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CryingGirl

Gast
Ich bin neu hier und hoffe,man kann mir hier einige Tipps geben.Ich möchte gerne eine Therapie machen aufgrund meiner Vergangenheit. Lange litt ich an Depressionen, dann war ein paar Jahre Ruhe und nun holt mich alles wieder ein🙁 Ich weiß, dass ich vom Hausarzt eine Überweisung brauche, aber den muss ich dann sicher den Grund dafür nennen und den will ich nicht sagen, da es mir schwer fällt, ohne in Tränen auszubrechen, darüber zu reden. Wie kann ich dieses Gespräch mit meinem Hausarzt umgehen😕 Und wie läuft das 1. Gespräch beim Psychologen ab? "Guten Tag, dann erzählen Sie mal!" ? Kann ich meinen Lebensgefährten als Stütze mit nehmen?

Über hilfreiche Antworten würde ich mich freuen!🙂Danke!

LG
 
hey du,ich bin auch wegen meiner vergangenheit bei einem therapeuten.also ich kann dir sagen ich habe einfach einen termin bei einer terapeutin gemacht bin dann da hingegangen und natürlich hat sie mich dann gefragt wieso ich denn zu ihr komme usw.ich habe ihr meine themen gesagt und sie hat sich alles angehört.es kann sein das du vorher mal bei deiner krankenkasse anrufen musst musst du mal nachfragen (das weiß ich nicht mehr so genau weil ih das schon sehr lange mache).jedenfalls die terapeutin gibt dir dann einen konsillarbericht mit mit dem du zu deinem hausarzt musst.der muss dich dann untersuchen,und soll dir bescheinigen das du eine terapie brauchst.(ist total blöd ich weiß)ist aber nicht weiter schlimm.muss ich jetzt auch nochmal machen lassen.aber dazu kann ich dir noch sagen das du was auch immer dir passiert ist,das ich es toll finde das du freiwillig sagst hey ich möchte was tun.echt.das kostet auch überwindung(ich sprech ja auch aus erfahrung).also viel erfolg.lg
 
"edenfalls die terapeutin gibt dir dann einen konsillarbericht mit mit dem du zu deinem hausarzt musst.der muss dich dann untersuchen,und soll dir bescheinigen das du eine terapie brauchst.(ist total blöd ich weiß)ist aber nicht weiter schlimm." .... 😱Der kann mir das doch nicht bescheinigen, wenn ich den nicht sage, wieso ich die Therapie will. Och nee, ich will den das nicht sagen🙁 Mein Freund sagte schon, er spricht mit seiner Ärztin, stellt das Problem dar, da er ihr sehr vertraut und schon Jahre bei ihr ist. Ich hoffe, dass geht so. Ich kann das dem Arzt nicht so sagen, da ich dann gleich anfange mit heulen🙁 und ich dann eine Zeitlang brauche, um mich wieder zu fangen.
Ich habe Angst. Angst alles wieder aus meiner verdrängten Erinnerung rauszuholen, da los zu weinen, mich so mies z fühlen*wein*
 
Hey!

Ich brauchte damals keine Ünerweisung vom hausarzt. Ich glaube, wenn man einen kassenärztlich zugelassenen therapeuten nimmt, was in der Regel der Fall ist, kann man einfach so einen Termin vereinbaren. Das wird dann über die Kasse abgerechnet.
Allerdings bin ich trotzdem zu meinem Hausarzt gegangen, um Adressen zu bekommen. Die bekommst Du allerdings auch woanders her. zb wenn Du deine Krankenkasse anrufst.

Der erste termin beim Therapeuten ist nicht so schlimm. er wird Dich fragen, warum Du da bist und Du wirst ganz grob Deine Probleme erläutern. Aber du wirst nicht total ausgequetscht werden, der therapeut oder die therapeutin weiß wie schwer es ist, sowas zu thematisieren.

Ich habe nach der ersten Stunde einen Bogen bekommen, wo ich eintragen konnte, was sich bisher in meinem Leben in den einzelnen Altersstufen ereignet hat. das konnte ich dann zu Hause in ruhe machen.

Der erste Schritt ist immer der Schwerste, aber Du wirst sehen, es lohnt sich. bei mir sind auch Sachen passiert, die mich immer wieder einholen. Dann ist es echt besser, sich da Hilfe zu holen, als sich ewig allein damit rumzuquälen. das macht einen nur noch mehr kaputt. Es ist wichtig, dass sowas ordentlich aufgearbeitet wird.

Natürlich darfst Du deinen Partner mitnehmen. Wenn es Dir eine hilfe ist.

Ich wünsche Dir viel kraft und alles gute. ich denke, Du bist auf dem richtigen weg


Liebe Grüße

Angel
 
"edenfalls die terapeutin gibt dir dann einen konsillarbericht mit mit dem du zu deinem hausarzt musst.der muss dich dann untersuchen,und soll dir bescheinigen das du eine terapie brauchst.(ist total blöd ich weiß)ist aber nicht weiter schlimm." .... 😱Der kann mir das doch nicht bescheinigen, wenn ich den nicht sage, wieso ich die Therapie will. Och nee, ich will den das nicht sagen🙁 Mein Freund sagte schon, er spricht mit seiner Ärztin, stellt das Problem dar, da er ihr sehr vertraut und schon Jahre bei ihr ist. Ich hoffe, dass geht so. Ich kann das dem Arzt nicht so sagen, da ich dann gleich anfange mit heulen🙁 und ich dann eine Zeitlang brauche, um mich wieder zu fangen.
Ich habe Angst. Angst alles wieder aus meiner verdrängten Erinnerung rauszuholen, da los zu weinen, mich so mies z fühlen*wein*

Hallo weinendes Mädchen,

Vielleicht hast du schon einen großen Schritt geschafft, indem du dich entschieden, dich um eine Therapie zu kümmern. Und auch wenn du jetzt noch riesige Angst davor hast, dass deine Probleme, Erinneungen und Gefühle, wieder an die Oberfläche gelangen, zeigt das, dass du dich mit dem Problem auseinandersetzen willst. Davon abgesehen: Dass du Problem und Erinnerungen verdrängst, hast nicht, dass sie nicht indirekt an die Oberfläche kommen (und wenn nur als Träume...).

Was den Weg dorthin betrifft: So kann ich mich FallenAngel nur anschließen: Entweder Empfehlungen (Hausarzt, Krankenkasse) oder Auskunft, Gelbeseiten...
Was die Aktivität deines Freundes betrifft, so bin ich hin und her gerissen: Einerseits finde ich es beindruckend, dass du ihm so vertraust, dass du ihm (zumindest zum Teil) in deine Situation eingeweiht hast. Des Weiteren zeigt vermutlich, dass ihm sehr viel an dir liegt und dass er gefühlsmäßig stark involiert ist. Nur zu verständlich ist es, wenn es einem Meschen (den man vielleicht liebt) nicht helfen kann, wenn einem die Hände gebunden sind, man möchte IRGENDWAS tun, kauft sich Bücher, will dem anderen die Handlungen abnehmen... das einzige Problem ist dabei, dass ihm dann die Gelegenheit nimmt, es selbst zu schaffen.
Ich möchte mir nicht anmaßen, zu behaupten, es sei bei euch so. Ich möchte nur vor einem Aktionismus warnen, der dir vielleicht langfristig mehr schaden als nützen würde. Genau so wenig, wie es Sinn hat, jemanden mit Druck zur Therapie zu bewegen... genau so bin ich der Überzeugung, dass eine Therapie ein Stück Eigenes darstellen muss, etwas, das man ganz für sich hat.

Und aus diesen Gründen, sollte sich die Beziehung mit der Therapeutin von Anfang an so entwicklen, dass du dich wohlfühlst. Wenn du auf einem Fragebogen kritische Erlebnisse angeben möchtest, dann machst du es, wenn du dich sicherer fühlst, mach es nicht. Therapeuten arbeiten nicht unbedingt mit den Infos, die du ihnen verbal mitteilst, sondern sehen sehr viel aus der Szene heraus. Du solltest dir keine Sorgen machen, dass eine Therapie wirkungslos bleibt, wenn du einem Therapeuten nur von deinem Alltag erzählst. Viel mehr würde ich mir machen, wenn mein Freund/Freundin schon vorher mit ihr gesprochen hat...nicht weil ich nicht glauben würde, dass er/sie es zu meinem besten gemacht hätte, sondern weil ich das Gefühl hätte, sie weiß vielleicht schon mehr, als ich will, dass sie wirklich weiß... (verstehst du, was ich meine?).

Und aus der Sicht der Therapeutin ist es vielleicht viel aufschlussreicher zu sehen: Wie sprichst du z.B. an, dass du dich schneidest (self-injury) oder sprichst du es garnicht an, welche Gefühle liegen dabei ihm Raum etc..., als wenn du irgendwann sagst: "Sie wissen ja bestimmt schon, darüber muss ich mit Ihnen sprechen..."

Wie sagt man so schön: Auch in einer Träne kann sich die Sonne spiegeln... 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo CryingGirl,

wie ich bereits gelesen habe, hast du schon sehr viele gute Tips bekommen. Was mir nur aufgefallen ist, daß du ein Problem damit hast, deinem Hausarzt zu erzählen, warum du die Therapie so dringend benötigtst. Vielleicht solltest du einmal darüber nachdenken, ob dieser Arzt wirklich der richtige Arzt für dich ist. Ich denke, daß es sehr wichtig ist, daß du ihm vertrauen kannst und auch bei ihm weinen darfst.

Viele herzliche Grüße,
Sehnsüchtige
 
hi,
grundsätzlich kannst du zu einem arzt oder doktor für psychotherapie gehen. da brauchst du kein gespräch mit deinem arzt zu führen und musst nur ihm erklären, was dein problem ist. er ist dann auch deine spätere therapeutin oder dein späterer therapeut. die abwicklung mit der krankenkasse vollzieht er dann.

ist zwar schwer so einen zu finden, aber es gibt eine vereinigung, die dir freie plätze melden kann. im jeweiligen kassenärztlichen gebiet melden die therapeuten dann freie plätze und die patienten fagen diese dort ab. ( google mal )

kleiner ratschlag :

du hast fünf " probestunden " in denen du entscheiden kannst, ob dir die therapeutin oder der therapeut sympatisch sind bzw. ob du den eindruck hast, dass sie / er dir helfen kann. er hat genauso die möglichkeit nach dieser kennenlernphase zu sagen : o.k. ich kann helfen oder eben nein, suchen sie bitte einen fachtherapeuten auf.

die meissten vergessen das zu erwähnen.....

als ehemaliger krankenkassenmitarbeiter weiss ich aber auch, dass z.b. dein hausarzt auf einer evtl. krankmeldung während der letzten jahre psychosomatische gründe angeben kann und sollte, wenn er einen anschein für ein depressives verhalten erkennt. ( magenbeschwerden ohne befund / abgeschlafftheit / anfälligkeiten etc. ) wenn du also einen guten hausarzt hast, wird er bereits wissen, dass da ein problem ist. vertrau dich ihm an, er ist zur verschwiegenheit verpflichtet und wird dir mit sicherheit helfen wollen. das ist nunmal sein job.

alles gute.
 

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