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Verlust meines geliebten Mannes am 16.06.2024

Hallo cucaracha,
danke für deine Info.
Auf die Idee weiterzusuchen bin ich ehrlich gesagt nicht gekommen. Da habe ich nach dem Hilfeforum eben das Trauercafé gefunden. Danach habe ich abgebrochen.
Normalerweise würde ich mir selbst sagen - weitersuchen. Aber es ist derzeit nichts normal.
 
Hallo zusammen,
heute vor zwei Wochen habe ich meinen Mann gehenlassen müssen.
Es ist immer noch so unwirklich. Mein Verstand weiß, dass er nicht mehr kommt, mein Herz ist schwer.
Morgen ist die Urnenbeisetzung. Da graust es mir davor.
Ich bin nicht alleine, aber ich fühle mich alleine.
Gruß Elli
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Elli!
Morgen wird ein besonders schwerer Tag für dich.
Gut,dass du nicht alleine bist,auch wenn es sich so anfühlt.
Ich wünsche dir gute Unterstützung morgen von deinen Lieben und dir ganz viel Kraft den Tag zu überstehen!
Du schaffst das schon!
😘
LG
 
Hallo Leere?Zukunft,
danke. Wie ich das schaffen soll, weiß ich nicht.
Ich habe eine kurze Abschiedsrede geschrieben - das war mit dem Bestatter nicht vereinbart.
Ob ich das allerdings selbst vorlesen kann, bezweifle ich. Mein Schwager wird es wohl auch nicht schaffen. Vielleicht kann mein Neffe das übernehmen - der ist zwar herzensgut, aber nicht so emotional.
 
Ich kann gut verstehen,dass du die Rede nicht vorlesen kannst.
Ja,vllt ist dein Neffe so nett.
Sonst könntest du vielleicht die Rede als Brief mit beisetzen?
Nur so eine Idee.
Ich hätte kein Wort rausbekommen....
 
Den Brief mit beizusetzen ist eine gute Idee. Ich "unterhalte" mich zwar auch so mit ihm, aber die letzten "offiziellen" Worte von mir trösten mich vielleicht irgendwann, obwohl ich mir immer noch nicht vorstellen kann, dass es irgendwann einmal Trost geben kann.
 
Erst einmal mein von Herzen kommendes Beileid und eine stille Umarmung.
Wie hast du den Tag überstanden? Möchtest du hier darüber reden - oder lieber erstmal nicht?
 
Hallo Gwenoel,
danke für dein Beileid und die Umarmung.
Die Beisetzung war furchtbar. Meine Gedanken waren komplett durcheinander. Während der Trauerrede musste ich gestützt werden, da es mit die Beine weggezogen hat.

Nach der Beisetzung wollte ich alleine mit unserem Hund sein, da ich keine Gesellschaft ertragen hatte. Ich musste zwar nicht alleine sein, aber das war für mich in diesem Moment einfach besser.

Eigentlich heißt es ja, dass die Beisetzung der schwierigste Tag sei, aber für mich gilt das wohl nicht.

Heute morgen hatte ich einen kleinen "Weltuntergang". Ich trage seinen Ehering normalerweise mit einer Kette auf Herzhöhe. Heute morgen war die Kette mit Ring weg.

Ich habe wirklich alles abgesucht und bin die Gassirunde von heute morgen noch zweimal gelaufen.

Dann habe ich beim Fundbüro angerufen - dort sagten sie, ich soll am Montag nochmal anrufen.

Ich habe noch einen letzten Suchversuch unternommen. Da lag er - auf dem Kopfkissen.

Meine Erleichterung war riesengroß. Ich weiß nicht, was ich machen würde, wenn ich seinen Liebesbeweis unserer Ehe nicht wiedergefunden hätte.
 
Hallo Leere?Zukunft,
danke für deine Grüße.
Es tut unfassbar weh, dass ich nicht mehr mit meinem Mann - meinem Seelenverwandten (meinem Engel) reden kann (bzw. dass ich keine Antworten mehr bekomme). Ich leide sehr darunter, dass er mich nicht mehr in den Arm nehmen kann und dass er mir nicht mehr über den Kopf streichelt.
Ich schaue, dass ich Tag für Tag durch den Tag komme, ohne zusammenzuklappen.
Es hilft ein wenig, dass ich wieder arbeite. Aber alles im HomeOffice, da es noch nicht geht, dass ich ins Büro gehe. Ich habe aber auch Kollegen und einen Chef, die da sehr Rücksicht nehmen.
Ich weine jeden Tag, teils aus Trauer, teils wegen Selbstvorwürfen, teils wegen Selbstmitleid.
Ich wäre gerne bei ihm, aber ich habe noch Aufgaben, die versuche ich so gut es geht, zu erledigen.
Meine Familie und Bekannte versuchen mich aufzufangen, aber ich bin trotz Gesellschaft innerlich alleine.
Es kommen auch immer wieder Situationen, die mich noch mehr aus der Bahn werfen, als das ohnehin schon passiert.
Gestern ist die Rechnung vom Krematorium gekommen. Es hat mir einen Stich gegeben zu lesen, wann er eingeäschert wurde (obwohl dies ja "nur" ein Datum ist).
Ein klein wenig hilft, dass sich unser Hund scheinbar erholt (er hatte in den ersten Tagen nach dem Verlust meines Mannes angefangen, sich die Beine aufzulecken, das tut er nun nicht mehr. Er meidet auch unser Schlafzimmer nicht mehr, wenn ich da mal reingehe. Die ersten Tage ist er ja da nicht mehr über die Türschwelle gegangen)
Ich weiß, dass viele schreiben, dass es irgendwann erträglicher wird, aber ich kann es mir "noch" nicht vorstellen.
LG Elli
 

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