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Gelöscht 130736
Gast
Hallo,
heute gab es eine Standpauke von meiner Lehrerin. Ich hatte mich auf Drängen anderer Mitschüler hin etwas zu sehr darum bemüht dass wir ein paar Fächer verschieben können. Das kam im Lehrerzimmer nicht so gut an.
Ich bin eher eine Außenseiterin in der Klasse. Aber komme öfter mit den anderen ins Gespräch. Alles sehr distanziert und oberflächlich. Als ich die lange Standpauke bekam standen 3 (eine davon hatte mich wiederholt darum gebeten nochmal mit der Lehrerin über den Stundenplan zu reden) einfach da und haben zugehört. Nachdem die Lehrerin weg war ging der eine sofort los um es der ganzen Klasse zu petzen. Die anderen beiden blickten verstollen daher.
Keine Aufmunterung. Kein Zuspruch. Kein zuvorkommendes Lächeln.
Für eine Person mit sozialen Ängsten, Minderwertigkeitskomplex und Depressionen, die nur helfen wollte war das natürlich eine sehr unangenehme Situation. Doch ich finde persönlich das ich besser damit umging als das früher der Fall war(hab versucht mich zu verteidigen). Ich hoffe es wird mit der Zeit noch besser.
Der Punkt ist: Mir war klar dass ich keinerlei Treue oder Ehrgefühl erwarten darf von meinen Klassenkameraden und doch stimmt es mich leicht traurig.
Ich habe keinen einzigen Freund in meinem Leben. Keine beste Freundin, bei der ich den Frust hätte ablassen können und die mir versichert hätte dass ich nichts falsch gemacht habe. Dass das unfair war usw. Da ist niemand. Und ich versuche klar zukommen. Aber es wirkt mehr wie ein überleben als wie leben. Schon seit Jahren.
Ich bin an einem Punkt gekommen in der ich mich mit der Realität auseinadersetzen muss. Das erschreckende dabei ist, dass ich in dieser Realität nicht überleben kann solange ich ich selbst bin. Ich muss mein innerstes wegsperren. Noch verschlossener werden. Mutistisch werden. Damit ich in dieser Realität voller Heuchler, Blender, Blutsauger & Ignoranten überleben kann.
Und gleichzeitig will ich mich selbst besser kennen lernen. Ganz für mich alleine. Ohne einen einzigen Verbündeten. Keiner der es mit mir gut meint. Weder Freunde. Noch Familienunterstützung.
Kurz zu mir: Ich bin 26 und Azubine. Ich habe jahrelang versucht Anschluss zu finden (Schule ist einfach nicht das richtige Setting für mich) und habe schon zahlreiche Therapien hinter mir. Keiner aus meiner Klasse interessiert mich so sehr dass ich eine Freundschaft anstreben wollen würde. In meiner Selbsthilfegruppe eher schon. Aber jahrelanger kontinuierliche Ablehnung online und in der Realität haben mich extrem vorsichtig werden lassen.
"Vermeidung" ist mein ständiger Begleiter. Aber ich kann mich nun nicht mehr hinter der sinnlosen Online-Welt verstecken. Ein Mensch braucht verbündete.
heute gab es eine Standpauke von meiner Lehrerin. Ich hatte mich auf Drängen anderer Mitschüler hin etwas zu sehr darum bemüht dass wir ein paar Fächer verschieben können. Das kam im Lehrerzimmer nicht so gut an.
Ich bin eher eine Außenseiterin in der Klasse. Aber komme öfter mit den anderen ins Gespräch. Alles sehr distanziert und oberflächlich. Als ich die lange Standpauke bekam standen 3 (eine davon hatte mich wiederholt darum gebeten nochmal mit der Lehrerin über den Stundenplan zu reden) einfach da und haben zugehört. Nachdem die Lehrerin weg war ging der eine sofort los um es der ganzen Klasse zu petzen. Die anderen beiden blickten verstollen daher.
Keine Aufmunterung. Kein Zuspruch. Kein zuvorkommendes Lächeln.
Für eine Person mit sozialen Ängsten, Minderwertigkeitskomplex und Depressionen, die nur helfen wollte war das natürlich eine sehr unangenehme Situation. Doch ich finde persönlich das ich besser damit umging als das früher der Fall war(hab versucht mich zu verteidigen). Ich hoffe es wird mit der Zeit noch besser.
Der Punkt ist: Mir war klar dass ich keinerlei Treue oder Ehrgefühl erwarten darf von meinen Klassenkameraden und doch stimmt es mich leicht traurig.
Ich habe keinen einzigen Freund in meinem Leben. Keine beste Freundin, bei der ich den Frust hätte ablassen können und die mir versichert hätte dass ich nichts falsch gemacht habe. Dass das unfair war usw. Da ist niemand. Und ich versuche klar zukommen. Aber es wirkt mehr wie ein überleben als wie leben. Schon seit Jahren.
Ich bin an einem Punkt gekommen in der ich mich mit der Realität auseinadersetzen muss. Das erschreckende dabei ist, dass ich in dieser Realität nicht überleben kann solange ich ich selbst bin. Ich muss mein innerstes wegsperren. Noch verschlossener werden. Mutistisch werden. Damit ich in dieser Realität voller Heuchler, Blender, Blutsauger & Ignoranten überleben kann.
Und gleichzeitig will ich mich selbst besser kennen lernen. Ganz für mich alleine. Ohne einen einzigen Verbündeten. Keiner der es mit mir gut meint. Weder Freunde. Noch Familienunterstützung.
Kurz zu mir: Ich bin 26 und Azubine. Ich habe jahrelang versucht Anschluss zu finden (Schule ist einfach nicht das richtige Setting für mich) und habe schon zahlreiche Therapien hinter mir. Keiner aus meiner Klasse interessiert mich so sehr dass ich eine Freundschaft anstreben wollen würde. In meiner Selbsthilfegruppe eher schon. Aber jahrelanger kontinuierliche Ablehnung online und in der Realität haben mich extrem vorsichtig werden lassen.
"Vermeidung" ist mein ständiger Begleiter. Aber ich kann mich nun nicht mehr hinter der sinnlosen Online-Welt verstecken. Ein Mensch braucht verbündete.