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Verdrängte Trauer

Kasi87

Neues Mitglied
Hallo.
Das ist das erste mal das ich drüber schreibe. Da es mir seit längerem sehr schlecht geht, dachte ich, es muss alles mal raus. Erst einmal zu meinem symptomen. Beklemmungsgefuhl am brustkorb. Mal geht es mir soo gut und nach paar Wochen wieder nicht. Organisch habe ich paar Sachen abgeklärt.
Also 2018 im Juli ist meine Mama ist künstliche Koma gekommen. Paar Wochen später, hieß es lungenkrebs. Schock. Zu der Zeit bin ich in der ausbildung gekommen. Also mein Alltag Kind zur Schule fertig machen, da mein. Mann schon früh zur Arbeit gefahren ist, mich fertig machen, dann zur Ausbildung, dann Krankenhaus.. Das zog sich lange hin.. Dann chemo, schlug gut an. Dezember wieder Krankenhaus, Weihnachten im Krankenhaus gefeiert. Alles wieder ok.. Dann metastasen im kopf. Ich.. Lernen, um alles kümmern und und.. Kein weinen. Musste stark sein. 2019 ging mal so und so... 2020 fing ok an, dann wieder schlimm plus coronavirus. Ich vor der Abschluß Prüfung. Meine Mama sehr leiden gesehen. Habe mit niemandem über meine Gefühle geredet.
Dann 18.6.20 ist meine Mama verstorben. Konnte sie nicht begleiten, corona halt. Habe geweint, 15 minuten... Dann musste ich sofort funktionieren. Alles regeln. Als alles erledigt war, lernen. Abschluß Prüfung. Dann nach einem anerkennungsjahr suchen dann direkt arbeiten. Im November hatte ich dann das erste Mal diese Symptome. Dezember, Januar lag ich sogut wie nur im Bett.. Krankenhaus, Diagnose magenschleimhautentzündung, reflux, helicobacter Keim. Im April ging es mir dann gut. Mai wieder schlechter, Juni und Juli mal gut und mal nicht.. Denke mir ist es das ich alles verdrängt habe und immer noch tue. Oder habe ich doch was. Habe nie über alles geredet, wie ich mich gefühlt habe.. Momonte wo ich richtig Angst hatte wo meine Mama Angst hatte...
So das war die Kurzfassung.
Habt ihr auch so etwas erlebt, das ihr es verdrängt habt.
Lg Kathi
 

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beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
Hallo Kasi.
Mein Beileid zum Tod deiner Mama.
Und allen Respekt dafür, wie du alles gemeistert hast.
Ich bin sowieso der Meinung, dass unsere Gesellschaft einem viel zu wenig Zeit zum trauern lässt. Ich denke schon, dass du durch alles was du zu erledigen hättest, die Trauer sehr verdrängt hast.
Du könntest eine Trauerbegleitung suchen, die dir helfen könnte, jetzt die Trauer "nachzuholen".
 

Kasi87

Neues Mitglied
Hallo Kasi.
Mein Beileid zum Tod deiner Mama.
Und allen Respekt dafür, wie du alles gemeistert hast.
Ich bin sowieso der Meinung, dass unsere Gesellschaft einem viel zu wenig Zeit zum trauern lässt. Ich denke schon, dass du durch alles was du zu erledigen hättest, die Trauer sehr verdrängt hast.
Du könntest eine Trauerbegleitung suchen, die dir helfen könnte, jetzt die Trauer "nachzuholen".
Danke für deine Antwort :)
Ja da hast du vollkommen recht, man muss einfach sofort funktionieren.
Jetzt gerade geht es mir wieder gut, kann sich aber schnell wieder ändern.
Ich habe seit paar Tagen nach einer Therapeuten gesucht, aber das ist wirklich schwer jemanden zu finden und die Wartezeit. Aber ich schaue mal nach Trauer Begleitung, vielleicht gibt es da noch andere Suchergebnisse. Vielen vielen Dank.
 

Petra47137

Sehr aktives Mitglied
Nicht nur Du hast einen geliebten Menschen verloren, sondern Dein Kind hat seine Oma verloren.
Mag sein, dass Du Deinem Kind vorgelebt hast..........das man einfach weiter zur Tagesordnung übergeht, anstatt gemeinsam zu trauern. Du hast den Verlust noch nicht verarbeitet............wie schaut es bei Deinem Kind aus ? Vermutlich ähnlich.
Gestaltet gemeinsam ein Oma (Mutter)- Erinnere-mich Wochenende. Teilt Erinnerungen, redet viel, schaut ihren Lieblingsfilm, hört ihre Lieblingsmusik, esst ihr Lieblingsesse und weint gemeinsam. Besucht die Orte, die ihr gemeinsam besucht habt. Lasst Euch von den Gefühlen überfluten - denn ihr teilt diese Gefühle und seit nicht allein damit.
 

Kasi87

Neues Mitglied
Nicht nur Du hast einen geliebten Menschen verloren, sondern Dein Kind hat seine Oma verloren.
Mag sein, dass Du Deinem Kind vorgelebt hast..........das man einfach weiter zur Tagesordnung übergeht, anstatt gemeinsam zu trauern. Du hast den Verlust noch nicht verarbeitet............wie schaut es bei Deinem Kind aus ? Vermutlich ähnlich.
Gestaltet gemeinsam ein Oma (Mutter)- Erinnere-mich Wochenende. Teilt Erinnerungen, redet viel, schaut ihren Lieblingsfilm, hört ihre Lieblingsmusik, esst ihr Lieblingsesse und weint gemeinsam. Besucht die Orte, die ihr gemeinsam besucht habt. Lasst Euch von den Gefühlen überfluten - denn ihr teilt diese Gefühle und seit nicht allein damit.
Ja da hast du vollkommen recht. Mein Sohn hat getrauert.. Er hat geweint, er ist 10.jahre alt und hat das sehr gut gemacht. Er kann sogar über sie sprechen, er hilft mir auf dem Friedhof. Auch bei meinem Papa, den er leider nicht kennenlernen durfte. Er ist tapfer. Ich habe einfach Angst. Aber ich weiß du hast recht. Ich versuche es. Danke für deine Tipps.
 

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