@weidenbirke: Habe gehört, dass es in anderen Abteilungen "besser" in dieser Hinsicht zugehen soll. Dafür soll es in anderen Sachen wieder mehr hapern. Habe so Geschichten gehört, dass Personen die es gewagt haben schon um 16 Uhr nach hause zu gehen, gefragt worden sind, ob sie sich einen Tag freinehmen wollen.
Das Unternehmen arbeitet nach der "Matrix Organisation". Ein Versagen im Projekt hat im ersten Moment mal keinen direkten Einfluss auf meine Karriere. Die Bezahlung bleibt unmittelbar erstmal die gleiche egal ob ich als Fensterputzer oder als Projektmanager eingesetzt werde. Es ist so, dass Chefs bei uns "Gründe" für eine Gehaltserhöhung brauchen. Die haben sie natürlich eher, wenn man höhere Positionen bekleidet. Das Projekt ist im Endeffekt solange egal, wie der Chef hinter einem steht. Und wenn der Chef nicht hinter einem steht, dann ist das Projekt eigentlich auch wieder egal (so wie es in meinem Fall den Anschein hat).
Allerdings muss man sich natürlich fragen, wo die Reise hingeht. Wenn positives Feedback aus dem Projekt und vor allem vom Chef kommt, dann denke ich wird eher was Richtung karriere passieren, als wenn man beim Mitarbeitergespräch wie der letzte Trottel dargestellt wird, daher bin ich mir der "echten" Auswirkungen auf meine Karriere nicht ganz sicher.
@all:
Ich habe nun ein klärendes Gespräch mit meinem Chef gesucht. Ich denke mein Chef hat entweder das krasseste Pokerface was es auf der Welt gibt, oder er weiß wirklich nicht, was er da eigentlich sagt. Letztenendes war er verwundert, was es da noch zu klären gibt. Im Prinzip hat er alles ein bisschen relativiert. Richtig befriedigt bin ich aber auch nicht. Das liegt vor allem daran, dass er sich im selben Atemzug schafft sich drei mal selbst zu widersprechen. Leider bin ich in solchen Momenten nicht so schlagfertig, letztenendes bin ich aber auch der Meinung, dass man durch schlagfertigkeit nicht allzuviel gewinnt.
Letztenendes hat mein Chef gesagt, dass das Feedback keinen Einfluss auf meine Karriere hat und die Sachen, die mich weiter bringen sollen, nach wie vor weiterhin ein Thema sind, allerdings.. und das macht es wieder ein wenig unglaubwürdig.. nicht sofort, denn ich sei ja aktuell mit anderen Sachen genug beschäftigt.
Na ja, ich denke mir, demnächst ist erstmal nochmal eine Schulung, die macht sich sehr gut auf dem Lebenslauf und nächstes Jahr bekomme ich Tarifbedingt ne Gehaltserhöhung, die nehme ich auf jeden Fall auch nochmal mit. Vielleicht hat sich bis dahin ja alles wieder eingerenkt, und wenn nicht, dann muss man halt mal schauen.
Andersrum habe ich kontakte zu der Firma, bei der ich wohl gerne langfristig bleiben möchte, dort auch zu einem Teamleiter. Ich habe ihm nichts von meiner aktuellen Situation erzählt, allerdings weiss er, dass ich so weit weg gezogen bin für einen anderen Job. Ich habe ihn mal angeschrieben, wies so ausschaut bei ihm. Er meinte zu mir, dass Sie aktuell gute Leute suchen und er mir nur empfehlen kann mich da zu bewerben.
Kein Plan was ich jetzt machen soll. Meine Frau "genießt den Abstand zur restlichen Familie", ich werde das Gefühl nicht los, dass ich mit ihr nicht "unbefangen" über das Thema sprechen kann, sie hat vor allem erstmal genug vom umziehen, meint aber, bevor es mich zerreist würden wir selbstverständlich hier weg.