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Vergeude mein Leben vor dem Computer

G

Gast700

Gast
Hallo,

ich bin aktuell unzufrieden mit meinem Leben - ich vergeude es vor dem Computer. Und das schon seit Jahren. Hatte schon verhältnismäßig früh einen Computer und saß auch viel davor, meine Eltern hat das nie sonderlich gestört. Ich glaueb ich habe mich einfach daran gewöhnt bzw ich kenne es ja auch nich anders.


Ich weiß irgendwie auch nicht, wie ich davon wegkommen soll.
Habe mir schon Hobbies gesucht (3 VHS Kurse, die aber momentan wegen Ferien nicht stattfinden).

Könnt ihr mir vielleicht irgendwelche Tipps geben?

lg
 

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Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Es ist sicherlich nicht ungewöhnlich, dass vor allem junge Menschen viel Zeit vor dem PC verbringen.

Solange Beruf und Sozialleben nicht leiden, ist das ok. Leider kommt man schnell in einen Teufelskreis.

Man zockt am PC, macht sonst nur das nötigste und ist dementsprechend im realen Leben wenig erfolgreich. In der Folge flüchtet man noch mehr in die virtuelle Welt. In PC Spielen erlebt man ständige Erfolgserlebnisse, das echte Leben hat keine Erfolgsgarantie.

Beobachte dich selber WARUM du am PC sitzt
- Langeweile
- Flucht
- Sucht
- ....?

Oft kann schon eine andere Wahrnehmung des PCs Deine Welt ändern. Ich habe lange MMORPGs gespielt, heute kaum noch bzw eher offline Spiele. Alleine der Zwang sich mit anderen vergleichen zu müssen in Onlinespielen ist extrem suchtfördernd. Du solltest Wege finden den PC als Unterhaltungsmedium zu nutzen, nicht aber als Zwang oder Sucht.

Such dir Hobbies, aber nicht nur VHS Kurse, die einmal die Woche stattfinden, sondern echte Beschäftigungen für den Tag. Sport, Gartenarbeit, Tiere, Filme, Freunde, Arbeit.... Dinge, die dein Leben bereichern und auch dein Selbstbewusstsein stärken.

Viel Erfolg!
 

stink.sauer

Mitglied
Bist Du W oder M ?
Na, eigentlich auch egal: Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung! Also, wenn es Dich selber stört, dass Du zu viel Zeit vor dem Computer sitzt, hast Du doch schon mal den ersten Schritt gemacht. Das mit Deinen Kursen ist doch schon mal super. Aber es gibt doch noch soooo viel Sachen, die man machen kann. Lese doch mal ein Buch, lerne eine Sprache, schreibe Tagebuch (auf Papier), lerne ein Musikinstrument zu spielen - geh doch mal in die Musikschule, in ein Sportclub, mach eine Handarbeit oder Bastelarbeit, und und und..... Vergeude Dein Leben nicht !
 

Mustang

Aktives Mitglied
Ich hatte auch einige Jahre ein kleines Computerspielproblem. Ich hab dann eine radikaltour gemacht: Grafikkarte rausgenommen und verkauft und Fritzbox auf 100kb/s begrenzt. Damit wird der PC zu dem degradiert, was es ursprünglich gedacht war: Eine bessere Schreibmaschine.

Du wirst dann erstmal brutale Langeweile haben, weil das Vakuum welches der PC in deinen Tagesablauf gerissen hat nicht so einfach zu füllen ist. Irgendwann wirst du merken dass du dich liebend gernd auf andere Dinge stürzt. So ein VHS Kurs kann extrem spannend sein wenn daheim kein neues CoD auf einen wartet. Ich hab mich in der Zeit echt gefühlt, als ob mein Gehirn erstmal umprogrammiert werden musste. Du hast eben noch das Problem, dass der VHS Kurs einfach null mit dem Mithalten kann, was dir dein PC an Erfolgserlebnis und Inforeichtum bieten kann.

Irgendwann (nach ca einem Jahr) will man aber auch garnicht mehr vor dem PC hocken, weil es viel bessere Dinge gibt. Ich habe mir jetzt eine Drohe gekauft und bastel eifrig dran rum. Der PC hat jetzt wieder eine Grafikkarte, aber weil ich damit die Videos editiere die ich mit der Drohne in der Natur aufgenommen habe. Und nebenbei habe ich in der Zeit auch meine Freundin gefunden, die mir in meinem Zimmer auch nicht über den Weg gelaufen wäre.

Nur Mut, es lohnt sich ;)
 

nebelkrähe

Mitglied
Ich denke auch, dass es ein schmaler Grat ist. Viele Menschen müssen inzwischen viel Zeit vor dem Computer verbringen und ansonsten ersetzt der Computer in der Freizeit oft Zeitung, Fernseher und Telefon. Kein Wunder, dass man viel Zeit vor ihm verbringt oder verbringen kann.
Nur sollte das Ganze keine zwanghaften Zustände annehmen. Wenn du wegen deinem Umgang mit dem Computer besorgt bist, überleg dir doch einfach mal wieviel Computerzeit du am Tag für sinnvoll für dich hältst? Stell dann eine Stoppuhr und wenn die Zeit abgelaufen ist -> Computer aus :)
 
V

Valery

Gast
Ich hab das selbe Problem (gehabt). Ich glaube ich hab es fast über den Berg geschafft. Aufgrund von Fachabitur, Sport und Freunden bin ich jetzt gerade sozusagen "im Endstadium". Abends wird zwar immer noch eine Runde Counter-Strike mit Kumpels gespielt, aber rein Zeittechnisch ist da nicht mehr viel zu machen. Ich komme fast jeden Tag später als 17:00 nach Hause, wegen Schule und Fahrtweg und so weiter und so fort. (Ganz schön viele "unds" geworden :D) Ich glaube langsam das ich auch ohne Computer auskommen könnte. Ich betreibe jetzt Vollzeit Bodybuilding, und es funktioniert. Nach 3 Monaten hast du so viel aufgebaut, dass du morgens vor dem Spiegel stehst und dich jedes Mal freust, wie ein kleines Kind, was du denn eigentlich schon erreicht hast!

Zurück zum Thema. Was du brauchst ist Ablenkung. Am besten etwas, wo du durch sehr enge Freunde schnell neue Kontakte knüpfen kannst. Sei es vielleicht Bodybuilding, Yoga, Radfahren oder meinetwegen fang doch an zu Angeln, oder werde Teilzeit DJ. :daumen: Hauptsache du entwickelst diese "Soziale Ader".

Außerdem müsste/sollte es etwas sein, das dir entweder Spaß macht, oder halt dieses Erfolgserlebnis liefert wie ein Deagle Headshot in CS.

Und aufpassen das man nicht Smartphone abhängig wird..... ;)
 

primechecker

Aktives Mitglied
warum muss man eigentlich im "realen" Leben erfolgreich sein. Man kann doch auch versuchen im virtuellen Leben erfolgreich sein. Und sich selbst definieren was "erfolgreich" ist. Vor dem PC hocken finde ich immer noch besser als in einem Unternehmen zu arbeiten. Wichtig ist hierbei v.a. dass du ordentlich isst und Bewegung hast.
Trinke viel, bereite dir wirklich auch was gutes zu mit Gemüse und Obst. Beim PC solltest du beachten, dass dein Bildschirm nicht zu hell eingestellt ist, das scheint die Augen sehr zu belasten. War bei mir so.
Finde dir viell mind. 1 Person mit der du gelegentlich was unternehmen kannst.

"Hauptsache du entwickelst diese "Soziale Ader"."

Warum muss man denn sowas entwickeln ? Wer oder Was bestimmt, dass dies ein Muss ist?

Ich persönlich beschäftige mich zum Beispiel mit den gesellschaftlichen globalen Problemen, da es mich einfach intressiert und mir etwas bedeutet. Auch das ist eine Sucht und meine sozialen Fähigkeiten - die man normalerweise so als sozial bezeichnet - werden dadurch auch nicht unbedingt besser. Ich denke, dass man irgendwie dies und jenes machen muss, davon ist sehr vieles unvernünftig und illusorisch.
Aus meinen Erfahrungen heraus ist es sehr empfehlenswert für seine eigene Freiheit und Selbstbestimmung, auch sich möglichst von den gängigen Meinungsbild zu verabschieden und wirkllich seine eigene Meinung zu bilden. Sich auch selbständig Methodiken zu überlegen, die für einen selbst funktionieren. Natürlich kannst du versuchen andere nach Ratschlägen zu fragen, aber habe immer eine gesunde Portion Kritik dabei. Die Gesellschaft ist leider so strukturiert, dass man sich auf diese nicht unbedingt verlassen kann.
Darum ist mein Rat: Versuche dich und deinen Körper verlässlicher zu machen.
Und ja du kannst versagen oder auch nicht. Das ist nichts Schimmes zumindest in meinen Augen. Es ist etwas natürliches und es gibt keinen Grund sich dafür zu schämen.
 
Zuletzt bearbeitet:

primechecker

Aktives Mitglied
Ich hatte auch einige Jahre ein kleines Computerspielproblem. Ich hab dann eine radikaltour gemacht: Grafikkarte rausgenommen und verkauft und Fritzbox auf 100kb/s begrenzt. Damit wird der PC zu dem degradiert, was es ursprünglich gedacht war: Eine bessere Schreibmaschine.

Du wirst dann erstmal brutale Langeweile haben, weil das Vakuum welches der PC in deinen Tagesablauf gerissen hat nicht so einfach zu füllen ist. Irgendwann wirst du merken dass du dich liebend gernd auf andere Dinge stürzt. So ein VHS Kurs kann extrem spannend sein wenn daheim kein neues CoD auf einen wartet. Ich hab mich in der Zeit echt gefühlt, als ob mein Gehirn erstmal umprogrammiert werden musste. Du hast eben noch das Problem, dass der VHS Kurs einfach null mit dem Mithalten kann, was dir dein PC an Erfolgserlebnis und Inforeichtum bieten kann.

Irgendwann (nach ca einem Jahr) will man aber auch garnicht mehr vor dem PC hocken, weil es viel bessere Dinge gibt. (????) Ich habe mir jetzt eine Drohe gekauft und bastel eifrig dran rum. Der PC hat jetzt wieder eine Grafikkarte, aber weil ich damit die Videos editiere die ich mit der Drohne in der Natur aufgenommen habe. Und nebenbei habe ich in der Zeit auch meine Freundin gefunden, die mir in meinem Zimmer auch nicht über den Weg gelaufen wäre.

Nur Mut, es lohnt sich ;)
Dein Beitrag ist nicht schlecht, allerdings will ich hier noch einige Anmerkungen und andere Perspektiven aufzeigen. Denn ich bin mit einigen Aussagen nicht ganz einverstanden.
Ich denke es kann durchaus gut funktionieren, wenn man so etwas verbannt. Das mit der Begrenzung des PCs ist durchaus eine gute Idee, sofern man diesen PC auch wirklich nicht für aufwändigere Dinge braucht und auch wirklich sich von dem ganzen Gezocke verabschieden möchte. Allerdings könnte es sein, dass der PC trotz ausgebauter Grafikkaarte weiterhin genug Potenzial bietet, um seine Zeit zu "verschwenden". Wobei "verschwenden" hier ein sehr relativer Begriff ist, wobei wir beim nächsten Thema sind.

-> Relativität
Wie Einstein schon vermerkte ist vieles relativ. Für einen mag das Spielen am PC das Schönste auf der Welt zu sein und absolut keine Verschwendung. Für den anderen ist es so lala, für den nächsten eine Sucht, unter der man leidet.

Dein Drohnen Beispiel
Klar ist es eine Aktivität, die nach deiner persönlichen Einschätzung besser ist als am PC hocken. Aber wie ich schon sagte, ist vieles relativ. Für mich zum Beispiel wäre eine Drohne ein Hobby, das ich natürlich gerne akzeptiere bei anderen und auch durchaus toll und intressant finde, aber für mich wäre es pure Zeitverschwendung. Das Informieren im Internet ist für mich eines der wichtigsten Dinge, um sich noch einigermaßen wahrheitsgemäß mit gesellschaftlicher Materie zu beschäftigen. Das würde ich nie gegen eine Drohne eintauschen.

Andere Aktivitäten wie Sport, Kochen, Säubern, usw. das alles kann man machen um sich gezielt davon abzulenken. Fairerweise muss man aber darauf hinweisen, dass dies keinesfalls eine bessere Situation für dich ergeben muss. Bei mir ist es so, dass gewisse AKtivitäten am PC durchaus mir Freude und Bedeutung geben, was mir kaum ein normaler Freund geben könnte.

Es wäre vermutlich sehr zielorientiert, wenn du einmal deine Situation genauer anaylsieren würdest und herausfindest, was genau dich WIRKLICH an deiner Situation stört. Was dir Spaß macht und was du in Zukunft gerne machen möchtest (auch wieder auf den Fokus SPaß/Lebenserfüllung). Es ist denke ich schwierig zu sagen, was du genau brauchst mit so wenig Informationen. Es kann sein, dass es durchaus sinnvoll ist, dass du weiterhin auch den PC verwendest, oder ihn verbannst oder eine Zwischenlösung dir erarbeitest.
 
V

Valery

Gast
"Hauptsache du entwickelst diese "Soziale Ader"."

Warum muss man denn sowas entwickeln ? Wer oder Was bestimmt, dass dies ein Muss ist?
Ich betrachte das aus meiner Sicht. Mir ging es nämlich so. Ich hatte (bin mir da nicht so wirklich sicher), nicht wirklich jemanden mit dem man sich über wirklich wichtige Dinge unterhalten konnte. Aber je mehr Leute man kennt um sehr mehr wird man mit einigen Leuten vertrauter.

Diese soziale Ader war nicht darauf bezogen Altenpfleger oder Sozialassistent zu sein. Sondern einfach offener zu anderen Menschen/Freunden zu sein. Auf deren Probleme eingehen.
 

Burbacher

Aktives Mitglied
Offen gesagt, finde ich solche Themen in einem Forum wie unserem recht amüsant, auch irgendwie widersprüchlich.
Foren wie dieses, unser aller Hilferuf-Forum, leben davon, dass die User/innen einen Großteil ihrer Zeit vor dem PC verbringen. Wäre das nicht so, bliebe das Forum leer.
Witzig finde ich in diesem Zusammenhang dann, wie ich es in einem vergleichbaren Forum einmal erlebte, dass einem User geraten wurde, die Kiste auszuschalten. Der Rat kam ausgerechnet von einem Schreiber, der nicht nur den Tag, sondern auch die Nacht vor dem PC und im Netz verbrachte.
Unser Beziehungsverhalten hat sich verändert, wir meiden direkte Begegnungen, die auch schwieriger geworden sind, und wir flüchten uns in die virtuelle Welt. Ich bin da keine Ausnahme.
Eine Lösung habe ich auch nicht, zumal es an Angeboten fehlt, wie und wo ich meine Zeit anders verbringen könnte.
Wenn man alleine lebt, ist man unter Menschen, die in Beziehungen eingebunden sind, oft ein Störenfried.
Gäbe es nicht das Internet, ich würde wahrscheinlich oft und stundenlang in mich hinein fragen, mich in Grübeleien verlieren. So bin ich beschäftigt, und bekomme ja auch ein Echo, das ich unbedingt brauche.

Du bist da mit deinem Problem nicht allein.

Burbacher
 

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