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Verliebt in die Therapeutin/Beraterin?

Dann wäre es gut für dich, Annalena zu lernen, wie man anderen nicht allzu viel Macht über sich gibt.

jemand, der dich nicht will, ist es doch nicht "wert", dass du mehr empfindest als er für dich. Damit begibst du dich in dieses Abhängigkeitsverhältnis und in eine Opferrolle.

Pass auf dich auf. LG
 
Ich war zwar noch nie in meinen Doc oder Thera verliebt.

Aber ich hatte starke Gefühle für Männer, die bereits in festen Händen waren, oder einen gewissen Bekanntheitsgrad hatten und mich nicht kannten.

Immer wieder haben mich ihre Zurückweisungen oder ihr Desinteresse getroffen.

Das ist auch immer weiter so gegangen, bis ich mich gefragt habe, ob ich einfach nur die Bestätigung für mein negatives Selbstbild haben will.

Bei mir wurde eine neurotische Depression festgestellt, früh schlechte Erfahrungen und irgendwann sorgt man selbst für erneute schlechte Erfahrungen oder sieht Widrigkeiten im Leben als Bestätigung für das eigene Versagen.

Aber nicht alle Widrigkeiten oder Zurückweisungen haben mit einem selbst zu tun.

Meine rhethorische Frage: Wenn man schon geprägt ist durch eine schwere Kindheit und Schulzeit, warum dann noch mehr nach schlechten Erfahrungen suchen.

Keine Ahnung, warum ich das schreibe.

Viele Grüße
 
Irgendwie hast du ja recht,aber das ist echt schwer abzustellen.
Bei mir hatte man mal Verdacht auf Depressionen und eine histrionische Persönlichkeitsstörung.

Eigentlich will ich ihr ja erzählen,dass das ein Zwang ist,aber andererseits möchte ich ihr sagen,wenn es passiert,dass ich mich in sie verliebt habe,aber ohne den Zwang zu erwähnen,denn ich habe Angst,dass sie mich dann nicht mehr ernst nimmt.
 
Es wäre unprofessionell von ihr, wenn sie dir "den Vogel zeigen" oder dich nicht mehr ernst nehmen würde.

Wenn du das als ein Problem siehst, das sich verlieben, dann solltest du das auch ansprechen.

Denn Schweigen kann das Problem verschlimmern.
 
Ja, das kenne ich auch, eigentlich läuft es nur so bei mir,
dass ich mich in "unerreichbare", meist viel ältere Personen verliebe, wo manchmal
sogar von vornherein feststeht, dass daraus nie was werden wird.
Meistens hat das was mit Bindungsangst zu tun, weil einem diese
unerreichbaren Menschen ja nicht "gefährlich" werden können...

Bei mir dürfte das auch ein Faktor sein, diese Bindungsangst.

Erlernte Muster die über Jahre vorhanden sind, lassen sich nur ganz langsam nach und nach schwächen. Es ist eine sehr zähe Arbeit.
 
Ja,Bindungsangst kann auch sehr gut möglich sein.
Mittlerweile bin ich 17 und es hat sich nichts verändert.
Irgendwann werde ich ihr bestimmt davon erzählen,aber wenn ich vorerst diese "Sucht" nicht erwähne,
denke ich mir immer,dass dann noch eine Möglichkeit besteht,dass sie die Gefühle irgendwann erwidert.

@Blume :
Ich bin durch eine meiner Lehrerinnen dort gelandet.Ich verstehe mich mit dieser Lehrerin sehr,sehr gut.Wie eine zweite Mutter eben und ihr zu Liebe bin ich dorthin.Ich habe mir von vornherein gedacht : "Bitte lass den Berater nicht weiblich sein!" Weil ich genau wusste,dass das mit den Gefühlen passieren würde,wenn sich jemand intensiv um mich kümmert.
 
Das ist bei mir ganz genauso, dieses intensive Kümmern... Meine Beraterin sagte damals, dass hätte was mit emotionaler Vernachlässigung als Kind zu tun. Aber das gab es bei mir eigentlich nicht.
Bei Dir kann man das irgendwie noch verstehen, Du bist ja praktisch noch in der Entwicklung 😉.
Lass es nur nicht zu, dass Du auch in 20 Jahren noch darunter leidest.
Fühlst Du Dich denn im allgemeinen auch zu Frauen hingezogen?

Bei mir ist es immer das Problem,dass,wenn ich intensiv daran denke,dass ich sie vielleicht irgendwann lieben werde,dann passiert das auch.Ich rede mir das quasi schon ein.Würde sie mir das nächste Mal sagen,dass sie verheiratet ist und Kinder hat,wäre ich irgendwie auch sauer auf sie.Eigentlich hätte ich dazu keinen Grund,aber in diesem Moment bin ich es einfach.Und eigentlich hasse ich Leute,die sich nur wegen ihrem Beruf um einen kümmern.Denen eigentlich nichts an einem liegt...die nur dafür bezahlt werden.

Die Frage,ob ich mich zu Frauen hingezogen fühle,habe ich mir schon oft gestellt.Lass es mich so erklären :
Hätte ich meine Beraterin auf normalen Wege kennen gelernt,wäre ich bestimmt nicht so fasziniert von ihr gewesen. Das gleiche gilt auch für meine Lehrerin.Erst wenn dieses Abhängigkeitsverhältnis dazu kommt und das Gefühl,dass sich jemand Sorgen macht,dann entstehen diese Gefühle.Wenn ich weiß,dass das eigentlich unmöglich ist,will ich es umso mehr.
 
Bei mir genau das gleiche. Ausgenommen vielleicht, dass ich sauer auf sie wäre.
Ja, es ist schwierig, emotional nachzuvollziehen, dass sie sich nur um Dich kümmert, weil es eben ihr Beruf ist. Vom Kopf her ist es natürlich klar. Aber es gibt ja auch Menschen, die kümmern sich um Dich und mögen Dich, die Du nicht dafür bezahlen musst... Freunde, Deine Eltern(?)...

Ja,das ist hart.Aber die Lehrerin,die mich zu der Beraterin "geschleppt" hat,zu der hatte ich vorher auch so ein Verhältnis und dachte,sie würde das nur tun,weil das eben ihr Job ist.Aber nach und nach haben wir ein sehr enges Verhältnis gehabt und sie denkt oft an mich (hat sie selbst gesagt 🙂 ) aber sie ist eben mehr eine Mutter als alles andere.

Wenn sie Dich sonst nicht fasziniert hätte, hat es mit der Unerreichbarkeit zu tun und mit ihrer Rolle als Therapeutin. Stell Dir vor, Du sähst sie auf einer Kunstausstellung o.ä., da wäre sie dir vermutlich nie aufgefallen.
Sie wendet sich Dir zu, das ist es.
Vielleicht hat das Deine Lehrerin erkannt und Dich genau wegen dieser Problematik zu ihr geschickt?

Du hast jetzt die Chance, es mit ihr zu klären, versuche es.

Nein,meine Lehrerin hat mich aus einem anderen Grund zu ihr geschickt.Das weiß ich hundertprozentig.
Mit wem soll ich es klären? Mit meiner Lehrerin oder mit der Beraterin?
 
Die Lehrerin war noch nie "meine" Lehrerin.Sie ist nur eine von vielen an meiner Schule.Sie hat mich nie im Unterricht gehabt.Irgendwann hatten wir durch eine weitere Lehrerin miteinander zu tun und daraus entwickelte sich das Verhältnis und solang die Schule davon nichts weiß,finden wir unser kleines "Verhältnis" völlig in Ordnung.
Dass ich sie als meine Mutter ausgesucht habe,finden wir verständlich,weil ich oft Probleme mit meiner eigenen habe.Und die Lehrerin hat damit kein Problem die Verantwortung für mich zu übernehmen und die ganzen Pflichten,die dazu gehören.Sie ist einfach immer da.

Aber dass man sich in eine Beraterin verliebt,das kann doch nichts mit meiner Mutter zu tun haben.Vielleicht ist es einfach das ganz normale "verliebt sein"?
Aber ich möchte sie nicht mit der Lehrerin verschrecken,die ich vor ihr geliebt habe.


Ich wünsche euch eine gute Nacht! 🙂
 

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