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Verlustangst und dadurch zickig

Hallo Cinne,

ich meine mich zu erinnern daß du mal geschrieben hast daß dein Freund meistens sauer wird wenn du wegen der Verlustangst das Weinen anfängst, ich hoffe ich ordne dich jetzt richtig zu ?!
Diese Reaktion würde ja schon zeigen daß ihn dieses Klammern ziemlich annervt und er deine Tränen absolut nicht versteht; Normalerweise trösten Freunde doch eher wenn die Freundin weint..

Wenn du merkst daß da in dir wieder was hochkommt versuch dich doch mal mit etwas Sport abzulenken, geh raus spazieren oder laufen-dann vergeht dieses Gefühl wahrscheinlich wieder. Er kann dich genauso intensiv lieben wie du ihn, ist aber eben nicht der KLammerer oder ist sich euerer Gefühle sicher, da kommt diese ANgst eben gar nicht erst auf. In diesem Speziellen Fall würde ich meine Gefühle nicht immer so deutlich zeigen, er ist von ihnen je eher genervt und versteht sie nicht
 
Sauer ist er nicht mehr wenn ich heule. Er tröstet mich dann schon. Aber er ist oft so speziell. Wenn ich vor ihm ins bett gehe dann ignoriert er mich z.b. erst recht und kommt auch nicht wenn ich mal was will.
 
Sauer ist er nicht mehr wenn ich heule. Er tröstet mich dann schon. Aber er ist oft so speziell. Wenn ich vor ihm ins bett gehe dann ignoriert er mich z.b. erst recht und kommt auch nicht wenn ich mal was will.

Ich denke das sind schon sehr eindeutige Zeichen dafür, dass bereits ein großes Ungleichgewicht zwischen Euch bzw. in der Beziehung besteht. Dein Freund nimmt Dich als absolute Selbstverständlichkeit und weiß Deine Nähe oft nicht mehr zu schätzen, - ist evtl. sogar genervt davon. Du begründest Dich nicht weiter anderen Menschen zuwenden zu können damit, dass Dein Freund dann eifersüchtig werde und Dir unterstelle fremdzugehen.... Genau da zeigt sich Deine ungesunde Abhängigkeit! Denn eigentlich müsstest Du ihm an dieser Stelle ganz klar sagen, dass es rational keinen Grund für seine Unterstellungen gibt und dass Du somit NATÜRLICH eigenständig rausgehen und Dich um neue Freundschaften neben der Beziehung bemühen wirst. Denn Du bist ein eigenständiger Mensch für den sich auch andere interessieren und der eigene Interessen außerhalb der Beziehung hat. Genau das musst Du Deinem Freund zeigen! Und mal ehrlich: Würde er sich denn umgekehrt von Dir etwas was er gern machen möchte "verbieten" lassen oder auf Treffen mit anderen Menschen verzichten, weil Du sonst eifersüchtig sein könntest?

Mein Ex-Freund ist schon durchgedreht wenn ich nur mal von einem netten Kollegen erzählte und erwähnte, dass wir nach der Arbeit mal einen Kaffee zusammen trinken wollen würden. Er drohte mir da sogar schon schluss zu machen, sollte ich das tun. Ich habe mich damals, dumm und abhängig wie ich war, davon beeindrucken lassen und mich natürlich nie mit jenem Kollegen getroffen. Auch die Treffen mit meinen Freundinnen habe ich nur noch danach ausgerichtet, ob mein Freund an diesem Tag ohnehin etwas anderes vor hätte, um ja keine Stunde gemeinsamer Zeit mit ihm zu versäumen... Statt meine eigenen Freundschaften zu pflegen, begleitete ich ihn zu jedem Dorf-Treffen mit seinem Freundeskreis, obwohl ich mit vielen dieser Menschen gar nichts anfangen konnte und mich in diesem Rahmen oft unwohl fühlte. Meine eigenen Freundinnen habe ich dadurch natürlich sehr vor den Kopf gestoßen und verärgert.... Was mir damals natürlich so nicht bewusst war. Auch die Tragweite habe ich nicht begriffen... Denn als mein Freund mich dann aufs übelste betrog und mich, als ich es heraus fand, einfach brutal abservierte, fiel ich in ein bodenloses, schwarzes Loch und hatte praktisch niemanden mehr der bereit gewesen wäre mich noch aufzufangen. Und welch eine Ironie, dass genau jener Mensch der mir gegenüber, ohne jeden Anlass, derartig eifersüchtig und unterstellend gewesen war, selbst der schlimmste Fremdgänger war. Und ausgerechnet ich, der treueste Mensch, hatte mich davon so beeindrucken und einschränken lassen, um meinem damaligen Freund ja nicht das Gefühl zu geben er hätte mich nicht völlig sicher. Genau das war wohl der fatalste Fehler den ich gemacht habe... Denn anfangs war es sogar lange umgekehrt und er war derjenige der viel tiefer in der Beziehung drin war, sich wahnsinnig um mich bemühte und mir immer wieder zeigte/sagte, dass er mich mehr als alles auf der Welt liebte. Ich habe lange gebraucht um mich ebenso fallen lassen und Vertrauen fassen zu können... und als ich dann so weit war ihm gegenüber alles zu erwidern, übertrieb ich es vor lauter blinder Liebe wahrscheinlich. Zumindest war ich so bedingungslos immer verfügbar, dass er sich meiner zu sicher wurde und vielleicht sogar begann sich eingeengt zu fühlen. Ich frage mich heute noch was gewesen wäre, wenn ich mich in bestimmten Situationen selbst zurückgezogen, eine Grenze gesetzt, gezeigt hätte, dass ich nicht so einfach und selbstverständlich zu haben bin... vielleicht wäre seine große Liebe zu mir dann geblieben und er hätte all das schlimme was folgte nie getan. Zum Beispiel: Wenn Du Dich zu Deinem Freund ins Bett legst und er lieblos/ablehnend reagiert, geh aus dem Raum! Sei am nächsten Tag anderweitig beschäftigt, nicht zuhaus, mit Freunden oder allein unterwegs. Kein weinen, keine Diskussionen - einfach handeln und so zeigen, dass Du dies nicht mit Dir machen lässt. Du musst ihm einfach mal die Gelegenheit geben sein eigenes Verhalten selbst in Zweifel zu ziehen, sich vielleicht Sorgen zu machen, Dich auch mal zu vermissen. Nur so kannst Du wieder ein Gleichgewicht zwischen Euch schaffen.
 
Er würde sich nie mit anderen Leuten treffen, weil er sagt er hat mich und das reicht ihm. Aber er kennt halt auch nicht so viele Leute außer Arbeitskollegen. Ich hätte aber kein Problem damit.
 
Hast du eigentlich auch konkrete Gründe für deine Verlustängste, oder kommen sie bei dir einfach so? Also vielleicht solltest du zumindest mal versuchen, sich etwas von ihm zu distanzieren. Denn wenn du klammerst und er das nicht will oder das sogar möglicherweise als nervig empfindet, dann ist Stress vorprogrammiert. Er wird sich irgendwann dadurch eingeengt fühlen, weil ihr ja quasi immer zusammen seid und du ständig seine Nähe suchst. Ich kann dich aber auch gut verstehen. So ähnlich ging es jedem von uns ein mal denke ich. Allerdings solltest du auch die Wünsche und Bedürfnisse deines Freundes akzeptieren und ihm vielleicht etwas Freiraum geben wenn er das will, auch wenn das für dich in diesem Fall besonders schwer ist.
Ich kann ja mal meine Erfahrung erzählen: Mein Freund und ich sind seid mehreren Jahren zusammen, eine Zeit lang hat er aber so sehr geklammert und mich quasi schon fast mit seinen Gefühlen und seiner Nähe erdrückt. Wir haben uns täglich gesehen, und wenn wir uns mal nicht gesehen haben war das schon schlimm für ihn, er hat mir dann ständig sms geschrieben usw. Irgendwann war mir das zu viel, ich habe mit ihm darüber geredet und mir etwas mehr Freiraum gewünscht. Das haben wir dann auch hingekriegt, auch wenn das für ihn nicht einfach war. Jetzt läuft alles super und wir wollen bald zusammen ziehen.
 
Wie ueberforderung?

Wenn er sagen würde er will mal was ohne mich machen wäre das viel einfacher für mich zu sehen er braucht Freiraum. Ich denk die verlustangst liegt noch nicht mal unbedingt an seinem Verhalten. Es über kommt mich einfach.
 

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