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Verlorene Perspektive

Nyu

Aktives Mitglied
Momentan bin ich sehr depressiv, weil es mit dem Arbeiten einfach nicht funktionieren will. ixh wünschte, ich hätte keine gesundheitlichen Einschränkungen, aber die sind nun mal da. Von den vielen Misserfolgen bin ich einfach nur noch müde. Hatte mir viel erhofft, von der neuen Stelle in der Bib. Aber leider gekündigt worden. Nichts funktioniert und je mehr Misserfolge ich erleide, desto mehr angst habe ich und traue mir noch weniger zu. Ein Teufelskreis. Wenns nach der Arge geht, sollte ich wohl in eine Behindertenwerkstatt, dafür fühle ich mich selber aber zu intelligent und fit. Jetzt habe ich auch noch die Kündigung der Wohnung wegen Eigenbedarf und bin totaö fix und fertig. ich möchte wirklich so gerne arbeiten, bin aber mittlerweile nur noch desillusioniert. Gibt es keinen Platz für mich? Dabei bemühen ich micj wirklich so sehr. Aber bin einfach traumatisiert. Zuhause fällt mir die decke auf sen Kopf. hier sind auch so viele Baustellen. Zwar habe ich mittlerweile eine Qualitative Assistenz imBereich wohnen, aber trotzdem ist es schwer für mich, meinen Haushalt zu organisieren. ich wünschte, mir würde mal irgendetwas einfach fallen. und jetzt muss ich auch noch zusammen mit meinem Mann eine neue Wohnung suchen und das alles macht mir so große Angst. ich jatte die letzte Zeit genug negative Rückschritt und Situationen und würde Emir wünschen, es würde auch mal positiv für mich weiter gehen. und ich frag mich die ganze Zeit, was mache ich falsch. wieso kann ich das nicht wie andere. Bin ich wirklich nur für eine Werkstatt geeignet? das will ich einfach nicht glauben. und dann ist da so die Wut darauf, dass ich keinen Arbeitgeber finde, der trotzdem mich akzeptiert. Aber wer würde so jemanden schon wie mich einstellen. ich sehe bei meinem Lebenslauf keine Perpektive mehr
 
Welche gesundheitlichen Einschränkungen hast du denn?

Ist vielleicht ein Arbeitsplatz in der Kundenbetreuung (Call Center) etwas für dich?
Have Konzentrationsprobleme, Depression , räumliches sehen fällt mir schwer, ... Hatte u a. Hirnblutungen und Kleinhininfarkt, habe starke Ängste, und kann mich schwer selbst regulieren. Habe viel Therapie und Co. gemacht. Man sieht es mir halt auch nicht an. säße lieber im Rollstuhl als kognitive probleme zu haben (sorry wenn das hart rüber kommt). Aber es wird mir immer angedichtet, dass ich nicht richtig zuhöre, mich besser konzentrieren sollte etc. das verstärkt meine Ängste und dann klappt es noch schlechter.

Weiß nicht so recht. Callcenter stelle ich mir sehr langweilig vor.
 
Das hast du aber ein Päckchen zu tragen ...

Ich war jahrelang in diversen Call Centern tätig. Und ja, die aufregendste Tätigkeit war es nicht, aber auch nicht langweilig.

Der Vorteil ist, du hast jedes Gespräch relativ schnell abgeschlossen - dh. du musst dich nicht ewig konzentrieren. Es bleibt keine Arbeit liegen und du hast den Kopf nach der Arbeit frei.
Außerdem gibt es meistens verschiedene Arbeitszeitmodelle.

In einem Call Center für Verkauf würde ich aber nicht (mehr) arbeiten wollten. Nur an einer Servicehotline.
 
Das hast du aber ein Päckchen zu tragen ...

Ich war jahrelang in diversen Call Centern tätig. Und ja, die aufregendste Tätigkeit war es nicht, aber auch nicht langweilig.

Der Vorteil ist, du hast jedes Gespräch relativ schnell abgeschlossen - dh. du musst dich nicht ewig konzentrieren. Es bleibt keine Arbeit liegen und du hast den Kopf nach der Arbeit frei.
Außerdem gibt es meistens verschiedene Arbeitszeitmodelle.

In einem Call Center für Verkauf würde ich aber nicht (mehr) arbeiten wollten. Nur an einer Servicehotline.
ja das habe ich. Habe auch PTBS, also viele Traumata. Schule war nicht leicht. Habe aber trotzdem irgendwie studiert. Aber die Probleme merke ich besonders beim Arbeiten. Ich trauere meinem alten Job immer noch sehr hinterher, weil er in dem studierten Bereich war und nur 19 Std. leider hats aber nicht funktioniert. Man stellt wohl gerne Menschen mit Behinderung im ÖD ein, aber so bald es Probleme gibt, na ja... wurde nicht Lösungsorientiert mit mir zusammen gearbeitet.

Ja könnte ich versuchen. Das Problem sind häufig immer Kollegen, die mit meiner Einschränkung nicht klar kommen, was mich sehr stark belastet. Immer dieses Hör doch genauer hin, war doch klar und deutlich zu verstehen, was gibt es daran nicht zu verstehen. Habe es Ihnen jetzt schon mehrmals erklärt. Das sind Sätze, die sehr viel emotional mit mir machen. Habe kein dickes Fell, weil ich eben weiß, dass ich immer wieder auffalle, wegen meiner Einschränkungen.
Ich will meinem Mann nur nicht ewig auf der Tasche liegen. Hier zuhause fällt mir die decke auf den Kopf. Mein Mann leidet zeitweise auch an Depressionen und nun müssen wir noch aus der Wohnung raus bis September. Ich mache mir halt auch die ganze Zeit Vorwürfe.
 


Ich kann gut verstehen, dass sich der Gedanke an eine Arbeit in der Behindertenwerkstatt für dich erst einmal schwer und vielleicht auch entmutigend anfühlt. Gerade wenn man sowieso schon depressiv ist und das Gefühl hat, im Leben festzustecken, kann so etwas schnell wie ein weiterer Rückschritt wirken. Deine innere
Abwehr hat also durchaus ihre Berechtigung.
Gleichzeitig möchte ich dir einen Gedanken anbieten.
Nicht als Druck, sondern als mögliche Perspektive, denn vielleicht muss eine Werkstatt ja gar keine endgültige Entscheidung sein, sondern könnte vorübergehend ein sicherer Rahmen werden.
Ein Ort mit klarer Struktur, festen Zeiten und wenig Leistungsdruck kann manchmal helfen, erst einmal wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. Vor allem dann, wenn gerade sehr viele Baustellen gleichzeitig da sind, Wohnungssituation, psychische Gesundheit, Zukunftsfragen.
Was dabei vielleicht auch entlastend sein kann: Du musst diesen Weg nicht allein gehen. Du hast mit deinem Mann offenbar einen sehr stabilen, unterstützenden Menschen an deiner Seite, eine starke Schulter zum Anlehnen. Manchmal reicht es schon, zu wissen, dass da jemand ist, der einen mitträgt, während man selbst gerade nicht die Kraft hat, alles alleine zu stemmen.
Du müsstest dort nicht "ankommen" oder dich damit abfinden, sondern könntest es als Zwischenlösung sehen, während du dich um deine Depressionen kümmerst und Schritt für Schritt klärst, was du eigentlich möchtest.
Manchmal ist es okay, erst einmal nur Stabilität zu suchen, statt sofort den perfekten Weg zu finden.
Egal, wie du dich entscheidest: Deine Gefühle sind ernst zu nehmen, und du musst dich nicht für sie rechtfertigen.
Ich wünsche dir sehr, dass du Unterstützung bekommst, innerlich wie äußerlich, und dass du einen Weg findest, der sich für dich machbar anfühlt.
 
Hallo liebe Nyu, ich kann so gut mit dir mitfühlen! Hast du eigentlich schon mal von Ex-In / Peer-Arbeit gehört? Dabei geht es darum, dass Menschen, die selbst von Krankheiten/ psychischen Erkrankungen / Behinderungen betroffen sind, andere Menschen in einer ähnlichen Situation unterstützen.
Vielleicht eröffnet das nochmal neue Perspektiven, sowohl in Bezug, dass du dir eine Beratung holst, als auch dahingehend, dass es vielleicht eine berufliche Perspektive wäre?
Peers arbeiten zB oft in Beratungsstellen oder auch in den EUTBs, ich lasse dir mal noch 1,2 Links da:

 
Hallo liebe Nyu, ich kann so gut mit dir mitfühlen! Hast du eigentlich schon mal von Ex-In / Peer-Arbeit gehört? Dabei geht es darum, dass Menschen, die selbst von Krankheiten/ psychischen Erkrankungen / Behinderungen betroffen sind, andere Menschen in einer ähnlichen Situation unterstützen.
Vielleicht eröffnet das nochmal neue Perspektiven, sowohl in Bezug, dass du dir eine Beratung holst, als auch dahingehend, dass es vielleicht eine berufliche Perspektive wäre?
Peers arbeiten zB oft in Beratungsstellen oder auch in den EUTBs, ich lasse dir mal noch 1,2 Links da:

Das klingt interessant. Danke. Werde ich mir mal anschauen
 
ja das habe ich. Habe auch PTBS, also viele Traumata. Schule war nicht leicht. Habe aber trotzdem irgendwie studiert. Aber die Probleme merke ich besonders beim Arbeiten. Ich trauere meinem alten Job immer noch sehr hinterher, weil er in dem studierten Bereich war und nur 19 Std. leider hats aber nicht funktioniert. Man stellt wohl gerne Menschen mit Behinderung im ÖD ein, aber so bald es Probleme gibt, na ja... wurde nicht Lösungsorientiert mit mir zusammen gearbeitet.

Ja könnte ich versuchen. Das Problem sind häufig immer Kollegen, die mit meiner Einschränkung nicht klar kommen, was mich sehr stark belastet. Immer dieses Hör doch genauer hin, war doch klar und deutlich zu verstehen, was gibt es daran nicht zu verstehen. Habe es Ihnen jetzt schon mehrmals erklärt. Das sind Sätze, die sehr viel emotional mit mir machen. Habe kein dickes Fell, weil ich eben weiß, dass ich immer wieder auffalle, wegen meiner Einschränkungen.
Ich will meinem Mann nur nicht ewig auf der Tasche liegen. Hier zuhause fällt mir die decke auf den Kopf. Mein Mann leidet zeitweise auch an Depressionen und nun müssen wir noch aus der Wohnung raus bis September. Ich mache mir halt auch die ganze Zeit Vorwürfe.

Das Problem sind nicht die Kollegen. Du hast nicht akzeptiert, dass die Aufgaben zu schwer für dich waren. Was soll die Kollegin machen, wenn sie es dir zig mal erklärt und du es trotzdem falsch machst?

Ich hatte dir geraten, eine Stelle im Bereich zu suchen, der im Backoffice ist.

Du hast mit deiner Chefin gesprochen, was die Probleme sind und dir wurde in der Probezeit gekündigt. Es muss nun eben funktionieren, und wenn es nicht klappt, dann hat es eben nicht funktioniert.

Suche nach einfachen Tätigkeiten ohne Kundenkontakt, wo du selbständig arbeiten kannst ohne viel Zeitdruck.
 
Hallo Nyu,

ich kann absolut nachvollziehen, dass du in der Situation vollkommen fertig bist. Ich frage mich gerade, ob du offiziell einen Schwerbehindertenausweis hast? Wenn deinem Arbeitgeber deine Einschränkungen bekannt war, finde ich es eigenartig dir Anweisungen zu geben „dich besser zu konzentrieren“. Ist die Kündigung tatsächlich rechtens? Bist du vielleicht Mitglied eines Gewerkschaftsmitglieds und kannst überprüfen lassen, ob die Kündigung rechtens ist?

Das mit der Eigenbedarfkündigung ist auch bescheiden. Aber auch hier würde ich das überprüfen lassen. Geh zu einem Mietverein und lass die drüber schauen. Vielleicht ist das nichts rechtens und ihr müsst doch nicht weg. Ich drück die Daumen.
 

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