G
Gast
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Hallo, ich bin seit 4 Jahren verheiratet und habe einen 3-jährigen Sohn und brauche dringend Hilfe!
In meiner Beziehung läuft zur Zeit gar nichts, keine Zärtlichkeiten, geschweige denn mehr und sonst unternehmen wir nichts als Paar, "nur" als Eltern.
Es ist in meinen Augen auch so, dass ich allein den Haushalt mache, wenn ich nicht etwas vorschreibe und das war nicht immer so. Dabei sind wir beide nicht zu Hause, denn er arbeitet und ich bin in Ausbildung, was gelegentlich ebenfalls für Stress sorgt, da hier auch Aufgaben anfallen. So könnte er eigentlich nicht sagen, ich habe mehr Zeit für den Haushalt oder dergleichen, macht aber aus eigenem Antrieb trotzdem nichts, selbst den Müll mit raus zu nehmen, wenn man eh raus geht, ist zu viel mit gedacht.
In Erziehungsfragen gehen unsere Meinungen auch immer mehr auseinander, da er keine besonders angenehme Erziehungserfahrungen aus seiner Familie mitbringt und seine Erfahrungen sozusagen weiter gibt. Das äußert sich in sinnlosen Bestrafungen, Liebesentzug, Ungeduld, keiner aktiven Beschäftigung mit dem Kind und Inkonsequenz. Inzwischen ist unser Sohn alt genug, dass er das ausnutzt und so ist er sehr lieb und wesentlich ruhiger, wenn wir zu zweit sind (oder allgemein ohne Papa) und aufgedreht, frech und laut, wenn Papa da ist. Außerdem bin ich völlig machtlos, wenn Papa da ist, da mein Wort für unseren Sohn anscheinend weniger Gewicht hat, dazu muss ich sagen, dass unser Sohn ein Papa-Kind ist, da ich Wochenbett-Depressionen hatte und damals viele Aufgaben an meinen Mann abgegeben habe.
Ich habe in unserer gemeinsamen Vergangenheit immer wieder versucht, ihn darauf anzusprechen, in seinen Taten und Worten überlegter und ruhiger zu sein, doch das hält immer nur kurzfristig an. Da ich Erzieherin werde, versuche ich auch manchmal meine pädagogischen Kenntnisse zu nutzen und ihm auch zu erklären, doch dann komm ich mir vor, als wäre ich die "Oberlehrerin", die mit ihrem "Schul-Gequatsche" daher kommt.
Generell bin ich bei Unterredungen der erzählende Part, der seine Meinung breit darlegt und versucht, verständlich auszudrücken. Er hingegen hört mehr oder weniger zu, kommentiert alles mit "Ja, ist ja in Ordnung.", "Ja, kommt nicht wieder vor." und "Tut mir leid.", kann aber seine Meinung weder ausdrücken, noch begründen oder verteidigen.
Zu alledem habe ich immer mehr das Gefühl, dass er ein Klotz am Bein ist, den ich gern ablegen würde. Ich träume wieder wie ein Teenager von meinem Prinzen auf dem Pferd, der mich und meinen Sohn aus der Situation holt und mein Leben lebenswerter macht. Andererseits habe ich während unserer Ehe schon eine kleine Verliebtheit durch, damals habe ich viel mit einem gemeinsamen Bekannten geschrieben und war ordentlich verguckt in ihn. Gott sei Dank hat der Angebetete selbst mich vor voreiligen Schritten bewahrt und so bin ich heute deutlich der Meinung, dass ich mich mit ihm nie "verbessert" hätte, zu dem Zeitpunkt sah ich das aber völlig anders. Eine ähnliche Situation gibt es jetzt möglicherweise wieder. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich in der Situation wieder einen Mann idealisiere und übermäßig positiv wahrnehme, weil mir in meiner Ehe so viel fehlt, sodass ich im Nachhinein wieder einen Fehler erkennen würde.
Andererseits frage ich mich auch, ob ich zu viel erwarte von meinem Mann und deswegen in Gefühlslosigkeit erstarre...? Von mir aus bin ich selten in der Stimmung irgendwelche Zärtlichkeiten zu zeigen, allgemein fällt es mir schwer Gefühle zu zeigen und auszudrücken. Das ist schwierig, da ich durchaus ein sehr emotionaler Mensch bin.
Ich würde jetzt einfach sehr gern Meinungen von Außenstehenden hören, da ich total wirr im Kopf bin und nicht mehr vor oder zurück weiß. Soll ich meinen Mann vor die Tür setzen oder nicht? Wenn ja, was ändert sich positiv? Muss ich nur an mir arbeiten, gehen unsere Probleme von mir aus? Erwarte ich zu viel?
Bitte helft mir!
LG Gabi
In meiner Beziehung läuft zur Zeit gar nichts, keine Zärtlichkeiten, geschweige denn mehr und sonst unternehmen wir nichts als Paar, "nur" als Eltern.
Es ist in meinen Augen auch so, dass ich allein den Haushalt mache, wenn ich nicht etwas vorschreibe und das war nicht immer so. Dabei sind wir beide nicht zu Hause, denn er arbeitet und ich bin in Ausbildung, was gelegentlich ebenfalls für Stress sorgt, da hier auch Aufgaben anfallen. So könnte er eigentlich nicht sagen, ich habe mehr Zeit für den Haushalt oder dergleichen, macht aber aus eigenem Antrieb trotzdem nichts, selbst den Müll mit raus zu nehmen, wenn man eh raus geht, ist zu viel mit gedacht.
In Erziehungsfragen gehen unsere Meinungen auch immer mehr auseinander, da er keine besonders angenehme Erziehungserfahrungen aus seiner Familie mitbringt und seine Erfahrungen sozusagen weiter gibt. Das äußert sich in sinnlosen Bestrafungen, Liebesentzug, Ungeduld, keiner aktiven Beschäftigung mit dem Kind und Inkonsequenz. Inzwischen ist unser Sohn alt genug, dass er das ausnutzt und so ist er sehr lieb und wesentlich ruhiger, wenn wir zu zweit sind (oder allgemein ohne Papa) und aufgedreht, frech und laut, wenn Papa da ist. Außerdem bin ich völlig machtlos, wenn Papa da ist, da mein Wort für unseren Sohn anscheinend weniger Gewicht hat, dazu muss ich sagen, dass unser Sohn ein Papa-Kind ist, da ich Wochenbett-Depressionen hatte und damals viele Aufgaben an meinen Mann abgegeben habe.
Ich habe in unserer gemeinsamen Vergangenheit immer wieder versucht, ihn darauf anzusprechen, in seinen Taten und Worten überlegter und ruhiger zu sein, doch das hält immer nur kurzfristig an. Da ich Erzieherin werde, versuche ich auch manchmal meine pädagogischen Kenntnisse zu nutzen und ihm auch zu erklären, doch dann komm ich mir vor, als wäre ich die "Oberlehrerin", die mit ihrem "Schul-Gequatsche" daher kommt.
Generell bin ich bei Unterredungen der erzählende Part, der seine Meinung breit darlegt und versucht, verständlich auszudrücken. Er hingegen hört mehr oder weniger zu, kommentiert alles mit "Ja, ist ja in Ordnung.", "Ja, kommt nicht wieder vor." und "Tut mir leid.", kann aber seine Meinung weder ausdrücken, noch begründen oder verteidigen.
Zu alledem habe ich immer mehr das Gefühl, dass er ein Klotz am Bein ist, den ich gern ablegen würde. Ich träume wieder wie ein Teenager von meinem Prinzen auf dem Pferd, der mich und meinen Sohn aus der Situation holt und mein Leben lebenswerter macht. Andererseits habe ich während unserer Ehe schon eine kleine Verliebtheit durch, damals habe ich viel mit einem gemeinsamen Bekannten geschrieben und war ordentlich verguckt in ihn. Gott sei Dank hat der Angebetete selbst mich vor voreiligen Schritten bewahrt und so bin ich heute deutlich der Meinung, dass ich mich mit ihm nie "verbessert" hätte, zu dem Zeitpunkt sah ich das aber völlig anders. Eine ähnliche Situation gibt es jetzt möglicherweise wieder. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich in der Situation wieder einen Mann idealisiere und übermäßig positiv wahrnehme, weil mir in meiner Ehe so viel fehlt, sodass ich im Nachhinein wieder einen Fehler erkennen würde.
Andererseits frage ich mich auch, ob ich zu viel erwarte von meinem Mann und deswegen in Gefühlslosigkeit erstarre...? Von mir aus bin ich selten in der Stimmung irgendwelche Zärtlichkeiten zu zeigen, allgemein fällt es mir schwer Gefühle zu zeigen und auszudrücken. Das ist schwierig, da ich durchaus ein sehr emotionaler Mensch bin.
Ich würde jetzt einfach sehr gern Meinungen von Außenstehenden hören, da ich total wirr im Kopf bin und nicht mehr vor oder zurück weiß. Soll ich meinen Mann vor die Tür setzen oder nicht? Wenn ja, was ändert sich positiv? Muss ich nur an mir arbeiten, gehen unsere Probleme von mir aus? Erwarte ich zu viel?
Bitte helft mir!
LG Gabi