"edenfalls die terapeutin gibt dir dann einen konsillarbericht mit mit dem du zu deinem hausarzt musst.der muss dich dann untersuchen,und soll dir bescheinigen das du eine terapie brauchst.(ist total blöd ich weiß)ist aber nicht weiter schlimm." .... 😱Der kann mir das doch nicht bescheinigen, wenn ich den nicht sage, wieso ich die Therapie will. Och nee, ich will den das nicht sagen🙁 Mein Freund sagte schon, er spricht mit seiner Ärztin, stellt das Problem dar, da er ihr sehr vertraut und schon Jahre bei ihr ist. Ich hoffe, dass geht so. Ich kann das dem Arzt nicht so sagen, da ich dann gleich anfange mit heulen🙁 und ich dann eine Zeitlang brauche, um mich wieder zu fangen.
Ich habe Angst. Angst alles wieder aus meiner verdrängten Erinnerung rauszuholen, da los zu weinen, mich so mies z fühlen*wein*
Hallo weinendes Mädchen,
Vielleicht hast du schon einen großen Schritt geschafft, indem du dich entschieden, dich um eine Therapie zu kümmern. Und auch wenn du jetzt noch riesige Angst davor hast, dass deine Probleme, Erinneungen und Gefühle, wieder an die Oberfläche gelangen, zeigt das, dass du dich mit dem Problem auseinandersetzen willst. Davon abgesehen: Dass du Problem und Erinnerungen verdrängst, hast nicht, dass sie nicht indirekt an die Oberfläche kommen (und wenn nur als Träume...).
Was den Weg dorthin betrifft: So kann ich mich FallenAngel nur anschließen: Entweder Empfehlungen (Hausarzt, Krankenkasse) oder Auskunft, Gelbeseiten...
Was die Aktivität deines Freundes betrifft, so bin ich hin und her gerissen: Einerseits finde ich es beindruckend, dass du ihm so vertraust, dass du ihm (zumindest zum Teil) in deine Situation eingeweiht hast. Des Weiteren zeigt vermutlich, dass ihm sehr viel an dir liegt und dass er gefühlsmäßig stark involiert ist. Nur zu verständlich ist es, wenn es einem Meschen (den man vielleicht liebt) nicht helfen kann, wenn einem die Hände gebunden sind, man möchte IRGENDWAS tun, kauft sich Bücher, will dem anderen die Handlungen abnehmen... das einzige Problem ist dabei, dass ihm dann die Gelegenheit nimmt, es selbst zu schaffen.
Ich möchte mir nicht anmaßen, zu behaupten, es sei bei euch so. Ich möchte nur vor einem Aktionismus warnen, der dir vielleicht langfristig mehr schaden als nützen würde. Genau so wenig, wie es Sinn hat, jemanden mit Druck zur Therapie zu bewegen... genau so bin ich der Überzeugung, dass eine Therapie ein Stück Eigenes darstellen muss, etwas, das man ganz für sich hat.
Und aus diesen Gründen, sollte sich die Beziehung mit der Therapeutin von Anfang an so entwicklen, dass du dich wohlfühlst. Wenn du auf einem Fragebogen kritische Erlebnisse angeben möchtest, dann machst du es, wenn du dich sicherer fühlst, mach es nicht. Therapeuten arbeiten nicht unbedingt mit den Infos, die du ihnen verbal mitteilst, sondern sehen sehr viel aus der Szene heraus. Du solltest dir keine Sorgen machen, dass eine Therapie wirkungslos bleibt, wenn du einem Therapeuten nur von deinem Alltag erzählst. Viel mehr würde ich mir machen, wenn mein Freund/Freundin schon vorher mit ihr gesprochen hat...nicht weil ich nicht glauben würde, dass er/sie es zu meinem besten gemacht hätte, sondern weil ich das Gefühl hätte, sie weiß vielleicht schon mehr, als ich will, dass sie wirklich weiß... (verstehst du, was ich meine?).
Und aus der Sicht der Therapeutin ist es vielleicht viel aufschlussreicher zu sehen: Wie sprichst du z.B. an, dass du dich schneidest (self-injury) oder sprichst du es garnicht an, welche Gefühle liegen dabei ihm Raum etc..., als wenn du irgendwann sagst: "Sie wissen ja bestimmt schon, darüber muss ich mit Ihnen sprechen..."
Wie sagt man so schön: Auch in einer Träne kann sich die Sonne spiegeln...
🙂