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Nein, würde ich niemals tun. Ich würde zuhören und trösten. Wenn sie das Wort narzissmus in den Mund nimmt, ignoriere ich das komplett.



Das ist ja genau das Problem was ich meine. Würde man das Wort narzisstisch weglassen, würde eine Bewertung wie hier geschehen, gar nicht erst stattfinden. Niemand kann von außen sagen ob derjenige übertreibt, weil du dessen Schmerz nicht messen kannst. Und es ist meiner Meinung nach absolut nicht ok in einem forum das Leid zu bewerten.

Das man übertreibt hört man schon oft genug. Das ist absolut kontraproduktiv.
Ja, wäre der Begriff weg gelassen worden, wäre der ganze Thread anders verlaufen.

Ich bin auch total dagegen das Leid anderer zu bewerten.

Aber wenn jemand dann gleich mit dem Wort Narzissmus kommt, ist das schon hart. Das relativiert dann nämlich das Leid von Leuten, die richtiger emotionaler Gewalt ausgesetzt sind, bzw. spielt es herunter. Und dass ein Partner anfängt viel Sport zu treiben, ist auch keine emotionale Gewalt. Im Eingangspost war nun mal nichts von emotionaler Gewalt zu lesen, sondern von normalen Beziehungsproblemen, wenn sich ein Partner stark verändert, man sich auseinander lebt und der Partner sich der Frau gegenüber nicht gut verhält. Aber zwischen sich nicht gut ihr gegenüber verhalten und emotionaler Gewalt oder emotionalem Missbrauch liegen eben Welten.

Und ich habe lieber jemanden, der mir mal den Kopf wäscht bzw. gerade rückt, wenn ich mich über Sachen unnötig aufrege, als jemand der nur tröstet. Man kann ja trotzdem demjenigen zuhören, ihn trösten und für ihn da sein.

Und dass sie darunter leidet, wie sich die Beziehung entwickelt hat und sich ihr Freund ihr gegenüber verhalten hat, hat ihr ja keiner abgesprochen.
 
Aber wenn jemand dann gleich mit dem Wort Narzissmus kommt, ist das schon hart. Das relativiert dann nämlich das Leid von Leuten, die richtiger emotionaler Gewalt ausgesetzt sind, bzw. spielt es herunter.
Da bin ich absolut bei dir. Ich würde mir wünschen das man aufhört diesen Begriff für alles zu benutzen. Es verwässert alles und sorgt nur unnötig für Ärger.

Diesen Begriff nutzt man ja auch meist als Ausdruck seines eigenen leids. "Wenn die Trennung so weh tut, muss mein Partner ja narzisstisch sein" und weil der Begriff so Stark bewertet ist, sucht man als betroffener nach Gründen die es rechtfertigen als "narzisstisches Opfer" zu gelten.

Denn auch Begriffe wie gaslighting sind so schwammig.

Wir sollten vom Bewerten einfach weg kommen. Weg vom bewerten des "Täters" und einfach beim Betroffenen und dessen Erleben bleiben. Wo kommen wir da hin wenn wir das "Opfer" danach bewerten welche PS der Täter hat, oder was genau er getan hat? Das bringt nichts.
 
Da bin ich absolut bei dir. Ich würde mir wünschen das man aufhört diesen Begriff für alles zu benutzen. Es verwässert alles und sorgt nur unnötig für Ärger.

Diesen Begriff nutzt man ja auch meist als Ausdruck seines eigenen leids. "Wenn die Trennung so weh tut, muss mein Partner ja narzisstisch sein" und weil der Begriff so Stark bewertet ist, sucht man als betroffener nach Gründen die es rechtfertigen als "narzisstisches Opfer" zu gelten.

Denn auch Begriffe wie gaslighting sind so schwammig.

Wir sollten vom Bewerten einfach weg kommen. Weg vom bewerten des "Täters" und einfach beim Betroffenen und dessen Erleben bleiben. Wo kommen wir da hin wenn wir das "Opfer" danach bewerten welche PS der Täter hat, oder was genau er getan hat? Das bringt nichts.
Naja, was genau er getan hat, finde ich schon wichtig. Das eigene Erleben ist ja auch eine Folge oder Reaktion darauf.

Ich kann nur sagen, ich kenne Gaslighting und zwar so stark, dass man dadurch total am Ende ist.
 
Ne weil ich hier auch nicht jeden Furz erzählt habe.

Seine Aussagen wie "du spinnst doch", "du bist doch schizophren" oder "Du bist zu empfindlich" stehen allerdings überall als klassische Beispiele für Gaslighting. Hoffe du bist jetzt zufrieden.
Ehrlich gestanden - auch einer, der einfach nur ein unangenehmer Pöbler und Stänkerer ist, bedient sich solcher Phrasen.

Ist es denn für dich irgendwie hilfreich, wenn die Sache das Etikett "Narzissmus" trägt?
Ist es etwas anderes, sich von einem Narzissten zu trennen als von einem Egozentriker oder sonstwie schlechten Menschen?

Dein Leid spricht dir ja wirklich niemand hier ab. Und dass du gut dabei bist, die Sache zu bewältigen, ist dir auch schon mehrfach (u.a. von mir) geschrieben worden.
 
Ich finde hier wird sehr leichtfertig mit dem Begriff "Opfer" umgegangen. Als Mensch mit viel Gewalterfahrung finde ich das ziemlich zum kotzen, weil, genauso wie in Bezug auf viele andere hier genannten Begriffe, das alles zu einer Verwässerung der Begriffe führt und am Schluss gesellschaftlich nur noch hängen bleibt "ja, heutzutage sind ja alle Opfer, xyz". Ja, die Beziehung war scheiße und hat sicher Spuren hinterlassen und Trennungen sind furchtbar, Menschen die gerade eine Trennung verarbeiten haben Raum für ihre Gefühle und Mitgefühl mehr als "verdient". Aber überlegt hier überhaupt mal irgendwer 2 Zentimeter weit, was ihr schreibt und wie heftig ihr aufbauscht?
 
Ich finde hier wird sehr leichtfertig mit dem Begriff "Opfer" umgegangen. Als Mensch mit viel Gewalterfahrung finde ich das ziemlich zum kotzen, weil, genauso wie in Bezug auf viele andere hier genannten Begriffe, das alles zu einer Verwässerung der Begriffe führt und am Schluss gesellschaftlich nur noch hängen bleibt "ja, heutzutage sind ja alle Opfer, xyz".
Da gebe ich dir recht. Ich werde in Zukunft acht geben und dann eher Betroffene schreiben.
 
Da gebe ich dir recht. Ich werde in Zukunft acht geben und dann eher Betroffene schreiben.
Danke, den Rest deines Beitrags fand ich auch sehr gut. ich bin direkt zu Beginn über den Begriff des "Opfers" gestolpert, weil der hier jetzt schon öfter fiel und ich trotz intensiven Verfolgens des Threads nichts lesen konnte, womit ich ihn als gerechtfertigt empfinde. Und dabei geht es mir auch nicht darum, Gefühle abzusprechen, denn ähnlich wie auch du argumentierst, finde ich total legitim nach einer Trennung zu sagen "puh, dieser Typ und die Beziehungsdynamiken haben mir gar nicht gut getan, grade geht's mir richtig scheiße", aber das ist etwas anderes als die Gleichsetzung mit Gewaltopfern (und mir ist natürlich klar, dass es viele unterschiedliche Formen und Abstufungen davon gibt, aber keine davon lese ich hier).
 
Ehrlich gestanden - auch einer, der einfach nur ein unangenehmer Pöbler und Stänkerer ist, bedient sich solcher Phrasen.
Ich zitiere mich mal kurz selbst:

Ich persönlich (und fragt euch mal, wer sonst noch...) streite auch nicht auf schriftdeutsch.
In sehr jungen Jahren habe ich mich scheiden lassen und im Zuge dessen habe ich vermutlich viele Male "Du spinnst doch!" zu meinem Ex gesagt. Das war vermutlich nicht nett, aber ganz sicher auch kein gasligthing.
 
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