmal nochmal eine Schulung, die macht sich sehr gut auf dem Lebenslauf und nächstes Jahr bekomme ich Tarifbedingt ne Gehaltserhöhung, die nehme ich auf jeden Fall auch nochmal mit. Vielleicht hat sich bis dahin ja alles wieder eingerenkt, und wenn nicht, dann muss man halt mal schauen.

Andersrum habe ich kontakte zu der Firma, bei der ich wohl gerne langfristig bleiben möchte, dort auch zu einem Teamleiter. Ich habe ihm nichts von meiner aktuellen Situation erzählt, allerdings weiss er, dass ich so weit weg gezogen bin für einen anderen Job. Ich habe ihn mal angeschrieben, wies so ausschaut bei ihm. Er meinte zu mir, dass Sie aktuell gute Leute suchen und er mir nur empfehlen kann mich da zu bewerben.

Kein Plan was ich jetzt machen soll. Meine Frau "genießt den Abstand zur restlichen Familie", ich werde das Gefühl nicht los, dass ich mit ihr nicht "unbefangen" über das Thema sprechen kann, sie hat vor allem erstmal genug vom umziehen, meint aber, bevor es mich zerreist würden wir selbstverständlich hier weg.
 
So liebe Leute,

Ich hoffe es ist ok, wenn ich in diesem Beitrag weiter schreibe, es hat sich ein bisschen etwas getan, auch wenn sich die gesamtsituation nicht wirklich verbessert hat.

Hier ist gerade Urlaubszeit, und dementsprechend war auch mein Chef in Urlaub. In dieser Zeit habe ich mich auf meine Stärken besonnen und hatte tatsächlich auch wieder sowas wie Spaß an der Arbeit. Es ging tatsächlich so weit, dass ich mir schon eingeredet habe, dass alles wieder irgendwie werden kann. Wir hatten ja wie gesagt eh nie vor ewig hier zu bleiben, aber eben einen gewissen Zeitraum und dieser Zeitraum rückte bei mir gedanklich wieder in greifbare Nähe. Natürlich gibt es einige Punkte die mich immernoch stören, aber da ich mich gut auf den Kram konzentrieren konnte der mir Spaß macht und den ich denke ich auch gut kann, kam bei mir die Lebensfreude (im Zusammenhang mit der Arbeit)zurück.

Die Zeit ging rum und natürlich hat auch die Urlaubszeit mal ein Ende, und da kams dann besonders dicke:

Ich hatte mir einige Tage zu dem Zeitraum wo mein Chef wieder aus dem Urlaub kommt frei genommen, um meine Familie zu besuchen. Diesen Urlaub hatte ich mit allen abgesprochen. Allerdings hatte ich dazu keinen Urlaub eingereicht sondern dies über Überstunden abgegolten. Als ich also wieder da war kam mein Chef direkt auf mich zu, wo ich denn gewesen wäre usw. Gut, das ist nicht das erste Mal, dass mein Chef nicht rafft wenn ich Urlaub habe. Mal hat mich mein Chef sogar auf Schulung geschickt und war dann überrascht, dass ich nicht da war. Weiterhin hatte ich einige Meetings vorbereitet bei denen mein Chef dabei sein wollte (wobei er bei den Themen eigentlich gar nix zu melden hat) und hat sich dann ob meiner Vorbereitung echauffiert. Gut, halb so wild.

Was mir in dem Moment noch nicht bewusst war, mein Chef ist jetzt auf absolutem konfrontationskurs mit mir, das geht jetzt jeden Tag so, seitdem der Chef wieder aus dem Urlaub da ist. In manchen Situationen bin ich wirklich kurz davor zu platzen, gottseidank kann ich mich dann doch noch eher beherrschen.

Wie dem auch sei, ich ging in der Zwischenzeit davon aus, dass mein Chef mich gezielt loswerden möchte, doch dann gab es so ein bisschen was wie eine Ausssprache. So richtig verbessert hat sich die Situation nicht, aber dieses Gefühl gleich wieder nach Hause gehen zu wollen wenn ich kontakt zum Chef gehabt hab, hatte ich zuletzt nicht mehr.

Aber anderes Thema: Natürlich habe ich in der Zwischenzeit gecheckt, was es so Jobsmäßig für Alternativen für mich gibt, ich bin mittlererweile so lange dabei, dass ich relativ wenig bedenken hätte mich weg zu bewerben. Dabei stellt sich bei mir immermehr die Frage, ob man den alten Arbeitgeber in Betracht ziehen sollte. Im Prinzip haben wir uns im Guten getrennt und ich war von der Kündigung nicht überzeugt. Es gab also nicht wirklich einen Grund sich weg zu bewerben, dass war eher so ne art zufällige Gelegenheit. Der neue Arbeitgeber hat mich ja quasi abgeworben und ich hatte mich ob des finanziellen Unterschieds vielleicht auch ein wenig blenden lassen, ausserdem schien mir der aktuelle Job mehr Perspektive zu haben, die Perspektive sehe ich jetzt nicht mehr. Die gehobenen Kosten an diesem Standort wiegen die zusätzliche Kohle nahezu auf. Tja, das würde mich mal interessieren, wie da so die Meinungen sind. Ich habe gelesen, dass das gar nicht so unüblich ist wieder zurück zu wechseln, mit meinem Ex Chef hatte ich immer ein gutes Verhältnis. Natürlich war er enttäuscht, als ich gegangen bin, aber war immernoch so professionell mir ein 1ser Zeugnis auszustellen.

Vielen Dank fürs Lesen...
 

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