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Verliebt in meine Therapeutin..

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Gast

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Ich (w, 22) mache seit 3 Monaten eine analytische Therapie.
Meine Therapeutin ist ca. 20-25 Jahre älter.. und ich habe mich total in sie verliebt! Das gleiche ist mir schon bei meiner früheren Therapeutin passiert .
Ich bin total verwirrt..ich weiß gar nicht warum mir das immer wieder passiert? Ich muss die ganze Zeit an sie denken und in den Sitzungen bin ich so durch den Wind , dass ich mich natürlich auf gar nichts konzentrieren kann.
Diese Distanz ist auch so schwer zu ertragen- sie sitzt ziemlich weit weg von mir, sie berührt mich nie und sie siezt mich natürlich.. ich hasse diese Distanz , ich will ihr nahe sein, ich bin total verrückt nach ihr. Ich schätze , ich sollte es ihr sagen, aber ich habe Angst, dass sie dann noch mehr auf Abstand geht :-( Das macht mich so verrückt, ich wusste ganz genau ,dass ich mich in sie nicht verlieben darf.. und es ist trotzdem passiert.. was soll ich nur tun? Ich würde ALLES dafür geben, um ihr nahe zu sein, ich kann an nichts anderes mehr denken.. Hilfe!
 
Hallo!

Mit dem Verlieben ist es so eine Sache. Man kann so was nicht mit Logik erklären, dennoch denke ich, daß es sich bei Dir um eine Reaktion auf die Aufmerksamkeit Deiner Therapeutin handelt.

Also wenn Dir jemand Zuwendung, vielleicht einfach nur etwas Zeit schenkt, reagierst Du mit einem Gefühl der intensiven Zuneigung.

Das ist ja was ganz Natürliches, besonders gut bei Kindern zu beobachten, aber vielleicht solltest Du mal darüber nachdenken, und versuchen, etwas Gelassenheit in Deine Gefühlswelt zu bringen.

Einfach deshalb, damit Du Deine Gefühle BETRACHTEN kannst, anstatt sich davon überwältigen zu lassen.

Ich weiß, es ist nicht leicht, und es soll auch nicht klugscheißerisch klingen; ich kenn so was ähnliches auch.

So, wie Du schreibst, dürfte es einen erheblichen Mangel an Zuneigung und Zuwendung in Deiner Kindheit gegeben haben, und somit wird man sehr empfänglich für alles, was mit menschlicher Aufmerksamkeit zu tun hat.

Tja.................🙁

Liebe Grüße

Marcus
 
Sprech deine Therapeutin darauf an. Sie wird dir erklären, dass das völlig normal ist und das es vorüber geht. Das nennt man "Übertragung".
 
genau in der situation bin ich gerade auch.nur ist es bei mir meine vertrauenslehrerin,die 15 jahre älter als ich bin.habe ihr meine gefühle über sms gesagt.sie ist für die problemgespräche trotzdem noch bei mir,aber irgendwie ist distanz entstanden.vorher hat sie mich weigstens 2 mal in den arm genommen.doch jetzt? ertrage den zustand kaum noch,es wird von tag zu tag schlimmer.möchte sie so gerne für mich gewinnen,sie steht sogar auf frauen,nur wie? sie kennt ja nur meine problemseite
 
Hallo!
Also irgendwie kommen mir die Situationen bekannt vor ;-)
War jahrelang in meinen Musiklehrer verliebt, mach jetzt seit 3 Monaten eine Therapie (teilweise wegen ihn) und hatte kürzlich auch den Gedanke, ob mir meine Therapeutin nicht doch mehr bedeuten könnte (obwohl ich eigentlich hetero bin). Mir kommt dieses gesietze auch komisch vor... sie weiß mehr als sonst jemand von meinem Leben und ich sieze sie...
Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass sie genauso eine Vertrauensperson ist, wie es mein Lehrer war. Da ist jemand, dem man alles erzählen kann, die geheimsten und intimsten Dinge und die einen auch noch dabei helfen will mit den Problemen klarzukommen.

Ich denk mir, dass bei dir auch das der Grund ist (besonders weils ja schon die 2. therapeuthin ist). mal dran gedacht es ihr zu sagen? wahrscheinlich kommen Therapeuten immer wieder in diese Situation und wissen auch damit umzugehen, und bevor du dich komplett unglücklich machst...

Jedenfalls alles gute!
 
Hallo,
ich weiß, das ist sehr schlimm. Mir (w / 38) ist das selbe vor ca. einem Jahr mit meinem Therapeuten passiert. Ich denke es gibt nur eine Lösung: Sprich es in der Therapie an!
Das ist nicht leicht. Bei mir war es die Hölle. Aber glaub mir, es wird dadurch besser.
Für Therapeuten ist das auch überhaupt nichts außergewöhnliches. Das passiert ständig. (Was allerdings nie passieren darf ist das der Therapeut oder die Therapeutin ein Verhältniss mit dem Klienten anfangen. Da können Sie ihre Zulassung verlieren, wenn sie das tun. Das heißt nämlich, dass Sie die Situation ausnutzen.)
Auch wenn es schwer fällt. Sag es ihr. Sonst vertust Du nur wertvolle Therapiezeit.
Ich habe auch fast ein Jahr gebraucht bis ich es ansprechen konnte.
(Und ich habe in dieser Zeit total gelitten)
Aber anschließend fühlst Du dich viel besser. Glaub mir.

Alles Gute!
RosaRosa
 
Liebe Leute!
Mir ist das gleiche "Phänomen" passiert. Bin jetzt mitlerweile schon 2 Jahre
aus der Psychotherapie aufgrund massiver Alkoholprobleme. Die gute Frau
hat es tatsächlich geschafft aus mir einen ganz neuen Menschen zu machen,
sie geht mir absolut trotz ca. 15 Jahre Altersunterschied einfach nicht
mehr aus dem Sinn, ich kann mich kaum noch auf die wirklich wichtigen
Sachen konzentrieren. Es war einfach so schön bei Ihr, sich zu unterhalten.
Habe nach 1 Jahr Briefkontakt ein Kontaktverbot von der guten Frau erhalten,
was mich total aus der Bahn geworfen hat. Ich, 39, m. bin zum Glück aber
so stark, das ich immer noch trocken bin, am 01.07.09 schon 3 Jahre.
Ich kann und möchte SIE nicht vergessen, was Sie aus mir gemacht
hat und werde immer IHR dankbar sein. Wenn ich alles vergessen würde,
besteht ja auch wieder die Gefahr, dass ich wieder in mein altes Leben
zurückkehre, deshalb darf ich SIE auf gar keinen Fall aus meinen Gedanken
streichen. Ich werde bald wieder eine neue Psychotherapie machen,
auf die ich mich schon sehr freue.
Ich halte dieses Phänomen, daß sich der Patient in seine Therapeutin
bzw. Therapeuten verliebt als vollkommen natürlich und normal!!!
Wie bitteschön soll denn sonst ein solcher Gedankenumschwung in ein
ganz neues Leben funktionieren, wenn nicht diese Sympathie und Nähe da
ist. Ich gebe mein Leben ja keinem mir unsympathischem Menschen
preis. Das ungewönliche ist ja auch, daß wenn einem so etwas im
"wahrem Leben" passiert, das man sich dann darüber mit der betreffen-
den Person unterhalten kann, aber in diesem Falle kamen ja nur
Computerausdrucke als Antwort.
Also, ich hab den Kaffee heute mal wieder richtig auf und würde mich
über eine Antwort bzw. einen Ratschlag sehr freuen.
Schon im Voraus alles Gute für alle Leidgeplagten und schönen
Tag noch wünscht der Exe
 
Hallo Leute,

ja, das Thema Liebesübertragung oder Übertragungsliebe.
Mittlerweile ich es ein Thema für mich geworden, an dem ich gern forschen würde, denn auch wenn es hier einige behaupten, können leider die wenigetsne Therapeuten, Lehrer und Pädagogen damit umgehen...Sie nehmen es oft viel zu sehr als persönliche Belastung an und kennen sich wenig damit aus. Wie auch ? Bücher gibts ja kaum dazu. Gerade mal ein Film und der ist schon uralt : Mädchen in Uniform.

Als ich 14 war, war ich verlienbt in die Therapeutin, doch ich hatte Glück. Nach der Therapie in der klinik bot sie mir weitere Therapiestunden ambulant an und das gab mir das, was ich brauchte: Eine langsame Ablösung. Sie wuste auch, dass ich sie bewunderte - aber es wurde kei Thema. Irgendwann habe ich mich dan unbewusst selbst gelöst, weil ich weiter weg wohnte und die Fahrerei mir auf die Nerven ging.

Jahre später hat sie mich kontaktiert. Seit dem bin i ch mit ihr im E-mail-kontakt- seit circa 8 Jahren. DAs wurde irgendwann privat und ich begann auch mein psychologiestudium udn unsere Themen waren sehr ähnlich- auch die Lebenshaltung.

Letztes Jahr traf iuch sie auf einen Kaffe in Hamburg.

Wir haben über das Thema nie wirklich sprechen müssen. Es war auch nicht so stark - aber ich habe mich oft gefragt, wie ich mich löste. Heute weiss ich es:Sie hatte nie Ängste. Sie hat nie mit Distanz reagiert, sondern eher noch auf ihr Gefühl gehört und mich gefargt wie es mir geht- Jahre später.Und ich wurde ganz gewöhnlich angenommen und sie gab mir Zeit ohne es zu dramatisieren.
Ich bin sicher, wenn wir es bearbeiotet hätten, hätte sie es gespiegelt.

Aber jetzt kommts:

Ich war dann 18.
Und dann war ich im Betreuten Wohnen.
Da passierte es mir wieder.
Diesmal war es extrem.
Ein halbes Jahr später wollte ich schon nicht mehr leben.
Sie hat es in der Extremvariante nie erfahren gehabt, aber ich war mit ihr im Kontakt.
Ich sah sie selten und irgendwann schrieb ich ihr, wie ich fühle etc. Sie wusste damit nicht umzugehen und erst behandelte sie mich wie normal, aber dann wurde sie unsicher.
Irgendwann brach sie den kontakt ab.
Soi wie im Fall oben.

Der Konatktabbruch bedeutet aber:
Da gibts endlich die Ersatzmama, die ich mein leben lang suchte und dan ist diese auch noch sooo scbheisse..d.h, es tut 10 Mal so weh, wie wenn jemand verlassen wird. es ist quasi wie der tod der eigene Mutter, würd ich sagen.
ich wollte ernsthaft nichtmehr leben und ging nicht menr zur schule.
Aber ich versuchte ihr schriftlich zu erklären, dass es mir zu schnell war und ich das so nicht schaffe.
ein jahr später traf ich sie mit dem chef. sie sagten zu mir: Wir werden dich bald wegen stalking anzeigen....


Naja, dass es dann traumatsich war, liegt ja auf der Hand...

So wie in diesem Heimverbund geht es natürlich nicht..
es gubt endliche Leute, die es erstens nie in der supervison ansprechen, weil sie sich schämen, dann gibts einige, die es mit VERLIEBSTSEIN einfach gleich setzten, aber so was wie Spiegelung oder einfühlung..das kommt selten vor..

Ich hatte zwei Beispeile. im ersten war es nicht so doll, aber ihr seht: ich wurde nie abgelehnt und es wurde nie zu dem ERSATZMUTTERTHEMA.
Bei der zweiten Pädagogin wurde ich radikal abgelehnt. Natürlich wollte ich Einfühlung haben und eine hilfestellung meine gefühle zu verbalisieren.


Zu euch:

Zu dem herrn, wo die therapeutin den Kontakt abbrach. Wenn du dich traustr, würd ich ihr gegenüber verbalisieren, dass du dir mehr Vertrauen und aufrichtigen Austausch gwünschts hättest.

Zu dir, die am Anfang den Tread begonnen hat:

Wenn du es verbalisiert, sage ihr: Es ist eben vielleicht Projektion oder ist doch egal was es ist- aber was ich brauche ist: Auffangung und ich brauche gerade eine Hilfe, wie ich mit der suche nach einer `Mutter in dieser welt`umgehen kann- also es ist nicht ihr Thema und vielelicht sind sie es auch nicht, aber es ist eins meiner Themen - und das berechtigt..denn jeder mensch benötigt wertschätzung und zuhörer und bei Patienten ost es nun einmal gewöhnlich, dass der therapeut derjenige ist..
Und was so ein Patient benötigt ist vorallem : Einfühlung - egal von wem..Aber er benötigt dies.
Jeder Therapeut, der mit Distanz und Angst reagiert, hat das Thema nicht verstanden. Aber es passiert fast immer..Leider !

Zum Sitzen: Die analytische Therapie legt Wert auf dies Distanz. Frag mich nicht wieso. Ich halte diese Schutzfunktionen für Überbewertet.
In der Carl Rogers Therapie oder im spirituellen Rahmen ist der therapeut dem Schützling deutlich näher und der Schützlich siehst, dass es nicht nur eine methide ist.
Denkt der Schützling, die Therapie sei Methode, so reagiert er automatisch beschämt und es ist umso schwieriger die gefühle authentsich zu verbalisieren.

Also könnt ihr auch sagen: Ich will gemocht werden, auch wen sie nicht dafür bezahlt werden würden. Und das will ich spüren. das oist mir wichtig...

Mal schauen, wie sie reagieren..

Ein Tipp noch: den Stoff, den man in sich trägt, dem therapeuten abliefern und ihm dann das drehbuch überlasen ..Quasie es raus lassen un dann mal schauen, was er damit anfängt. Agiert dieser gar nicht, dann ist warscheinlich selbst hilflos..Leider !
 
Hallo Gast,

deine Ausführungen finde ich interessant! Habe aber ein paar Fragen...

Ich bin sicher, wenn wir es bearbeiotet hätten, hätte sie es gespiegelt.

Wie meinst du das? Und was bedeutet Spiegelung direkt?

Habe ich das richtig verstanden, dass es hier um zwei Therapeutinnen geht? Die erste war jene, die von sich aus den Kontakt wieder aufnahm? Die keine Distanz zeigte und keine Ängste hatte? Seid ihr jetzt immer noch im Kontakt?

Und wie meinst du das? : Also könnt ihr auch sagen: Ich will gemocht werden, auch wen sie nicht dafür bezahlt werden würden. Und das will ich spüren. das oist mir wichtig...

Das liegt doch aber auf der Hand, dass es nicht so ist - leider! Welche Therapeutin/Therapeut würde da positiv reagieren?

Würde mich freuen, wenn du noch mal schreibst! Bist Du denn mit der ersten Therapeutin immer noch im Kontakt? Und wenn ja, wie gestaltet er sich?

Gruß von Lonelymoon
 
Hallo noch einmal,

ja, danke für die interessanten Fragen:

Spiegelung bedeutet ja nichts weiter, als ein SPIEGEL für den schützling sein. D.h. wer Ahnung vom thema Liebesübertragung hat ( Leider nur wenige), kann damit auch auf professionelle Art und Weise umgehen.
Das erste Problem was aber auftaucht, ist das Distanzproblem. Etwa 80 Prozent
( meine Meinung) ist mehr damit beschäftigt sich vom Klienten abzugrenzen statt erstmal zu vertrauen. Es gibt ja auch immer den slogan: Grenze dich ab...
Aber dabei vergisst man schnell, dass diese Abgrenzung mehr dazu führt, dass man nur noch ne einskalte Fläche ist, womit Klienten nicht umgehen können, sich nicht aufgehoben fühlen udn im Endeffekt, hat sich der Therapeut damit geholfen, weil er zwischen Vertrauen und Selbstschutz nicht genug in der Mitte dielen konnte. Wir neigen dazu ins Extrema zu gehen. Und das Extrema, sich abzugrenzen ist sehr beliebt. Am Arbeitsplatz heisst es immer: Nichts über sich persönlich rein bringen. Zu Hause heisst es dann: den Job vergesssen. Im Prinzip besteht der Tag daraus, ständig Dinge, die eh im kopf sind zu versuchen auszulöschen..Quasi kalt zu werden.. aber das kann nicht der Sinn sein, wenn man therapeutisch unterwegs sein möchte..
Der Sinn eines Therapeuten besteht darin, sich selbst kennen zu lernen, nämlich so gut, dass man genau weiss, was die eigenen Themen sind, und was nicht. Und wann man das weiss, ist man in der Lage aufrichtig vor dem Klieneten damit umzugehen und sich selbst auch mal verletzlich zu zeigen ( Carl Rogers)..Wenn man das kann, kann man in dem Moment, wo der Kleinet verliebt ist, genau unterscheiden, was man selbst als Therapeut fühlt, denn man fühlt ja auch..Und was vom Klienten ausgeht. Weiss man dass, dann kann man quasi dem Klienten spiegeln, was der Stoff vom Patienten ist und was der eigene Stoff ist..Und meist ist es beim Patieten so, dass der Patient verliebt ist, weil er zum ersten Mal die Wertschätzung erhält, die er zuvor nicht hatte. Daraufhin projekziert man.. Deswegen auch Projektionsfläche. Tun wir ja alle eh..Auch die Therapeuten..Und wenn der Patient also projekziert, ist es wichtig das zu durchlaufen und sich auch als Fläche anzubieten, sprich den Prozess nicht einfach falllen zu lassen, sondern dem Klienten den Raum geben, sich den stoff anzusehen und zu durchlaufen, um es in Ausdruck zu bringen bzw. es zu spüren. Es kann sein, dass man sich schämt. Ich habe mich einfach nur geschämt. Aber dann ist es möglich auch unterschiedlich damit umzugehen, z.b. in dem der Patient was malt oder spielerisch..wie auch immer..Aber der Patient wird nur aufgefangen, wenn er die Chance bekommt, seinen Bedürfnisse und Emotionen den Raum zu geben und im Endeffekt diese zu transformieren..d.h. seine Mutterersatzsuche ( sag ich mal) damit endlich zu beenden..Man sucht ein Leben lang diese Mutter, die man vielleicht nicht hat und dann kommt auch noch son Therapeut daher, der dann in dem Moment sich abgrenzt..Na toll ist das nicht enttäuschend ? Deswegen ist das Thema irre wichtig, dass es auch mal verstanden wird. Kaum ein Thema ist so tief in der Therapie, wie dieses..

Und deswegen auch der satz: Ich will das du mich magst, auch wenn du nicht dafür bezahlt wirst.. der satz ist irre tranzparent und in Wahrheit fühlt diesen satz jeder Patient. Man will mit Haltung angenommen sein. Man will keinen Therapeuten der eiskalt vor dir sitzt. Man will in der Therapiue spüren, dass mit Herz und Haltung wirklich angenommen ist und das man nicht Objekt einer dummen Therapiemethode sein will. Und die Aufgabe der Therapie ist es, dem Klienten die Chance zu geben, wirklich zu spüren, dass er hier ein Auffangbecken erhalten wird. Das ist die eigentliche Aufgabe von Therapie..

Zu mir: Nein, die erste Therapeutin..die Geschichte war nie so tief. ich hab mit ihr nie wirklich drüber geredet, weil ich mich auch schämte. Ich war 14, als es passiert ist und von alleine habe ich mich gelöst, weil ich aus der klinik war. Später - etwa 3 Jahre danach hat sie mich kontaktiert und daraus entstand eine E-mail-Freundschaft und es kam zu einem Treffen. Aber es ist über 10 Jahre her, dass ich ihre Patientin war.
Heute bin ich so reflektiert, dass ich es mit ihr besprechen könnte, aber ich weiss auch, dass ich sie damals als Fläche benutzt habe, weil sie die erste Therapeutin war, dir mir zuhörte.
Aber ich denke, ihre Art war es vorallem, mir den Raum zu geben, auf sie zu projezieren ohne Distanz, weil sie warscheinlich vertraut hat, dass ich diese zeit benötige und es dann durchlaufe.

Die Sozialpädagogin hat mit Angst reagiert und von mir erwartet, dass ich ihre Hilfe anehme. Und wenn ich das nicht tat, war sie oft enttäuscht. Und im Endeffekt reagierte sie zunehmend mit Angst und Sorge, weil sie nicht wusste, wie sie mir helfen konnte und auch nicht wusste, warum ich auf sie stand. Und am Ende hat sie mich dann schuldig gesprochen und sich zum Opfer erklärt, weil sie nicht mehr für sich selbst sorgen konnte ...Dann kam Distanz und ein Prozess, die übertragung zu durchlaufen kam nie zu stande.

Und jetzt hat sie Angst das anzusehen, weil es eben schief lief...

Es ist traurig, weil es mir in meinem Leben irre viel nimmt..denn ich wurde ja zum zweiten mal von der MAMA verstossen und deswegen ist es auch so traumatisch.
Zum anderen hat sie nie die Chance wahrgenommen, sich selbst und ihre eigenen Grenzen im Beruf anzusehen.

Wer sich selbst nicht kennt, hat es schwer in dem Beruf.
Aber ich glaube, die Meisten erfüllen das nicht und deswegen läuft Therapie sehr oft anders, als erwartet...
 

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