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Verhalten meiner Freundin

Hallo zusammen 🙂
Ich bin neu hier und hoffe, jemand kann mir weiterhelfen.
Es geht um meine Freundin (27) und mich (29). Wir sind 2 1/2 Jahre ein Paar und wohnen seit gut einem Jahr zusammen.
Wir sind beide Vollzeit berufstätig. Unsere Beziehung läuft alles in allem sehr gut: Wir reden viel miteinander, wir unterstützen uns gegenseitig, unternehmen immer mal wieder was gemeinsam oder mit Freunden/mit der Familie.
Was das zusammenleben betrifft, sind wir ein super eingespieltes Team. Wir haben wirklich noch nie wegen Haushaltsthemen (sei es einkaufen, Wäsche, Staubsaugen, etc.) gestritten.
Mein Freundin ist im Grunde die perfekte Frau für mich, natürlich gibt es Kleinigkeiten, die mich ab und zu auf die Palme bringen, aber im Ganzen bin ich mit ihr sehr glücklich.

In letzter Zeit merke ich jedoch Änderungen in ihrem Verhalten:

1) Meine Freundin arbeitet meist bis 16/17 Uhr. Wenn sie länger gearbeitet hat, hat sie sich immer bei mir gemeldet, um mich zu informieren, dass sie später kommt (das mache ich übrigens auch). Seit etwa zwei Wochen kommt sie oft erst gegen 20/21 Uhr nachhause. Sie schreibt, sie muss länger arbeiten. Da sie sich immer gemeldet hat, war ich zuerst unbesorgt, jedoch zieht es sich schon über zwei Wochen und das ist bei ihr wirklich noch nie vorgekommen. Ich hab sie gefragt, ob denn im Büro alles in Ordnung ist, sie meinte nur "Ja, alles okay, nur viel zu tun im Moment". Dieser Punkt alleine würde mich auch nicht stutzig machen...

2) Meine Freundin und ich kuscheln so gut wie immer vor dem Schlafen gehen. In den letzten zwei Wochen hat sie sich jedoch jeden Abend (wirklich ausnahmslos jeden Abend), nachdem sie mir einen Kuss gegeben hat, von mir weggedreht. Als ich sie darauf angesprochen habe, meinte sie, sie möchte heute nicht kuscheln. Diese Aussage hat sie die darauffolgenden Nächte wiederholt.

3) Eine gute Freundin von meiner Freundin hat sich vor einiger Zeit verlobt. Die Freude seitens meiner Freundin ist sehr groß, sie unterstützt ihre Freundin bei allen möglichen Belangen, was die Hochzeit betrifft. Spreche ich sie jedoch darauf an, schmettert sie das Thema regelrecht ab und ihr Gesichtsausdruck verändert sich...sie guckt dann ziemlich ernst und auch irgendwie traurig. Auf die Frage, warum sie so reagiert, kommt von ihr nur ein "Ach, gar nichts, ich freue mich zwar, dass X (Name ihrer Freundin) heiratet, aber die Planung ist schon sehr stressig". Ich bin dann nicht mehr darauf eingegangen, habe jedoch gemerkt, dass ihre Aussage nicht ganz der Wahrheit entspricht.

4) Vor ein paar Tagen haben wir uns mit ihren Eltern zum Essen getroffen. Die Mutter von meiner Freundin hat ganz begeistert von einer anstehenden Hochzeit erzählt. Die Tochter von einer Freundin hat sich wohl verlobt. Der Vater meiner Freundin hat dann gefragt, wann es denn bei uns so weit wäre. Er hat diese Aussage zwar eher spaßhalber getätigt, jedoch bin ich mir sicher, dass ein gewisser Ernst dahintersteckt. Auch hier hat meine Freundin das Thema rigoros beendet, bevor ich irgendwas dazu sagen konnte. Sie meinte, dass sie "über dieses Thema jetzt nicht sprechen möchte". Auch in dieser Situation hatte sie einen traurigen Gesichtsausdruck und ich bilde mir außerdem ein, dass ihre Augen wässrig waren.

5) Meiner Freundin waren schon immer ihr Job bzw. ihre Karriere sehr wichtig, was ich an ihr immer bewundert habe. Sie hat jetzt ihre langersehnte Beförderung erhalten, auf die sie sehr zielstrebig hingearbeitet hat. Ich habe mich natürlich sehr mit ihr gefreut. Anlässlich der Beförderung haben wir eine kleine Feier gemacht, zu der auch das frisch verlobte Paar (siehe Punkt 3) eingeladen war. Natürlich wurde auch die bevorstehende Hochzeit der beiden angeschnitten und die zukünftige Braut meinte, sie möchte auf jeden Fall den Brautstrauß werfen, sie findet diese Tradition toll. Dann hat sie meine Freundin angestubst und gemeint: "Vielleicht fängst du ihn ja". Die Laune meiner Freundin ist auf einen Schlag auf Null gesunken. Sie meinet nur "Das wäre schön, aber das würde, glaube ich, nicht viel bringen". Diese Aussage hat mich sprachlos gemacht und sehr stutzig. Darüber haben wir nicht mehr gesprochen, da der Abend dann noch sehr schön wurde und ich die Stimmung nicht vermiesen wollte.

Das sind jetzt nur ein paar Ereignisse, die sich in den letzten zwei Wochen zugetragen haben...zusammenfassend kann man sagen, dass meine Freundin sich von mir distanziert und Themen, die die Zukunft betreffen, meidet.
Bitte nicht falsch verstehen, ich zweifle absolut nicht an ihrer Liebe zu mir...ich glaube auch nicht, dass sie fremdgeht.

Anfangs dachte ich, sie ist mit der Beförderung überfordert und hat aufgrund dessen "Angst" vor der Zukunft...gestern hatte ich jedoch ein Gespräch mit meinem besten Freund, der mich fragte, ob die Möglichkeit besteht, dass meine Freundin sich einen Antrag wünscht.
Mein bester Freund (übrigens seit zwei Jahren verheiratet) meinte, seine Frau hätte sich anscheinend ähnlich verhalten...sie hätte sich wohl einen Antrag gewünscht, hat regelrecht allergisch auf Themen wie Hochzeit oder Verlobung reagiert und Fragen dazu auch abgeschmettert.
Dazu sollte ich aber vielleicht sagen, dass die beiden 10 Jahre zusammen waren, bevor er ihr einen Antrag gemacht hat.
Wenn ich so nachdenke, sind wir tatsächlich das einzige Pärchen im Freundeskreis, dass noch nicht verheiratet ist, naja, mal abgesehen von dem Paar, dass sich vor kurzem verlobt hat.
Ich möchte auch kurz klarstellen, dass sowohl meine Freundin als auch ich mal heiraten möchten, es ist uns beiden wichtig...

Was sagt ihr dazu? Ich kann ja meine Freundin schlecht fragen, ob sie auf einen Antrag wartet...
Wie oben auch schon geschrieben, habe ich versucht, mit ihr über ihr Verhalten zu sprechen, aber sie ist mir eher ausgewichen und hat (meiner Meinung nach) Ausreden benutzt.
 
Es hört sich so an, als ob sie einen Antrag erwartet. Das macht einen schon stutzig, wenn sich jemand bei einem bestimmten Thema, extrem abgrenzt, das ist oft ein Zeichen, das jemand genau das erwartet.
Wenn du sie heiraten willst, dann mach den Antrag, wenn nicht, dann war es das wohl mit der Beziehung.
 
Hey Du,

ja für mich liest es sich auch so, als würde deiner Freundin das Thema einen Stich versetzen, weil ihre Erwartungen dahingehend wohl sehr groß sind.
Ich kenne das so ähnlich in Bezug auf Zukunftsplanung auch von mir.

Allerdings bin ich da wohl in einem ganz anderen Umfeld unterwegs, ich fände genau richtig darüber zu sprechen. Dieses "auf einen Antrag warten" ist ein sehr romantisiertes Ding, das ich aber als nicht so ganz gesund empfinde. Ihr wohnt immerhin zusammen, seid noch jung (ich kenne kaum Leute, die mit 27 verheiratet sind), der Druck kommt sicher übers Umfeld und eine verinnerlichte Erwartung an die Zukunft.
Wenn es dir zu früh ist um zu heiraten, ist das genauso legitim wie ihr (vermutlich) großer Wunsch dahingehend. Deswegen würde ich dazu raten, das Thema aufzumachen, anstatt weiter umeinander rumzueiern.
 
Ganz ehrlich? Wenn die sich wegdreht, man betteln muß, Zuneigung zu bekommen, würde ich mich anderweitig umsehen und keinen Antrag machen - wozu? Die ist neidisch auf andere und will es erzwingen, Du spurst nicht und passt nicht ins Lebensglück, das wars. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sobald Frau keine Annäherung mehr will, der nächste am Start ist. Vermutlich hat sie bereits einen anderen im Auge.
 
Naja, ich schrieb es ja oben schon, ich finde, beides ist legitim. Es ist legitim starke Erwartungen & Gefühle mit dem Thema Heirat zu verknüpfen & es ist legitim, das gerade alles (noch) nicht zu wollen.

Das Thema Heirat ist ja ein Thema, das sehr emotionalisiert ist & mit dem ganz viel zusammenhängt: Das Gefühl gewollt & geliebt zu sein, das Gefühl besonders zu sein, die Idee einer sehr tiefen Verbindung. Gesellschaftlicher Status & Anerkennung (je nach Umfeld).
Aber auch die Angst, nicht gut genug zu sein, wenn alle im Umfeld verheiratet sind & man selbst nicht. Evtl. Zweifel, ob irgendwas an einem nicht stimmt, Angst, dass es nie klappt, etc. etc.

Im besten Fall kann man mit solchen Gefühlen natürlich entspannt umgehen & muss sie nicht passiv aggressiv ausagieren. Aber das schafft man nicht immer, gerade wenn der Frust und die Verletzung vielleicht sehr tief geht, vielleicht auch mit alten Wunden verbunden ist.

Deswegen: REDEN!
 
Du kannst ihr auch einfach einen Antrag machen. Dann kann es dir zumindest nicht passieren, dass sie beleidigt ist, dass du sie so doof fragst anstatt ihr einen Antrag zu machen.

genau!
Ich denke sie vorher zu fragen ob sie einen Antrag überhaupt will, würde für sie "die Magie" zerstören.

Sie sagt bestimmt ja, wenn ein offizieller romantischer Antrag kommt.
Überlege dir aber gut wie und wo du den Antrag machst.
Sie erhofft bestimmt was Romantisches und einen Ring auf Knien dargeboten.
Sonst ist für sie die Inszenierung nicht ausreichend und sie wird schmollen und wieder traurig sein.
Also lass dir was nettes für sie einfallen.
 
Du hast noch nicht das Gespräch mit Deiner Freundin gesucht?
Das gehört zur Beziehung dazu.
Hier könne wir nur Mutmaßungen anstellen und im Nebel stochern.
Nur SIE alleine weiß, warum sie auf Rückzug ist.
Ich bin echt erschüttert, dass Ihr nicht mal miteinander sprecht.
Lass Dich doch nicht abwimmeln!

Informiere uns mal über das Ergebnis des Gesprächs.
 
"Vielleicht fängst du ihn ja". Die Laune meiner Freundin ist auf einen Schlag auf Null gesunken. Sie meinet nur "Das wäre schön, aber das würde, glaube ich, nicht viel bringen".

Sie hofft eben aber denkt, dass du anscheinend nicht heiraten willst.
Und das macht sie traurig.

War bei mir auch so, ich hätte in den 20igern gerne geheiratet, aber mein Freund ist absoluter Gegner davon.
Ich musste mich damit arrangieren.
Sind jetzt in den 40igern und immer noch unverheiratet zusammen.
Mittlerweile ist mir das Thema auch nicht mehr wichtig.
 

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