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Vergewaltigungsopfer, Kampfsport als Teil der Therapie?

Faust

Aktives Mitglied
Ich habe gerade in einem anderen Thread, wo jemand über seine Vergewaltigung erzählt, die Empfehlung eines Users (an den TE) gelesen Kampfsport zu machen. Dazu ist mir mal gerade eingefallen, ich habe demletzt eine Dokumentation über Psychopaten gesehen und darin wurde eine Studie erwähnt, nach der ein Triebtäter, sprich V*** ein Opfer einer Vergewaltigung allein am Gang erkennen können. Hört sich vielleicht komisch an, aber ich glaube man kann so gut wie alles über die Körpersprache erkennen, fragwürdig ist also, ob man allein durch eine Therapie die Körpersprache ändern kann. In Teilen bestimmt, denn die Körpersprache ist ja Spiegel des Inneren, aber aufbauend darauf wäre doch ein Selbstverteidigungskurs sehr sinnvoll. Ich bin nicht so fundiert was diese Thematik angeht, vielleicht gibt es dergleichen ja auch schon, aber falls nicht denke ich, es wäre eine sinnvolle Ergänzung und ein guter Rat für Betroffene.
 
Hallo Faust!

Ich habe gerade in einem anderen Thread, wo jemand über seine Vergewaltigung erzählt, die Empfehlung eines Users (an den TE) gelesen Kampfsport zu machen. Dazu ist mir mal gerade eingefallen, ich habe demletzt eine Dokumentation über Psychopaten gesehen und darin wurde eine Studie erwähnt, nach der ein Triebtäter, sprich V*** ein Opfer einer Vergewaltigung allein am Gang erkennen können. Hört sich vielleicht komisch an, aber ich glaube man kann so gut wie alles über die Körpersprache erkennen, fragwürdig ist also, ob man allein durch eine Therapie die Körpersprache ändern kann. In Teilen bestimmt, denn die Körpersprache ist ja Spiegel des Inneren, aber aufbauend darauf wäre doch ein Selbstverteidigungskurs sehr sinnvoll. Ich bin nicht so fundiert was diese Thematik angeht, vielleicht gibt es dergleichen ja auch schon, aber falls nicht denke ich, es wäre eine sinnvolle Ergänzung und ein guter Rat für Betroffene.
Selbstverteidigung kann man doch eigentlich jedem empfehlen.
 
Naja, jedem würde ich es jetzt nicht empfehlen. Ein Therapie kann auch nicht jedem empfohlen werden 😉
Aber es geht ja hier mehr als darum das Selbstvertrauen eines Menschens aufzubauen und ihm dadurch Schutz zu gewähren. Es geht mir darum ob man so etwas zu einem Therapieteil erweitert. Nicht auf freiwilligen Basis, sondern extra Kurse für Betroffende 🙂
 
Hi Faust,

hatten wir das Thema nicht mal bereits? 😉 und nochmals: jo es stimmt Menschen können ihr Gegenüber generell innerhalb von milisekundenbruchteilen einschätzen und ziehen aus Gestik, Mimik, Körperhaltung oder auch der Art wie man geht wichtige Infos raus...sowas erkennst du doch selbst im Alltag wenn du dich mal selbst und andere beobachtest. Und sowas kennt man auch aus der Schule in der man sowas wie Verhaltensbiologie zumindest ansatzweise besprochen haben sollte. Nicht umsonst wurden uns ja unsere Sinne gegeben und wie alle Raubtiere nutzen wir unsere Sinne um Nahrung zu finden, um Sexpartner zu finden etc...hierbei stellt das Sehen und der Geruchssinn aber auch hören (zum erfassen eines Gesamteindrucks) etc. ne wichtige Komponente dar. In unserer Sprache finden sich ja auch Ausdrücke wie: er konnte ihre Angst förmlich riechen oder wie: er erkannte an ihrem unsicheren Gang ihre Angst oder: sie/er roch betörend gut...woraus er/sie sich verliebte...der Riechlappen, ein evolutionär älterer HIrnteil ist ein mächtiges Dings das lt. Forschung ausschlaggebend dafür ist in wen wir uns verlieben...Menschen die lt. der eigenen Nase gut riechen sind genetisch kompatibel (können also lebensfähigen Nachwuchs zeugen) hat man fest gestellt.
Und wenn man jemanden nicht gut riechen kann liegt das auch an den Genen...

Triebtäter (also Sexausbeuter) suchen sich gezielt die unsicher wirkende Typen raus...instinktiv sozusagen. Sie sind aus auf leichte Beute...es gibt da aber auch noch einige wenige die es auch mit etwas schwierigerer Beute aufnehmen...das sind dann die ganz gefährlichen, die oft auch vor Mord nicht zurückschrecken.

Und das weiss ich als Mensch oder auch als Wissenschaftlerin und deshalb rate ich oft Gewaltopfern (die in der Regel unsicher sind und nicht sehr selbstbewusst) zu Kampfsport. Es gibt zahlreiche Untersuchungen und auch Berichte darüber dass Kampfsport das Selbstbewusstsein verbessert..ein Selbstbewusstsein dass sich natürlich auch in der Körperhaltung und dem Gang wiederspiegelt....und das ist ein gut funktionierender Selbstschutz der einen Großteil der Täter abschreckt.

Man kann nicht erwarten das sowas Therapieteil wird...gelegentlich gibt es jedoch für Gewaltopfer die von Polizeipsychologen betreut wurden oder über die Polizei allgemein oder über die Stadt spezielle Kurse für Gewaltopfer. Oder für gefährdete Personengruppen sprich Spezialkurse für Kinder oder Frauen. Oder man hat einen fitten Therapeuten der ggf. für einen arrangiert? Ist natürlich auch ne Kostenfrage und ich denke die Krankenkassen stellen sich manchmal quer...kann man ja ausprobieren und über die Therapeutenschiene gehen.
Ansonsten heißt es: jeder ist sich da ein stückweit selbst der beste Therapeut und sollte schlichtweg selbst aktiv werden sich eine Kampfsportart die einem liegt aussuchen, ausprobieren. Es gibt bei den meisten Dojos preiswerte Probekurse und so was. Extrakurse sind da an sich überflüssig..man sollte nicht unbedingt immer so einen Hype und Sonderstatus aus Opfern machen..das sind auch nur Menschen, zwar noch unsichere Menschen aber das kann sich ja auch ändern.

Tyra

Hallo Faust!


Selbstverteidigung kann man doch eigentlich jedem empfehlen.

ich stimme zu...kann man an sich jedem bis auf einige wenige Ausnahmen (extrem körperbehinderte z.B) empfehlen.....Sport ist eh immer gut fürs Selbstbewusstsein...für die Figur, fürs Herz-Kreislaufsystem, für den Kopf, für die geistige und körperliche Gesundheit.
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo,

wichtig ist vorallem das man zu einer richtigen schule geht die kampfsport betreibt.... Gibt es viele schwarze schafe die viel geld verlangen und kampfsport eher im kopf ablaufen lassen als es aktiv zu trainieren (sparring).....
Und dann nützt es wenig in einer gefahrensituation wenn man es nicht ausdauerhaft trainiert hat, sondern sich nur vollquatschen lässt und glaubt diese besprochenen theoretischen sachen anwenden zu können.
Gerade an die frauen gerichtet.....
 
Ist es dein Wunsch, Kampfsport als Therapie zu machen? Selbstbewusstsein und Menschlichkeit, sowie Vergewaltigungsverarbeitung sind auch auf andere Arten therapierbar.

Lerne dich kennen.
 
ähm..dieser Vorschlag ist ja an sich altbekannt. Ich denke jedoch auch auf dich bezogen passend, oder?

Wieso kann Therapie nicht jedem empfohlen werden? Ich denke schon dass die jedem empfohlen werden kann...wo siehst du also Ausnahmen und aus welchen Gründen genau?

Tyra
 
Es gibt Studien, dass Gewaltverbrecher durch Therapie eher bestätigt als geholfen wird. Menschen mit hohem aggressions Potential sollten auch nicht unbedingt Kampfsportarten betreiben.
 

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