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Verlieben sich Leute mit geringem Selbstwertgefühl schneller als andere?

Hallo Gast,

wenn man sich selbst nichts zu bieten hat, wendet man sich wohl eher anderen Menschen zu, um dort das zu suchen, was man selbst nicht hat. Umgekehrt meiden Menschen, die sich selbst viel geben können, eher andere, weil sie dadurch einen Niveauverlust vermuten.

In der Tat glaube ich auch, dass schnelles Verlieben durchaus ein Zeichen eines mehr oder weniger großen Defizits (mangelndes Selbstbewußtsein, Leere etc.) sein kann.

Meines Erachtens liegen Sie also mit Ihren Vermutungen durchaus richtig.
 
Wäre es human, als Zurückweisender, der um die Selbstwertprobleme des "Verliebten" weiss, dieses Argument vorzubringen anstatt des üblichen Ignorierens etc.?

Wie soll das aussehen? "Lass mal stecken, das wird nichts mit uns weil du bist doch psychisch kaputt?" 😕

Ich finds ein wenig abwertend wie hier Leuten die Fähigkeit abgesprochen wird romantische Gefühle zu empfinden und es unterstellt wird, dass was ein Mensch mit geringen Selbstwertgefühl empfindet wäre so eine Art Fake und "unwirklich".
 
Wie soll das aussehen? "Lass mal stecken, das wird nichts mit uns weil du bist doch psychisch kaputt?" 😕

Ich finds ein wenig abwertend wie hier Leuten die Fähigkeit abgesprochen wird romantische Gefühle zu empfinden und es unterstellt wird, dass was ein Mensch mit geringen Selbstwertgefühl empfindet wäre so eine Art Fake und "unwirklich".

Jeder Mensch ist anders.
Wenn man hier von was sprechen kann, dann sind es Tendenzen und keine allgemein gültigen Fakten.
 
Ein interessanter Gedanke, Gast.

Irgendwann, als ich über 40 Jahre alt war, schien mein Testosteronspiegel so stark nachzulassen, dass sich mein Umgang mit Menschen komplett veränderte. War mein Leben zuvor von der Existenz einer Partnerin bestimmt, spielte das plötzlich keine Rolle mehr. Ich kann jetzt entscheiden, ob ich einer Frau meine Aufmerksamkeit schenken möchte. Vereinzelt kommt es noch vor, dass ich eine Frau faszinierend finden kann, überwiegend betrachte ich Frauen heute praktisch.

Entsprechend würde ich sagen, die erste Geige spielen die Hormone. Nicht ohne Grund, wir sind Menschen, eine Spezies, die sich vermehren muss, um weiter zu existieren. Dahinter müssen persönliche Belange zurückstehen.

Abgesehen von Hormonen würde ich den Begriff Selbstwertgefühl eher als eine Mischung aus Selbstwertgefühl und Selbstbewußtsein betrachten. Und auch diese Begriffe würde ich so nicht für sich stehen lassen. Wer sind wir, wenn wir nicht von Hormonen geleitet werden? Vielleicht ist die Grundlage unseres Lebens unser Lebenshorizont. Das, was wir gelernt haben, zu sein. Dabei spielen Kontakte zu anderen Menschen eine große Rolle. Wie haben wir gelernt, uns wahrzunehmen, und uns dessen bewußt zu sein. Wie haben wir gelernt, mit anderen Menschen umzugehen? Welche Rolle spielen Partner, Freunde, Bekannte, andere Menschen für uns?

Überdeckt wird diese Grundlage von unseren Hormonen, dabei korrelieren diese beiden lebensbestimmenden Größen miteinander.

Günter
 
Das könnte z.b. so aussehen: du bist schwer verliebt, gestehst es ihm und bekommst zu hören "Lass mal stecken, denn deine Liebe kann ja gar nicht echt sein. Aber hey, freu dich doch, deswegen kommst du bestimmt schnell drüber weg."

Also, dann werde ich lieber fast schon lieber ignoriert also so unsensibel abgespeist zu werden.
 

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