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Verleumdung durch Betrügerbeihelferin

  • Starter*in Starter*in primavera
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P

primavera

Gast
Ich bin selbständig und wurde Opfer einer Betrügerin und Verleumderin, die offensichtlich im Auftrag ihres Freundes handelte.

Ein Selbständiger einer ähnlichen Branche wirbt in einer kommunalen Einrichtung auf betrügerische, d.h. irreführende Art. Er behauptet, Dienstleistungen erbringen zu könnenm, für die er nicht qualifiziert ist (nachweislich); ich hingegen bin ausgewiesene Expertin auf diesem Gebiet. Nun hatte ich Nov 2005 mit einer Mitarbeiterin dieser Behörde, die seine Freundin ist (was ich nicht wusste, da sich das erst im Nachhinein herausstellte), ein Kooperationsgespräch, in dem sie mich über meine Pläne, mich niederzulassen, plump aushorchte und zwar nur im Zusammenhang mit Arbeitsgebieten, die sich mit denen ihres Freundes decken. Daraufhin stahl sie meine Unterlagen und beleidigte mich grob. Ich war schockiert, überdachte die Situation und bot ihr am nächsten Tag Gelegenheit, sich zu entschuldigen und zu rechtfertigen. Die Person drehte durch, schrie, hyperventilierte und bezeichnete mich als "Typ, den der Prof nicht rausschmeissen kann" und ähnliches. Ich erstattete Dienstaufsichtsbeschwerde bei ihrem Vorgesetzten.

Der tat zuerst gar nichts. Nach 6 Wochen lud er uns, d.h. meinen Anwalt und mich, zum Gespräch. Seine Untergebene hatte ihn nachweislich plump belogen und in einer schriftlichen Stellungnahme, die er unter Verschluss hielt, offensichtlich dreiste Lügen über mich verbreitet. Er sah sich aber nicht gehalten, irgendwas gegen sie zu tun, sondern hofierte sie geradezu und fuhr mich an, was ich denn wolle, ich hätte keine Beweise etc.

Mein Anwalt mahnte daraufhin ab. Weil er aber grosse Fehler machte, entzog ich ihm das Mandat.

Nun der Clou: ich wechselte den Anwalt, um die Person zu verklagen. Drei Anwälte teilten mir unabhängig voneinander mit, dass sie gegen den Freund dieser Person - der bereits aktenkundig ist - nicht vorzugehen trachten und dass seine Beihelferin solcherart auch nicht von ihnen angegangen wird. Es gibt da eine grösssrre Machenschaft im Hintergrund und Verstrickungen mit der Justiz. Diese Personen besitzen also eine Art Immunität, wie sie der Bundesprädident nicht hat.

Da der Mann als Betrüger und Verleumder schon aktenkundig war, bevor er gegen mich vorging, hat die STA auf meine Strafanzeige hin sofort ermittelt. Auch die Bundeszentrale gegen unlauteren Wettbewerb schätzt sein Treiben korrekt als STraftat ein. Zudem liegt ein Verdacht vor, auch unterstützt durch das Verhalten seiner Freundin, dass er anderen Bürger in noch infamerer Weise geschadet hat, für Geld.

Die Ermittlungen ziehen sich über 9 Monate. Ich will, dass sich endlich etwas bewegt.
 
Hallo primavera!

Ich glaube, dass in solchen Fällen ein große Transparenz hilft. Transparenz könnte weiter ausgelegt in einem schon geschehenen Fall bedeuten, dass man ein große Öffentlichkeit mit diesem Fall vertraut macht.
 
Wie soll Transparenz geschehen, wenn die regionale Presse auch befangen ist?

Ein Beispiel: ich habe parallel zum Studium auch bei der Lokalredaktion gearbeitet. Von daher weiss ich, wie man recherchiert, welches eine "gute story ist" etc. Dass ein aktenkundiger Betrüger nachweislich offenen Betrug in einer Kommunaleinrichtung begeht, wäre eigentlich eine Top-Story.

Doch nicht hier. Es gibt vor Ort nur diese eine Presse und keine Konkurrenz, die Kommune gilt als sakrosankt, egal, was sie tut, und die Chefredaktion weigert sich, zu berichten, bevor die STA nicht ein Urteil gesprochen hat. DAs heisst also, entgegen aller bekannten journalistischen Regeln, es wird njicht RECHERCHIERT, bevor nicht der Fall ABGESCHLOSSEN ist. Sehr seltsam und für mich ein Zeichen von Befangenheit!
 
Hallo,

ich stimme dem Vorbeitrag zu: Presse einschalten! Ich finde Transparenz total wichtig..eine Gesellschaft sollte Mißstände offen behandeln und verhandeln..nur so läßt sich was bewegen.

Gruß
Tyra
 
Hallo ihr beiden,
Inhaltlich habt ihr vollkommen Recht, aber ihr kennt die lokale Presse nicht.

Es gibt hier nur eine Zeitung, die ein Monopol inne hat. Diese Zeitung ist neben dem Rathaus lokalisiert und wird sich eher selbst bankrottieren, als ein kritisches Wort über Kommunaleinrichtungen zu schreiben. Ich habe bereits beim Chefredakteur vorgesprochen, der sagte mir auch unter vier Augen, dass sie den Kerl schon länger im Visir haben, aber er weigert sich, zu berichten, bevor die STA nicht ein Urteil gesprochen hat.
 
Hej...

warum denn so schüchtern? Also lokale Presse war nicht gemeint....die sind ja häufig durch ihre lokalen Connections teilweise befangen..oder könnten es sein...also daher: direkt an Fernsehsender (Sendungen wie Brisant, WISO oder was weiss ich) Überregional..so richtig in die Vollen..alles andere ist oft Zeitverschwendung. Wo ein Mißstand herrscht, mal so richtig die Mischpoke aufwühlen, Fakten sammeln, dokumentieren, der Presse/Fernsehen präsentieren und gucken was draus wird.

Gruß
Tyra
 
An welchen Sender würdest Du Dich denn wenden?

Ich habe mit einer grossen überregionalen Zeitung gesprochen, die bereits 2002 über den Mann berichtet hatte, als er unter dem (von diesem Fall natürlich unabhängigen) ersten Betrugsverdacht war, die nun ihrerseits aber sagte, der Fall sei "zu klein", d.h. nicht spektakulär genug für eine Berichterstattung.

Insofern denke ich nicht, dass andere Medien berichten würden, da diese doch ähnlich urteilen. So aussergewöhnlich ist es nicht, dass in Kommunen gemauschelt wird.

Mir macht es schwerer zu schaffen, dass die Justiz so befangen ist. Auch dort kennen sich alle untereinander und gegen den illustren Herrn will offenbar niemand vorgehen, da er selbst Justizkontakte hat.
 
Also ich würde mich an möglichst viele Sender , die sich mit solchen Themen befassen (musst du mal recherchieren wer sich für was interessiert) wenden..man kann zum Sachverhalt ja ein Dossier erstellen, dass kopieren diversen Sendern zukommen lassen...Musst dich da mal kundig machen, wer sich interessiert.

Soweit ich weiss arbeiten Verbraucherzentralen auch gelegentlich mit Fernsehsender zusammen..dort kann man sich auch erkundigen.
Das Problem wird halt sein genügend Beweise zu haben...Mauscheleien schön und gut...aber das sollte dann auch einigermaßen fundiert nachweisbar sein..dann springen auch Fernsehsender drauf an. Da ein Staatsanwalt die Sache ja bereits strafverfolgt sollten die Aussichten jedoch gar nicht mal so schlecht stehen, oder?
Versuchen würde ich es mal! Viel Glück dabei!

Gruß
Tyra
 
Hallo, Ihr Beiden!

Tyra, ich stimme Dir zu.
In Deutschland existiert eine riesige Medienlandschaft (TV, Radio, Presse etc.) und viele Organisationen und Einzelpersonen. Wenn man z. B. mal etwas im Internet recherchieren würde, käme man auf tolle Ideen, denke ich.

Und selbst, wenn die nicht berichten würden - sie sind von Dir schon mal informiert. Das ist auch etwas und kann gegebenenfalls auch als Druckmittel eingesetzt werden.

Leider sind die Deutschen etwas lahm und empören sich zu wenig, lassen sich zuviel gefallen, nehmen nicht standhaft genug ihre Position ein, sind zu ignorant etc.
 
Hallo Tyra und Frank,

vielen Dank für Eure Antworten.

Ich muss gestehen, dass ich allmählich mürbe werde. Seit 9 Monaten laufen die Ermittlungen (die übrigens sofort eingeleitet wurden, weil der Kerl offensichtlich schon einiges auf dem Kerbholz hat und die STA auf den Namen allergisch ist), aber nichts bewegt sich, überall hier im Umkreis treffe ich auf Befangenheit. Ich bin es müde, immer dieselben (bezeugten, bewiesenen) Fakten darzustellen und auf ungläubige, gleichgültige Gesichter zu treffen, die sich nur vage äussern ?a la "Oh, da machen wir im Moment mal nix...kann nicht jemand anderes berichten."

Wie dreist ist das? Da macht einer unlauteren Wettbewerb in den Augen der Öffentlichkeit, die Bundeszentrale gegen Wirtschaftskriminalität rät mir, gegen ihn vorzugehen, und die hiesige Anwaltschaft schüttelt bedauernd den Kopf aus Befangenheit.

Es erschöpft mich. Ich hab nicht mehr viel Kraft.

ALLERDINGS habe ich heute auf den Hausseiten der STA gelesen, dass derzeit Ermittlungen im grösseren Umfang im Umfeld einer Organisation getätigt werden, in der der illustre Herr, dessen Beihelferin mir so mitgespielt hat, kräftig mitmischt. Betrug in siebenstelliger Höhe ist dort angezeigt und die STA krempelt derzeit diese Organisation um.

Ich gehe mal davon aus, dass die STA meine Anzeige für ein "minor crime" hält im Vergleich mit seinen anderen Aktivitäten...und entsprechend nachrangig behandelt. Daher würde wohl auch das Abwinken der Rechtsanwälte rühren, die bezeichnenderweise den Sachverhalt zuerst mal inkriminieren würden, aber erst nach interner Rücksprache mit Kollegen oder STA gegen eine Privatklage raten. Diese Vorgehensweise zeigt mir einfach, dass da etwas im Busch ist...
 
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