Hallo Leere?Zukunft,
danke für deine Grüße.
Es tut unfassbar weh, dass ich nicht mehr mit meinem Mann - meinem Seelenverwandten (meinem Engel) reden kann (bzw. dass ich keine Antworten mehr bekomme). Ich leide sehr darunter, dass er mich nicht mehr in den Arm nehmen kann und dass er mir nicht mehr über den Kopf streichelt.
Ich schaue, dass ich Tag für Tag durch den Tag komme, ohne zusammenzuklappen.
Es hilft ein wenig, dass ich wieder arbeite. Aber alles im HomeOffice, da es noch nicht geht, dass ich ins Büro gehe. Ich habe aber auch Kollegen und einen Chef, die da sehr Rücksicht nehmen.
Ich weine jeden Tag, teils aus Trauer, teils wegen Selbstvorwürfen, teils wegen Selbstmitleid.
Ich wäre gerne bei ihm, aber ich habe noch Aufgaben, die versuche ich so gut es geht, zu erledigen.
Meine Familie und Bekannte versuchen mich aufzufangen, aber ich bin trotz Gesellschaft innerlich alleine.
Es kommen auch immer wieder Situationen, die mich noch mehr aus der Bahn werfen, als das ohnehin schon passiert.
Gestern ist die Rechnung vom Krematorium gekommen. Es hat mir einen Stich gegeben zu lesen, wann er eingeäschert wurde (obwohl dies ja "nur" ein Datum ist).
Ein klein wenig hilft, dass sich unser Hund scheinbar erholt (er hatte in den ersten Tagen nach dem Verlust meines Mannes angefangen, sich die Beine aufzulecken, das tut er nun nicht mehr. Er meidet auch unser Schlafzimmer nicht mehr, wenn ich da mal reingehe. Die ersten Tage ist er ja da nicht mehr über die Türschwelle gegangen)
Ich weiß, dass viele schreiben, dass es irgendwann erträglicher wird, aber ich kann es mir "noch" nicht vorstellen.
LG Elli