@Stier
Es interessiert mich schon, wie es bei dir/euch weitergeht.
Wenn du Zeit und Lust hast, berichte wieder. 🙂
@Truth
Nein, so ist es eigentlich gar nicht. Ich kann alleine stehen, habe spät geheiratet (erst mit 35), bis dahin kürzere und längere Beziehungen hinter mich gebracht und eigentlich sehr wenig ausgelassen bis dahin. Ich war felsenfest der Ansicht, ich bin so weit und kann nun in den Hafen der Ehe einlaufen. Ich hätte den Richtigen. Bis dahin hab ich auf eigenen Füßen gestanden, mein eigenes Geld verdient, was ich heute immer noch tue und in meiner eigenen Wohnung alleine gewohnt.
Emotional gesehen bin ich total vom Weg abgekommen. Ich bin eigentlich nicht geflüchtet in die Arme meines Kollegen, es ist passiert. Es ist immer inniger und tiefer geworden, das ist gewachsen. Das war alles andere als geplant. Der Kuss, den ich anfangs unbedingt wollte, war nur ein Kuss. Danach war die Sache eigentlich für mich abgehakt. Aber es hat uns beide völlig überrascht, ihn gleichermaßen wie mich.
Ich denke schon, dass ich alleine stehen kann. Ich überlegte schon vor der Affäre mit meinem Kollegen, ob das, was ich als Ehe führe, das ist, was ich mir für die Zukunft wünsche. Allerdings gibt es einen Grund, weshalb ich die Dinge in Frage stelle: es sind die Depressionen meines Mannes. Er ist aber wohl auf einem guten Weg momentan, so dass ich ihn niemals deshalb verlassen würde. In guten wie in schlechten Zeiten, das hab ich mal gesagt. Und dazu stehe ich auch.
Mein Kollege hat natürlich alles durcheinander gebracht.
Ich muss mir klar werden, ob ich ihn wirklich liebe, ob er mich wirklich liebt und ob wir zukunftsfähig sind. Und ... ganz wichtig ... ob ich meinen Mann verlassen könnte.
Danke, Truth, für deine Antwort.
Sie hat mich zum Nachdenken angeregt. 🙂