Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Verliert das Wort "Freund" an Bedeutung?

Eigentlich bin nicht ünerrascht, das der Begriff Freundschaft heute so mißverständlich gleichgesetzt wird mit Liebesgefühlen und sexuellen Begehren.
Dem ist nicht so, da Freundschaft ein unbegehrliches Verstehen, Sympathie und eine dauerhafte Vertraurheit je länger sie andauert auch emotionale Wucht entwickeln kann. Freundschaft ist so kostbar wie die Liebe, allerdings begehrt sie nicht sondern ist ein stand by durch aufrichtige Zuneigung und oft wenn sie richtig verstanden wird oft Dauerhafter wie manche Ehe. Sie gibt, hilft, versteht und man freut sich einfach zusammen, wenn etwas gelungen ist und wenn es den anderen gut geht und so wundert es eben nicht das man für Freunde gerne auch Bäume ausreißen geht, wenn es sein muß. Wenn einer meiner freunde traurig ist und allzugerne sein Ego schamhaft verbergen will, dann grinse ich einfach breit über meine Gesichtsbacken und drücke ihn und alles seiht wieder freundlicher aus.
Freunde begehrt man nicht, man mag sie einfach weil sie einem durch ihr Wesen vertraut sind und einem einfach liegen und man sagt oft auch "Freunde fürs Leben" und diese wächst, je länger sie dauert und wird einen zum Verlust und für mich ist gerade die Unbegehrlichkeit, jenes I-Tüpfchen, das sie von egoistischen Begehren unterscheidet, weil sie selbstlos ist und dem kann sich keiner , seien wir ehrlich, aus sympathie entziehen und das ist schon der Beginn einer wunderbaren Freundschft. Man kann sorglos über alles quatschen und ist dennoch ungebunden und frei von Gefühlsmissverständnissen und sie kann unkompliziert spontan sein, ebenso lebhaft und nachdenklich und selbst im zusammen schweigen bleibt man verbunden. Ich kann es Euch nicht besser erklären, aber vielleicht hilft es euch zu verstehen. Wünsche Euch ein gutes Weihnachtsfest und lächle Euch zu! 🙂))) Jöri
 
Gerade Vertrauen und Loyalität scheinen veraltet zu sein.

Ich bin es leid mir von sog. "Freunden" anhören zu müssen, dass ich komische Vorstellungen habe.


Chibi,

viele Menschen, die von "Freunde" sprechen meinen in Wahrheit "Bekannte" oder "Freizeitpartner". Bekannt- und Freizeitpartnerschaften haben natürlich einen unverbindlicheren Charakter als klassische Freundschaften.

Doch es ist nicht nur ein Definitionsproblem. Wissenchaftler haben längst erkannt, daß Kommunikationsmedien wie Anrufbeantworter (damit fing es in den 80ern mal an), SMS, Email, etc. das Leben nicht nur praktischer machen, sondern auch die Möglichkeit bieten, mehr Distanz aufzubauen, vor allem wenn es darum geht, unangenehme Gespräche zu vermeiden oder Konflikten auszuweichen. Man ist dann eben einfach nicht erreichbar, wenn eine bestimmte Nr. im Display aufscheint. Oder man schickt einfach Minuten vor dem verabredeten Termin ein SMS, daß man es doch nicht schafft. Oder man wechselt die Email-Adresse, wenn es einem gänzlich zu bunt wird.

Seit den 1990ern haben diese Möglichkeiten unsere Umgangs- und Kommunikationsformen nachhaltig verändert, und das leider nicht immer zum Besten. Gesprächsmuffeligkeit oder Angst vor zuviel Nähe gab es schon immer, aber noch nie war es so leicht, Menschen einfach wegzuklicken oder sich selbst irgendwo auszuklinken, sich zu drücken bzw. abzutauchen.

Das ist nicht die Schuld der Geräte an sich (sonst müßte man ja auch "das Fernsehen" dafür verantwortlich machen, daß Familien abends stundenlang lieber glotzen, statt sich miteinander zu unterhalten, zu musizieren, zu spielen, etc.) sondern es liegt daran, daß viele Menschen sie ohne Sinn und Verstand nutzen, es liegt an ihrer Gedankenlosigkeit, gepaart mit Bequemlichkeit und mitunter auch Feigheit.

Freizeitpartner- und Bekanntschaften sind Beziehungsformen, die auf Zweckmäßigkeit beruhen. Man geht halt mit jemand zum Turnen und ab und zu braucht man mal eine Begleitung ins Theater, oder einfach nur um Dritten zu demonstrieren, daß man "Freunde" hat und kein einsamer Sonderling ist. Freunde hingegen sind Seelenverwandte, zu denen man sich wirklich hingezogen fühlt. Sie fehlen einem, wenn man sie nicht regelmäßig sieht und man hat das Bedürfnis, mit ihnen zu kommunizieren, und das weit über den üblichen Small Talk hinaus. Freunde hören einander zu, sie akzeptieren und respektieren einander und sie gehen zusammen durch dick und dünn.

Die meisten Menschen haben entweder gar keine, oder nur ganz wenige Freunde im klassischen Sinne. Manche sind zwar ständig von einer Traube Menschen umgeben, aber eben weil sie wie die Schmetterlinge von einem zum anderen fliegen, bauen sie zu keinem eine wirklich nachhaltige Bindung auf. Betrachtet man solche Paradiesvögel unter der nüchternen Lupe, hält das Sein oft nicht, was der oberflächliche Schein suggeriert.

Man sollte sich meines Erachtens nicht so leicht blenden lassen, sondern stets skeptisch bleiben und einen Blick hinter die Fassade riskieren, bzw. auf das konkrete Verhalten der Menschen achten - meist trennt sich dann rasch die Spreu vom Weizen.
 
Dieser hat nun zu mir gesagt, dass wir nicht zu ihm passen und er daher die Freundschaft beendet. Das an sich ist vollkommen ok, doch leider sagte er dies nur zu mir und ich gab es an die anderen weiter, damit sie ihn nicht mehr einladen. Es waren mehrer Sachen geplant und der Freund hatte ausdrücklich zu mir gesagt, er will nicht mehr von uns belästig werden.


Hallo Chibi,

hatte dieser Mensch Dich denn ausdrücklich darum gebeten, daß Du den anderen Bescheid sagst?

Ich finde eigentlich nicht, daß das Dein Job ist. Wenn er nicht mehr von Euch "belästigt" werden will, dann sollte er zumindest den Mumm haben, das auch den anderen selbst zu sagen, wenn sie es tun.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben