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Verbotene Liebe

TinBel

Neues Mitglied
Guten Tag,

ich habe ein großes Problem, welches mich enorm belastet. Ich bin Türkin (20) und habe seid über einem Jahr einen halb deutschen und halb afrikanischen Freund. Vor ca. 5 Monaten haben es meine Eltern erfahren und waren zutiefst enttäuscht und sauer. Sie möchten nur einen Türken als Mann für mich. Sie sind überzeugt, dass es niemals funktionieren wird. Er und ich passen aber wunderbar zusammen. Egal was ich meinen Eltern sage sie wollen es nicht akzeptieren. Ich weiß das nun viele sagen werden, dass ich machen kann was ich möchte da ich schon volljährig bin, jedoch möchte ich meine Familie nicht verlieren. Ich werde aber auch meinen Freund nicht loslassen. Ich treffe mich weiterhin heimlich mit ihm aber es belastet mich alles so sehr. Diese Angst erwischt zu werden und eine Seite zu verlieren macht mir schreckliche Angst. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich habe Depressionen bekommen, Angstzustände, körperliche Schmerzen. Ich weiß nicht mehr weiter...

Vielen Dank fürs lesen.
 
Hallo TinBel,

das klingt tatsächlich sehr kompliziert und auch deprimierend. Das tut mir leid für euch.

Haben deine Eltern, bzw. deine Familie ihn denn mal kennen gelernt? Wenn man den "bösen Unbekannten" kennt, wird es oftmals besser. Sollten sie ihn noch nicht kennen, eventuell kannst du mal ein zwangloses Treffen organisieren. Dabei solltet ihr euch natürlich beim Austausch von Zärtlichkeiten etwas zurück halten.

Grundsätzlich hast du mit deiner Eröffnung natürlich recht. Du bist volljährig und damit auch in solchen Lebenslagen voll geschäftsfähig ;-) Ich kann aber verstehen, dass ein Alleingang die Beziehung zwischen deiner Familie und dir belasten kann.

Kennst du die Familie von deinem Freund? Eventuell kannst du dir da den nötigen Rückhalt holen, den du brauchst. Sollte deine Familie überhaupt nicht zu Kompromissen bereit sein, kannst du dir mit deinem Freund in deinem Alter auch langsam ein eigenes Leben in z. B. einer gemeinsamen Mietwohnung aufbauen, wenn das finanziell möglch ist und ihr bereit dazu seid.

Das wäre für deine Familie natürlich eine Schocktherapie, aber vielleicht nähert ihr euch danach wieder an. Sollte das nicht möglich sein, so weißt du zumindest, dass deiner Familie ihre Prinzipien wichtiger sind, als du und kannst dann eventuell auch auf sie verzichten.

Ich wünsche euch beiden viel Kraft und Erfolg.
Greeni
 
Hallo TinBel,

das klingt tatsächlich sehr kompliziert und auch deprimierend. Das tut mir leid für euch.

Haben deine Eltern, bzw. deine Familie ihn denn mal kennen gelernt? Wenn man den "bösen Unbekannten" kennt, wird es oftmals besser. Sollten sie ihn noch nicht kennen, eventuell kannst du mal ein zwangloses Treffen organisieren. Dabei solltet ihr euch natürlich beim Austausch von Zärtlichkeiten etwas zurück halten.

Grundsätzlich hast du mit deiner Eröffnung natürlich recht. Du bist volljährig und damit auch in solchen Lebenslagen voll geschäftsfähig ;-) Ich kann aber verstehen, dass ein Alleingang die Beziehung zwischen deiner Familie und dir belasten kann.

Kennst du die Familie von deinem Freund? Eventuell kannst du dir da den nötigen Rückhalt holen, den du brauchst. Sollte deine Familie überhaupt nicht zu Kompromissen bereit sein, kannst du dir mit deinem Freund in deinem Alter auch langsam ein eigenes Leben in z. B. einer gemeinsamen Mietwohnung aufbauen, wenn das finanziell möglch ist und ihr bereit dazu seid.

Das wäre für deine Familie natürlich eine Schocktherapie, aber vielleicht nähert ihr euch danach wieder an. Sollte das nicht möglich sein, so weißt du zumindest, dass deiner Familie ihre Prinzipien wichtiger sind, als du und kannst dann eventuell auch auf sie verzichten.

Ich wünsche euch beiden viel Kraft und Erfolg.
Greeni

Meine Eltern sind zu keinem treffen bereit. Sie sagen, dass es niemals dazu kommen wird. Sie drohen mir auch damit, dass wenn ich auf Gedanken komme, wie eben ein eigenes Leben ohne ihre Erlaubnis aufzubauen, die Familie kaputt gehen wird. Ich bin mir sicher, dass sie ihn sehr mögen würden, da er sehr offen ist und eigentlich mehr „türkisches“ Benehmen hat als ich selbst. Religion spielt keine Rolle, da wir dieselbe haben. Das einzige ist leider nationalistische Denken. Er lebt alleine mit seiner Mutter und sie ist total offen und wünscht uns nur das Beste. Jedoch ist auch sie überfordert mit der Situation.
 
Hallo,

meine Frage an Dich, bist Du in Deutschland geboren und aufgewachsen ?
Und wie lange sind Deine Eltern in Deutschland ?

Mein Fragehingergrund:
Jeder der in ein anderes Land umsiedelt, muss vieler seiner Traditionen und Denkmodelle zurücklassen, denn man kann in einem fremden Land nicht leben, ohne sich anzupassen.
Diese Anpassung betrifft vorallem die Kinder, die in dieser westlichen Kultur hineingeboren werden und dementsprechend weltoffner bei der Partnerwahl sind.
Hier treffen dann wirklich zwei Welten aufeinander - das in diese Kultur hineingeboren oder aufgewachsene Kind und die noch sehr verwurzelten Eltern.
 
Hallo,

meine Frage an Dich, bist Du in Deutschland geboren und aufgewachsen ?
Und wie lange sind Deine Eltern in Deutschland ?

Mein Fragehingergrund:
Jeder der in ein anderes Land umsiedelt, muss vieler seiner Traditionen und Denkmodelle zurücklassen, denn man kann in einem fremden Land nicht leben, ohne sich anzupassen.
Diese Anpassung betrifft vorallem die Kinder, die in dieser westlichen Kultur hineingeboren werden und dementsprechend weltoffner bei der Partnerwahl sind.
Hier treffen dann wirklich zwei Welten aufeinander - das in diese Kultur hineingeboren oder aufgewachsene Kind und die noch sehr verwurzelten Eltern.

Da hast du definitiv recht.
Mein Vater ist nach Deutschland gekommen, als er mit der Oberschule anfing. Jedoch hatte und hat mein Vater nur türkische Freunde. Nach der Nationalität suchen sich meine Eltern ihre engen Freunde aus, da laut Ihnen man sich auf Dauer nur mit derselben Nationalität versteht. Meine Mutter ist mit 17 nach Deutschland gekommen wegen meinem Vater. Meine Brüder und ich sind somit hier geboren und aufgewachsen. Ich habe definitiv ein anderes Bild was verschiedene Nationalitäten angeht. Ich selbst bin nicht so „Türkisch“ wie meine Eltern und das wissen meine Eltern selbst. Ich bin sogar überzeugt davon, dass dieses vollkommen türkische überhaupt nichts für mich ist. Ich liebe verschiedene Kulturen und ich möchte nicht Gefangene in der türkischen Kultur sein.
 
Hallo TinBel,

schön, dass du geantwortet hast.

Das ist ja wirklich eine Tretmühle, in der ihr euch da befindet.

Ich bin auch der Meinung, dass die Beziehung zwischen den Eltern und dem Partner des Kindes meist besser werden, wenn sie sich kennen lernen. Wenn deine Eltern das natürlich konsequent ablehnen, ist es sehr schwer.

Hast du das Gefühl, dass eines deiner Elternteile eher an einem Treffen interessiert wäre als das andere? Eventuell geht es über die Schiene. Wenn deine Mutter es nicht ganz so eng sieht, wie dein Vater, dass du sie zuerst einweihst. Die Frage ist dann allerdings, wie ausgewogen die Beziehung deiner Eltern ist. Haben beide in etwa gleich viel zu sagen oder ist ein Elternteil dominat?

Kann die Mutter deines Freundes eventuell eingreifen und sich mit deinen Eltern treffen oder wird sie dann vermutlich vom Hof gejagt?

Es ist schwer, du hast nur eine Familie. Allerdings muss man auch im Familienverbund dazu bereit sein, Kompromisse einzugehen, verzeihen zu können, usw. Das lassen die von dir beschriebenen Eltern nicht durchblicken. Ich bin definitiv kein Fan davon, mit der Familie zu brechen, aber ein gewisses Maß an Selbstbestimmung sollte dir mit 20 Jahren schon zustehen. Vielleicht wäre da ein Bruch auf Zeit eine heilsame Erfahrung für deine Familie.

Aber das kannst nur du beantworten, ich will dir nichts raten, was dich in "Ungnade" fallen lässt oder ins Unglück stürzt. Das kannst du sicher besser abschätzen. Ich versuche dir ein paar Möglichkeiten aufzuzeigen.

Viele Grüße Greeni
 
Hallo TinBel,

schön, dass du geantwortet hast.

Das ist ja wirklich eine Tretmühle, in der ihr euch da befindet.

Ich bin auch der Meinung, dass die Beziehung zwischen den Eltern und dem Partner des Kindes meist besser werden, wenn sie sich kennen lernen. Wenn deine Eltern das natürlich konsequent ablehnen, ist es sehr schwer.

Hast du das Gefühl, dass eines deiner Elternteile eher an einem Treffen interessiert wäre als das andere? Eventuell geht es über die Schiene. Wenn deine Mutter es nicht ganz so eng sieht, wie dein Vater, dass du sie zuerst einweihst. Die Frage ist dann allerdings, wie ausgewogen die Beziehung deiner Eltern ist. Haben beide in etwa gleich viel zu sagen oder ist ein Elternteil dominat?

Kann die Mutter deines Freundes eventuell eingreifen und sich mit deinen Eltern treffen oder wird sie dann vermutlich vom Hof gejagt?

Es ist schwer, du hast nur eine Familie. Allerdings muss man auch im Familienverbund dazu bereit sein, Kompromisse einzugehen, verzeihen zu können, usw. Das lassen die von dir beschriebenen Eltern nicht durchblicken. Ich bin definitiv kein Fan davon, mit der Familie zu brechen, aber ein gewisses Maß an Selbstbestimmung sollte dir mit 20 Jahren schon zustehen. Vielleicht wäre da ein Bruch auf Zeit eine heilsame Erfahrung für deine Familie.

Aber das kannst nur du beantworten, ich will dir nichts raten, was dich in "Ungnade" fallen lässt oder ins Unglück stürzt. Das kannst du sicher besser abschätzen. Ich versuche dir ein paar Möglichkeiten aufzuzeigen.

Viele Grüße Greeni


Leider leider hat mein Vater das sagen und meine Mutter redet sozusagen alles nach was mein Vater sagt. Wenn mein Vater nein sagt dann kann ihn niemand umstimmen. Seiner Mutter würden sie auch kein bisschen zuhören. Ich überlege ob ich noch etwas warten soll und hoffen, dass sie es irgendwann akzeptieren aber wenn das auffliegt, dann droht mein Vater mit Sachen wie, dass er mich in die Türkei schickt etc. Es ist wirklich wie in einem Film. Eigentlich sind meine Eltern nicht streng aber in diesem Thema leider sehr. Ich versuche auch meine Eltern zu verstehen, jedoch kann ich es nicht akzeptieren, da sie ihm keine Chance geben.

Wegziehen könnten wir uns das leider momentan nicht leisten. Wir müssen beide noch studieren. Ich habe noch knapp 3 Jahre vor mir.

Ich danke dir für deine Zeit und ich bin immer offen für weitere Gedankengänge ...
 
Ich denke du musst dich einfach für eine Seite entscheiden, denn ein Versteckspiel klappt auch nicht auf Dauer. Ich für meinen Teil könnte auf eine "Familie" die meinen Partner nicht akzeptiert gut verzichten...
 
Da hast du definitiv recht.
Mein Vater ist nach Deutschland gekommen, als er mit der Oberschule anfing. Jedoch hatte und hat mein Vater nur türkische Freunde. Nach der Nationalität suchen sich meine Eltern ihre engen Freunde aus, da laut Ihnen man sich auf Dauer nur mit derselben Nationalität versteht. Meine Mutter ist mit 17 nach Deutschland gekommen wegen meinem Vater. Meine Brüder und ich sind somit hier geboren und aufgewachsen. Ich habe definitiv ein anderes Bild was verschiedene Nationalitäten angeht. Ich selbst bin nicht so „Türkisch“ wie meine Eltern und das wissen meine Eltern selbst. Ich bin sogar überzeugt davon, dass dieses vollkommen türkische überhaupt nichts für mich ist. Ich liebe verschiedene Kulturen und ich möchte nicht Gefangene in der türkischen Kultur sein.

Argumentiere mal so: es war Eure Entscheidung, das ich in diesem Land geboren und aufgewachsen bin.
Ihr habt mir neue Wurzeln gegeben, dafür bin ich Euch dankbar. Deutschland ist meine Heimat und Euer zu Hause.
Ihr könnt die Türkei nicht nach Deutschland holen, um weiter in ihr leben zu können - aber ihr habt mir die Möglichkeit in die Wiege gelegt, mich frei entscheiden zu dürfen, wie ich leben will, mit Eurem Entschluß und Willen in Deutschland zu leben. Es wäre unehrenhaft, Euren in Deutschland geborenen Kindern das Recht auf ein deutsches Verhalten zu nehmen und somit die Wurzeln zu beschneiden, die ihr mir selbst gegeben habt.
Ich respektiere und ehre Euch und ihr solltet mich genauso respektieren und ehren.
 
Auch auf die Gefahr hin mich hier unbeliebt zumachen. Ich war mal in einer ähnlichen Situation. Nur war es bei mir rein dieReligion, die meine Eltern störte. Ich Christin, er Moslem.

Ich war Anfang zwanzig, hatte mich in den Mannverliebt ohne zu wissen welche Religion er hat und habe schon geschluckt alsich erfahren habe, das er Moslem ist.
Ich dachte aber ich stelle ihn meinen Elternals guten Freund vor und mit der Zeit würden Sie ihn lieben lernen. LeiderPustekuchen. Schon nach dem ersten Treffen, hat mein Vater mir gesagt „Selbstan seinem Grabe brauche ich nicht mit Ihm aufzutauchen“. Jetzt können viele hier sagen,was für ein bescheuerter Vater. (aber zur Verteidigung: Er hat in einemBürgerkrieg gekämpft, viele seiner Familienangehörige durch den MuslimischenTeil der Bevölkerung getötet und gefoltert….) und ich liebe meine Eltern absolut, auch wennich nicht jede ihrer Meinungen teile.

Lange rede kurzer Sinn. Ich bin krank geworden.Bin ins KH gekommen. Mein Freund war leider in den Urlaub gefahren. Mein Vaterwar vor der Arbeit, in der Mittagspause und nach der Arbeit bei mir. Immer. Nurso, damit ich nicht allein bin. Er war da…..
Und da ist mir klar geworden, dass ich dasnicht kann. Ich konnte für eine Beziehung (die zum Glück noch in den Anfängensteckte) nicht meine Familie aufgeben. Ich habe mich gegen den Mann entschiedenund für meine Eltern. Ich war ehrlich zumeinem Freund, der unter Tränen mir sagte ich hätte hier gerade den Mann meinesLebens verloren, der mir die Sterne vom Himmel geholt hätte. ES hat mir schierdas Herz gebrochen.

Trotzdem 18 Jahre später, bin ich froh sogehandelt zu haben, aber das ist auch leicht zu sagen, wenn man einen neuenMann gefunden hat und kinder hat….

Ich kann dir keineEntscheidung abnehmen, dir nur sagen , dass ich dich gut versteh
 

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