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Vergew...

G

Gast

Gast
Hey!

Hoff das is okay, wenn ich hier schreib...also fang ich mal von vorne an...ich bin als ich 9 war vergew... worden...ich komme mit all dem nicht klar...ich hab versucht mich umzubringen und ritze mir die Haut auf...ich soll jetzt in stationäre Behandlung glaub allerdings nicht, dass ich das aushalte, wenn ich da immer drüber reden muss usw. ich hab da bisher mit kaum jemandem drüber geredet, weil ich es einfach nicht schaffe darüber zu reden...soll ich das mit der St. Behandlung trotzdem versuchen?

LG
 
A

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Re: Vergew...
Hallo Gast,

schau mal hier:
Vergew.... Hier findest du vielleicht was du suchst.
Hallo Gast,

Es ist immer wieder sehr traurig und frustrierend von dem Leid zu hören, was einige Soziopathen, wie dieser Kerl, der dir das angetan hat so anrichten können. DAher möchte ich dir mein Mitgefühl aussprechen und dir einige Dinge nahelegen, damit du es bist, die am Ende gewinnt, nicht dieser Straftäter!

Leider ist es so, dass Verdrängen überhaupt nichts bringt. Du hast das ja auch schon mitgekriegt...die Auswirkungen: Autoaggression, psychische Instabilität etc. sprechen ja eine deutliche Sprache. Der einzige Weg da raus ist ein Sprung nach vorn, über alles zu reden, den gesamten Seelenschmerz und Seelenmüll rauszulassen, damit er dich nicht innerlich zerfrisst.
Die bei Gewaltopfern üblichen Scham- oder Schuldgefühle blockieren zwar, sollten aber auf jeden Fall überwunden werden. Du musst dir für dich innerlich klar machen, dass dich keinerlei Schuld an diesem Verbrechen trifft. Eine Vergewaltigung, sexueller Missbrauch einer Minderjährigen ist eine Straftat und der Täter gehört hinter Gitter. Extrem schändlich ist es das Vertrauen eines Kindes zu missbrauchen und es zum Objekt der Triebbefriedigung zu erniedrigen. Es geht hier um Macht, um Unterdrückung, dir wurde mit der Tat mitgeteilt: du bist nix wert, hast nicht die Freiheit der Selbstbestimmung und bist Sklavin eines fremden Willens und Waltens über dich...Das ist nicht o.K. denn kein Mensch auf dieser WElt, auch und gerade Familienangehörige etc. haben kein Recht über dich und deinen Körper zu bestimmen. Nur du allein darfst das! Es darf auch nicht sein, dass der Täter so davonkommt und du stattdessen durch dein Leiden bestraft wirst, oder noch einen draufsetzt, indem du dich selber mit Ritzen etc. bestrafst. Aus diesem Zirkel ungünstiger Verhaltensweisen hilft dir nur viel Arbeit an deinem Selbstbewusstsein und zerschundenem Selbstwertgefühl und eine gute Traumatherapie...Klinik für ein paar Wochen kann gar nicht mal so übel sein (wurde denn eine Depression od.ä. diagnostiziert, oder wer hat dazu geraten?) dann ambulante Behandlung und psychologische Betreuung ist an sich schon der richtige Weg. Gut ist auch dein Schritt hier ins Forum, du kannst dich unangemeldet oder auch registriert vollkommen anonym hier aussprechen und auch mit Leidensgenossinnen austauschen, was dir ggf. auch sehr gut tun wird.

Wichtig ist es auch einzusehen, dass du damit anfangen musst dir selber zu helfen, damit dir andere helfen können, d.h. es kommt entscheidend darauf an, dass du bei der aktiv Thera mitmachst. So schmerzhaft es auch sein mag traumatische ERinnerungen nochmals zu durchleben...man muss an den Kern der Sache heran, um Kontrolle darüber zu erlangen. D.h. ruhig offen über alles reden...SChamgefühle sind ein Luxus, den man sich in einer Thera nicht leisten kann. Oft denken Gewaltopfer auch: ich möchte andere nicht mit meinen Dingen belasten oder so....Dieser Gedanke ist in einer Thera total fehl am Platze..denn Psychologen etc. haben überhaupt kein Problem damit mal ein wenig belastet zu werden...bzw. für die ist es an sich keine Last, sondern Job..und ich denke die sollten ruhig mal ordentlich was zu tun kriegen...also keine falsche Scham oder Scheu den kompletten Seelenschmerzberg da mal abzuladen und da zu lassen! Du kannst dort völlig offen sein, schreien und toben, heulen, brauchst nicht darüber nachzudenken wie du was sagst und was du sagst, sondern es einfach raussprudeln lassen...wird alles vollkommen vertraulich behandelt und dir auch nicht zur Last gelegt oder so..Also wovor fürchtest du dich eigentlich? Kann natürlich sein, dass du Angst davor hast glücklich bzw. glücklicher zu werden...kommt auch vor aus verschiedenen Gründen: mangelndem Selbstwertgefühl, dass man denkt: ich hab nix anderes verdient als Schmerz und Unglück etc, oder die Macht der Gewohnheit hat dich im Griff...auch schlechte Gewohnheiten (wie Ritzen) haben die Eigenart den Glauben zu vermitteln, man hätte damit alles unter Kontrolle, man wäre dadurch in Sicherheit oder so....ist aber leider ein reiner Aberglaube! Und hier kann und sollte man mal Ursachenforschung in einer Therapie machen und diese schiefe Logik zu deinen Gunsten mal etwas gerader rücken.

Ich kann nur sagen: Mädel, das Leben ist kurz und zwar zu kurz um zu lang herumzuleiden. Anstatt dass andere an den SAhnetöpfen des Glücks herumschlabbern zu lassen und dich (insbesondere von einem Mistkerl von V***) in eine dunkle Ecke wegdrängen zu lassen, solltest du schleunigst deinen Hintern bewegen mal die Ellbogen zu benutzen um dich freizukämpfen. Und dazu gehört natürlich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dein Gewalt-Trauma zu bekämpfen.

Sieh es mal so: entweder lebenslange Hölle, lebenslanger Schmerz und Leid in der Gefangenschaft mit deinem Trauma, oder knallharter und auch schmerzhafter Weg nach draussen, Verarbeitung in einer Therapie, aber danach wird es dir entscheidend besser gehen und du kannst auch wieder ein normales Leben führen. Du hast die WAhl, du mußt dich entscheiden...leider kann dir das niemand abnehmen.
Also mein Rat ist: mach das mit der Behandlung und lass dich doch bei Unsicherheit nochmal zusätzlich persönlich in einer Beratungsstelle für Gewaltopfer beraten über die verschiedenen weiteren Möglichkeiten, die du zusätzlich hast.

Du musst keine Angst haben, denn du bist ja im Grunde nunmehr in Sicherheit, ERinnerungen können zwar schmerzhaft sein, aber dir nix mehr antun...und wenn du diese Erinnerungen gemeinsam mit Therapeuten bearbeitest, bzw. über alles reden kannst was dich bedrückt, über was du dir Gedanken machst etc.werden dir Wege gezeigt, wie du besser damit umgehen kannst. Also hab ein wenig Vertrauen zu dir selber und auch zu den Fachärzten und mach ruhig mal...du wirst das schon schaffen!

LG
Tyra
 
Du solltest nicht sehen wie es wird sondern mit der Entschlossenheit das es wird,
Leben ist die Zeit zwischen Geburt und Tot, vergiss das nicht, sterben wirst du sowieso das ist keine lösung - die frage ist wie ??

Sterben weil man das Leben nicht ertragen kann, wegen irrgendwelchen Unglücklichkeiten, seies Vergewaltigung.

Deine gedemütigte Seele lechzt nach anerkennung aber Sie ertrinkst in deinem Selbstmitleid.

Sei Frei auch wenn du es nicht bist.

mfg
 
Hey...

Selbstmitleid??? Ich hab kein Selbstmitleid...ich weiß gerade net, was ich sagen soll....Sterben werrd ich eh da haste Recht, also is auch egal ob früher oder später...
 
Falsche Denkweise!

ich denke sich früher als vorgesehen aus dem Leben zu stehlen ist ne Art Feigheit sich den Dingen, der Realität zu stellen, die nun mal nicht immer Hollywoodmäßig ist...Und man muss sein eigenes Leid auch immer relativ sehen, relativ zum Beispiel zum Leid von Kindern oder Frauen in Kriegsgebieten, die tagtäglich vergewaltigt und missbraucht wurden oft über lange Zeiträume hinweg und dann nicht den Luxus zur Verfügung haben ne Traumatherapie zu machen.
Ich denke es ist angesichts all des Leids auf der Welt echt ne Blasphemie, wenn man sich zu sehr wichtig nimmt, sein Leid zu einem Drama hochstilisiert, was man ja dadurch dass man sagt: "mein Leben ist im AR***tschüss ich hau ab oder so"..Dadurch zeigt man, dass man keine Achtung vor dem Leben, vor sich selber und auch dem Leid anderer Menschen hat.
Das Christentum lehrt: das Leben ist Leiden und danach kommt das Paradies oder Hölle je nachdem, der Buddhismus sagt: Das Leben ist Leiden und danach hört es nicht auf, sondern wird immer wiedergeboren...es sei denn man benimmt sich anständig, achtungsvoll, mitfühlend ggü sich selber und auch ggü seiner Umwelt..nur so lässt sich die ewige Wiederkehr des Leids umgehen und man gelangt ins Nirwana der Unsterblichkeit....Ich denke mal von letzterem Gedanken sollte man mal was für sein Leben übernehmen...
Mag sein dass es schwer ist sich der Realität zu stellen, mag sein, dass es manchmal schmerzhaft und anstrengend ist, aber wenn man mal auf die Schnauze gefallen ist kann man, bzw. kannst du auch wieder aufstehen und weiterkämpfen.
Ich will hier dein Leid keineswegs herunterspielen, im Gegenteil! Und gerade deshalb, weil es wichtig für dich ist aufzustehen und zu kämpfen, diesen Prozess durchzumachen, Leben zu lernen kann ich dir nur weiterhin raten dich psychologisch betreuen zu lassen, damit du deinen Selbstwert wieder freischaufelst, deine Lebensinstinkte wach werden.

Aber was erzähl ich...alle Worte nutzen nix, wenn du nicht einsiehst, dass du es wert bist für dich zu kämpfen. Du musst genügend Mitgefühl, Achtung und auch Mitleid dir gegenüber aufbringen damit du aufstehst und sagst: Ich kämpfe. Du musst dich dazu entscheiden zu leben. Diese Entscheidung kann dir keiner abnehmen und dir kann auch keiner abnehmen andere wichtige Entscheidungen für dich zu treffen und v.a. auch HANDLUNGEN zu unternehmen...Der erste Schritt muss von dir kommen... Fang an die Verantwortung für dich zu übernehmen und bemüh dich diesen Job ordentlich zu erledigen...d.h. nicht verkriechen, sondern MACHEN! Dann wirst du auch deine Erfolgserlebnisse haben und findest auch wieder Spass am Leben....denn wie gesagt: Tempus fugit...die Zeit rast davon...und je eher man mit einer belastenden Vergangenheit abschliessen kann, das Buch schliessen kann wie die Buddhisten sagen, desto besser für dich! Andere haben es geschafft über hammerharte Traumata hinwegzukommen und ihr Leben zu leben...du schaffst das auch! Also hab nur etwas mehr Zuversicht und Mut, dann schaffst du das schon! Ich fände es bedauernswert, wenn ein Mensch aus deiner Vergangenheit so viel Macht hätte dich kaputt zu kriegen...Die Macht der Täter über ihre Opfer funktioniert nur, wenn das Opfer da mitmacht und sich nicht dagegen wehrt...daher wird es Zeit damit anzufangen ..indem du dich lossagst, von vergangenen Geschehnissen und beginnst nach vorne zu schauen. Eine gute Therapie kann dich auf den richtigen Weg bringen...manchmal schafft man es halt nicht allein aus seiner Verirrtheit oder Verwirrtheit heraus zu finden. Daher scheu dich nicht die möglichen Hilfsmittel für dich in Anspruch zu nehmen!

LG
Tyra
 

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