Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Vergleichsweise gering...

  • Starter*in Starter*in melli
  • Datum Start Datum Start
M

melli

Gast
...ist mein Problem, wenn ich mir durchlese welche Krisen andere zu bewältigen haben.
Nichtsdestotrotz...bin ich auch verunsichert und weiß nicht, wie ich mich weiterhin verhalten soll.
Um einen kurzen Einblick in meine momentane Situation zu geben, erzähl ich mal:
Ich bin 35 Jahre alt und seit fast 4 Jahren in einer Beziehung zu einem Mann, die schon immer durch emotionale Ups und Downs bestimmt war.
Wir lernten uns in einer WG kennen, sind dann in eine Wohnung zusammengezogen.
Seitdem hatte es oft gekracht und er hat sich nach einigen Rauswürfen meinerseits und wieder willkommenes Zurückkommen dann doch letztendlich eine eigene Wohnung genommen.
Wir versprachen uns gegenseitig etwas:
Er wollte mich und Menschen die ich liebe nicht mehr übelst beschimpfen und kleinmachen und ich wollte nicht mehr schreien und keine Sachen mehr werfen...
Die Beziehung bestand weiterhin und tatsächlich lief sie auch entspannter, aufmerksamer und freier als vorher.
Trotzdem hörten die Streitereien nicht auf .
Er war auf alles und jeden eifersüchtig, was meine Aufmerksamkeit von ihm abzog, ich fand seinen Job beziehungsfeindlich, weil ich an vielen Wochenenden und auch etliche Nächte alleine war, wenn andere Paare zusammen was unternehmen...jedenfalls, ich hielt mich an mein Versprechen, er sich an seines jedoch nicht und die Beschimpfungen wurden immer lauter,übler, sexistischer, unter der Gürtellinie, bis ich auch wieder laut wurde oder ihn wieder hinauswarf.
Die Abstände zwischen den Streits wurden immer kürzer und ich sah schon die Verselbstständigung des Konfliktes...sorgte für immer mehr Harmonie, sagte auch mal nix, wenn ich wußte das er es nicht gern hört etc.
Nach schlimmen Streitereien entschuldigte ich mich manchmal, er sich oft und wir versuchten es wieder miteinander, nachdem wir uns tagelang nicht gesehen hatten weil jeder in seiner Wohnung war.
Er hielt es aber allein nicht lange aus und rief an und smste stundenlang.
Wenn wir gute Zeiten hatten, waren diese besonders gut, die schlechten waren aber auch besonders schlimm!!!
Als es verbal immer übler wurde forderte ich ihn auch mal auf, gemeinsam mit seiner Schwester zu reden, weil das die einzige Frau ist, der er wirklich zuhörte, auch wenn sie nicht seiner Meinung war, die er ausreden ließ und nicht unterbrach oder provozierte und klein machte oder gar beschimpfte.
Seine Schwester wollte er jedoch nicht dadrin haben, auf einen gemeinsamen Besuch beim Paartherapeuten wollte er sich einlassen, aber nur, wenn ich es organisierte und er terminlich klarkomme....also nicht.
Wir schleppten uns also mehr schlecht als recht durch diesen Wirrwarr der Gefühle, den wir beide Liebe nannten, obwohl uns schon seit einiger Zeit, die Leute aus dem jeweiligen Familienumfeld nahegelegt hatten, uns doch besser zu trennen.
Die Streitereien waren natürlich nicht unbekannt ! Wir entschlossen uns aber, es gemeinsam zu schaffen !

In den letzten Wochen lief alles besser, wir liebten uns, konnten reden, lachen, planen oder auseinandergehn bevor wir stritten und wieder zueinander finden.
Ich dachte, wir würden es packen!
Bis letzten Freitag.
Er kam nach Hause, ich saß im Garten !
Ich hatte für uns eine Überraschungs- Sommerbowle gemacht, die wir gemeinsam schlürften. Wir freuten uns, beschickerten uns mit Bowle und alberten rum und redeten über die Zukunft, bis wir auf ein Thema kamen, bei dem ich nicht seiner Meinung war.
Jedesmal wenn ich ihm meinen Standpunkt erklären wollte, ließ er mich nicht ausreden, worauf ich ihn aufmerksam machte.
Er fing wieder an mich zu beschimpfen und zwar übelst, ich sagte ihm, er solle besser nix mehr trinken und lieber gehen, woraufhin er seinen Beschimpfungen steigerte bis es für mich unerträglich war.
Ich schmiß mein Glas nach ihm, verfehlte ihn aber. Er lachte mich aus und hackte auf mir rum, bis ich aufstand und ihn aus dem Garten schubsen wollte.
Wir rangelten grob miteinander, ich schlug ihn auf den Kopf, er schlug mich auch, ich zerrte ihn Richtung Ausgang, wobei er auf die Knie fiel.
Als er hochkam, packte er mich an den Haaren, zerrte mich daran zum Planschbecken und drückte so meinen Kopf unter Wasser, saß auf mir drauf.

Da hatte ich zum ersten Mal echte Angst !
Er ging daraufhin und ich lief geschockt ins Haus.
Er stand nochmal vor der Tür um seine Schlüssel zu holen, aber ich traute mich nicht aufzumachen, hab sie ihm am nächsten Tag rausgelegt und ihn aus Angst angezeigt, weil ich nicht wollte, das er wiederkommt.

Seitdem ruft er dauernd an.
Ich sagte ihm, ich wolle mit ihm nicht reden.
Er schrieb SMS, rief an mit unterdrückter Nummer.
Er entschuldigte sich, bat mich um Verzeihung, schämte sich sehr, weinte und meinte er könnte das selbst nicht verstehen und das sei das Schlimmste, was ihm bisher passiert sei in seinem Leben, mich zu verletzen und zu verlieren.
Als ich ihm sagte, das ich ihn angezeigt habe, meinte er nur, er hätte das nicht gedacht aber er würde seine Aussage machen und schon seine gerechte Strafe bekommen, weil er mit mir sowas gemacht hat.
Das kein Mann sowas tun darf und er dafür gerade stehen will, um so vielleicht endlich "wachzuwerden". Am Dienstag ist die Anhörung und ich fühle mich schlecht, weil ich ihn angezeigt habe!!!

Am Telefon waren wir beide sehr am weinen und es geht mir natürlich nicht gut, nur weil es ihm schlecht geht, im Gegenteil !
Der Mann ist mir nicht gleichgültig und ich weiß, das er stark für mich empfindet.
Ich möchte auch nicht, das er total aus meinen Leben verschwindet, so merkwürdig das nach allem klingen mag!
Allerding habe ich Angst, das wir beide in einem ungesunden Beziehungskreis verhaftet sind, den wir allein nicht durchbrechen können. Ich habe Angst vor dieser ständig enger und gröber werdenden Gewaltspirale und weiß nicht weiter!!
Wechselduschen der Gefühle...was ist das?? Hassliebe ??? Das ist doch irgendwie krank, jedenfalls hat das nichts mit Liebe zu tun, so wie man sich das gemeinhin vorstellt oder ich jemals zuvor erlebt hab.
Warum fühl ich mich dann trotzdem so schlecht ??

Kennt das jemand?
Gibt es Lösungen oder Erfahrungswerte ?
 

Anzeige (6)

Thema gelesen (Total: 1) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben